Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktberichte

Time to say goodbye!

Zur 2243. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, gleichzeitig der letzten am Marktstandort in Kempten, am Donnerstag, den 12. Mai 2022 konnten sechs Stiere, fünf Zuchtkälber, drei Mehrkalbskühe und 101 Jungkühe verkauft werden. Am Jungkuhmarkt konnte durch die weiterhin hohe Nachfrage und die ordentliche Qualität mit 2.091 € der zweithöchste Durchschnittspreis der Geschichte erreicht werden.

Spitzenstier zum Spitzenpreis!

Am Stiermarkt wurden acht Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu einem leicht gestiegenen Durchschnittspreis von 1.560 € konnten sechs Stiere einen Käufer finden. Zum absoluten Spitzenpreis von 2.350 € konnte ein Barca- Sohn aus der Zucht von Michael Denz aus Oberstaufen verkauft werden. Dieser junge Stier punktete neben seiner exclusiven Väterfolge, viel Körperbreite/ –tiefe und glasklarem Fundament, speziell mit einer renommierten, schauerfahrenen Kuhfamilie im Hintergrund. Seine Mutter, die Durham- Tochter Beverly EX 91 konnte im vergangenen Jahr einen Siegertitel bei der German Dairy Show digital einfahren und besticht neben ihrem sagenhaften Exterieur mit einer durchschnittlichen Leistung von weit über 11.000 kg Milch bei rund 4,4% Fett und 3,65% Eiweiß. Weidegewohnt und deckerfahren wird der Stier seinen weiteren Deckeinsatz im südlichen Oberallgäu absolvieren.

Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal nochmals kleiner. Lediglich fünf Kälber, die ausnahmslos aus Jungkühen stammten, konnten im Mittel zu sehr guten 376 € an Käufer vermittelt werden. Für die Sommermonate muss die Auftriebszahl hier deutlich steigen, um einen attraktiven Markt zu gewährleisten. Die Mitgliedsbetriebe sind hier aufgerufen, interessante Zuchtkälber zur Vermarktung anzumelden. Bei Fragen kontaktieren Sie auch gerne Ihre Außendienstmitarbeiter.

Jungkuhmarkt weiterhin furios

Auch zur Maiauktion war die allgemeine Marktsituation unverändert: Die Milchpreise steigen weiter, die Schlachtpreise sind stabil auf hohem Niveau und die nationalen und internationalen Zuchtviehmärkte befinden sich konstant im Höhenflug. So konnte sich die letzte Zuchtviehversteigerung in der Kemptener Allgäuhalle mit einem Durchschnittspreis von 2.091 € bei den Jungkühen als zweitteuerster Markt der vergangenen Jahrzehnte in die Geschichtsbücher eintragen. Insgesamt konnte der Markt qualitativ in der Spitze und Breite nicht ganz an das außergewöhnliche Niveau der vorherigen Rekordauktion heranreichen, befand sich dennoch auf sehr ordentlichem Niveau. Auffällig war leider die wiederum deutlich höhere Ausfallquote im Vergleich zu den Vorauktionen. Hier gilt die Bitte, angemeldete Tiere möglichst auch zum Verkauf vorzustellen. Ab der nächsten Auktion bietet das neue Vermarktungszentrum in Unterthingau die noch bessere Möglichkeit bei knapper Zeit, Tiere lediglich zur Halle zu bringen und durch das Personal betreuen zu lassen. Nur ein großes und breites Angebot über alle Rassen bietet die nötige Attraktivität für Kaufinteressenten und besonders Großkunden, die für die positive Marktgestaltung unabdingbar sind.

Die drei aufgetriebenen Mehrkalbskühe konnten mit durchschnittlich 2.300 € ebenfalls enorm überzeugen. An der Spitze rangierte hier eine massive Juleng- Tochter vom Biobetrieb Ludwig Kugler aus Görisried, die mit beeindruckenden 36,5 kg Milch 2.800 € im Zuschlag erreichte. Auch in diesem Sektor ist ein größerer Auftrieb wünschenswert.

„Die Letzten werden die Ersten sein“

„Jetzt betritt die letzte Jungkuh von Zehntausenden den Kemptener Auktionsring- etwas Wehmut ist schon dabei“ – Mit diesem Satz moderierte Auktionator Josef Hefele die letzte Jungkuh des Tages und der Geschichte der Kemptener Allgäuhalle an. Exakt diese erreichte dann nach packendem Bieterduell auch den Tageshöchstpreis von 3.150 €. Dass sie vom größten Beschicker der verganenen Jahrzehnte, Narziss Wenz aus Bolsterlang vorgestellt wurde, passte ins Bild. Diese kurz gekalbte F1- Kreuzung konnte bereits knapp 30 kg Tagesmilch und ein fehlerfreies Exterieur mit besonders breitem Becken und starkem Körper vorweisen. Abgerundet wurde das Gesamtbild dadurch, dass sich den Zuschlag mit der Puschtravieh OHG aus Südtirol ein langjähriger und treuer Stammkunde sicherte. Auch die preislich zweitplatzierte Jungkuh des Tages, eine Harrison- Tochter aus der Zucht von Florian Hierl aus Immenstadt mit knapp 33 kg Milch, bestem Euter und hervorragendem Fundament ging für 3.100 € an die Familie Steiner aus Südtirol. Mit 2.900 € an preislich dritter Stelle folgte eine Wizdom- Tochter aus schaubewährter Kuhfamilie von Markus Tannheimer aus Buchenberg, die weit über 32 kg Milch zukünftig im südlichen Oberallgäu produzieren wird. Dicht darauf folgten zwei hervorragende Brown- Swiss Jungkühe von zwei an diesem Tage marktbestimmenden Beschickern, die wiederum von der Puschtravieh OHG ersteigert wurden. Zunächst kostete das Highlight der größten Betriebskollektion des Tages von Georg Schedel aus Egg, die aus neun Tieren bestand, eine Vartan- Tochter mit über 32 kg Milch, bester Melkbarkeit und ausgezeichnetem Exterieur, 2.800 €. Kurz darauf folgte aus der zweitgrößten und teuersten Kollektion des Tages, die aus sieben Tieren bestand und von Narziss Wenz aus Bolsterlang hervorragend im Ring präsentiert wurde, eine Hobbit- Enkelin mit über 31 kg Milch bei der sich der Hammer des Auktionators erst bei 2.750 € senkte. Ebenfalls 2.750 € kostete die teuerste Holsteinjungkuh des Tages: Genau zweijährig abgekalbt, produzierte die rahmige Chief- Tochter von Michael Hager aus Berg bereits knapp 36 kg Milch und glänzte mit einem breiten, langen und sehr lebendigen Euter. Sie wird zukünftig im östlichen Baden- Württemberg gemolken.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 2. Juni im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Vorher findet bereits der Tag der offenen Tür am 29. Mai statt!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Marktbericht vom 27.04.2022 Schwabenhalle Buchloe

Nachfrageboom führt zu absolutem Preisrekord

Lange lag es in der Zukunft und nun ist es bereits Vergangenheit: der letzte Zuchtviehmarkt in der 1984 neu erbauten Schwabenhalle in Buchloe. Viele ehemalige Zuchtakteure, aktive Züchter und natürlich auch zahlreiche Kaufinteressenten kamen in die Schwabenhalle um dieses Ereignis live zu verfolgen. Und es war in der Tat ein historischer Markt mit einem absoluten Preisrekord nach heftigen Bietduellen. Die Käufer aus Südtirol, Oberbayern, Niederbayern und Franken boten entschlossen und erwarben 61 % des Großviehs. Doch auch die Schwaben hielten gut dagegen, sodass mancher Kaufinteressent leer ausging. Leider war das Angebot etwas geringer als beim letzten Markt: von 136 gemeldeten Tieren wurden 75 aufgetrieben und verkauft. Das leistungsstarke Angebot bestand aus ¼ Brown Swiss, 2/3 Deutsche Holstein und der Rest aus Kreuzungen.

Die 10 angebotenen Kälber aller Rassen wechselten schnell zu angemessenen Preisen die Besitzer.

Die Preisspitze von 340.-€ zeigte sich bei einem Rotbunten Pace Red Kalb und bei einer Schwarzbunten Solomon Tochter. Der Durchschnittspreis lag knapp unter 300.-€.

Von den 2 Braunviehbullen erhielt gleich der erste, ein korrekter Vassri Sohn mit einem GZW von 133

von Johann Ellenrieder aus Kirchheim, das höchste Gebot von 2.400.-€. Mit 2.350.-€ nur knapp darunter lag ein gut entwickelter mischerbig hornloser Schwarzbunter Sam Red P Sohn von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen. Für alle Bullen errechnete sich ein Durchschnittspreis von 1.850.-€ und lag damit auf dem Niveau des letzten Marktes.

Kühe teurer als Jungkühe

Nach diesem gelungenen Start zeigten die 4 angebotenen Zweitkalbskühe mit einem Durchschnittsgemelk von 45 kg ( 40,1 – 50,0 ) wozu sie in der Lage sind. Mittlerweile sind die Käufer von diesen hervorragenden Kühen so begeistert, dass diese einen höheren Durchschnittspreis ( +46.-€ ) erzielten als die Jungkühe. Die Preisspitze lag gleich zweimal bei 2.400.-€. Eine ging nach Südtirol und eine blieb in Schwaben. Beide Kühe stellte der Zuchtbetrieb Martin und Tatjana Lang aus Wielenbach, der ein stetiger Marktbeschicker mit besten Zweitkalbskühen ist.

