Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktberichte

Bieterfeuerwerk in Unterthingau!

Zur 10. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 24. November 2022 konnten 13 Stiere, 26 Zuchtkälber, 14 Mehrkalbskühe und 199 Jungkühe verkauft werden.

Hornlos punktet! 

Nach den etwas kleineren Herbstmärkten zuletzt vergrößerte sich das Angebot am Stiermarkt wieder, was vor allem daran lag, dass auch wieder Holsteinstiere zum Verkauf angeboten wurden. Der Durchschnittspreis reduzierte sich vor allem qualitäts- und saisonbedingt leicht auf 1.615 €. Wie gewohnt ragen einzelne Kandidaten hervor auf die sich das Interesse mehrerer Käufer konzentriert und zu Spitzenpreisen führt. An diesem Tag war dies in erster Linie ein Dejavu- Sohn der Schwayer GbR aus Baisweil. Besonders interessant machte diesen jungen Stier zum einen das Hornlosgen und die fehlerfreie Entwicklung und Präsentation, zum anderen die hohen Inhaltsstoffe bei Mutter und Großmutter, sowie das genomische Vererbungsbild mit einer Gesamtexterieurnote von 119 sowie Euternote 119.

Auch das Angebot am Kälbermarkt war an diesem Tag deutlich größer als zuletzt und konnte zu einem ansprechenden Durchschnittspreis von 310 € geräumt werden. An der klaren Spitze des Tages rangierte ein sehr breites, bestens entwickeltes Bison- Kalb von der Zuchtstätte Brader aus Dickenreishausen. Aus bester Kuhfamilie und mit ordentlichen genomischen Zuchtwerten ausgestattet beeindruckte dieses Kalb mit einer Großmutterleistung von 12.500 kg bei 3,7% Eiweiß und konnte für einen Kunden aus Schleswig- Holstein ersteigert werden.

Große Qualitätsunterschiede werden preislich honoriert!

An diesem Tag blieb einmal mehr festzuhalten, dass auch in diesem aktuell sehr hohen Preisgefüge nicht jegliche Qualitäten verkäuflich sind, sodass leistungsschwache Tiere mit Mängeln in Eutergesundheit, Exterieur, Melkbarkeit oder langem Abstand zur Kalbung nur zu Mindestpreisen gehandelt werden. Jedem Verkäufer muss klar sein, dass bei solchen Tieren teils deutliche Preiszugeständnisse gemacht werden müssen oder in Extremfällen keine Gebote abgegeben werden. Der zweithöchste Durchschnittspreis der Verbandsgeschichte von 2.284 € ist in Anbetracht der durchwachsenen Qualität daher als sehr gut zu beurteilen. Aufgrund der vielen Anfragen für die nächsten Märkte möchten wir weiterhin dazu aufrufen, überzählige Jungkühe der Auktionsvermarktung zuzuführen.

Bieterfeuerwerk bei Spitzentieren!

An der Spitze formierte sich dennoch eine große Gruppe hervorragender Jungkühe, die alle Anforderungen erfüllten und Kunden aus verschiedenen Regionen gefallen konnten. Viele Käufer waren selbst angereist und auch bereit bei über 3.000 € ihre Gebote zu platzieren. Diese Grenze überschritten am Ende insgesamt 25 Tiere. Aus der überragenden Betriebskollektion des Tages von Stefan Achberger aus Scheidegg konnten sich gleich drei Jungkühe an der Spitze formieren: Der geteilte Spitzenpreis von 3.350 € wurde als erstes für die höchste Einsatzleistung beim Brown Swiss bezahlt. Genetisch hornlos und über 38 kg Milch begeisterten einen Käufer aus Baden- Württemberg für eine Vikada- Tochter. Mit überragenden Inhaltsstoffen bei Mutter- und Großmutter reihte sich eine Capri- Tochter, die für 3.250 € ins Oberallgäu wechselte, nahtlos ein. Kurz vor Ende konnte dann nochmals der Spitzenpreis von 3.350 € für eine sehr junge, euterstarke Arien- Tochter erzielt werden, die nach Thüringen wechselt. Auch viele weitere Betriebe waren sehr erfolgreich, in Auftriebsreihenfolge: Eine Vintage- Enkelin von Michael Epp aus Lengenwang kostete ebenfalls 3.350 € und verbleibt im nördlichen Oberallgäu. Eine mittelrahmige Jero- Tochter von Winfried Kennerknecht aus Immenstadt wurde am Abend für 3.150 € für einen hessischen Kunden verladen. Nach langer Zeit zum ersten Mal am Markt und direkt erfolgreich war die Hehl GbR aus Burgberg mit einer Dairyking- Tochter, die für 3.150 € einem Kunden aus Baden- Württemberg zugeschlagen werden konnte. Für denselben Zuschlagspreis sicherte sich ein hessischer Kunde eine späte Puck- Tochter von Michael Vögel aus Buchenberg und wenig später eine Seasidebloom- Tochter von Herbert Kiechle aus Durach. Zu guter Letzte behielt ein Käufer aus dem südlichen Oberallgäu den längsten Atem bei einer Voicemail- Enkelin von Narziss Wenz aus Bolsterlang für 3.200 €

Falls Sie Interesse an der Vermarktung in Unterthingau haben, sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Auch bei der Transportplanung unterstützen wir Sie gerne. Bei Interesse daran, bitte FRÜHZEITIG melden.

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet am 8. Dezember im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Die darauffolgende Auktion findet am Mittwoch, 21. Dezember statt. Anmeldschluss hierfür ist Freitag, der 2. Dezember 2022!!!

Wir laden Sie ebenfalls zu Elite- Auktion am Samstag, den 17. Dezember herzlich ein!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Höchster Durchschnittspreis der Verbandsgeschichte!

Der Jüngste an der Spitze!

Zur 9. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 10. November 2022 konnten sieben Stiere, 16 Zuchtkälber, acht Mehrkalbskühe und 203 Jungkühe verkauft werden.

Der Jüngste an der Spitze! 

Wie bereits vor zwei Wochen wirkte sich die Verkürzung des Auktionsintervalles besonders auf den Stiermarkt aus. So wurden zu diesem Markt lediglich acht Brown- Swiss- Stiere aufgetrieben. Sie wurden gut von vielen einheimischen Betrieben nachgefragt, sodass sich ein flotter Marktverlauf mit einem Durchschnittspreis von 1.779 € ergab, der zwar unter den herausragenden Vormonaten liegt, jedoch weit über den Erlösen des Vorjahres. An der Spitze knackte der jüngste aufgetriebene Stier als einziger Kandidat die 2.000 €- Marke. Hierbei handelte es sich um einen gut jährigen Casanova- Sohn von Thomas Fleschutz aus Günzach. Der junge Stier zeigte eine tadellose Entwicklung und Bewegung, sodass viele Interessenten ihre Gebote abgaben. Bei diesem Stier besonders hervorzuheben sind die mütterliche Leistung von überragenden weit über 11.000kg Milch bei jeweils über 4% Fett und Eiweiß in sieben Laktationen, sowie die Leistung der Großmutter, die in ebenfalls sieben Laktationen beachtliche 10.000kg Durchschnittsleistung bei gleichzeitig über 3,8% Eiweiß erbrachte. Er verbleibt für 2.050 € im nördlichen Oberallgäu.

Auch am Kälbermarkt waren dieses Mal lediglich Brown- Swiss- Kälber aufgetrieben. Einmal mehr zeigte sich hier ein sehr qualitätsbezogenes Bieterverhalten. Während altersentsprechend entwickelte Kälber mit guten Vorfahrensinformationen bezüglich Leistung und vor allem Inhaltsstoffen direkt sehr gefragt waren und teilweise über 500 € kosteten, konnten Kälber mit schlechten Mutterleistungen, wie z.B. aus Jungkühen mit unter 25kg im ersten Probemelken, nur zu Mindestpreisen vermittelt werden. Hier bleibt der Aufruf Ihre leistungsstärksten und besten Kühe gezielt gesext weiblich zu besamen, da überzählige Kälber aus solchen Zuchtkühen immer sehr gefragt sind.

2.319 € !!!- die neue Bestmarke!

Im Gegensatz zum vergangenen Markt wurde an diesem Tag bereits am Morgen klar, dass die Qualität der aufgetriebenen Jungkühe, die vergangene Auktion, speziell in der Breite, bei weitem übertreffen konnte. Die ungebremste Nachfrage aus dem In- und Ausland führte dann dazu, dass sich ein fulminanter Marktverlauf entwickelte, den alle Anwesenden in dieser Form noch nicht erlebt hatten. Am Nachmittag stand dann mit 2.319 € für 203 Jungkühe der höchste Durchschnittspreis der Verbandsgeschichte zu Buche. Die internationalen Märkte und die vielen weiteren vorliegenden Aufträge lassen weiterhin positive Aussichten zu, sodass wir alle Mitglieder dringend dazu aufrufen auch die drei nächsten Märkte in diesem Kalenderjahr mit großen Stückzahlen zu beschicken!

Etliche Spitzentiere knacken die 3.000 €- Hürde!

Eine klare Angebotsspitze blieb an diesem Tag aus, jedoch führte die oben thematisierte hohe Qualität in der Breite dazu, dass 13 Tiere für über 3.000 € den Besitzer wechselten. Diese Tiere konnten allesamt mit hohen Einsatzleistungen jenseits von 30kg Milch, ordentlicher Melkbarkeit und fehlerfreiem Exterieur überzeugen. Die Tatsache, dass kein einziges Tier im Überstand verlieb, zeigt, dass auch Tiere mit Mängeln und Ansagen zu verkaufen waren, der breiten Preisspanne von 1.250 € - 3.500 € ist jedoch gleichzeitig zu entnehmen, dass die Käufer Qualitätsunterschiede sehr stark berücksichtigten. 

Vor kurzer Zeit wäre es ein Leichtes gewesen, alle Tiere mit Geboten über 3.000 € zu erwähnen, mittlerweile würde es den Rahmen sprengen, sodass im Folgenden in Katalogreihenfolge alle Tiere mit Geboten von 3.300 € und mehr aufgeführt sind: Den Anfang macht einmal mehr Peter Kirchmann aus Stiefenhofen mit einer sehr rahmigen und substanzvollen Defender- Tochter mit Spitzeneuter aus einer sehr guten Kuhfamilie, die für 3.350 € nach Ostfriesland wechselt. Edmund Fink aus Thalkirchdorf reihte sich mit einer frischen Bosephus- Enkelin mit weit über 31kg Milch bei einem Steigpreis von 3.450 € als Nächstes ins Spitzenfeld ein. Sie wird ihre Milch zukünftig am Niederrhein in NRW geben. Sogar 35kg Milch produziert eine späte Tochter des Altstars Puck der Hailand GbR aus Aitrang. Neben der beachtlichen Leistung überzeugte das jugendliche Tier mit einem phänomenal breiten und fest aufgehängten Euter und wird für 3.300 € nun ebenfalls bei einem Zuchtbetrieb in Ostfriesland gemolken.  Ebenfalls 3.300 €, ließ sich ein eigens angereister Neukunde aus Südtirol eine Parkavenue- Tochter von Rainer Erdle aus Aichen mit ebenfalls knapp 35 kg Milch, kosten. Eine schaufertig im Ring präsentierte Superstar- Tochter von Florian Reichenbach aus Ruderatshofen, die ebenfalls 34kg Milch leistete, ließ sich ein Landwirt aus dem Kreis Augsburg zum Steigpreis von 3.350 € nicht entgehen. Den Tageshöchstpreis von 3.500 € erzielte dieses Mal eine schwarzbunte Jungkuh. Hierbei handelte es sich um eine züchterisch interessante, leistungs- und exterieurstarke VH Crown- Tochter, die von der Vollmer GbR aus Aichstetten zum Verkauf angeboten wurde. Sie wechselt in den Landkreis Weilheim- Schongau. Insgesamt fiel zum wiederholten Mal auf, dass fehlerfreie, junge Rinder zum Ende der Versteigerung hin, tendenziell höhere Erlöse erzielen.

