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Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Jahresbericht - Sonderheft 2025

Das Sonderheft 2025 können Sie HIER Online lesen und herunterladen.

Der Markt im Überblick 2025

ProRind sorgt für Topergebnisse

Der Markt im Überblick 2024/25 zeigt über nahezu alle Kategorien hinweg eine feste bis sehr feste Tendenz im Jahresverlauf. Treiber sind hohe Milch- und Schlachtpreise sowie Angebotsverknappungen durch Gebrauchskreuzungen und tiergesundheitliche Effekte (BTV 3). Auktionen bleiben Plattformen für transparente Preisbildung, Verlässlichkeit und zügige Abnahme.

Bullen: Bei Brown Swiss und Holstein setzten die Verkaufspreise neue Marken. Brown Swiss erzielten im Schnitt 2.473 € (+742 €), 2.398 € auf Auktionen und 2.873 € ab Stall; Holstein stiegen auf 2.198 € (+396 €). Die Nachfrage wurde durch hohe Schlachterlöse gestützt. Zunehmend gefragt sind genetisch hornlose Bullen, während Käufer bei Holstein wieder robustere, ältere Einsatzbullen wünschen. Auf Auktionen treiben wenige Spitzenbullen die Höchstpreise, übrige Tiere laufen näher am Mindestgebot. Kühe und Jungkühe: Die Vermarktung zog stark an. 5.028 Jungkühe und 760 Mehrkalbskühe wurden platziert; ein April Markt erreichte 3.032 € Durchschnitt bei 190 Jung- und zehn Mehrkalbskühen. Über Auktionen wechselten 4.321 Jungkühe, davon 32 % in andere EU Staaten (1.312 nach Italien); 31 % verblieben im Verbandsgebiet, der Rest ging bundesweit. Der BTV-3-Ausbruch verstärkte die Nachfrage zur Bestandsauffüllung italienische Käufer profitierten von kurzen Wegen und der guten Liquidität. Kalbinnen (Export): Ab Hof und Export ergänzen die Auktion. 1.247 Jungkühe/Kühe sowie 1.066 Jungrinder/Kalbinnen wurden ab Stall vermarktet. Da das Verbandsgebiet die Mengen nicht vollständig absorbiert und Beef on Dairy das Angebot verknappt, bleibt die Exportpipeline – vor allem Richtung Italien – strategisch bedeutsam. Zuchtkälber: ProRind vermarktete 699 Kälber; die Preise zogen in allen Rassen an (Braunvieh +171 €, Holstein +86 €, Fleckvieh +38 €). Käufer honorieren Pedigree, Entwicklung, Fundament und Gesundheit; wüchsige, vitale Kälber finden rasch Absatz. Zusätzlich wurden 341 weibliche Nachkommen über Stallverkäufe vermittelt. Gesextes Sperma gewinnt an Bedeutung und wirkt bis in die Nutzkälbersegmente. Nutzkälber: Der Markt bleibt volatil; gefragt sind fitte Kälber 75–85 kg. Frühzeitige Enthornung (spätestens Tag 42), rechtzeitige Anmeldung und verlässliche Sammellogistik sichern Höchstpreise. Bei genetisch hornlosen Tieren schwankt die Qualität sehr stark, je nach Vater. Unsere Auktionen liefern Fairness, Wertschöpfung und eine aktuelle Notierungen. Embryonen: Das Segment bleibt selektiv und qualitätsgetrieben. Insgesamt spricht die Angebotslage für stabile bis feste Preise, da gute Exterieur und Leistungsprofile knapp bleiben und Beef on Dairy die Zuchtviehverfügbarkeit weiter begrenzt.