8 Spitzentiere erhielten Gebote zwischen 2.500.-€ und 3.400.-€

Das gemischtrassige Versteigern ist mittlerweile schon Routine und bringt noch mehr Spannung und Lebendigkeit in den Marktverlauf. Die 52 aufgetriebenen Jungkühe lagen mit 31,4 kg ( 19,0 – 44,1 kg ) Durchschnittsgemelk auf einem höheren Niveau als beim letzten Markt. Bisher waren die Stückzahlen mit Preisen über 2.000.-€ erwähnenswert, doch diesmal haben sich die Verhältnisse geändert: nur 5 Tiere wechselten zu Preisen unter 2.000.-€ den Besitzer. Ansonsten gewöhnten sich die Käufer schnell an das neue Preisniveau und boten locker im Bereich zwischen 2.000.-€ und 2.500.- €. Das führte bei einem Preissprung von +424.-€ zur Märzauktion zu einem Durchschnittspreis von 2.267.-€.

Von den 8 „auserlesenen“ ging die teuerste Biojungkuh (BS), eine leistungsstarke Jero Tochter von Richard Schindele aus Unterthingau, für 2.500.-€ nach Böbing. Eine Gywer Tochter ging nach Südtirol und 4 weitere Deutsche Holsteins ließen sich die schwäbischen Züchter nicht entgehen.

Mit Katalognummer 80, einer rahmigen euterstarken Subzero Tochter von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen, die für ihre 34 kg ein Gebot von 2.850.-€ erhielt, glaubten viele, dass das der Höhepunkt sei. Doch kurz vor Schluß kam die Überraschung mit Katnr. 124, eine sehr gut entwickelte Canyon ( Brown Swiss) Tochter von der Schwayer GbR aus Lauchdorf. Mit einem Erstkalbealter unter 2 Jahren zeigte sie eine hervorragende Entwicklung. Aus ihrem drüsigen Euter kommen jeden Tag 31,5 kg – kurz abgekalbt sahen die Käufer noch ein großes Entwicklungs-potiental. Bei heißem Bietduell ließ sich ein Buchloer Züchter diesen „Leckerbissen“ nicht nach Südtirol entwischen und war froh als er bei 3.400.- den Zuschlag erhielt. Zum Abschluß der Auktion wurde noch der langjährige Marktbeschicker Norbert Leinsle aus Türkheim für seine junge ( EKA 23 Mo ) schicke Gyros Tochter mit 36 kg Tagesleistung mit einem Gebot von 2.850.--€ belohnt.

Nicht nur für Buchloe war dies der letzte Viehmarkt, sondern auch für den langjährigen Auktionator

Josef Keller. Er versucht seine neue Herausforderung – Ruhestand – zu meistern.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt von ProRind findet am 12. Mai in Kempten statt. Für den 2. Juni ist die erste Auktion in Unterthingau geplant. Anmeldungen, Kaufaufträge und Informationen unter www.prorind.de oder Tel. 0831-522 44 0. Für Beratung oder Vermittlung ab Stall stehen ihnen die Aussendienstmitarbeiter stets zur Verfügung:

Werner Schmid, 01511 6772039, Alexander Kuppel 0163 2437196 und Maximilian Meßner 01578 0530951 für Schwaben, Hubert Rupp 0163 8310087 für Nordbayern und Bonaventura Lohner 0163 8310088 für Ober-/ Niederbayern.

Nicht vergessen: 29.Mai Tag der offenen Tür im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau

Josef. Keller

 

Nächster Rekordtag in der Allgäuhalle!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 22. April 2022 konnten elf Stiere, zwölf Zuchtkälber, eine Mehrkalbskuh, 141 Jungkühe und beim anschließenden Jungviehmarkt acht Kalbinnen und 91 Jungrinder verkauft werden. Durch die wiederum hervorragende Qualität am Jungkuhmarkt und große regionale und überregionale Nachfrage wurde der Rekord der vergangenen Auktion nochmals deutlich auf 2.206 € übertroffen. Auch am Jungviehmarkt konnte mit 977 € im Schnitt ein Rekord erzielt werden, der deutlich unter Beweis stellt, wie wenig Zuchtvieh auf dem Markt ist und wie groß die Nachfrage nach hochwertigen Brown Swiss. Zuchttieren national und international ist.

Spitzenstier überstrahlt das Angebot

Am Stiermarkt wurden elf Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu zufriedenstellenden 1.526 € im Durchschnitt konnten alle Stiere verkauft werden und der Markt somit vollständig geräumt werden. Ein ganz besonderer Kandidat überstrahlte dabei das gesamte Marktgeschehen: Mit Katalognummer 4 betrat an diesem Tag ein junger Piano- Sohn den gut gefüllten Auktionsring. Mit hervorragendem Körper, Becken und besten Fundamenten ausgestattet, fiel er bereits bei der Körung auf und nun zog er alle Blicke auf sich und ließ die Gebote flott in die Höhe schnellen. Nach langem, spannenden Bieterduell senkte sich der Hammer des Auktionators Josef Hefele schließlich bei beeindruckenden 2.950 € zu Gunsten eines langjährigen Stammkunden aus Belgien. Für Züchter Richard Göhl aus Rettenberg ein besonderer Anlass zur Freude. Er hatte den Stier aus der Jukebox- Tochter Katja, die sich mit einer herausragenden Durchschnittsleistung von kanpp 10.000 kg bei gleichzeitig 4,2 % Fett und über 3,8 % Eiweiß aufgezogen. Auch die Großmutterleistung der Huray- Tochter Klarisa mit über 11.000 kg konnte überzeugen. Das komplette Bild rundete das genomische Profil des Stieres ab: Mit guten 127 gGZW, überdurchschnittlicher Milchmenge, neutralen Inhaltsstoffen, fehlerfreien Gesundheits- und Exterieurwerten und den gewünschten Faktoren Kappa Kasein BB und Beta Kasein A2A2 blieben keine Wünsche offen.  Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal wieder kleiner, die Qualität der aufgetriebenen Kälber konnte nicht ganz an das der hervorragenden Vormärkte heranreichen, sodass sich das hohe Preisniveau auf 323 € reduzierte. Alle Kälber verbleiben bei Aufzuchtbetrieben im Zuchtgebiet.

Beste Qualität und hohe Nachfrage führen in neue Preissphäre

Die Vorzeichen dieser Aprilauktion ließen einen rasanten Marktverlauf erwarten, der jedoch alle Erwartungen nochmals übertreffen konnte. Hohe Durchschnittspreise bei Auktionen in Norddeutschland und Österreich sowie weiter steigende Milchpreise und stabile Schlachtpreise geben im aktuellen Marktgeschehen den Ton an. In der Allgäuhalle fanden sich mehrere einheimische Kunden, sowie Großkunden aus Belgien, Norddeutschland und Italien ein, die zügig ihre Gebote abgaben und somit zu einem sensationellen Durchschnittspreis von 2.206 € führten, der wiederum jedoch nur aufgrund der hervorragenden Qualität der Brown- Swiss-, Fleckvieh- und Holsteintiere in der Breite zustande kommen konnte. 101 und damit über 70 % der Tiere kosteten über 2.000 bzw. 3.000 € im Zuschlag. Immer auffallender werden die verbesserte Vorbereitung und Präsentation der Tiere z.B. durch Scheren (speziell der Euter), das sich monetär absolut auszahlt. Für die weitere Preisentwicklung in den kommenden Monaten wird es entscheidend sein, dass das Angebot auch in den nahenden Sommermonaten stabil und möglichst groß bleibt, denn nur ein breites Angebot bietet die nötige Attraktivität für Kaufinteressenten.

Hervorragende Jungkühe an der Spitze kosten mehrfach über 3.000 €

Bereits am Morgen konnten sich mehrere Tiere an der Spitze des Angebotes formieren, die sich mit besten Einsatzleistungen und beeindruckendem Exterieur auszeichneten. Die 3.000 €- Grenze konnten die folgenden fünf Tiere (in Katalogreihenfolge) durchbrechen: Genau 3.000 € erreichte die teuerste Bio- Jungkuh des Tages: Eine Seasidebloom- Tochter von Bernhard Martin aus Kaufbeuren verbleibt im Ostallgäu. Eine Calvin- Tochter, die speziell im Exterieurbereich mit enormem Typ und Kaliber überzeugen konnte, stellte die Ostenried KG aus Pforzen im Auktionsring vor. Einem Käufer aus dem Oberallgäu war diese Kuh 3.300 € wert. Begleitet wird sie von einer Kuh, die neben 31,5 kg Tagesgemelk, bestem Euter und Typ, eine mehrfach ausgezeichnete Kuhfamilie im Hintergrund vorweisen kann. Die Rede ist hierbei von einer Bosephus- Tochter aus der Zucht von Michael Denz aus Oberstaufen, bei der sich der Hammer erst bei 3.500 € Steigpreis senkte. Aus der Zucht von Walter Allgaier stellte Donat Hindelang aus Greggenhofen eine großrahmige Brownstar- Tochter vor. Neben ihrem enormen Kaliber, bester Melkbarkeit und besonders langem Voreuter überzeugten weit über 34 kg Milch einen Käufer aus Belgien 3.100 € anzulegen. Das Quartett wird durch die Kuh zum Tageshöchstpreis vervollständigt: Mit 3.650 € handelt es hierbei um eine ebenfalls enorm rahmige, milchtypische Cadence- Tochter aus der Zuchtstätte Ziegler, Stiefenhofen. Ihr hervorragendes Euter und über 32 kg Milch sorgten dafür, dass sich ein spannendes Bieterduell erst spät zu Gunsten eines Züchters aus dem Oberallgäu entschied.