Falls Sie Interesse an der Vermarktung in Unterthingau haben, sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Auch bei der Transportplanung unterstützen wir Sie gerne. Bei Interesse daran, bitte FRÜHZEITIG melden.

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet am 24. November im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Die darauffolgende Auktion findet am 8. Dezember statt. Anmeldschluss hierfür ist Freitag, der 18. November 2022!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Marktbericht vom 27.10.2022

Zur 8. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 27. Oktober 2022 konnten fünf Stiere, zwölf Zuchtkälber, zehn Mehrkalbskühe und 146 Jungkühe verkauft werden. Das kleinere Angebot entstand durch den jahreszeitlich verkürzten 2- Wochen- Rhythmus. Der Markt hätte etliche weitere Qualitätstiere leicht aufgenommen.

Kleiner aber feiner Stiermarkt! 

Besonders stark wirkte sich die Verkürzung des Auktionsintervalles auf den Stiermarkt aus. So wurden zu diesem Markt lediglich je drei Brown- Swiss- und Holsteinstiere aufgetrieben. Sie wurden gut nachgefragt, sodass die Verkäufer fast ausschließlich Gebote um 2.000 € erzielen konnten. Erfolgreich waren hier Elisabeth Herz aus Sontheim mit einem Optimal- Sohn, der in den Kreis Weilheim- Schongau wechselt, die Kaufmann GbR aus Lengenwang mit einem Dejavu- Sohn, der nach Baden- Württemberg wechselt, sowie doppelt die Lutzenberger GbR mit gleich zwei Galdius- Söhnen, die im Zuchtgebiet verbleiben. Der Durchschnittspreis stieg leicht auf 1.880 € und bewegt sich damit seit mehreren Monaten auf sehr ordentlichem Niveau.

Am Kälbermarkt waren dieses Mal sehr viele Holsteinkälber aufgetrieben, wobei diese eher verhalten nachgefragt wurden. An der Spitze rangierte dieses Mal erneut ein enorm wüchsiges, bestens entwickeltes Visor Pp- Kalb von Max Diebolder aus Markt Rettenbach, welches für 540 € nach Niedersachsen verladen werden konnte.

Angebot am weiblichen Großviehmarkt reicht bei Weitem nicht aus

Beim Auftrieb am Morgen bemerkten Interessenten schnell, dass die Qualität an diesem Tag in der Breite nicht an den sehr guten Vormarkt heranreichen konnte. Dass am Ende der Auktion mit 2.183 € ein nur minimaler Preisrückgang und somit ein hervorragendes Ergebnis zu Buche stand, überraschte viele Anwesende und ist auf die ungebremste Nachfrage aus verschiedenen Gebieten zurückzuführen.

Neuer Rekord im Jahr 2022

Ein besonderes Bietergefecht entstand an diesem Tag als Katalognummer 120 den Auktionsring betrat. Ihre Ausstrahlung, das fehlerfreie Exterieur mit hervorragendem Rahmen, Becken und Typ und ein Euter, das auf jeder Schau eine Position auf den vorderen Plätzen garantiert, machten dieses Tier zu einer Ausnahmeerscheinung. Gerade im Euterbereich wird es wenige Jungkühe geben, die speziell in der Voreuteranbindung und Eutertextur an die Tochter des Schweizer Exterieurexperten Salomon aus der Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen heranreichen können. Es entwickelte sich ein selten dagewesener Bieterwettstreit bei dem selbst im höchsten Preisbereich von über 4.000 € noch mehrere Interessenten ihre Gebote abgaben. Den längsten Atem in diesem Duell hatte schließlich ein eigens angereister Brown- Swiss- Züchter aus Baden- Württemberg, der sich den Zuschlag für diese Spitzenjungkuh bei 4.450 € sicherte. Einige weitere Spitzentiere bewiesen im weiteren Marktverlauf, dass Kunden aktuell bereit sind für höchste Qualität auch Ausnahmepreise zu zahlen: Einmal mehr erfolgreich war Christian Gebler aus Marktoberdorf. Aus seiner Bioherde präsentierte er eine frisch abgekalbte schwarzbunte Fendi- Tochter, die mit über 34 kg Milch und bester Melkbarkeit mit genügend Substanz im Körper überzeugen konnte. Sie konnte im Kaufauftrag bei 3.200 € für einen hessischen Kunden ersteigert werden. Mit 3.350 € sogar noch etwas teurer war an diesem Tag eine leistungs- und exterieurstarke F1- Kreuzung von Alexander Eberle aus Lengenwang. Die Vintage- Enkelin konnte am Nachmittag für einen italienischen Großkunden verladen werden. Kurz vor dem Ende der Auktion schnellte der Preis noch einmal rasant in die Höhe: Eine hervorragende Kickstart- Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach konnte hier nochmals alle Anwesenden beeindrucken. Neben ihres jugendlichen mit viel Entwicklungspotenzial ausgestatteten Exterieurs mit absolutem Qualitätseuter, stachen die züchterisch interessante Outcross- Väterfolge sowie die in der Kuhfamilie verankerten 4,4 % Fett und 4 % Eiweiß ins Auge. Sie verblieb für 3.650 € bei einem Zuchtbetrieb im Kreis Lindau. Viele weitere Spitzentiere folgten im Bereich von 2.800 € - 3.000 €. Tiere mit geringer Leistung oder Ansagen wurden wiederum mit deutlichen Preisabschlägen gehandelt.

Um den Markt für überregionale Großkunden attraktiv zu gestalten, bitten wir um zahlreichen Auftrieb bei den nächsten Märkten. Weiterhin bleibt der Appell an die Beschicker, Tiere, die in die Milchliste gemeldet wurden, auch anzuliefern und ihre Tiere möglichst früh in Unterthingau abzugeben. Bei der Transportplanung sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Bei Interesse daran, bitte FRÜHZEITIG melden.

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet am 10. November im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Die darauffolgende Auktion findet am 24. November statt. Anmeldschluss hierfür ist Freitag, der 4. November 2022!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Erfolgreicher Start ins neue Geschäftsjahr in Unterthingau!

Zur 7. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 13. Oktober 2022 konnten acht Stiere, acht Zuchtkälber, 15 Mehrkalbskühe und 244 Jungkühe verkauft werden. Die Stückzahl konnte somit zum dritten Mal in Folge auf diesem hohen Niveau gehalten werden.

Hochwertiger Stiermarkt! 

Am Stiermarkt wurden zu diesem Markt lediglich acht Brown- Swiss- Stiere aufgetrieben, die alle an neue Besitzer zugeschlagen werden konnten. Die sehr gute Qualität machte sich mit einem ordentlichen Durchschnittspreis von 1.875 € bemerkbar. Den Spitzenpreis erreichte einmal mehr ein genetisch hornlos vererbender Jungstier. Dieser Piano- Sohn wurde von der Zeller GbR gezüchtet und von Max Klemp, Bad Grönenbach aufgezogen und verkauft. Eine Höchstleistung der Mutter von knapp 13.000 kg Milch bei über 4,8 % Fett und knapp 3,8 % Eiweiß waren neben dem Hornlosgen und der sehr korrekten Form die Argumente für einen Mindelheimer Zuchtbetrieb 2.650 € anzulegen. Auch an preislich zweiter Stelle positionierte sich ein genetisch hornloser Viray Pp- Sohn, der von Georg Schellenbaum aus Weiler- Simmerberg gezüchtet und aufgezogen wurde. Hier war es neben der langlebigen Kuhfamilie im Hintergrund die wiederum hervorragende formalistische Entwicklung des Stieres, die die Gebote nach oben schnellen ließen. Ein Züchter aus dem Kreis Garmisch- Partenkirchen sicherte sich diesen Stier zum Preis von 2.300 €.

Am Kälbermarkt wurden acht Kälber verkauft, wobei der Markt zweigeteilt verlief. Während die Brown- Swiss- Kälber flott zu ordentlichen Zuschlagspreisen verkauft werden konnten, fehlte es bei den Fleckvieh- und Holsteintieren zum Teil an passender Nachfrage. Die beiden teuersten Kälber kosteten jeweils 500 €. Hierbei handelte es sich um eine Alphonso- Tochter von Manfred Kögel aus Wiggensbach, die ins benachbarte Baden-Württemberg wechselte sowie eine hornlose Visor Pp- Tochter von Max Diebolder aus Markt Rettenbach, die ins Ostallgäu wechselte.

Überregionale Nachfrage prägt den weiblichen Großviehmarkt

Bereits beim Auftrieb und der Besichtigung am Morgen präsentierte sich Kunden und Besuchern ein ordentliches Bild bezüglich der Qualität der angebotenen Tiere. Informationen über sehr zügige Auktionen in Nord- und Mitteldeutschland in den Tagen zuvor und die Anwesenheit mehrerer überregionaler Großkunden sorgten auch in Unterthingau für einen sehr flotten Marktverlauf von der ersten bis zur letzten Katalognummer. Die wiederum breite Preisspanne von 1.100 bis 3.500 € zeigt jedoch erneut, dass qualitativ schwächere Tiere oder Tiere mit Mängeln deutliche Preisabstriche hinnehmen müssen. Letztendlich stieg der Durchschnittpreis deutlich auf sehr gute 2.202 € an und sowohl Käufer als auch Verkäufer zeigten sich zufrieden mit dem Marktverlauf.

3.000 €- Marke mehrfach geknackt

Dass Jungkühe mit passenden Einsatzleistungen, fehlerfreiem Exterieur und ohne Mängel bei Melkbarkeit und Eutergesundheit heiß begehrt sind und dementsprechend hohe Erlöse erzielen, zeigt die Tatsache, dass insgesamt acht Tiere Steigpreise von 3.000 € und mehr erreichten. In Auftriebsreihenfolge: Den Reigen eröffnete eine quellige, substanzvolle Heesters- Tochter von Christian Zobel aus Betzigau, die neben ihrer Kompaktheit im Körper und einem sehr guten Euter mit 33 kg Einsatzleistung punktete. Ein Züchter aus dem Oberallgäu ließ sich diese Jungkuh zum Preis von 3.300 € nicht entgehen. Derselbe Züchter sicherte sich wenig später ebenfalls eine ähnlich kompakte, leistungs- und euterstarke Cadence- Tochter von Narziss Wenz aus Bolsterlang für 3.000 €. Direkt darauf folgte zum gleichen Steigpreis die leistungsstärkste Brown- Swiss- Jungkuh des Tages: Mit weit über 38 kg Einsatzleistung war dies eine der zahlreichen starken Capri- Töchter an diesem Tag. Sie wurde von der Hailand GbR aus Aitrang angeboten und wird zukünftig in Italien gemolken. Den Tageshöchstpreis von 3.500 € erzielte eine David Pp- Tochter von Peter Kirchmann aus Stiefenhofen. Neben ihrem herausragenden Exterieur mit bestem Euter und idealer Strichplatzierung glänzte sie mit hervorragenden Leistungsinformationen bei Mutter- und Großmutter. Sie wechselt ins Oberallgäu. In den Rhein- Sieg- Kreis in NRW konnte eine sehr feine und milchtypische Capri- Tochter von Rupert Kaps aus Blaichach verkauft werden. Speziell das hervorragende, lebhafte Euter, knapp 32 kg Einsatzleistung und das große Entwicklungspotenzial des noch sehr jungen Tieres waren hier die Faktoren, die zu einem Zuschlagspreis von 3.300 € führten. Natürlich reihten sich auch sehr gute Holsteinjungkühe im Spitzenfeld ein: Den Spitzenpreis von 3.200 € sicherte sich hier eine hell gezeichnete Adlon P- Tochter den Lutzenberger GbR aus Jengen, die den vorgenannten in Sachen Eutertextur, Fundament und Feingliedrigkeit in keinster Weise nachstand. Mit weit über 36 kg Einsatzleistung genügte sie allerhöchsten Ansprüchen und so ließ sich ein Stammkunde aus Südtirol dieses Spitzentier nicht entgehen. Ebenfalls nach Südtirol konnte eine der ersten Dairystar- Töchter von Josef Zwießler aus Opfenbach für 3.150 € verkauft werden. Auch hier konnte neben 31 kg Milch und sehr guter Melkbarkeit das Exterieur in allen Belangen überzeugen. Den Abschluss der hervorragenden Spitzengruppe machte an diesem Tag das letzte und jüngste Tier der Auktion. Mit 23 Monaten Erstkalbealter und 35 kg Milch handelte es sich hierbei um eine schwarzbunte Jerrylee- Tochter von Norbert Leinsle aus Türkheim, die einen italienischen Käufer mit bestem Euter und tadelloser Bewegung zu überzeugen wusste, der sich den Zuschlag bei 3.000 € sicherte.