Auch hervorragende Qualität am Jungviehmarkt wird mit Höchstpreisen honoriert

Zum letzten traditionellen Frühjahresjungrindermarkt in Kempten wurden im Vorfeld mehrere Züchter durch das Vermarktungsteam motiviert, qualitativ hochwertige Tiere anzumelden und zum Verkauf vorzustellen. Mit Erfolg! Viele Aufzuchtbetriebe, vor allem aus dem südlichen Teil des Zuchtgebietes, sowie einige zuchtbegeisterte Kunden aus Norddeutschland und den bereits erwähnten angrenzenden Ländern wollten die Chance nutzen, um ihre Jungviehbestände für die Weidesaison zu ergänzen. Viele Tiere und Züchter hätten es an dieser Stelle verdient, erwähnt zu werden, drei Tiere hoben sich mit Geboten jenseits von 1.500 € jedoch nochmals leicht ab: In Katalogreihenfolge: Eine jährige Django- Tochter von Gerhard Schmid aus Apfeltrang überzeugte mit ihrer Feinheit, Eleganz und hervorragender Euteranlage und konnte für einen Stammkunden aus Niedersachsen ersteigert werden. Doppelt erfolgreich war die Zuchtstätte Schedel aus Egg: Eine leistungsstarke Aquin- Tochter wechselt ins Ostallgäu, eine sowohl im Exterieur als auch in den Vorfahrensleistungen herausstechende Optimal- Tochter konnte am Nachmittag ebenfalls nach Niedersachsen verladen werden. Ein exklusives Angebot hielt mit Katalognummer 375 noch die in allen Belangen überzeugende, stärkste Kalbin des Tages bereit. Mit eindrucksvoller Behornung schritt eine bestens entwickelte Alpsee- Tochter durch den Auktionsring, die für einen Aufzuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu zum Spitzenpreis von 1.760 € gekauft werden konnte. Dieser Markt stellte einmal mehr unter Beweis, dass die Vermarktung über den Rinderzuchtverband ProRind für alle Produkte und in allen Belangen und Kategorien beste Chancen und Möglichkeiten bietet.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 12. Mai in Kempten statt. Bereits jetzt möchten wir außerdem auf den Tag der offenen Tür am 29. Mai im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau hinweisen. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 01638310087, Maximilian Messner 015780530951, Bonaventura Lohner 01638310088.

Marktbericht vom 31.03.2022 in Kempten

Historischer Markt in Kempten – Durchschnittspreis über 2.000 €!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 31. März 2022 konnten neun Stiere, 19 Zuchtkälber, vier Mehrkalbskühe und 144 Jungkühe verkauft werden. Durch die hervorragende Qualität am Jungkuhmarkt konnte ein Allzeitrekord von 2.022 € erreicht werden und somit zum ersten Mal in der Geschichte die Schallgrenze von 2.000 € durchbrochen werden.

Stiermarkt weiter im Aufwind – Zuchtkälber gut nachgefragt

Am Stiermarkt wurden 13 Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu deutlich gestiegenen 1.730 € im Durchschnitt konnten neun Stiere gut verkauft werden. Ein Duo setzte sich an diesem Tag deutlich ab: Zum einen präsentierte Thomas Fleschutz aus Günzach einen starken Veles Pp- Sohn, der einmal mehr bewies wie gefragt genetisch hornlose Deckstiere bei passender Qualität aktuell sind. Nach langem, packenden Bieterduell sicherte sich ein Kunde aus dem Ostallgäu den Zuschlag beim Tageshöchstpreis von 2.100 €. Dicht darauf folgte ein sehr gut entwickelter, ausgeglichener Vassido- Sohn von Thomas Egger aus Obergünzburg, der für starke 2.000 € nach Schleswig- Holstein verladen werden konnte. Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal erfreulicherweise wieder größer, die Qualität der aufgetriebenen Kälber konnte überwiegend überzeugen, sodass sich das ohnehin schon hohe Preisniveau nochmals auf starke 405 € erhöhte. An der Spitze stellte Martin Schlecker aus Osterberg ein absolutes Ausnahmekalb zum Verkauf vor, das für den Höchstpreis von 680 € an einen Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu verkauft werden konnte. Überzeugen konnte neben der sicheren Väterfolge Cadence x Anibal, die hervorragende Entwicklung des Kalbes und die guten Mutter- und Großmutterleistungen.

2.022 € im März 2022 – mehr als die Hälfte der Tiere durchbrechen 2.000 €- Schallgrenze

Mehrere einheimische Kunden und wiederum gute überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Südtirol prägten den sehr flotten Marktverlauf bei den Jungkühen, der in einem Allzeitrekorddurchschnittspreis von 2.022 € mündete, der nur aufgrund der hervorragenden Qualität der Tiere in der Breite zustande kommen konnte. Am laufenden Band betraten Jungkühe den Auktionsring, die neben ansprechenden Leistungen von oftmals über 30 kg speziell auch im Typ, Euter und Fundament überzeugen konnten. Hervorzuheben sind hier die vielen Töchter genomischer Jungstiere wie etwa Alpsee, Anis, Brownstar, Casanova, Defender und Vollmilch, die durchweg überzeugen konnten.  In dieser Auktion wurden nur wenige Tiere mit schwächerem Exterieur, geringer Leistung oder sonstigen Mängeln vorgestellt, die dann wiederum nur zu Mindestgeboten gehandelt wurden. Dadurch, dass einige Kunden wiederum nicht bedient werden konnten und die aktuellen Entwicklungen am Milch- und Schlachtviehmarkt positiv sind, sind die Aussichten weiterhin positiv. Eine starke Beschickung der Auktionen ist daher weiterhin wünschenswert und für die Attraktivität des Marktstandortes unerlässlich. 

Spitzenkuh kostet rekordverdächtige 3.750 €

Bereits am Morgen konnte eine Jungkuh besonders herausstechen: An der Spitze des Tages rangierte eine absolute Ausnahmejungkuh: Christian Egger aus Greggenhofen stellte eine enorm rahmige, kapitale Bender- Tochter mit 38 kg Milch und hervorragendem Euter im Ring vor, die ein packendes Bieterduell auslöste, das am Ende ein begeisterter Brown- Swiss- Züchter mit einer Fleckviehherde in Oberbayern für sich entscheiden konnte. Mit etwas Abstand folgten auf dem preislich zweiten Rang für jeweils 2.800 € zum einen eine schwarzbunte Missouri- Tochter von Michael Hager aus Berg, die mit fehlerfreiem Exterieur und einer Einsatzleistung von weit über 36 kg hervorragte und zum anderen die erste Alpsee- Tochter von Albert Waltner aus Bad Hindelang. Geälpt und bereits mit 26 Monaten erstmals ganz frisch abgekalbt, konnte sie neben 31 kg Milch mit einem absoluten Spitzeneuter überzeugen. Sie verbleibt im Oberallgäu. Weitere fünf Jungkühe erreichten Zuschlagspreise jenseits von 2.700 €: In Katalogreihenfolge waren dies eine leistungs- und euterstarke Brownstar- Tochter von Thomas Lang aus Betzigau, die sich ein Stammkunde aus Südtirol sicherte, sowie eine in allen Belangen überzeugende Hidalgo- Tochter der Riedle GbR aus Rosshaupten, die nach Schleswig- Holstein wechselte. Die Zuchtstätte Hierl aus Immenstadt- Bühl war einmal mehr erfolgreich mit einer Jero- Tochter mit über 32 kg Milch und bester Melkbarkeit, die im Zuchtgebiet verbleibt. Die teuerste Biojungkuh reihte sich ebenfalls im Spitzenfeld ein. Sie stammt von Ludwig Kugler aus Görisried und wurde nach Niedersachsen verladen. Den Abschluss der teuersten Tiere des Tages machte Franz Müller aus Burgberg mit einer enorm leistungs- und euterstarken Puck- Tochter, die am Abend für einen langjährigen Stammkunden im Sauerland/ NRW verladen werden konnte. Zu erwähnen ist außerdem die teuerste Mehrkalbskuh des Tages: Thomas Weiler aus Gunzesried, der eine Cadence- Tochter mit 40 kg Milch für über 2.500 € ins nördliche Oberallgäu verkaufen konnte. Das größte Kontingent von fünf Jungkühen verkaufte an diesem Tag einmal mehr Narziss Wenz aus Bolsterlang. Mit jeweils vier hervorragenden Jungkühen und Durchschnittserlösen jenseits von 2.200 € sehr erfolgreich waren außerdem die Zuchtstätten Jürgen Käser, Blaichach, Martin Schlecker, Osterberg und Josef Zwießler, Opfenbach. Viele weitere Tiere und Verkäufer wären an dieser Stelle hervorzuheben, am Ende der Auktion waren ausnahmslos zufriedene Gesichter erkennbar.

Beim anschließenden Fressermarkt konnten 29 weibliche Tiere und zwei Ochsen verkauft werden. Viele Kaufinteressenten waren vor Ort und boten sehr qualitätsbezogen.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 21. April in Kempten statt. Diese wird dann zum letzten Mal in Kempten mit dem traditionellen Jungrindermarkt ergänzt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Marktbericht vom 10.03.2022 in Kempten

Züchter und Verband setzen Zeichen!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 10. März 2022 konnten 13 Stiere, acht Zuchtkälber, sechs Mehrkalbskühe und 154 Jungkühe verkauft werden. Ein Teil des Tageshöchstpreises wird vom Züchter für die Kriegsopfer in der Ukraine gespendet, ProRind verdoppelt diesen Betrag.

Frühlingsgefühle am Stiermarkt – junge Kälber zu besten Preisen verkauft

Am Stiermarkt wurden 14 Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden und erfreulicherweise auch in der Breite qualitativ überzeugen konnten. Das nahende Frühjahr sorgte für eine deutlich gestiegene Nachfrage, sodass auch das größere Angebot zu Preisen auf hohem Niveau fast vollständig geräumt werden konnte. Lediglich ein Stier verblieb im Überstand. Die gute Nachfrage begründet sich zum einen aus einigen regionalen und überregionalen Aufträgen des Verbandspersonals, zum anderen nutzten einige Landwirte persönlich die Möglichkeit einen Stier für die kommende Weidesaison zu ersteigern. Ein Trio formierte sich an der Spitze des Angebotes: Zum Tageshöchstpreis von überragenden 2.120 € verkaufte Aufzüchter Max Klemp den ersten Bloomlord- Sohn aus einer hochleistenden, besonders Eiweißstarken Puck- Mutter mit überzeugendem genomischen Profil aus der Zucht von Alois Hartmann aus Bad Grönenbach. Er wechselt an einen Stammkunden in Rheinland- Pfalz. An preislich zweiter Stelle folgte für genau 2.000 € ein Vaselino- Sohn aus einer Dane- Mutter mit über 12.000 kg Durchschnittsleistung bei gleichzeitig 4 % Eiweiß von der Zuchtstätte Bainger aus Westerheim. Er verbleibt im südlichen Zuchtgebiet. Komplettiert wird das Trio vom ältesten angebotenen Stier: Reichlich Weide- und Deckerfahrung und sichere Trächtigkeiten waren hier neben einer exterieur- und inhaltsstoffstarken Kuhfamilie die Erfolgsgaranten. So konnte der Zuchtbetrieb Briegel aus Scheidegg einen bestens entwickelten Dixiboy- Sohn für 1.840 € an einen Betrieb im nördlichen Oberallgäu verkaufen. Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal sehr überschaubar, die Qualität der acht sehr jungen aufgetriebenen Kälber konnte jedoch überzeugen, was in einem sehr guten Durchschnittspreis von 395 € deutlich wird. Die Zuchtstätten Metzeler, Tannheimer und Schwarz konnten die teuersten Kälber des Tages verkaufen.

Selektives Bieterverhalten – fehlerfreie Tiere kosten ausnahmslos 2.000 € und mehr

Mehrere einheimische Kunden und gute überregionale Nachfrage aus Norddeutschland, Belgien und Italien prägten den flotten Marktverlauf bei den Jungkühen, der in einem sehr zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 1.881 € mündete. Im oberen Qualitätssegment hätten deutlich mehr Tiere aufgetrieben werden können. Einige Tiere mit schwächerem Exterieur, geringer Leistung oder sonstigen Mängeln konnten nur zu Mindestgeboten gehandelt werden. Für leistungsbereite Jungkühe sind Kunden in der derzeitigen Situation jedoch auch weiterhin bereit, deutlich überdurchschnittliche Preise zu zahlen. Die aktuellen Entwicklungen am Milch- und Schlachtviehmarkt sowie die geringen Jungviehbestände lassen auch für die kommenden Monate positive Prognosen zu. Eine starke Beschickung der Auktionen ist daher weiterhin wünschenswert und für die Attraktivität des Marktstandortes unerlässlich.

Breite Marktspitze

An der Spitze des Tages rangierte eine kapitale Glarus- Tochter von Florian Hierl aus Immenstadt. Neben ihrem hervorragenden Exterieur und weit über 33 kg Milch bestach sie besonders auch mit hohen Eiweißwerten von fast 4 % bei Mutter und Großmutter – ein Versprechen für die Zukunft! Nach langem Bieterduell sicherte sich ein langjähriger Stammkunde aus Niedersachsen, der selbst angereist war, den Zuschlag beim Tageshöchstpreis von 2.950 €. Dass starke Jungkühe auch ganz am Ende der Auktion noch äußerst gut bezahlt werden, bewies Christian Kutzer aus Altusried mit der viertletzten Jungkuh des Tages: Genetisch hornlos und mit 36 kg Milch ausgestattet überzeugte die Vetron- Tochter mit hervorragendem Milchcharakter und bestem Euter. Sie wechselt in den Großraum München. An preislich dritter Stelle folgte für weit über 2.600 € eine robotergewohnte Harrison- Tochter von Thomas Steuer aus Kaufbeuren. Besonderes Glanzstück dieser jungen Kuh war mit Sicherheit das lang und flach in die Bauchdecke übergehende, drüsige Euter. Sie verbleibt im Zuchtgebiet.  Zahlreiche weitere Jungkühe konnten für ihre Verkäufer Preise jenseits von 2.400 € erzielen. In Katalogreihenfolge waren dies die folgenden Tiere: Gut zweijährig gekalbt, leistet eine Defender- Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach bereits 35 kg Milch, sie wechselt ebenfalls nach Niedersachsen. Für einen Steigpreis von 2.500 € konnte eine extrem euterstarke Dynamite- Tochter von Thomas Burger aus Alstädten für einen Kunden aus dem Osnabrücker Zuchtgebiet ersteigert werden. Das auch Holsteintiere in Kempten Spitzenpreise erzielen, bewies die Karrer GbR aus Memmingen mit einer rahmigen und leistungsstarken rotbunten Nuntius- Tochter, die im Zuchtgebiet verbleibt. In den Eifelkreis Bitburg- Prüm in Rheinland- Pfalz wechselt eine jugendliche Puck- Tochter von Rupert Kaps, Blaichach, die sich speziell durch ihr drüsiges Euter mit bester Zitzenverteilung auszeichnete. An diesem Tag doppelt im Spitzenfeld vertreten war Florian Hierl. Seine stabile und hoch leistende Hotnews- Tochter wechselt ebenfalls nach Rheinland- Pfalz. Neben fehlerfreiem Exterieur auf höchstem Niveau konnte eine Vollmilch- Tochter von Ulrich Rothmayr aus Alstädten mit einem hohen genomischen Gesamtzuchtwert von gGZW 129 bei einem Käufer aus dem heimischen Zuchtgebiet punkten. Nach Italien wechselt eine besonders euterstarke, elegante Heimo- Tochter von Bernhard Baldauf aus Immenstadt. Den Abschluss der hervorragenden Spitzengruppe macht eine Vermunt- Tochter von Siegfried Epple aus Unterthingau, die knapp 35 kg Milch zukünftig in NRW produzieren wird.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 23. März in Buchloe statt. Die Allgäuhalle in Kempten ist dann wieder am 31. März Standort der nächsten Auktion. Diese wird dann wiederum mit einem Fressermarkt ergänzt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Alexander Kuppel

Spontane Spende für die Ukraine bei der Zuchtviehauktion von ProRind in der Allgäuhalle in Kempten

Zu einer spontanen Spendenaktion für die hilfsbedürftigen Flüchtlinge aus der Ukraine kam es bei der letzten Zuchtviehversteigerung des Zuchtverbandes ProRind (früher Allgäuer Herdebuchgesellschaft) am vergangenen Donnerstag, 10. März in der Allgäuhalle in Kempten. Der Züchter und Verkäufer der erstrangierten Spitzenjungkuh, Florian Hierl aus Immenstadt- Bühl erklärte sich vor der Auktion spontan bereit, den Anteil des Steigerungspreises für sein Tier, der über 2400 Euro hinausgeht, den notleidenden Ukraine-Flüchtlingen zu spenden. So kam ein Spendenbetrag von 550 Euro zusammen. Der Zuchtverband ProRind als Veranstalter unterstützte diese spontane Aktion und legte auf den Spendenbetrag nochmals 500 Euro drauf, so dass sich der Spendenbetrag auf insgesamt 1050 Euro summierte. Die Marktbesucher würdigten diese humanitäre Geste mit anerkennendem Beifall. (Vielleicht findet dieses Beispiel weitere Nachahmer).

Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 23.02.2022 in Buchloe

Gelungene Prämie der gemischten Versteigerung in Buchloe

Zur zweiten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Buchloe am Mittwoch, den 23. Februar 2022 konnten vier Stiere, elf Zuchtkälber, zwölf Mehrkalbskühe und 61 Jungkühe verkauft werden.

Ruhiger Kälber- und Stiermarkt

Wiederum wurden die Zuchtkälber rasseunabhängig nach Alter versteigert. Insgesamt konnte das Angebot qualitativ nicht an den sehr ordentlichen Vormarkt heranreichen, sodass sich der Durchschnittspreis auf 205 € reduzierte. Zwei ältere rotbunte, genetisch hornlose Kälber von Reinhold Hartmann aus Wildpolsried konnten zum Tageshöchstpreis von 300 € vermarktet werden.

Am Stiermarkt wurden vier Kandidaten aufgetrieben, die alle zu mittleren 1.488 € verkauft werden konnten. Es handelte sich dieses Mal ausschließlich um Holstein- Stiere. Zum Tageshöchstpreis von 1.850 € konnte der älteste Stier des Tages der Lutzenberger GbR aus Jengen an einen Käufer aus dem Landkreis Pfaffenhofen zugeschlagen werden. Dieser Jungstier stammt aus einer Spülung der Spri- Tochter LUZ Grandl, die mit einer Erstlaktation von rund 10.000 kg bei knapp 4,7 % Fett und 3,7 % Eiweiß überzeugen kann. Angepaart mit dem Gymnast- Sohn German Boy konnte dieser Kandidat mit einem überragenden genomischen Gesamtzuchtwert von gGZW 151 glänzen, der deutlich über dem Erwartungszuchtwert liegt. Eine hohe Milchmengenvererbung, positive Inhaltsstoffe und hoch positive Gesundheitszuchtwerte rundeten das Gesamtbild dieses Jungstieres ab.  