Um auch die kommenden Märkte erfolgreich zu gestalten, bleibt weiterhin der Appell an die Beschicker, Tiere, die in die Milchliste gemeldet wurden, auch anzuliefern und ihre Tiere möglichst früh in Unterthingau abzugeben. Bei der Transportplanung sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Bei Interesse daran, bitte FRÜHZEITIG melden.

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet am 27. Oktober im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

 

 

Erfolgreicher Start ins neue Geschäftsjahr in Unterthingau!

Zum 1. Jungrinder- und Fressermarkt des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 20. Oktober 2022 konnten 20 Kalbinnen, 122 Jungrinder und 34 Fresser verkauft werden. Das Konzept der freilaufenden Vermarktung bewies sich auch in diesen Verkaufskategorien sehr gut und der Marktverlauf gestaltete sich in allen Segmenten flott. Den Jungrinder- und Fressermarkt an einem eigenständigen Markttag zusammen zu bündeln, wurde ebenfalls sehr gut angenommen, so waren Fresserkäufer bereits bei den Jungrindern am Morgen vor Ort und ersteigerten einige Gebrauchskreuzungen und Fleckviehjungrinder für die Mast.

Interessante Jungrinder erzielen Höchstpreise!

Am Jungrindermarkt wurde von Beginn an deutlich, dass altersentsprechend ordentlich entwickelte und gut vorbereitete Tiere gut nachgefragt waren, während leichte, schwächere Rinder oder Tiere mit unzureichenden Leistungsinformationen deutliche Preisabschläge hinnehmen mussten, was der breiten Preisspanne von 300- 1.600 € zu entnehmen ist. Am Ende pendelte sich der Markt bei qualitativ und jahreszeitlich entsprechend passenden 756 € Durchschnittspreis ein. Sobald zu einer passenden Entwicklung, Vorbereitung und funktionellem Exterieur noch gute Vorfahrensleistungen und als Zusatz interessante internationale Väterfolgen kamen, flogen Auktionator Josef Hefele zahlreiche Gebote entgegen und es kam zu Höchstpreisen. Diese Erfolgsformel kam schließlich beim Spitzentrio des Tages zum Tragen: Als Stammgast in fast jeden Auktionsbericht konnte Josef Zwießler aus Opfenbach gleich alle drei angebotenen Tiere an diesem Tag an der Spitze positionieren. Das Spitzentrio verbleibt komplett in Aufzuchtgebieten im Oberallgäu. In der Auftriebsreihenfolge handelt es sich um die folgenden Tiere: Aus einer Cadence- Tochter, die mit einer Höchstleistung von weit über 10.600 kg Milch bei knapp 5 % Fett und knapp 3,8 % Eiweiß aufwarten konnte, wurde die erste Tochter des Schweizer Exterieurgaranten CR7 angeboten. Mit glasklarem Fundament und feinem Typ konnte dieses gut halbjährige Jungrind alle Anwesenden beeindrucken und so einen Steigpreis von 1.220 € erzielen. Die Kombination von amerikanischem Vater und schweizer Muttersvater, Kickstart x Lennox bildet den Grundstein zum Tageshöchstpreis des Tages. Mit einem knappen Jahr präsentierte sich dieses Rind bereits enorm entwickelt mit korrekter Oberlinie und fehlerfrei in allen Einzelmerkmalen. Es entwickelte sich ein spannendes Bieterduell, welches erst bei beeindruckenden 1.600 € einen Sieger fand. Den Abschluss des Spitzentrios machte eine 14- monatige Dairystar- Tochter aus der bekannten H- Linie des Zuchtbetriebes Zwießler. Diese stand den beiden vorgenannten in allen Merkmalen in Nichts nach und speziell die breite und feine Euteranlage schürt große Hoffnungen in eine vielversprechende Zukunft. Der Hammer senkte sich hier bei 1.380 €.

Kalbinnenmarkt eher zurückhaltend

Bei den Kalbinnen entwickelte sich von Beginn an ein normaler Marktverlauf, was sicherlich größtenteils auf die allgemeine Entwicklung in der Milchviehhaltung zurückzuführen ist: Während sich in den vergangenen Jahren einige Betriebe komplett auf die Milchproduktion fokussiert haben, das Abkalberisiko scheuen, ziehen Tiere in Milch vor.  Aufzuchtbetriebe können aufgrund eben dieses Kalberisikos keine Höchstpreise zahlen. Aus diesem Spannungsfeld heraus pendelte sich der Durchschnittspreis für zum Teil höher tragende Kalbinnen sicherlich auch qualitätsbedingt unter dem Exportpreis für angedeckte Rinder ein. 1.398 € im Schnitt waren dem Angebot entsprechend dennoch absolut zufriedenstellend. An der Tagesspitze positionierte sich eine sehr schwere, rahmige Veltliner- Tochter von Rupert Pfaudler aus Eggenthal, die bereits im Dezember kalben wird. Sie verbleibt für 1.920 € im Ostallgäu. In den Landkreis Weilheim- Schongau geht eine ordentliche Arien- Tochter von der Betriebsaufgabe Thomas Schraudolf aus Oberstdorf für 1.620 €. Der Marktverlauf machte deutlich, wie schwierig die Vermarktung höher trächtiger Kalbinnen ist, es bleibt daher der Aufruf bestehen Ihre überzähligen Kalbinnen frühzeitig auf Trächtigkeit zu untersuchen und umgehend zum Export bei uns anzumelden. Es liegen hier für die kommenden Wintermonate zahlreiche Aufträge vor.

Der anschließende Fressermarkt verlief insgesamt zügig. Kaufinteressenten gaben ihre Gebote sehr qualitätsbezogen ab, was die enorm breite Preisspanne von 140- 1.100 € deutlich macht. Im Durchschnitt konnten zufriedenstellende 652 € erzielt werden.

Qualitätsjungkühe bestens gefragt!

Zur 6. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 22. September 2022 konnten 12 Stiere, 19 Zuchtkälber, 18 Mehrkalbskühe und 248 Jungkühe verkauft werden. Damit konnte die Stückzahl des rekordverdächtigen ersten Septembermarktes nochmals getoppt werden und der Marktstandort Unterthingau kann seine führende Position in Deutschlands Zuchtviehvermarktung untermauern.

2.000 € Durchschnitt am Stiermarkt! 

Am Stiermarkt wurden neun Brown- Swiss und drei Holstein- Kandidaten an neue Besitzer vermittelt, zwei weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis katapultierte sich auf hervorragende 2.004 € herauf und setzte damit neue Maßstäbe. An die Preisspitze des Tages setzte sich ein hervorragend entwickelter und bestens präsentierter Dejavu- Sohn der Schwayer GbR aus Baisweil. Dieser gerade jährige Stier vereinte einfach alle Anforderungen der anwesenden Kaufinteressenten: Neben kompletten genomischen Zuchtwerten im Leistungs-, Gesundheits- und Exterieursegment überzeugte eine mütterliche Erstlaktation von knapp 10.500 kg Milch bei 4,5% Fett und 3,7% Eiweiß. Es entbrannte eine hitziges Bietergefecht, in welchem ein eigens angereister, luxemburgischer Kunde den längeren Atem behielt und sich diesen Ausnahmebullen letztendlich 2.950 € kosten ließ. Nicht weniger komplett und überzeugend präsentierte Max Klemp aus Bad Grönenbach den zweitplatzierten Kandidaten im Ring: Aus der Zucht von Alban Immle aus Obergünzburg stammend, erzielte der Sevilla- Sohn 2.650 € und wechselt ins Ostallgäu. An preislich dritter Position folgte ein äußerst interessanter rotbunter Holsteinjungstier, der von Michael Haußer aus Jengen gezüchtet und aufgezogen wurde. Der junge Money Pp- Sohn stammt aus der international bekannten ETG- Summer Dynastie, die bereits etliche Besamungsstiere hervorgebracht hat. Mit der Väterfolge Money x Spark x Styx sind die meist eingesetzten Red- Holstein- Stierväter der vergangenen Jahre im Pedigree verankert und so verwundert ein herausragender genomischer Gesamtzuchtwert von gRZG 155 nicht. Auch hier flogen dem Auktionator die Gebote entgegen und sein Hammer senkte sich letztendlich bei 2.600 € zu Gunsten eines Züchters aus dem Kreis Weilheim- Schongau.

Am Kälbermarkt wurden 19 Kälber verkauft. Die Interessenten gaben ihre Gebote sehr selektiv ab, was an der breiten Preisspanne von 160- 680 € deutlich wird. Im Durchschnitt konnte mit 309 € nicht ganz an das sehr gute Niveau der vergangenen Märkte angeknüpft werden. In Katalogreihenfolge bildeten die folgenden Tiere das Spitzentrio: Ins Oberallgäu wechselte eine Dave- Tochter von Norbert Fehr aus Weiler- Simmerberg für 520 € sowie eine hornlose Vail- Tochter der Brader GbR aus Memmingen für 580 €. In den Landkreis Neustadt/ Aisch konnte eine Visor- Tochter von Anton Maucher aus Pfaffenhausen für 680 € verkauft werden.

Durchwachsende Qualität am weiblichen Großviehmarkt

Wie allseits bekannt, folgt einer sehr teuren Auktion häufig ein qualitativ schwächer besetzter Markt, da die Verkäufer erwarten auch schwächere Qualitäten gut vermarkten zu können. So war es auch an diesem zweiten Septembermarkt in Unterthingau: Ein enorm großer Anteil von Tieren mit Ansagen oder Mängeln bzw. unzureichender Leistung und/ oder Melkbarkeit wurde dieses Mal zum Verkauf vorgestellt. Der Schnittpreis von 2.095 € ist daher in Anbetracht der Qualität als äußerst hoch anzusehen. Bei Qualitätsjungkühen ohne größere Mängel schnellte der Preis konstant über die Marke von 2.500 €.

Schaujungkuh an der Spitze – Breites Feld folgt kurz darauf

Schon im Vorfeld kündigte sich eine Jungkuh an, die zwar leistungsmäßig im mittleren Niveau eingestiegen ist, aber in Sachen Exterieur in den kommenden Jahren von sich Reden machen wird. Die Stockingen Dairy GbR aus Halblech präsentierte eine der ersten, extrem jungen Huge- Töchter im Ring, die bezüglich Euter und Typ nur schwer zu schlagen sein wird. Interessenten aus allen Regionen boten auf dieses Tier und letztendlich konnte sie im Kaufauftrag für 3.300 € an einen sehr interessierten Zuchtbetrieb in Hessen verkauft werden.

Viele weitere hervorragende Jungkühe erzielten Spitzenpreise jenseits von 2.800 €. In der Auftriebsreihenfolge: Mit 35 kg Einsatzleistung und bestem Exterieur überzeugte eine Harley- Enkelin von Anton Althaus aus Fischen, die für 2.800 € im Oberallgäu verbleibt. Stefan Achberger aus Scheidegg stellte die 1.000 Kuh in Unterthingau zum Verkauf vor: Die Hacker- Tochter mit weit über 30 kg Milch wechselt für 2.900 € in einen Fleckviehzuchtbetrieb in Mittelfranken (s.u.). Teuerste Holsteinjungkuh des Tages wurde für 3.000 € eine Basist- Enkelin von Alexander Eberle aus Lengenwang, die am Abend nach Italien verladen wurde. Nochmals aus der Zuchtstätte Achberger stammte eine substanzvolle, euter- und leistungsstarke Blues- Tochter, die sich ein Stammkunde aus dem Kreis Fürstenfeldbruck für 2.800 € nicht entgehen ließ. Denselben Steigpreis erzielte einmal mehr die Hailand GbR aus Aitrang für eine quellige Harley- Tochter aus langlebiger und eiweißstarker Kuhfamilie, die zukünftig in Ostfriesland gemolken wird. Wiederum 2.800 € kostete eine schwarzbunte Salvatore- Tochter der Boxler GbR aus Ottobeuren, die in den Landkreis Landshut wechselt. Komplettiert wird das Spitzenfeld von einer weiteren schwarzbunten Jungkuh, die Rainer Erdle aus Aichen im Ring präsentierte. Sie sicherte sich zum Steigpreis von 2.850 € ebenfalls ein italienischer Stammkunde.