Guter Absatz auch für Mehrkalbskühe

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage trugen zu einem belebten Marktverlauf bei, der in einem sehr zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 1.829 € bei den Mehrkalbskühen sowie sehr guten 1.894 € bei den Jungkühen mündete. Wie gewohnt wurden leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen schnell zu Preisen jenseits der 2.000 €- Marke gehandelt. Schwächere Tiere mit Mängeln konnten qualitätsentsprechend lediglich zu deutlich geringeren Preisen verkauft werden. Insgesamt konnte das Angebot die Nachfrage über alle Kategorien und Rassen nicht decken. Ein größerer Auftrieb wäre in den kommenden Monaten wünschenswert. Dass auch die Vermarktung von Mehrkalbkühen über den Auktionsweg sehr attraktiv ist, bewiesen zahlreiche Tiere in dieser Kategorie mit Zuschlagspreisen über 2.000 €. An der Spitze konnte eine leistungsstarke, rotbunte Kuh der Karrer GbR aus Memmingen zum Steigpreis von 2.200 € an einen Betrieb im Landkreis Bamberg verkauft werden.

Buntes Jungkuhangebot bestens nachgefragt

Mit 2.500 € Steigpreis die Preissiegerin des Tages wurde mit Katalognummer 163 eine Brown- Swiss x Holstein Jungkuh der Riedle GbR aus Tiefenbruck. Die Harley- Enkelin überzeugte neben einem funktionellen Exterieur mit einer überragenden Einsatzleistung von 38 kg bei bester Melkbarkeit. Nach langem Bieterduell konnte sie ebenfalls in den Kreis Bamberg verkauft werden. Begleitet wird sie von einer weiteren Kreuzungsjungkuh von Alexander Eberle aus Lengenwang, deren knapp 40 kg Einsatzleistung für einen Steigpreis von 2.300 € sorgten. Für über 2.400 € konnten des Weiteren wiederum eine enorm rahmige Tochter des über Jahre hinweg stark eingesetzten Stieres Balu von Norbert Leinsle aus Türkheim, sowie eine Renegade- Tochter von Michael Hutter aus Kaufbeuren zugeschlagen werden. Die erstgenannte verbleibt im heimischen Zuchtgebiet, während die letztere in den Landkreis Altötting wechselt. Zwei hervorragende Brown- Swiss- Jungkühe konnten ebenfallls zu Spitzenpreisen von jeweils 2.250 € verkauft werden. Hierbei handelte es sich zum Einen um eine euterstarke Sinatra- Tochter der Kleinheinz GbR aus Irsee, die in die Oberpfalz verladen werden konnte, sowie eine großrahmige Brownstar- Tochter aus biologischer Haltung von Richard Schindele aus Unterthingau, die in den Kreis Rosenheim verkauft werden konnte.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 10. März in Kempten statt. Am 23. März wir der nächste Markt in der Buchloer Schwabenhalle stattfinden. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951, Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196.

Marktbericht vom 17.02.2022 in Kempten

Spitzenpreise für Spitzentiere

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 17. Februar 2022 konnten zehn Stiere, 32 Zuchtkälber, sechs Mehrkalbskühe und 143 Jungkühe verkauft werden. Überschattet wurde der Markt von einem medizinischen Notfall in der Allgäuhalle. Wir wünschen allen Angehörigen, Freunden und Bekannten für die kommende Zeit viel Kraft und Stärke zur Verarbeitung des Trauerfalls. Die Gedanken des gesamten Personals und der Berufskollegen sind bei Ihnen.

Züchterisches Highlight krönt hervorragenden Kälbermarkt

Als gegen halb 11 am Vormittag die Katalognummer 8 den gut besuchten Auktionsring unter schallendem Applaus mit einem sensationellen Steigpreis von 2.850 € verließ, wurde allen Anwesenden klar, dass mit Brown- Swiss- Zucht Geld zu verdienen ist. Es handelte sich um die Sagan- Tochter von Willebold Gawaz aus Niederrieden, die am Abend für einen Kunden im Osnabrücker Zuchtgebiet verladen wurde. Durch einen genomischen Gesamtzuchtwert von 140 züchterisch hochinteressant konnte dieses Kalb besonders durch das sehr hohe Gesamtexterieur von 119 Punkten und einer Euternote von 122 glänzen. Abgesichert wird das genomische Profil durch die Väterfolge Seasidebloom x Anibal. Mutter Rihanna zeichnet sich durch ein starkes erstes Probemelken und hervorragendes Exterieur aus. Wiederum sehr erfreulich gestaltete sich der Kälbermarkt an diesem Tag insgesamt. Neben der großen Anzahl von über 30 angebotenen Tieren konnte auch die Qualität sehr gefallen, sodass gut entwickelte Kälber mit ordentlichen Abstammungsinformationen schnell Gebote jenseits von 400 bzw. 500 € erzielten und der durchschnittliche Steigpreis nochmals auf beachtliche 443 € anstieg.  

Belebung am Stiermarkt

Am Stiermarkt wurden zehn Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Der Markt konnte erfreulicherweise zu einem deutlich gestiegenen Durchschnittspreis von 1.626 € komplett geräumt werden, was vor allem an überregionaler Nachfrage aus Luxemburg lag. Die absolute Spitze des Tages wechselt jedoch für über 2.000 € zu einem Heumilchbetrieb ins benachbarte Baden- Württemberg. Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach stellte hier einen Bison- Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker hervorragend im Ring vor. Hervorzuheben bei diesem Stier sind neben der hervorragenden körperlichen Entwicklung, den hohen Vorfahrensleistungen und dem ausgeglichenen genomischen Profil auch die gewünschten Faktoren Kappa Kasein BB und Beta Kasein A2A2. Komplettiert wird das Spitzentrio für über 1.800 € von zwei älteren, deckerfahrenen Stieren. Florian Hierl aus Immenstadt präsentierte zunächst einen Arien- Sohn mit sehr hohen Eiweißgehalten bei Mutter und Großmutter, bevor Markus Epp aus Lengenwang einen sehr korrekten Sidence- Sohn zeigte, der zukünftig in Luxemburg decken wird.

Breites Qualitätsspektrum

Wiederum einige einheimische Kunden, vor allem jedoch überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Italien prägten den Marktverlauf bei den Jungkühen. Im Vergleich zum Vormarkt konnten einige Spitzentiere überragen, die Qualität in der Breite konnte jedoch nicht an das Vorniveau heranreichen, sodass sich der Durchschnittspreis auf hohem Niveau leicht auf 1.832 € reduzierte. Für leistungsstarke und robotergeeignete Jungkühe ohne Mängel konnte die Nachfrage wiederum nicht gedeckt werden, leistungsschwächere, länger gekalbte Tiere mit groben Mängeln im Exterieur oder der Melkbarkeit können weiterhin nur mit deutlichen Preiszugeständnissen verkauft werden.

Phänomenale Spitze

Ein überragendes Quartett, welches qualitätsmäßig neue Maßstäbe setzte, ragte an diesem Tag mit Abstand heraus: Den Beginn machte eine Jungkuh, die ohne weiteres sofort an einer Schau hätte bestehen können. Hierbei handelte es sich um eine Vanpari- Tochter der Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen. Neben einer Einsatzleistung von weit über 30 kg Milch überzeugte dieses Tier besonders mit einem drüsigen und festen Euter, dass lang und flach in die Bauchdecke überging, sowie einem Hintereuter, das in Punkto Breite und Höhe keine Wünsche offenließ und mit einem deutlich sichtbaren Zentralband ausgestattet war. Die gerade Oberlinie, das breite und leicht abfallende Becken, die offene Rippe und die hervorragende Mischung aus Breite und Eleganz rundeten diese Jungkuh perfekt ab. Für den außergewöhnlichen Spitzenpreis von 3.700 € verbleibt dieses Tier im Zuchtgebiet. Begleitet wird sie von zwei weiteren hervorragenden, jugendlichen und züchterisch interessanten Jungkühen: Zum einen stellte der bekannte Aufzüchter Thomas Burger aus Alstädten eine Tochter des sicher geprüften, kanadischen Allrounders Seasidebloom im Auktionsring vor. Wiederum 30 kg Milch, Substanz, Körperbreite und ein exzellentes Euter kennzeichneten dieses Tier und trugen zum Steigpreis von 2.950 € bei. Bei 2.700 € senkte sich der Hammer des Auktionators einmal mehr für eine ausgezeichnete Tochter des französischen, genomischen Jungstieres Namur. Aus der Zuchtstätte Emilius, Pfronten stammend, überzeugte auch sie mit einem fest aufghängten, lebhaften Euter, das speziell in der Hintereuterbreite und -höhe überzeugen konnte. Ein enormer Rahmen mit viel Körpertiefe und einem breiten Becken rundeten die Qualität dieser Jungkuh ab. An einen Stammkunden in Italien konnte die vierte echte Spitzenjungkuh des Tages zum Steigpreis von 2.600 € verkauft werden: Hierbei handelte es sich um eine weitere Vanpari- Tochter der Familie Adelgoss aus Rettenberg. Kurz abgekalbt und bereits weit über 31 kg Milch zeichneten diese sehr milchtypische und äußerst korrekte Jungkuh aus, die zusätzlich mit hohen Vorfahrensleistungen und besten Inhaltsstoffen glänzen konnte. Diese Kollektion konnte in einer hervorragenden Art und Weise Werbung für die milchbetonte Zweitnutzungsrasse Brown- Swiss machen.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 10. März in Kempten statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Marktbericht vom 27.01.2022 in Kempten

Herausragendes Jungkuhangebot in Kempten krönt ersten „ProRind- Monat

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Kempten am Donnerstag, den 27. Januar 2022 konnten sechs Stiere, 17 Zuchtkälber, zwei Mehrkalbskühe und 137 Jungkühe verkauft werden. Mit 500 verkauften Abgekalbten im Januar und drei sehr erfolgreichen Auktionen über alle Rassen hinweg konnte „ProRind“ seine Spitzenstellung in der Zuchtrindervermarktung in Süddeutschland im ersten Monat des Bestehens eindrücklich unter Beweis stellen.

Zuchtkälbermarkt im Höhenflug – Deckstiere in Norddeutschland gefragt

Der positive Trend der vergangenen Auktionen am Zuchtkälbermarkt setzte sich auch bei der zweiten Januarauktion auf höchstem Niveau erfolgreich fort. Es ist sehr erfreulich, dass gut entwickelte Zuchtkälber mit ordentlichen Abstammungsinformationen enorm gefragt sind, was zu einem nochmals gestiegenen Schnittpreis von 408 € führte, der in dieser Form über Jahre hinweg nicht erreicht werden konnte. Zu wünschen wäre es, dass dies bei den Züchtern zu einem gewissen Umdenken führt und die züchterisch interessanten Tiere wieder vermehrt reinrassig und weiblich gesext besamt werden. Auch dieser Markt hielt mit Katalognummer 5 ein exklusives Spitzenkalb bereit. Aus dem bekannten Züchterstall von Martin Schlecker aus Osterberg hervorragend vorbereitet, glänzte das Kalb neben knapp 12.000 kg bzw. knapp 11.000 kg langjähriger Durchschnittsleistung bei Mutter und Großmutter zusätzlich mit jeweils über 3,8 % Eiweiß. Als besonderes Highlight kommt hinzu, dass dieses Kalb genetisch hornlos vererbt, was auf diesem Niveau sicher einzigartig ist. Nach langem, spannenden Bieterduell konnte die Sagan P- Tochter an einen Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu verkauft werden.

Am Stiermarkt wurden neun Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Schlussendlich konnten sechs Stiere zu mittleren 1.477 € verkauft werden. Den Spitzenpreis des Tages von 1.740 € erzielte der einzige genetisch hornlose Stier im Angebot: Der Piano- Sohn von Thomas Fleschutz aus Günzach war bereits mit sicheren Trächtigkeiten ausgestattet und konnte mit guter Entwicklung und hervorragendem Bewegungsablauf gefallen. Er absolviert seinen Deckeinsatz zukünftig im nördlichen NRW. Ins benachbarte Hessen wechselt der zweitplatzierte Stier des Tages: Ein Vollbruder des an der Weihnachtsauktion verkauften Canyon- Jungrindes aus der Zucht von Georg Schedel aus Egg wurde von Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach hervorragend im Ring präsentiert und erzielte einen Zuschlagspreis von 1.600 €.

Außergewöhnliches Leistungs- und Exterieurniveau am Jungkuhmarkt

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Italien trugen zu einem furiosen Marktverlauf bei, der insbesondere aufgrund der grandiosen Qualität in der Breite des Angebots zu einem deutlichen gestiegenen Durchschnittspreis von 1.897 € bei den Jungkühen führte, wobei die Nachfrage wiederum nicht komplett gedeckt werden konnte. Leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen erzielten 61-mal Zuschlagspreise von 2.000 € und mehr, was mit einem Anteil von 45 % knapp der Hälfte des Gesamtangebotes entsprach. Insbesondere die Milchmenge konnte an diesem Tag sehr überzeugen, was an einer Durchschnittsleistung von 33,5 kg bei den sieben erstklassierten Jungkühen deutlich wurde, die im Schnitt knapp 2.400 € kosteten. Auch der sehr geringe Anteil an leistungsschwachen oder ungenügenden Tieren führte letztendlich zu dem bemerkenswerten Schnittpreis.

Novum in der Allgäuhalle

Das vielfältige Potenzial der Vermarktung über ProRind in jeglichen Sektoren wurde einmal mehr deutlich, als erstmals eine Fleckviehjungkuh Preissiegerin des Tages wurde. Hierbei handelte es sich um eine mit über 35 kg Tagesproduktion ausgestattete Mint- Tochter aus einer leistungsstarken und züchterisch interessanten Kuhfamilie von Thomas Unsinn aus Wessobrunn. Mit einem sehr lebhaften, drüsigen und fest ansitzenden Euter sowie einem glasklaren, feinen Fundament ausgestattet, perfekt vorbereitet und im Ring in Szene gesetzt, hätte dieses Tier sofort an jeglicher Tierschau bestehen können. Nach intensivem Wettstreit mehrerer Kunden senkte sich der Hammer des Auktionators erst beim Tageshöchstpreis von knapp 2.900 € zu Gunsten eines Kunden aus Südtirol. Mit über 2.500 € Steigpreis folgten in Katalogfolge drei hervorragende Brown- Swiss- Jungkühe: Zunächst präsentierte wieder einmal Peter Kirchmann aus Stiefenhofen eine großrahmige Brownstar- Tochter mit hervorragendem Euter aus bester Kuhfamilie. Eine weitere sehr rahmige Brownstar.- Tochter mit bestem Euter und über 36 kg Milch stellte Florian Hierl aus Immenstadt im Auktionsring vor. Komplettiert wird das Trio von einer substanzvollen, breit gebauten Tochter des Altstars Harley mit weit über 33 kg Milch, die der Betrieb Kathrin Beller aus Tiefenbruck im Ring präsentierte. Alle drei Spitzentiere wurden an zwei langjährige Stammkunden aus Südtirol verkauft. 

Weitere frisch gekalbte Tiere, die keine Wünsche an die moderne, funktionelle und leistungsstarke Jungkuh offenließen, wurden mit Steigpreisen von 2.300 € und mehr honoriert: Eine Hidalgo- Tochter des Biobetriebes Bernhard Martin aus Kaufbeuren wechselt nach Oberbayern. Eine weitere Biojungkuh, eine Salomon- Tochter von Richard Schindele aus Unterthingau, wechselt in den Kreis Lindau. Mit zwei leistungsstarken, großrahmigen Vintage- bzw. Salomon- Töchtern war die Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen erfolgreich, die beide zukünftig gemeinsam in einem Holsteinzuchtbetrieb am Niederrhein in NRW gemolken werden. Markus Epp aus Lengenwang präsentierte einmal mehr eine euter- und leistungsstarke Cadence- Tochter, die nach Hessen verladen werden konnte. Nach Niedersachsen wechselt die zweite starke Fleckviehjungkuh des Tages, eine Wendlinger- Tochter von Thomas Unsinn. Den Abschluss der Spitzengruppe machte eine mittelrahmige und euterstarke Puck- Tochter des Zuchtbetriebes Ness aus Fischen, die mit über 35 kg Tagesproduktion am Nachmittag ebenfalls die Reise nach Südtirol antrat.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 17. Februar in Kempten statt. Eine Woche darauf am 23. Februar findet die nächste Auktion in der Buchloer Schwabenhalle statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01516772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Marktbericht vom 19.01.2022 in Buchloe

Erfolgreiche erste gemeinsame ProRind- Auktion in Buchloe

Zur ersten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Buchloe am Mittwoch, den 19. Januar 2022 konnten fünf Stiere, elf Zuchtkälber, neun Mehrkalbskühe und 64 Jungkühe verkauft werden.

Ordentlicher Zuchtkälbermarkt – Starke Deckstiere

Zum ersten Mal wurden Zuchtkälber bei dieser Auktion in Buchloe rassenunabhängig versteigert. Für ordentlich entwickelte Kälber mit überdurchschnittlichen Vorfahrensleistungen wurden die Gebote zügig abgegeben und Preise jenseits der 400 € erreicht. Schwächere Kälber mit geringen Muttersleistungen mussten teilweise zu Mindestgeboten abgegeben werden. Drei Kälber stachen besonders hervor: Aus dem Biobetrieb von Johann Schäffler aus Petzenhausen stammten zwei dreimonatige rotbunte Rusford P- Töchter aus leistungsstarken und speziell sehr langlebigen Mutterlinien, die für jeweils 480 € an einen Betrieb im Ostallgäu verkauft werden konnten. Mit Steigpreis 440 € an preislich dritter Stelle folgte das teuerste Brown- Swiss- Kalb des Marktes: Aus einer hochleistenden Vasir- Tochter stammte das von Roman Engstler aus Eggenthal stammende Piano- Kalb, das nun im Kreis Lindau aufgezogen wird.

Am Stiermarkt wurden acht Kandidaten aufgetrieben von denen fünf zu mittleren 1.644 € verkauft werden konnten. Die Nachfrage nach Deckstieren bleibt insgesamt eher verhalten. Den Spitzenpreis des Tages von 1.860 € erzielte ein echter Ausnahmestier. Mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von gGZW 140 auf absolutem Besamungsbullenniveau überzeugte der Vassri- Sohn von Johann Ellenrieder aus Kirchheim auf ganzer Linie. Neben dem ausgeglichenen genomischen Profil rundeten fast 4 % Eiweiß bei Mutter und Großmutter das Gesamtbild ab. Dieser Stier wird seinen Deckeinsatz ab dem Frühjahr auf einem Weidehof der Alp- und Weidegenossenschaft AHG e.G. (AWG) absolvieren. An zweiter Stelle rangierte der schwarzbunte Subzero- Sohn von Andreas Schmid aus Jengen. Dieser junge Stier stammt aus der über die Landesgrenzen hinaus bekannten RR Elise- Familie von Reinermann Holsteins aus der bereits etliche Besamungsbullen gezüchtet wurden. Nach langem Bieterduell senkte sich der Hammer des Auktionators Josef Keller erst bei 1.700 € zu Gunsten eines Kunden aus dem eigenen Zuchtgebiet.