Wiederum konnte die nochmals höhere Stückzahl vom Vermarktungssystem und den Mitarbeitern bestens aufgefangen werden. Weiterhin bleibt der Appell an die Beschicker, Tiere, die in die Milchliste gemeldet wurden, auch anzuliefern und ihre Tiere möglichst früh in Unterthingau abzugeben. Bei der Transportplanung sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Zur nächsten Auktion wird es beispielweise wieder einen Sammeltransport aus dem Westallgäu/ Kreis Lindau geben. Bei Interesse daran, bitte FRÜHZEITIG melden.

Nächste Auktion

Die nächste reguläre Zuchtviehauktion findet am 13. Oktober statt. Eine Woche darauf, am 20. Oktober findet der erste gemeinsame Jungrinder- und Fressermarkt im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Rasanter erster Septembermarkt!

Zur 5. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 1. September 2022 konnten 16 Stiere, 16 Zuchtkälber, 23 Mehrkalbskühe und 216 Jungkühe verkauft werden. Damit etabliert sich der Marktstandort Unterthingau aktuell als einer der größten Auktionsplätze in Deutschland bzw. Europa. Dieses riesige Angebot zog etliche regionale und überregionale Interessenten und zahlreiche Zuschauer an, sodass die Arena zu Auktionsbeginn aus allen Nähten platzte. Abgeschlossen werden konnte der Markt mit deutlichen Preissteigerungen und nie dagewesenen Spitzenpreisen in allen Kategorien.   

Doppelspitze am Stiermarkt erzielt Höchstpreise 

Am Stiermarkt wurden zwölf Brown- Swiss und vier Holstein- Kandidaten an neue Besitzer vermittelt, drei weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis verbesserte sich auf hohem Niveau wiederum auf 1.691 €. An der Spitze rangierte ein Duo mit Spitzenpreisen, die lange Zeit nicht erreicht werden konnten. Preissieger des Tages wurde ein Bison- Sohn von Florian Hierl aus Immenstadt. Dieser junge Stier war bereits auf der Weide, konnte Deckerfahrung und sogar Trächtigkeiten nachweisen und überzeugte sowohl durch seine hervorragende körperliche Entwicklung als auch durch die Abstammungsinformationen. Die Hercules- Mutter kann eine Höchstleistung von fast 12.000 kg Milch bei 4,8 % Fett und 3,75 % Eiweiß nachweisen und geht auf eine französische Kuhfamilie zurück, die bereits an einer Europaschau teilgenommen hat. Es entbrannte ein hitziges Bieterduell um diesen Ausnahmestier, das sich schließlich im Kaufauftrag bei 2.650 € zu Gunsten eines langjährigen Stammkunden aus dem Westerwald entschied. An preislich zweiter Stelle folgte mit 2.450 € ein Sevilla- Sohn aus der Zuchtstätte Willebold Gawaz aus Niederrieden. Hier überzeugten die vielen anwesenden Kaufinteressenten neben hohen genomischen Zuchtwerten (gGZW 130), viel Milch (+ 1262 kg), eine hohe Nutzungsdauer (110) und hervorragenden Eutern (117) die hohen Mutter- und Großmutterleistungen insbesondere mit höchsten Inhaltsstoffgehalten. Dieser Stier wechselt in den Landkreis Weilheim- Schongau.

Am Kälbermarkt wurden 16 Kälber angeboten, die alle sehr gut nachgefragt wurden. Der Durchschnittspreis stieg auf 396 € an und einige Kälber erzielten Zuschlagspreise von 500 € und mehr. An die Spitze setzte sich dieses Mal das jüngste Kalb des Tages. Anton Maucher aus Pfaffenhausen präsentierte eine Visor- Tochter, die speziell mit toller Entwicklung und hohen Eiweißgehalten überzeugen konnte.

Mehrkalbskühe sehr gefragt

Im Vergleich zum vergangenen Markt wurden am 1. September wieder deutlich mehr Mehrkalbskühe angeboten, sodass sich in dieser Kategorie ein besserer Markt entwickelte. Am Ende konnten 23 Kühe zu durchschnittlich 2.220 € versteigert werden. An der Tagesspitze konnte sich eine sehr starke Leonardo- Tochter mit 40 kg Milch von Tobias Bartenschlager aus Biessenhofen platzieren, die sich ein Käufer aus dem Landkreis Mühldorf/ Inn für 2.700 € sicherte.

Ausnahmetier an der Spitze - Beste Qualität erzielt beste Preise

Schon vor Auktionsbeginn waren sich Käufer und Besucher einig, dass der Tageshöchstpreis der Auktion nur schwer an einem anwesenden Tier vorbei gehen würde – und so kam es dann auch als Katalognummer 326 am Nachmittag den Auktionsring betrat. Eigens angereiste Kunden aus Italien und Vorarlberg warteten nur auf dieses Tier, um sich die Chance auf Siege in der kommenden Schausaison nicht entgehen zu lassen und so flogen Auktionator Josef Hefele die Gebote aus allen Richtungen entgegen. Sein Zuschlag erfolgte unter tosendem Applaus beim absoluten Rekordpreis von 4.400 € dann schließlich zu Gunsten eines einheimischen Züchters. Nun zum Tier selbst: Es handelte sich bei dieser Ausstellungsjungkuh um eine der ersten Töchter des genomischen Jungstieres Carsten aus der bekannten Zuchtstätte der Familie Kirchmann aus Stiefenhofen. Über 30 kg Einsatzleistung und starke Mutter- und Großmutterleistungen mit speziell hohen Inhaltsstoffen rundeten das Gesamtpaket mit einem atemberaubenden Exterieur ab. Sehr dunkel gezeichnet und fehlerfrei in allen Rahmen-, Becken- und Fundamentmerkmalen war wiederum das Euter mit bester Aufhängung, Beaderung und optimaler Strichlänge- und -platzierung herausstechend und ausschlaggebend für den Höchstpreis.

Auch viele weitere hervorragende Jungkühe erzielten Spitzenpreise jenseits von 3.000 €. In der Auftriebsreihenfolge: Die Hailand GbR aus Aitrang präsentiere eine sehr substanvolle Voran- Tochter mit bestem Euter und 32 kg Tagesgemelk, die sich ein Kunde aus dem Kreis Augsburg für 3.550 € sicherte. Eine weitere Carsten- Tochter, die ebenfalls von Peter Kirchmann angeboten wurde, wechselt für 3.150 € ins Oberallgäu. Doppelt erfolgreich war der langjährige Auktionsbeschicker Franz Müller aus Agathazell. Mit 31 bzw. 36 kg Milch präsentierte er hervorragende Töchter von Vollmilch und Alpsee, die sich zu Zuschlagspreisen von 3.150 € bzw. 3.400 € ein italienischer Stammkunde sicherte. Eine hervorragende, robotergewohnte Benz- Tochter mit weit über 39 kg Einsatzleistung konnte Rainer Erdle aus Aichen zum Verkauf vorstellen. Sie konnte in allen Belangen überzeugen und wechselt zum Zuschlagspreis von 3.150 € nach Südtirol. Kurz vor Ende der Auktion stellte dann Florian Reichenbach aus Ruderatshofen eine gut zweijährig gekalbte, euterstarke Piero- Tochter mit über 30 kg Milch zum Verkauf vor. Auch sie wurde ins südliche Oberallgäu verkauft und kostete 3.000 €. Insgesamt konnten rasseübergreifend viele Töchter genomischer Jungstiere überzeugen.

Die hohe Auftriebszahl konnte vom Vermarktungssystem und den Mitarbeitern bestens aufgefangen werden. Natürlich dauerte die Versteigerung von insgesamt 271 Tieren bis zum Nachmittag, durch die Gegebenheiten in Unterthingau ist jedoch ein zügiger Abtrieb gesichert. Hier bleibt weiter der Appell an die Beschicker ihre Tiere möglichst früh in Unterthingau anzuliefern. Bei der Transportplanung sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Insgesamt ist der Markt von der ersten bis zur letzten Katalognummer rasant verlaufen und so stieg der Durchschnittspreis, auch qualitätsbedingt, auf 2.225 € an. Aufgrund des guten Milchpreises, der stabilen Schlachterlöse und der niedrigen Jungviehbestände sind die Aussichten auch für die kommenden Monate weiterhin positiv.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 22. September im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Paukenschlag in Unterthingau!

Zur 4. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 4. August 2022 konnten acht Stiere, 16 Zuchtkälber, neun Mehrkalbskühe und 153 Jungkühe verkauft werden. Am Markt zeigte sich eine ungebrochen hohe Nachfrage nach fehlerfreien, leistungsbereiten Tieren, wobei das selektive Bieterverhalten zu deutlichen preislichen Abstrichen für Tiere mit Mängeln, Ansagen und geringer Leistung führte. Insgesamt konnte mit durchschnittlich 2.132 € wiederum ein Ergebnis auf höchstem Niveau erreicht werden, wobei eine Jungkuh an der Spitze herausragte.

Ordentlicher Stiermarkt 

Am Stiermarkt wurden sechs Brown- Swiss und zwei Holstein- Kandidaten an neue Besitzer verkauft, vier weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis stieg nochmals auf 1.675 €. An der Spitze rangierte ein starkes Trio mit Zuschlagspreisen von über 2.000 €. Preissieger des Tages wurde ein Veles Pp- Sohn von Michael Epp aus Lengenwang. Besonderes interessant machte diesen Stier das Hornlosgen PP. Alle Kälber dieses Stieres werden hornlos geboren, was in der heutigen Zeit speziell auch für Biobetriebe immer wichtiger wird. Außerdem konnte dieser Stier mit ausgewogenem genomischen Profil und starken Vorfahrensleistungen mit besonders hohen Eiweißwerten überzeugen. Ein selbst angereister Züchter aus Baden-Württemberg ließ sich diesen Stier für 2.250 € nicht entgehen. Preislich folgten zwei Stiere der Zuchtstätte Otto und Alexander Dempf GbR aus Immelstetten. Ein hessischer Züchter sicherte sich einen genomisch sehr hoch getesteten Vassido- Sohn, der 2.100 € kostete. Vervollständigt wird das Trio von einem ebenfalls züchterisch sehr interessanten Piano- Sohn, der für 2.000 € im heimischen Zuchtgebiet verbleibt.

Am Kälbermarkt wurden 16 Kälber angeboten, die größtenteils von motivierten Jungzüchter/- innen vorgeführt wurden, die die Ferien mit ihren Eltern für einen Auktionsbesuch nutzten. Mit 540 € Preissiegerin des Tages wurde ein genetisch hornloses Visor Pp- Kalb aus der Zucht von Hubert Kleinheinz aus Rettenberg, das im heimischen Zuchtgebiet verbleibt.

Paukenschlag bei Jungkühen

Bereits beim morgendlichen Gang durch die Stallgassen stach eine Jungkuh ganz besonders heraus und wurde von vielen Kaufinteressenten intensiv in Augenschein genommen und besprochen. Als diese dann gegen Mittag hervorragend vorbereitet den Auktionsring betrat, überschlugen sich neben Auktionator Josef Hefele auch die Gebote der anwesenden Kaufinteressenten. Drei Wochen gekalbt, 30 kg Einsatzleistung, ein ausgewogenes Verhältnis von Feinheit und Eleganz zu Substanz, Breite und Tiefe in Körper und Becken, ein fehlerfreies Fundament und ein Euter aus dem Bilderbuch beeindruckten alle Anwesenden. Bei dieser Ausnahmejungkuh handelte es sich um eine Glenwood- Tochter, die einmal mehr aus der Zuchtstätte Josef Zwießler aus Opfenbach stammt. Die Erstlaktation der Mutter mit 4,85 % Fett und 3,78 % Eiweiß rundeten das Gesamtbild ab, sodass der höchste Preis der bisherigen Versteigerungen in Unterthingau von 3.600 € absolut gerechtfertigt war.