Jungkühe gesucht – Nachfrage nicht gedeckt

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage speziell aus Italien trugen zu einem belebten Marktverlauf bei, der in einem sehr zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 1.839 € bei den Mehrkalbskühen sowie 1.812 € bei den Jungkühen mündete. Wie gewohnt wurden leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen schnell zu Preisen jenseits der 2.000 €- Marke gehandelt. Schwache Tiere mit Mängeln konnten qualitätsentsprechend lediglich zu Mindestgeboten verkauft werden. Insgesamt konnte das Angebot die Nachfrage nicht decken. Ein größerer Auftrieb wäre in den kommenden Monaten wünschenswert, da durch die verbesserte Milchpreissituation, die hohen Anteile von Fleischrassebesamungen und die insgesamt zurückgefahrenen Jungviehbestände von einer sehr stabilen Nachfragesituation auszugehen ist.

Spitzentiere erlösen Höchstpreise

Mit 2.500 € Steigpreis die Preissiegerin des Tages wurde mit Katalognummer 130 eine späte Tochter des über Jahre hinweg stark eingesetzten Stieres Balu. Neben einer Tagesproduktion von weit über 36 kg Milch überzeugte dieses Tier mit viel Körpersubstanz und einem breiten und fest aufgehängten Euter. Sie verbleibt nach langem Bieterduell im Zuchtgebiet. Auf dem preislich zweiten Rang folgten zwei Jungkühe zum Steigpreis von 2.450 €, die gemeinsam mit vielen weiteren Spitzentieren die Reise zur Puschtravieh OHG nach Südtirol antritt. Zunächst präsentierte Manfred Waibel aus Aitrang eine sehr korrekte, milchtypische Gymnast- Tochter schaufertig im Ring. Sie bestach besonders mit glasklarem Fundament und drüsigem Euter. Eine typstarke, kapitale Diamondback- Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach zeigte sich mit hervorragendem Euter, bester Melkbarkeit und 35 kg Tagesproduktion ebenfalls auf Topniveau. Für 2.400 € und mit über 38 kg Milch folgte eine harmonische Hotspot P- Tochter von Christian Spengler aus Bobingen, die den vorgenannten in Sachen Fundament und Euter ebenbürtig war und im eigenen Zuchtgebiet verbleibt. Im Brown- Swiss- Sektor sicherte sich Stefan Strobel aus Rosshaupten mit einer mittelrahmigen, fundament- und euterstarken Puck- Tochter den Tageshöchspreis von 2.000 €. Sie wird zukünftig im Landkreis Erding gemolken. Teuerste Bio- Jungkuh des Tages wurde eine Hidalgo- Tochter der Sprenzel GbR aus Lechbruck, die im Kaufauftrag für einen Kunden aus dem Ostallgäu ersteigert werden konnte.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 17. Februar in Kempten statt. Eine Woche darauf am 23. Februar findet der nächste Markt in der Buchloer Schwabenhalle statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit ist eine Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951, Werner Schmid 01516772039, Alexander Kuppel 01632437196.

 

Marktbericht vom 13.01.2022 in Kempten

Erfolgreicher Start von ProRind mit riesiger Zuchtviehauktion in Kempten

 

Zur ersten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Donnerstag, den 13. Januar 2022 in Kempten konnten fünf Stiere, zehn Zuchtkälber, fünf Mehrkalbskühe und 203 Jungkühe verkauft werden.

Interessante Zuchtkälber erlösen Spitzenpreise - kleiner Stiermarkt

Um an den Erfolg der Weihnachtsauktion anzuknüpfen, wurden im Vorfeld der Auktion am 13. Januar einige Zuchtbetriebe motiviert, wiederum auserlesene und züchterisch hochinteressante Zuchtkälber zum Verkauf anzubieten. Dass diese Kälber enorm gesucht sind und Kaufinteressenten dazu bereit sind für solche Kälber deutlich überdurchschnittliche Preise anzulegen, bewiesen die beiden Spitzenkälber des Marktes. Zunächst präsentierte die Ostenried KG aus Pforzen eine bestens entwickelte Tochter des Schweizer Allrounders Noro SG, das zum Spitzenpreis von 700 € ins südliche Oberallgäu wechselt. Die Familie dieses Kalbes überzeugt neben sehr hohen langjährigen Leistungen auch mit nationalen Schauerfolgen, die bis in das Jahr 1991 zurück gehen. Ein ebenfalls sehr interessantes Kalb stellte der Betrieb Schwarz aus Argenbühl zum Verkauf vor. Extrem gut entwickelt, besticht dieses Kalb des amerikanischen Vererbers Solution mit einer langjährigen Mutterleistung von knapp 11.000 kg Milch bei gleichzeitig knapp 4 % Eiweiß. Auch dieses Kalb wechselt zu einem Aufzuchtbetrieb im Oberland.

Am Stiermarkt wurden wiederum lediglich sieben Kandidaten aufgetrieben von denen fünf zu mittleren 1.508 € verkauft werden konnten. Für Deckstiere herrscht weiterhin eine sehr verhaltene Nachfrage. Den Höchstpreis des Tages von 1.900 € erzielte Michael Epp aus Lengenwang mit einem bestens entwickelten Dragon- Sohn, der aus einer langlebigen und leistungsstarken Kuhfamilie mit bis zu elf Abkalbungen stammte. An zweiter Stelle reihte sich Aufzüchter Max Klemp aus Bad Gönenbach mit einem Bison- Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker, Osterberg ein, der für 1.720 € nach NRW verkauft werden konnte.

Großes Jungkuhangebot kann zu besten Preisen verkauft werden

Bereits im Vorfeld erfreute die Tatsache, dass die Zuchtbetriebe über 500 Jungkühe zur Auktion meldeten und damit dem Ruf nach zahlreichen Anmeldungen nachgekommen sind. Wiederum wurde der Markt komplett ohne ausländische Kunden geräumt, wobei rund 80 Jungkühe nach Rheinland- Pfalz, Hessen, NRW, Niedersachsen und Schleswig- Holstein verkauft werden konnten. Der Stellenwert des Kaufauftragsdienstes wurde bei diesem Markt einmal mehr deutlich: 152 Jungkühe und damit rund 75 % des Angebotes wurden durch das Verbandspersonal ersteigert, was deutschlandweit wohl einen einzigartigen Anteil darstellt. 60 Jungkühe durchbrachen die Schallmauer von 2.000 €, der Durchschnittspreis reduzierte sich leicht auf 1.796 €, was aufgrund der zahlreichen Tiere mit niedriger Leistung und/ oder Mängeln, die zu deutlich niedrigeren Preisen gehandelt wurden, ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis darstellt.

Duo an der Spitze

Den Spitzenpreis der Auktion erzielte wiederum Thomas Burger aus Alstädten, der eine großrahmige Hegall- Tochter mit hohen Eiweißwerten der Vorfahren zum Verkauf vorstellte. Mit gut 28 kg Tagesgemelk und sehr guter Melkbarkeit glänzte diese Kuh mit einem bestens aufgehängten Euter, optimal gelagertem Becken und melkrobotergeeigneter Strichplatzierung. Für 2.900 € Zuschlagspreis wird ein Roboter im südlichen Oberallgäu diese Jungkuh zukünftig melken. An preislich zweiter Stelle folgte Florian Hierl aus Immenstadt, der eine kapitale, äußerst stabile und gut bemuskelte Pull -Tochter zum Verkauf vorstellte, die neben 36 kg Tagesmilch auch mit guten Abstammungsinformationen zu überzeugen wusste. Sie konnte für 2.850 € an einen Betrieb im Ostallgäu verkauft werden. Etliche weitere Jungkuhe beeindruckten mit hohen Einsatzleistungen und bestem Exterieur. Die folgenden Tiere konnten in Katalogreihenfolge Gebote von 2.300 € und mehr erreichen:

Eine mittelrahmige, späte Tochter von Vasir aus der Zucht von Christian Egger aus Rettenberg mit über 31 kg wechselt ebenfalls ins Ostallgäu. Robert Gött aus Oy- Mittelberg war mit einer leistungsstarken Daimler- Tochter erfolgreich, die zukünftig in NRW gemolken wird. Bei einem Betrieb im Großraum München werden bald zwei weitere Spitzentiere gemolken: Zum einen sicherte sich der Käufer eine leistungsstarke Partl- Tochter von Franz Müller aus Agathazell und zum anderen eine euterstarke Hidalgo- Tochter der Hailand GbR aus Aitrang. Den Abschluss der teuersten konventionellen Jungkühe machte Stefan Achberger aus Scheidegg, der eine enorm feine Android- Tochter im Ring präsentierte, die speziell mit ihrem lebhaften, drüsigen und fest aufgehängten Euter punkten konnte. Sie wird zukünftig in Niedersachen gemolken. Auch zwei starke Jungkühe aus Biobetrieben reihten sich preislich im vordersten Feld ein. Nach Schleswig- Holstein wurde eine kapitale Bisto- Tochter von Andreas Distel aus Kaufbeuren verkauft. Im eigenen Zuchtgebiet verbleibt eine Purpro- Tochter von Sebastian Gromer aus Kronburg. Die größte Kollektion von sechs Jungkühen verkaufte dieses Mal Stephan Ostheimer aus Oy- Mittelberg erfolgreich im Ring.