Selektives Bieterverhalten

Mit über 160 verkauften Kühen und Jungkühen etabliert sich der Augustmarkt in Unterthingau als eine der größten Sommerauktionen in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, so konnten und können auch zukünftig viele große Kaufinteressenten begeistert werden. Am Markt wurde dieses Mal ein sehr selektives Bieterverhalten deutlich: Während für fehlerfreie, leistungsstarke Tiere sofort Höchstpreise geboten wurden, mussten Tiere mit geringer Leistung, Mängeln oder Ansagen zum Teil deutliche Preisabzüge hinnehmen.

An der Spitze rangierte eine Gruppe mit Zuschlagspreisen zwischen 2.800 € und 2.950 €. In Auftriebsreihenfolge: Aus dem Hause Ziegler aus Stiefenhofen sicherte sich ein Käufer aus dem Kreis Augsburg eine fehlerfreie, robotergewohnte Cadence- Tochter. Im Oberallgäu verbleibt eine kapitale Wespa- Tochter von Andreas Lingenhel aus Oberstaufen mit über 33 kg Tagesmilch. Gleich doppelt erfolgreich war die Lutzenberger GbR aus Jengen. Zunächst konnte eine Exver- Tochter nach Oberbayern verkauft werden, ehe sich Puschtravieh aus Südtirol eine Maryac- Tochter nicht entgehen ließ. Christian Spengler aus Bobingen präsentierte eine Barrett- Tochter im Auktionsring, die sich ein anwesender Milchviehhalter aus dem Ostallgäu sicherte. Mit überragenden 38 kg Tagesmilch überzeugte eine Fendi- Tochter der Schertich GbR aus Apfeldorf, die nach langem Wettstreit in den Kreis Landshut in Niederbayern verkauft werden konnte.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 1. September im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Der Anmeldeschluss ist Freitag, der 12. AUGUST 2022!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377 92880-0. Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Gelungener Hochsommermarkt in Unterthingau!

Zur 3. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 14. Juli 2022 konnten sieben Stiere, 21 Zuchtkälber, zwölf Mehrkalbskühe und 126 Jungkühe verkauft werden. Bei sommerlichen Temperaturen waren auch bei diesem Markt Kaufinteressenten aus allen Regionen Deutschlands angereist und die Nachfragesituation zeigte sich unverändert auf allerhöchstem Niveau. Der Markt konnte mit teils deutlichen Preissteigerungen in allen Kategorien erfolgreich abgeschlossen werden. Zusätzlich manifestiert sich der Marktstandort Unterthingau als größter Markt für biologisches Zuchtvieh in Deutschland.

Ruhiger Sommerstiermarkt  

Am Stiermarkt wurden fünf Brown- Swiss und zwei Holstein- Kandidaten an neue Besitzer verkauft, vier weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis kletterte auf gute 1.643 €. An der Spitze des Tages rangierte ein Vaselino- Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker, der von Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach im Ring vorgestellt wurde. Beste genomische Zuchtwerte und hervorragende Vorfahrensleistungen waren es, die einen Käufer aus dem heimischen Zuchtgebiet dazu bewogen, den Spitzenpreis von 1.950 € anzulegen. An preislich zweiter Stelle platzierte sich ein genetisch hornloser Vassri- Sohn aus der Zucht von Stefan Bainger aus Westerheim. Dieser Jungstier wurde gerade am Tag der Auktion ein Jahr alt und konnte wiederum neben genomischen Zuchtwerten auf Besamungsstierniveau mit Vorfahrensleistungen von rund 4 % Eiweiß glänzen. Er wurde im Kaufauftrag für einen treuen Kunden in Hessen ersteigert.

Am Kälbermarkt war das Angebot mit 21 Tieren sehr ordentlich. Das Vermarktungsteam hatte sich im Vorfeld um ein entsprechendes Angebot gekümmert. Anmeldezahlen auf diesem Niveau sind weiterhin wünschenswert. Von überwiegend hervorragenden Brown- Swiss- Kälbern geprägt, setzten sich zwei Kälber mit Geboten von knapp 600 € nochmals ab. Zunächst war dies eine Dejavu- Tochter von Franz Brugger aus Marktoberdorf mit knapp 11.000 kg Mutterleistung, die an einen Käufer aus dem Westallgäu ging und anschließend eine Jakarta- Tochter von Hubert Haller aus Weiler- Simmerberg, die sich eine selbst angereiste Familie aus NRW nicht entgehen ließ.

Starke Mehrkalbskühe erreichen Rekordschnitt

Nach dem vergangenen Markt mit eher schwächerer Qualität im Sektor der Mehrkalbskühe zeigte sich an diesem Tag, wie attraktiv die Vermarktung von älteren Kühen bei entsprechender Qualität ist. Elf der zwölf aufgetriebenen Kühe erreichten Steigpreise jenseits von 2.200 €, was zu einem absoluten Rekorddurchschnittspreis von 2.413 € führte. Jede der Kühe hätte eine Erwähnung verdient, stellvertretend ist die Prosperous- Tochter der Lutzenberger GbR aus Jengen zu nennen, die den Tageshöchstpreis der Kühe von 2.700 € erreichte und zukünftig im Landkreis Weilheim- Schongau gemolken wird. Bei den Jungkühen stieg der Durchschnittspreis auf knapp 2.200 € an, was auf die weiterhin hervorragende Nachfrage und das breite und große Angebot zurückzuführen ist, welches große Kunden aus sämtlichen Regionen anzog.

Deutschlands größtes Bioangebot prägt den Jungkuhmarkt!

Mit sechs Jungkühen, die die 3.000 €- Schallmauer durchbrachen, wurden die Vormärkte qualitätsbedingt in der Spitze deutlich übertroffen. Zwei Holstein und vier Brown- Swiss- Tiere reihten sich in dieser Kategorie ein. Dass der Markt in Unterthingau sowohl quantitativ als auch qualitativ führend in der Vermarktung von Biozuchttieren in Deutschland ist, konnte durch zwei Spitzentiere belegt werden, die zukünftig gemeinsam in einem Züchterstall in Hessen gemolken werden. Zunächst war Christian Sutter aus Stiefenhofen mit einer Jucator- Enkelin erfolgreich, die mit knapp 34 kg Tagesgemelk und hervorragendem Exterieur erste Maßstäbe setzen konnte und 3.000 € erlöste. Kurz vor Ende des Marktes schnellten die Gebote der „Biokäufer“ dann noch einmal in die Höhe: Denn einmal mehr stellte Christian Gebler aus Marktoberdorf eine exzellente Jungkuh mit gerade einmal 26 Monaten abgekalbt im Auktionsring vor. Diese Casanova- Tochter ließ im Exterieur keine Wünsche offen und überzeugte ebenfalls mit rund 30 kg Tagesgemelk und konnte für 3.250 € zugeschlagen werden. Gleich zweimal erfolgreich war Züchter Christian Zobel aus Betzigau. Zunächst stellte er eine schwarzbunte Minecraft Pp- Tochter mit 36 kg im Ring vor, die sich ein Kunde aus dem Landkreis Donau -Ries zum Zuschlagspreis von 3.150 € nicht entgehen ließ. Kurz darauf brachte eine sehr junge, leistungsstarke Sidence- Jungkuh, die in allen Belangen überzeugen konnte, 3.050 €. Sie wurde für eine Familie aus NRW verladen, die den Auktionsbesuch in einen Kurzurlaub einband. Zum Tageshöchstpreis von 3.400 € sicherte sich ein Kunde aus dem Ostallgäu die Lindell- Tochter mit 32 kg Tagesgemelk von Markus Gerle aus Untrasried. Diese sehr jung abgekalbte, hell gezeichnete Jungkuh überzeugte besonders mit sehr fester und drüsiger Euteraufhängung. Enorm rahmig und substanzvoll zeigte sich außerdem eine späte Payssli- Tochter der Riedle GbR aus Tiefenbruck, die neben ihrem eigenen überzeugenden Eindruck mit Vorfahrensleistungen von über 12.000 kg und gleichzeitig 4 % Eiweiß überzeugen konnte. Einem Kunden aus Südtirol war diese Ausnahmejungkuh 3.000 € wert.

Kaum noch erwähnenswert ist der Ablauf der Auktion der sich bereits nach den wenigen Märkten bestens eingespielt hat und für zufriedene Gesichter bei allen Verkäufern und Käufern führt, die einfach und unkompliziert Zuchttiere auf fairstem und höchstem Niveau vermarkten können. Die Vermarktung größerer Kollektionen ist in Unterthingau ebenfalls kein Problem mehr. Mit jeweils sieben verkauften Jungkühen stellten zu diesem Markt die Zuchtstätten Stefan Achberger aus Scheidegg und Georg Schedel aus Egg die größten Stückzahlen. Bei Fragen zur Organisation des Verkaufes von größeren Stückzahlen kontaktieren Sie gerne Ihre Außendienstmitarbeiter.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 4. August im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Bitte beachten: Der Anmeldeschluss für die erste Septemberauktion (1.9.) ist Freitag, der 12. AUGUST 2022!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377 92880-0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Marktbericht vom 23.06.2022 in Unterthingau

Nächster rasanter Marktverlauf in Unterthingau!

Zur 2. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 23. Juni 2022 konnten 13 Stiere, 15 Zuchtkälber, sechs Mehrkalbskühe und 118 Jungkühe verkauft werden. Vor wiederum vollen Rängen zeigte sich erneut die ungebrochen hohe Nachfrage nach weiblichen Zuchttieren, die am Ende des Marktes nicht gedeckt war.

Großes Angebot am Stiermarkt trifft auf ruhigere Nachfrage

Am Stiermarkt wurden neun Brown- Swiss und vier Holstein- Kandidaten an neue Besitzer verkauft, vier weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis ging nach den hervorragenden Ergebnissen der letzten Monate auf passable 1.573 € zurück. An der Spitze formierte sich ein Quartett bei Zuschlagspreisen von 1.700 € und mehr: Absoluter Preissieger des Tages wurde beim Zuschlagspreis von 1.850 € ein Sohn des französischen Jungstieres Naturel, der von der Bentele GbR in Grünkraut gezüchtet wurde und auf die Familie des international gefragten Besamungsstieres Antonov zurück geht. Aufzüchter Michael Albrecht aus Egg präsentierte diesen formalistisch einwandfreien Jungstier hervorragend im Ring, sodass sich der Bieterwettstreit erst spät zu Gunsten eines Züchters aus dem heimischen Zuchtgebiet senkte. An preislich zweiter Stelle reihte sich ein Cadura- Sohn von Michael Epp aus Lengenwang ein. Neben seiner tadellosen äußerlichen Erscheinung konnte er mit Mutter- und Großmutterleistungen von jeweils knapp 11.000 kg Milch bei höchsten Inhaltsstoffen überzeugen. Er verbleibt im Ostallgäu. Aufzüchter Hans Gross aus Lauben war mit einem von Georg Hummel aus Rosshaupten gezüchteten Django- Sohn aus einer Vanpari- Mutter mit über 4 % Eiweiß genauso erfolgreich wie die Lutzenberger GbR aus Jengen, die mit einem German Boy- Sohn den teuersten Holstein- Stier des Tages vorstellte.

Am Kälbermarkt war das Angebot mit 15 Tieren ordentlich.  Drei Holstein, 2 Fleckvieh und 10 Brown Swiss- Zuchtkälber konnten zu ordentlichen 358 € im Durchschnitt an neue Besitzer vermittelt werden. Die breite Preisspanne von 160 € - 520 € zeigt, dass die Kaufinteressenten ein sehr selektives Bietverhalten an den Tag legten. Während fehlerfreie Kälber mit guten Leistungsinformationen schnell höchste Gebote erhielten, mussten Kälber speziell aus Jungkühen mit schwächerem ersten Probemelken zu Mindestgeboten abgegeben werden.   Den Tageshöchstpreis von 520 € erzielte eine Pisco- Tochter von Reinhard Rauch aus Kraftisried. Dieses bestens entwickelte Kalb verbleibt im Zuchtgebiet.

Nachfrage am weiblichen Großviehmarkt kann nicht gedeckt werden

Nach dem hervorragenden, riesigen ersten Markt reduzierte sich das Angebot deutlich auf 125 frisch abgekalbte Kühe und Jungkühe. Wahrscheinlich auch durch die Hitze der vergangenen Tage kam es kurzfristig zu einigen Ausfällen. Für die nächsten Märkte hofft das Vermarktungsteam wieder auf einen größeren Auftrieb, da die Nachfrage aus allen Richtungen unverändert gut ist. Bei den Mehrkalbskühen resultierte das hervorragende Ergebnis von durchschnittlich 2.092 € aus der sehr ansprechenden Qualität der aufgetriebenen Kollektion, sodass festzuhalten ist, dass auch die Vermarktung von Mehrkalbskühen sehr attraktiv ist. Bei den Jungkühen ging der Durchschnittspreis auf konstant hohem Niveau leicht zurück auf 2.169 €. Dieser leichte Rückgang ist jedoch in erster Linie auf die schwächere Qualität zurückzuführen, die insgesamt nicht an den sehr guten Vormarkt heranreichen konnte.

Spitzentiere zu Spitzenpreisen!

Wie beim Vormarkt war es wiederum je eine Holstein- und eine Brown Swiss- Jungkuh, die die Schallmauer von 3.000 € durchbrachen. An der Spitzen dieses Mal eine rotbunte Vertreterin: Diese Akim- Tochter zog alle Augen auf sich und wurde mit 3.300 € die verdiente Preissiegerin des Tages. Speziell ihr langes, fest aufgehängtes Voreuter und ihr breites, optimal geneigtes Becken waren neben bester Leistung und Melkbarkeit die Glanzpunkte für einen Käufer vom Ammersee. Nicht weniger unverdient reihte sich mit 3.000 € auf dem preislich zweiten Rang eine Seasidebloom- Tochter des Biobetriebes von Christian Gebler aus Marktoberdorf im Spitzenfeld ein. Diese robotergewohnte Jungkuh wird ihre 31 kg Tagesgemelk zukünftig auf einem hessischen Zuchtbetrieb produzieren. Weitere neun Jungkühe erzielten 2.750 € und mehr, in Katalogreihenfolge: Beste Produktion (36 kg) und starkes Exterieur zeichnen die Brekan- Tochter von Narziss Wenz aus Bolsterlang aus, die ins Ostallgäu wechselt. Eine weitere Vollmilch- Tochter präsentierte Erwin Ettensperger aus Sulzberg, die mit ihrem mittleren Rahmen, bestem Fundament und herausragendem Euter alle Anforderungen erfüllte und für einen Holsteinzuchtbetrieb in NRW ersteigert werden konnte. Für einen Südtiroler Stammkunden konnte die Jukola- Tochter von Stefanie Steidle aus Durach verladen werden, die mit weit über 32 kg Milch, guter Melkbarkeit und tadellosem Exterieur ebenfalls keine Wünsche offenließ. Kurz darauf war einmal mehr Züchter Christian Egger aus Greggenhofen mit einer späten Vasir- Tochter im Ring erfolgreich, die sich ein italienischer Großkunde sicherte. Eine der ersten Canyon- Töchter stellte Christoph Hauber aus Altstädten zum Verkauf vor. Bestens entwickelt und mit Qualitätseuter ausgestattet, schnellten auch hier die Gebote in die Höhe und den Zuschlag sicherte sich die Puschtravieh OHG aus Südtirol. Gleich doppelt erfolgreich war diesmal die Hailand GbR aus Aitrang. Zunächst konnte eine leistungsstarke Fleckvieh- Jungkuh von Sehrgut für 2.900 € an einen Weilheimer Zuchtbetrieb verkauft werden, kurz darauf ließ sich der italienische Großkunde die in allen Belangen überzeugende Vintage- Tochter mit über 31 kg Milch nicht entgehen. Komplettiert wird das Spitzenfeld von einer schwarzbunten- und einer Kreuzungsjungkuh: Christian Spengler aus Bobingen präsentierte eine leistungsstarke Zekon- Tochter, die am Abend ebenfalls nach Italien verladen werden konnte, ehe Michael Albrecht aus Egg erneut mit einer substanzvollen Wobbler- Tochter erfolgreich den Ring verließ.

Insgesamt zeigte sich auch am weiblichen Großviehmarkt ein selektives Käuferverhalten. Für jegliche Qualität, Leistung und Rasse zeigte sich jedoch, dass großes Käuferinteresse am Marktstandort Unterthingau vorhanden ist.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 14. Juli im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Feuertaufe in Unterthingau!

Zur 1. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 2. Juni 2022 konnten zwölf Stiere, 17 Zuchtkälber, 15 Mehrkalbskühe und 166 Jungkühe verkauft werden. Die enorme Nachfrage aus dem heimischen Zuchtgebiet und allen umliegenden Regionen Deutschlands und Europas sorgte dafür, dass der Markt zu besten Durchschnittspreisen komplett geräumt werden konnte. Vor, bis auf den letzten Platz, gefüllten Rängen, konnte am Jungkuhmarkt durch die hervorragende Qualität mit 2.224 € gleich zu Beginn der Vermarktungshistorie in Unterthingau ein grandioses Ergebnis erzielt werden. Vergleiche zum vorherigen Markt entfallen in diesem Auktionsbericht, da die Differenzen des aktuellen Marktes in Bezug zu den Vormärkten in Kempten oder Buchloe nicht repräsentativ wären.

Gute Nachfrage am Stiermarkt!

Am Stiermarkt wurden acht Brown- Swiss und vier Holstein- Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Alle Stiere konnten zu einem sehr hohen Durchschnittspreis von 1.871 € an neue Besitzer zugeschlagen werden. An der Spitze konnte aus beiden Rasseblöcken je ein Stier die 2.000 €- Marke erreichen bzw. überschreiten. Zum Tageshöchstpreis von 2.100 € konnte ein Jackman- Sohn aus der Zucht der Ostenried KG aus Leinau an einen Zuchtbetrieb im Ostallgäu verkauft werden. Dieser rahmige, extrem schwere Stier überzeugte neben seiner imposanten Erscheinung mit hervorragenden Vorfahrensleistungen und Bewertungen bei Mutter und Großmutter, die sich bei durchschnittlich 11.000 kg Milch und gleichzeitig über 3,85 % Eiweiß befinden. Zusätzlich mit der gewünschten Kasein Kombination BB und A2A2, die Brown Swiss auszeichnet, ausgestattet, fiel der Hammer erst nach langem und spannenden Bieterduell. An preislich zweiter Stelle rangiert ein sehr interessanter schwarzbunter Vertreter. Gezüchtet von der Boxler GbR aus Ottobeuren konnte der Fortnite- Sohn mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von gRZG 150 viele Blicke auf sich ziehen. Dieser junge Stier geht über Casino und Superhero zurück auf die international bekannte E- Familie des Zuchtbetriebes Reinermann Holsteins, aus der schon etliche Stiere den Weg an Besamungsstationen fanden, wie auch der Vollbruder des vorgestellten Kandidaten. Ein Käufer aus dem Landkreis Mindelheim sicherte sich den Zuschlag beim Steigpreis von 2.000 €.

Am Kälbermarkt war das Angebot mit fast 20 Tieren erfreulicherweise recht umfangreich.  Ein Holstein und 16 Brown Swiss- Zuchtkälber konnten zu sehr guten 412 € im Durchschnitt neue Besitzer finden. Den Tageshöchstpreis von 660 € erzielte eine Vorstand- Tochter von Anton Maucher aus Pfaffenhausen. Dieses bestens entwickelte Kalb konnte die Kaufinteressenten mit einer Erstlaktation der Mutter von knapp 11.000 kg überzeugen und verbleibt im Zuchtgebiet.

Weiblicher Großviehmarkt setzt erste Maßstäbe

Dass zu der ersten Sommerauktion in Unterthingau über 180 Kühe und Jungkühe aufgetrieben werden, konnte in dieser Form so lange nicht erwartet werden. Die Durchschnittspreise von 2.224 € bei den Jungkühen und 1.871 € bei den Mehrkalbskühen bestätigten jedoch alle Voraussagen zu positiven Effekten des neuen Vermarktungszentrums in Unterthingau, dem Verbandszusammenschluss und großen Auftriebszahlen auch in den Sommermonaten. Nur so konnten etliche Großkunden aus Italien, Südtirol, Belgien, Luxemburg und Norddeutschland begeistert werden, die größtenteils auch persönlich vor Ort anwesend waren. Die freilaufende Vermarktung von Zuchttieren im neuen System konnte sich ebenfalls zum ersten Mal bewähren und stieß auf positive Resonanz. Kein einziger Verkäufer nutzte die Möglichkeit sein Tier am Halfter vorzuführen oder selbst im Auktionsring zu präsentieren. Für die Kaufinteressenten tat sich ein bester Blick auf die Verkaufstiere auf und alle Stärken der Tiere kamen durch die natürliche Präsentation bestens zur Geltung. Die qualitativ sehr ansprechenden 166 Jungkühe setzten sich aus 105 Brown- Swiss-, 3 Fleckvieh- und 57 Holstein und Kreuzungstieren zusammen, die durch Rassen gemischt, nach Alter gereiht versteigert wurden.

Nach der Versteigerung der Stiere machten 15 Mehrkalbskühe den Anfang. Hier pendelte sich der Schnittpreis bei qualitativ passenden 1.817 € ein. An der Spitze rangierte hier eine Wobbler- Tochter von Michael Albrecht aus Egg, die nach ihrer zweiten Kalbung mit einer Einsatzleistung von 40 kg begeistern konnte. Sie wird zukünftig im Ostallgäu gemolken wird.