Nächste Auktion bereits in 14 Tagen

Der nächste Markt findet am 27. Januar in Kempten statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.

Marktbericht vom 16.12.2021 in Kempten

Berauschende Jahresabschlussauktion in Kempten wird von imposanter Jungrindersonderkollektion gekrönt

Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, den 16. Dezember 2021 in Kempten konnten zwei Stiere, 25 Zuchtkälber, fünf Mehrkalbskühe, 161 Jungkühe und zehn Elite- Jungrinder verkauft werden.

Hervorragendes Zuchtkälberangebot - kleiner Stiermarkt

Zur letzten Weihnachtsauktion der AHG in der Kemptener Allgäuhalle konnten erfreulicherweise 25 beste Zuchtkälber zu sehr erfreulichen durchschnittlichen 399 € verkauft werden. Bereits im Vorfeld fielen die vielen hohen Vorfahrensleistungen auf und auch die körperliche Entwicklung der Kälber konnte an diesem Tag auf ganzer Linie überzeugen. Zwei Betriebe konnten jeweils zwei Kälber für über 500 € verkaufen. In der Reihenfolge des Auftriebes war dies zunächst Max Diebolder aus Markt Rettenbach mit einer Sevilla- und einer Hirsch- Tochter, die ins Oberallgäu und den Kreis Lindau wechselten. Anschließend stellte Martin Schlecker aus Osterberg zwei weitere Spitzenkälber von Sevilla zum Verkauf vor, die mit 520 € und den Tageshöchstpreis von 640 € gemeinsam in einen Aufzuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu wechseln. Hier konnten besonders die enormen durchschnittlichen Mutterleistungen jenseits von 11.500 kg mit über 3,75 % Eiweiß und einer Einstufung von 89 Punkten begeistern. Ein qualitativ vergleichbarer Auftrieb wäre auch für die kommenden Märkte im neuen Jahr wünschenswert.

Am Stiermarkt wurden lediglich sieben Kandidaten aufgetrieben von denen zwei zu mittleren 1.560 € verkauft werden konnten. Den Höchstpreis des Tages von 1.840 € erzielte Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach mit einem bestens entwickelten Arien- Sohn, der aus der Bullenmutter Temtation Granola der Walcher GbR aus Memmingen stammt. Neben langjährigen durchschnittlichen Leistungen von rund 10.000 kg Milch bei enorm hohen Inhaltsstoffen beeindruckte die Tatsache, dass es sich bei diesem Stier um den Halbbruder des stark eingesetzten Besamungsbullen AG Vollmacht handelt. Er wird seinen Deckeinsatz in Hessen absolvieren.

Imposantes Weihnachtsspecial mit Elite- Jungrindern

Für die AHG war dieser Dezembermarkt aus zweierlei Hinsicht eine besondere Auktion, wie der Vorsitzender Norbert Meggle in seiner Ansprache betonte. Zum einen war es die letzte traditionelle Weihnachtsauktion am Standort Kempten, da der Umzug ins neue Vermarktungszentrum in Unterthingau Mitte 2022 ansteht. Zum Anderem war diese 2.232. Zuchtviehversteigerung die letzte der Allgäuer Herdebuchgesellschaft, da die Versteigerungen ab Januar von der Nachfolgeorganisation Prorind durchgeführt werden. Um diese Anlässe entsprechend zu würdigen, organisierte das Vermarktungsteam der AHG im Vorfeld ein Weihnachtsspecial mit zehn erlesenen Jungrindern aus den besten Familien der deutschen Brown- Swiss- Zucht aus den Bereichen Exterieur, Leistung und Genomics.

Da eine solche Kollektion zum ersten Mal im Rahmen einer monatlichen Zuchtviehauktion angeboten wurde, war die Aufregung und Anspannung vor der Auktion groß, da niemand Prognosen zum Marktverlauf treffen konnte. Die Jungrinder wurden bereits zwei Tage vor der Auktion angeliefert und vom Schauteam Guggemos aus Rückholz schaufertig vorbereitet. Am Vortag wurden von jedem Rind Videos gedreht und über die sozialen Medien verbreitet. Am Morgen vor der Auktion konnten sie am Stand Kunden und Besucher begeistern und Werbung für die Rasse Brown Swiss machen. Gegen 11 Uhr begann die Versteigerung dann direkt mit einem Paukenschlag, als Denz‘ Biver Elaika unter dramatischer Musik förmlich in den Auktionsring schwebte. Zahlreiche Interessenten boten auf dieses hervorragende Jungrind aus Alino Elena EX 90, die bereits etliche Schauerfolge verbuchen konnte und der Hammer des Auktionators Josef Hefele senkte sich unter tosendem Applaus erst beim Spitzenpreis von 4.500 € zu Gunsten eines Züchters aus dem Oberallgäu. Direkt im Anschluss konnte ein genomisch hoch typisiertes Rind von Hubert Epp aus Bad Grönenbach ebenfalls sehr erfolgreich verkauft werden. Mit David Pp als Vater und dadurch mit dem Gen der Hornlosigkeit ausgestattet, überzeugte Elegance Pp ET durch einen eleganten Bewegungsablauf und beste Entwicklung. Für 3.100 € verbleibt auch sie im Landkreis Oberallgäu. Für einen weiteren Spitzenpreis von 3.000 € konnte eine bestens entwickelte, edle und feine Aquin- Tochter von Georg Schedel aus Egg ins Weilheimer Zuchtgebiet verkauft werden, bevor die Stockingen Dairy GbR aus Halblech den absoluten Tageshöchspreis erzielen konnte. Für 4.600 € wechselte die Dynamite- Tochter Lena innerhalb des Ostallgäus an einen bekannten Zuchtbetrieb. Sie stammt aus der hochdekorierten L- Familie von Stockingen Dairy, die mit Mutter Blooming Lee EX 92 oder der bekannten Großmutter Eagle Leonie EX 93 etliche Schaugrößen der vergangenen Jahre im Stammbaum vorweisen kann. Alle zehn angebotenen Rinder konnten zu einem sensationellen Durchschnittspreis von 2.915 € vermarktet werden, der alle Erwartungen übertraf, Werbung für die Rasse und die Vermarktung hochwertiger Zuchttiere machte und die Veranstaltung zu einem echten Erfolg machte.

Jungkuhpreise schnellen in die Höhe

Durch die Vorzeichen der Märkte in Norddeutschland und etliche Kaufaufträge des Verbandspersonals war bereits im Vorfeld klar, dass der Durchschnittspreis für Jungkühe bei passender Qualität erneut ansteigen wird. Beim Auftrieb am Morgen zeigte sich dann ein erfreuliches Bild, sodass dem Auktionator die Gebote bei der anschließenden Versteigerung förmlich entgegenflogen. Insgesamt 63 Jungkühe und damit fast 40 % des gesamten Marktes konnten für über 2.000 € verkauft werden, der Durchschnittpreispreis stieg um 91 € auf beeindruckende 1.852 € an. Zu erwähnen bleibt, dass Tiere mit Mängeln nur zu deutlichen Preisabschlägen gehandelt werden.

Duo an der Spitze für über 3.000 €

Den fulminanten Spitzenpreis von 3.150 € erzielten an diesem Tag gleich zwei Jungkühe, die kaum Wünsche an die moderne, robotergeeignete Brown- Swiss- Kuh offenließen. In Katalogreihenfolge präsentierte Thomas Burger aus Alstädten eine großrahmige, frisch abgekalbte Verdi- Tochter, die mit über 30 kg Milch, guter Melkbarkeit und hervorragendem Exterieur überzeugen konnte. Sie wird zukünftig in Rheinland- Pfalz gemolken. Eine kapitale, sehr großrahmige, aber trotzdem harmonische Jungkuh stellte Alois Zeller aus Rubi im Rind vor. Mit 38 kg Tagesleistung und einem hervorragenden Euter beeindruckte diese Seaman- Tochter alle Anwesenden und es entwickelte sich ein langwieriger Schlagabtausch, bei dem ein langjähriger Stammkunde aus Südtirol im Kaufauftrag den längsten Atem behielt. Des Weiteren konnte Stefan Achberger aus Scheidegg eine mittelrahmige, genetisch hornlose David- Tochter für 2.700 € verkaufen. Neben fehlerfreiem Exterieur überzeugte sie mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von 135 gGZW und wird zukünftig bei einem der erfolgreichsten deutschen Holsteinzüchter der vergangenen Jahre im Landkreis Borken in NRW gespült und gemolken. Ebenfalls sehr erfolgreich war Markus Tannheimer aus Buchenberg mit einer Baxter- Tochter mit bestem Euter und über 35 kg Milch, die für 2.800 € in den Großraum München wechselte. Einmal mehr konnte außerdem eine Jungkuh des Zuchtbetriebes Franz Müller aus Agathazell begeistern. Diese leistungsstarke Vintage- Tochter glänzte mit hervorragendem Fundament, breitem, leicht abfallendem Becken und bestem Euter. Sie konnte zum Steigpreis von 2.850 € im Kaufauftrag für einen Kunden aus dem Rhein- Sieg- Kreis in NRW ersteigert werden. An diesem Tag hervorzuheben war die die größte Kollektion von Christoph Wegmann aus Durach, der fünf starke Jungkühe für durchschnittlich über 2.000 € verkaufen konnte.

Nächste Auktion in vier Wochen

Der nächste Markt findet am 13. Januar in Kempten unter dem neuen Veranstalter Prorind wie gewohnt statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.