Hervorragende Qualität an der Spitze

Analog zum Stiermarkt konnten sich auch am Jungkuhmarkt je eine schwarzbunte und eine braune Jungkuh mit Geboten von 3.000 € bzw. 3.050 € nochmals abheben. Den Tageshöchstpreis erzielte dieses Mal dann die schwarzbunte Vertreterin. Hierbei handelte es sich um eine euterstarke und besonders hochleistende Rodger- Tochter von Michael Hager aus Berg. Diese tiefschwarze Jungkuh beeindruckte die Kaufinteressenten mit einer Tagesmilchproduktion von weit über 41 kg, die aus einem drüsigen und hoch aufgehängten Euter mit bester Strichverteilung ermolken werden. Der Zuschlag fiel hier zu Gunsten eines Käufers aus dem Ostallgäu. An preislich zweiter Stelle folgte eine Vintage- Tochter des Biobetriebes von Christian Gebler aus Marktoberdorf. Diese rahmige, leistungsstarke und robotergewohnte Jungkuh bewegte sich auf einem tadellosen Fundament und ließ den Hammer des Auktionators Josef Hefele erst nach langem und spannenden Bieterwettstreit zu Gunsten eines Käufers aus dem Landkreis Rosenheim fallen. Weitere sechs hervorragende Tiere erreichten Zuschlagspreise zwischen 2.800 und 3.000 €. Erfolgreich waren hier in Auftriebsreihenfolge: Einmal mehr die Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen mit einer Anis- Tochter, die die Puschtravieh OHG ersteigerte. Mit einer Blooming- Enkelin eine weitere sehr starke Bio- Jungkuh präsentierte Richard Schindele aus Unterthingau, die im Kaufauftrag an einen hessischen Züchter ging. Hervorragend vorbereitet konnte sich ebenfalls eine Alasko- Tochter von Thomas Lang aus Betzigau im Spitzenfeld positionieren. Mit 37 kg Milch und bestem Euter trat sie am Abend die Reise nach Südtirol an. Begleitet wird sie von einer funktionellen und euterstarken Vasary- Tochter mit weit über 36 kg Milch von Stefan Schmid aus Baisweil. Mit einer genetisch hornlosen, rotbunten Jungkuh aus Bullenmutterfamilie war Michael Haußer aus Jengen erfolgreich, die zukünftig im Kreis Weilheim- Schongau gemolken wird. Wiederum rotbunt war eine Summertime- Tochter von Christian Spengler aus Bobingen, die mit über 31 kg Milch in den Landkreis Augsburg wechselt. Das Trio von starken rotbunten Jungkühen komplett macht die genetisch hornlose Norway- Tochter von Jürgen Mang aus Breitenbrunn, die sich ein Kunde im Ostallgäu nicht entgehen ließ. Nochmals genetisch hornlos und mit einer überragenden Tagesmilchmenge von 44 kg ausgestattet, überzeugte eine schaufertig im Ring präsentierte Adlon P- Tochter der Lutzenberger GbR aus Jengen, die sich die Puschtravieh OHG aus Südtirol nicht entgehen ließ. Dass auch Brown- Swiss sehr jung abgekalbt eine beste Entwicklung und hervorragende Einsatzleistungen vorweisen kann, untermauerte einmal mehr Josef Zwießler aus Opfenbach, der eine Shotgun- Tochter zur Vermarktung vorstellte, die für einen Kunden in Luxemburg ersteigert werden konnte. Mit einer hell gezeichneten Hanwag- Tochter war die Burkhart GbR aus Betzigau ganz am Ende der Versteigerung erfolgreich. Sie zeigte ein sehr drüsiges, fest aufgehängtes Euter, welches vorne lang und flach in die Bauchdecke überging und hinten breit und hoch angesetzt war. Insgesamt kosteten 138 Jungkühe und damit über 83 % aller Jungkühe 2.000 € und mehr.

Resümierend kann somit festgehalten werden, dass die Premiere im neu erbauten Gelände in Unterthingau absolut gelungen ist. Feinheiten und Potenzial bei den Abläufen werden natürlich bei den kommenden Märkten Stück für Stück optimiert werden.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 23. Juni im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Time to say goodbye!

Zur 2243. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, gleichzeitig der letzten am Marktstandort in Kempten, am Donnerstag, den 12. Mai 2022 konnten sechs Stiere, fünf Zuchtkälber, drei Mehrkalbskühe und 101 Jungkühe verkauft werden. Am Jungkuhmarkt konnte durch die weiterhin hohe Nachfrage und die ordentliche Qualität mit 2.091 € der zweithöchste Durchschnittspreis der Geschichte erreicht werden.

Spitzenstier zum Spitzenpreis!

Am Stiermarkt wurden acht Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu einem leicht gestiegenen Durchschnittspreis von 1.560 € konnten sechs Stiere einen Käufer finden. Zum absoluten Spitzenpreis von 2.350 € konnte ein Barca- Sohn aus der Zucht von Michael Denz aus Oberstaufen verkauft werden. Dieser junge Stier punktete neben seiner exclusiven Väterfolge, viel Körperbreite/ –tiefe und glasklarem Fundament, speziell mit einer renommierten, schauerfahrenen Kuhfamilie im Hintergrund. Seine Mutter, die Durham- Tochter Beverly EX 91 konnte im vergangenen Jahr einen Siegertitel bei der German Dairy Show digital einfahren und besticht neben ihrem sagenhaften Exterieur mit einer durchschnittlichen Leistung von weit über 11.000 kg Milch bei rund 4,4% Fett und 3,65% Eiweiß. Weidegewohnt und deckerfahren wird der Stier seinen weiteren Deckeinsatz im südlichen Oberallgäu absolvieren.

Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal nochmals kleiner. Lediglich fünf Kälber, die ausnahmslos aus Jungkühen stammten, konnten im Mittel zu sehr guten 376 € an Käufer vermittelt werden. Für die Sommermonate muss die Auftriebszahl hier deutlich steigen, um einen attraktiven Markt zu gewährleisten. Die Mitgliedsbetriebe sind hier aufgerufen, interessante Zuchtkälber zur Vermarktung anzumelden. Bei Fragen kontaktieren Sie auch gerne Ihre Außendienstmitarbeiter.

Jungkuhmarkt weiterhin furios

Auch zur Maiauktion war die allgemeine Marktsituation unverändert: Die Milchpreise steigen weiter, die Schlachtpreise sind stabil auf hohem Niveau und die nationalen und internationalen Zuchtviehmärkte befinden sich konstant im Höhenflug. So konnte sich die letzte Zuchtviehversteigerung in der Kemptener Allgäuhalle mit einem Durchschnittspreis von 2.091 € bei den Jungkühen als zweitteuerster Markt der vergangenen Jahrzehnte in die Geschichtsbücher eintragen. Insgesamt konnte der Markt qualitativ in der Spitze und Breite nicht ganz an das außergewöhnliche Niveau der vorherigen Rekordauktion heranreichen, befand sich dennoch auf sehr ordentlichem Niveau. Auffällig war leider die wiederum deutlich höhere Ausfallquote im Vergleich zu den Vorauktionen. Hier gilt die Bitte, angemeldete Tiere möglichst auch zum Verkauf vorzustellen. Ab der nächsten Auktion bietet das neue Vermarktungszentrum in Unterthingau die noch bessere Möglichkeit bei knapper Zeit, Tiere lediglich zur Halle zu bringen und durch das Personal betreuen zu lassen. Nur ein großes und breites Angebot über alle Rassen bietet die nötige Attraktivität für Kaufinteressenten und besonders Großkunden, die für die positive Marktgestaltung unabdingbar sind.

Die drei aufgetriebenen Mehrkalbskühe konnten mit durchschnittlich 2.300 € ebenfalls enorm überzeugen. An der Spitze rangierte hier eine massive Juleng- Tochter vom Biobetrieb Ludwig Kugler aus Görisried, die mit beeindruckenden 36,5 kg Milch 2.800 € im Zuschlag erreichte. Auch in diesem Sektor ist ein größerer Auftrieb wünschenswert.

„Die Letzten werden die Ersten sein“

„Jetzt betritt die letzte Jungkuh von Zehntausenden den Kemptener Auktionsring- etwas Wehmut ist schon dabei“ – Mit diesem Satz moderierte Auktionator Josef Hefele die letzte Jungkuh des Tages und der Geschichte der Kemptener Allgäuhalle an. Exakt diese erreichte dann nach packendem Bieterduell auch den Tageshöchstpreis von 3.150 €. Dass sie vom größten Beschicker der verganenen Jahrzehnte, Narziss Wenz aus Bolsterlang vorgestellt wurde, passte ins Bild. Diese kurz gekalbte F1- Kreuzung konnte bereits knapp 30 kg Tagesmilch und ein fehlerfreies Exterieur mit besonders breitem Becken und starkem Körper vorweisen. Abgerundet wurde das Gesamtbild dadurch, dass sich den Zuschlag mit der Puschtravieh OHG aus Südtirol ein langjähriger und treuer Stammkunde sicherte. Auch die preislich zweitplatzierte Jungkuh des Tages, eine Harrison- Tochter aus der Zucht von Florian Hierl aus Immenstadt mit knapp 33 kg Milch, bestem Euter und hervorragendem Fundament ging für 3.100 € an die Familie Steiner aus Südtirol. Mit 2.900 € an preislich dritter Stelle folgte eine Wizdom- Tochter aus schaubewährter Kuhfamilie von Markus Tannheimer aus Buchenberg, die weit über 32 kg Milch zukünftig im südlichen Oberallgäu produzieren wird. Dicht darauf folgten zwei hervorragende Brown- Swiss Jungkühe von zwei an diesem Tage marktbestimmenden Beschickern, die wiederum von der Puschtravieh OHG ersteigert wurden. Zunächst kostete das Highlight der größten Betriebskollektion des Tages von Georg Schedel aus Egg, die aus neun Tieren bestand, eine Vartan- Tochter mit über 32 kg Milch, bester Melkbarkeit und ausgezeichnetem Exterieur, 2.800 €. Kurz darauf folgte aus der zweitgrößten und teuersten Kollektion des Tages, die aus sieben Tieren bestand und von Narziss Wenz aus Bolsterlang hervorragend im Ring präsentiert wurde, eine Hobbit- Enkelin mit über 31 kg Milch bei der sich der Hammer des Auktionators erst bei 2.750 € senkte. Ebenfalls 2.750 € kostete die teuerste Holsteinjungkuh des Tages: Genau zweijährig abgekalbt, produzierte die rahmige Chief- Tochter von Michael Hager aus Berg bereits knapp 36 kg Milch und glänzte mit einem breiten, langen und sehr lebendigen Euter. Sie wird zukünftig im östlichen Baden- Württemberg gemolken.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 2. Juni im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Vorher findet bereits der Tag der offenen Tür am 29. Mai statt!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).

Marktbericht vom 27.04.2022 Schwabenhalle Buchloe

Nachfrageboom führt zu absolutem Preisrekord

Lange lag es in der Zukunft und nun ist es bereits Vergangenheit: der letzte Zuchtviehmarkt in der 1984 neu erbauten Schwabenhalle in Buchloe. Viele ehemalige Zuchtakteure, aktive Züchter und natürlich auch zahlreiche Kaufinteressenten kamen in die Schwabenhalle um dieses Ereignis live zu verfolgen. Und es war in der Tat ein historischer Markt mit einem absoluten Preisrekord nach heftigen Bietduellen. Die Käufer aus Südtirol, Oberbayern, Niederbayern und Franken boten entschlossen und erwarben 61 % des Großviehs. Doch auch die Schwaben hielten gut dagegen, sodass mancher Kaufinteressent leer ausging. Leider war das Angebot etwas geringer als beim letzten Markt: von 136 gemeldeten Tieren wurden 75 aufgetrieben und verkauft. Das leistungsstarke Angebot bestand aus ¼ Brown Swiss, 2/3 Deutsche Holstein und der Rest aus Kreuzungen.

Die 10 angebotenen Kälber aller Rassen wechselten schnell zu angemessenen Preisen die Besitzer.

Die Preisspitze von 340.-€ zeigte sich bei einem Rotbunten Pace Red Kalb und bei einer Schwarzbunten Solomon Tochter. Der Durchschnittspreis lag knapp unter 300.-€.

Von den 2 Braunviehbullen erhielt gleich der erste, ein korrekter Vassri Sohn mit einem GZW von 133

von Johann Ellenrieder aus Kirchheim, das höchste Gebot von 2.400.-€. Mit 2.350.-€ nur knapp darunter lag ein gut entwickelter mischerbig hornloser Schwarzbunter Sam Red P Sohn von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen. Für alle Bullen errechnete sich ein Durchschnittspreis von 1.850.-€ und lag damit auf dem Niveau des letzten Marktes.

Kühe teurer als Jungkühe

Nach diesem gelungenen Start zeigten die 4 angebotenen Zweitkalbskühe mit einem Durchschnittsgemelk von 45 kg ( 40,1 – 50,0 ) wozu sie in der Lage sind. Mittlerweile sind die Käufer von diesen hervorragenden Kühen so begeistert, dass diese einen höheren Durchschnittspreis ( +46.-€ ) erzielten als die Jungkühe. Die Preisspitze lag gleich zweimal bei 2.400.-€. Eine ging nach Südtirol und eine blieb in Schwaben. Beide Kühe stellte der Zuchtbetrieb Martin und Tatjana Lang aus Wielenbach, der ein stetiger Marktbeschicker mit besten Zweitkalbskühen ist.

8 Spitzentiere erhielten Gebote zwischen 2.500.-€ und 3.400.-€

Das gemischtrassige Versteigern ist mittlerweile schon Routine und bringt noch mehr Spannung und Lebendigkeit in den Marktverlauf. Die 52 aufgetriebenen Jungkühe lagen mit 31,4 kg ( 19,0 – 44,1 kg ) Durchschnittsgemelk auf einem höheren Niveau als beim letzten Markt. Bisher waren die Stückzahlen mit Preisen über 2.000.-€ erwähnenswert, doch diesmal haben sich die Verhältnisse geändert: nur 5 Tiere wechselten zu Preisen unter 2.000.-€ den Besitzer. Ansonsten gewöhnten sich die Käufer schnell an das neue Preisniveau und boten locker im Bereich zwischen 2.000.-€ und 2.500.- €. Das führte bei einem Preissprung von +424.-€ zur Märzauktion zu einem Durchschnittspreis von 2.267.-€.

Von den 8 „auserlesenen“ ging die teuerste Biojungkuh (BS), eine leistungsstarke Jero Tochter von Richard Schindele aus Unterthingau, für 2.500.-€ nach Böbing. Eine Gywer Tochter ging nach Südtirol und 4 weitere Deutsche Holsteins ließen sich die schwäbischen Züchter nicht entgehen.

Mit Katalognummer 80, einer rahmigen euterstarken Subzero Tochter von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen, die für ihre 34 kg ein Gebot von 2.850.-€ erhielt, glaubten viele, dass das der Höhepunkt sei. Doch kurz vor Schluß kam die Überraschung mit Katnr. 124, eine sehr gut entwickelte Canyon ( Brown Swiss) Tochter von der Schwayer GbR aus Lauchdorf. Mit einem Erstkalbealter unter 2 Jahren zeigte sie eine hervorragende Entwicklung. Aus ihrem drüsigen Euter kommen jeden Tag 31,5 kg – kurz abgekalbt sahen die Käufer noch ein großes Entwicklungs-potiental. Bei heißem Bietduell ließ sich ein Buchloer Züchter diesen „Leckerbissen“ nicht nach Südtirol entwischen und war froh als er bei 3.400.- den Zuschlag erhielt. Zum Abschluß der Auktion wurde noch der langjährige Marktbeschicker Norbert Leinsle aus Türkheim für seine junge ( EKA 23 Mo ) schicke Gyros Tochter mit 36 kg Tagesleistung mit einem Gebot von 2.850.--€ belohnt.

Nicht nur für Buchloe war dies der letzte Viehmarkt, sondern auch für den langjährigen Auktionator

Josef Keller. Er versucht seine neue Herausforderung – Ruhestand – zu meistern.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt von ProRind findet am 12. Mai in Kempten statt. Für den 2. Juni ist die erste Auktion in Unterthingau geplant. Anmeldungen, Kaufaufträge und Informationen unter www.prorind.de oder Tel. 0831-522 44 0. Für Beratung oder Vermittlung ab Stall stehen ihnen die Aussendienstmitarbeiter stets zur Verfügung:

Werner Schmid, 01511 6772039, Alexander Kuppel 0163 2437196 und Maximilian Meßner 01578 0530951 für Schwaben, Hubert Rupp 0163 8310087 für Nordbayern und Bonaventura Lohner 0163 8310088 für Ober-/ Niederbayern.

Nicht vergessen: 29.Mai Tag der offenen Tür im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau

Josef. Keller

 

Nächster Rekordtag in der Allgäuhalle!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 22. April 2022 konnten elf Stiere, zwölf Zuchtkälber, eine Mehrkalbskuh, 141 Jungkühe und beim anschließenden Jungviehmarkt acht Kalbinnen und 91 Jungrinder verkauft werden. Durch die wiederum hervorragende Qualität am Jungkuhmarkt und große regionale und überregionale Nachfrage wurde der Rekord der vergangenen Auktion nochmals deutlich auf 2.206 € übertroffen. Auch am Jungviehmarkt konnte mit 977 € im Schnitt ein Rekord erzielt werden, der deutlich unter Beweis stellt, wie wenig Zuchtvieh auf dem Markt ist und wie groß die Nachfrage nach hochwertigen Brown Swiss. Zuchttieren national und international ist.

Spitzenstier überstrahlt das Angebot

Am Stiermarkt wurden elf Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu zufriedenstellenden 1.526 € im Durchschnitt konnten alle Stiere verkauft werden und der Markt somit vollständig geräumt werden. Ein ganz besonderer Kandidat überstrahlte dabei das gesamte Marktgeschehen: Mit Katalognummer 4 betrat an diesem Tag ein junger Piano- Sohn den gut gefüllten Auktionsring. Mit hervorragendem Körper, Becken und besten Fundamenten ausgestattet, fiel er bereits bei der Körung auf und nun zog er alle Blicke auf sich und ließ die Gebote flott in die Höhe schnellen. Nach langem, spannenden Bieterduell senkte sich der Hammer des Auktionators Josef Hefele schließlich bei beeindruckenden 2.950 € zu Gunsten eines langjährigen Stammkunden aus Belgien. Für Züchter Richard Göhl aus Rettenberg ein besonderer Anlass zur Freude. Er hatte den Stier aus der Jukebox- Tochter Katja, die sich mit einer herausragenden Durchschnittsleistung von kanpp 10.000 kg bei gleichzeitig 4,2 % Fett und über 3,8 % Eiweiß aufgezogen. Auch die Großmutterleistung der Huray- Tochter Klarisa mit über 11.000 kg konnte überzeugen. Das komplette Bild rundete das genomische Profil des Stieres ab: Mit guten 127 gGZW, überdurchschnittlicher Milchmenge, neutralen Inhaltsstoffen, fehlerfreien Gesundheits- und Exterieurwerten und den gewünschten Faktoren Kappa Kasein BB und Beta Kasein A2A2 blieben keine Wünsche offen.  Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal wieder kleiner, die Qualität der aufgetriebenen Kälber konnte nicht ganz an das der hervorragenden Vormärkte heranreichen, sodass sich das hohe Preisniveau auf 323 € reduzierte. Alle Kälber verbleiben bei Aufzuchtbetrieben im Zuchtgebiet.

Beste Qualität und hohe Nachfrage führen in neue Preissphäre

Die Vorzeichen dieser Aprilauktion ließen einen rasanten Marktverlauf erwarten, der jedoch alle Erwartungen nochmals übertreffen konnte. Hohe Durchschnittspreise bei Auktionen in Norddeutschland und Österreich sowie weiter steigende Milchpreise und stabile Schlachtpreise geben im aktuellen Marktgeschehen den Ton an. In der Allgäuhalle fanden sich mehrere einheimische Kunden, sowie Großkunden aus Belgien, Norddeutschland und Italien ein, die zügig ihre Gebote abgaben und somit zu einem sensationellen Durchschnittspreis von 2.206 € führten, der wiederum jedoch nur aufgrund der hervorragenden Qualität der Brown- Swiss-, Fleckvieh- und Holsteintiere in der Breite zustande kommen konnte. 101 und damit über 70 % der Tiere kosteten über 2.000 bzw. 3.000 € im Zuschlag. Immer auffallender werden die verbesserte Vorbereitung und Präsentation der Tiere z.B. durch Scheren (speziell der Euter), das sich monetär absolut auszahlt. Für die weitere Preisentwicklung in den kommenden Monaten wird es entscheidend sein, dass das Angebot auch in den nahenden Sommermonaten stabil und möglichst groß bleibt, denn nur ein breites Angebot bietet die nötige Attraktivität für Kaufinteressenten.

Hervorragende Jungkühe an der Spitze kosten mehrfach über 3.000 €

Bereits am Morgen konnten sich mehrere Tiere an der Spitze des Angebotes formieren, die sich mit besten Einsatzleistungen und beeindruckendem Exterieur auszeichneten. Die 3.000 €- Grenze konnten die folgenden fünf Tiere (in Katalogreihenfolge) durchbrechen: Genau 3.000 € erreichte die teuerste Bio- Jungkuh des Tages: Eine Seasidebloom- Tochter von Bernhard Martin aus Kaufbeuren verbleibt im Ostallgäu. Eine Calvin- Tochter, die speziell im Exterieurbereich mit enormem Typ und Kaliber überzeugen konnte, stellte die Ostenried KG aus Pforzen im Auktionsring vor. Einem Käufer aus dem Oberallgäu war diese Kuh 3.300 € wert. Begleitet wird sie von einer Kuh, die neben 31,5 kg Tagesgemelk, bestem Euter und Typ, eine mehrfach ausgezeichnete Kuhfamilie im Hintergrund vorweisen kann. Die Rede ist hierbei von einer Bosephus- Tochter aus der Zucht von Michael Denz aus Oberstaufen, bei der sich der Hammer erst bei 3.500 € Steigpreis senkte. Aus der Zucht von Walter Allgaier stellte Donat Hindelang aus Greggenhofen eine großrahmige Brownstar- Tochter vor. Neben ihrem enormen Kaliber, bester Melkbarkeit und besonders langem Voreuter überzeugten weit über 34 kg Milch einen Käufer aus Belgien 3.100 € anzulegen. Das Quartett wird durch die Kuh zum Tageshöchstpreis vervollständigt: Mit 3.650 € handelt es hierbei um eine ebenfalls enorm rahmige, milchtypische Cadence- Tochter aus der Zuchtstätte Ziegler, Stiefenhofen. Ihr hervorragendes Euter und über 32 kg Milch sorgten dafür, dass sich ein spannendes Bieterduell erst spät zu Gunsten eines Züchters aus dem Oberallgäu entschied.

Auch hervorragende Qualität am Jungviehmarkt wird mit Höchstpreisen honoriert

Zum letzten traditionellen Frühjahresjungrindermarkt in Kempten wurden im Vorfeld mehrere Züchter durch das Vermarktungsteam motiviert, qualitativ hochwertige Tiere anzumelden und zum Verkauf vorzustellen. Mit Erfolg! Viele Aufzuchtbetriebe, vor allem aus dem südlichen Teil des Zuchtgebietes, sowie einige zuchtbegeisterte Kunden aus Norddeutschland und den bereits erwähnten angrenzenden Ländern wollten die Chance nutzen, um ihre Jungviehbestände für die Weidesaison zu ergänzen. Viele Tiere und Züchter hätten es an dieser Stelle verdient, erwähnt zu werden, drei Tiere hoben sich mit Geboten jenseits von 1.500 € jedoch nochmals leicht ab: In Katalogreihenfolge: Eine jährige Django- Tochter von Gerhard Schmid aus Apfeltrang überzeugte mit ihrer Feinheit, Eleganz und hervorragender Euteranlage und konnte für einen Stammkunden aus Niedersachsen ersteigert werden. Doppelt erfolgreich war die Zuchtstätte Schedel aus Egg: Eine leistungsstarke Aquin- Tochter wechselt ins Ostallgäu, eine sowohl im Exterieur als auch in den Vorfahrensleistungen herausstechende Optimal- Tochter konnte am Nachmittag ebenfalls nach Niedersachsen verladen werden. Ein exklusives Angebot hielt mit Katalognummer 375 noch die in allen Belangen überzeugende, stärkste Kalbin des Tages bereit. Mit eindrucksvoller Behornung schritt eine bestens entwickelte Alpsee- Tochter durch den Auktionsring, die für einen Aufzuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu zum Spitzenpreis von 1.760 € gekauft werden konnte. Dieser Markt stellte einmal mehr unter Beweis, dass die Vermarktung über den Rinderzuchtverband ProRind für alle Produkte und in allen Belangen und Kategorien beste Chancen und Möglichkeiten bietet.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 12. Mai in Kempten statt. Bereits jetzt möchten wir außerdem auf den Tag der offenen Tür am 29. Mai im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau hinweisen. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 01638310087, Maximilian Messner 015780530951, Bonaventura Lohner 01638310088.

Marktbericht vom 31.03.2022 in Kempten

Historischer Markt in Kempten – Durchschnittspreis über 2.000 €!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 31. März 2022 konnten neun Stiere, 19 Zuchtkälber, vier Mehrkalbskühe und 144 Jungkühe verkauft werden. Durch die hervorragende Qualität am Jungkuhmarkt konnte ein Allzeitrekord von 2.022 € erreicht werden und somit zum ersten Mal in der Geschichte die Schallgrenze von 2.000 € durchbrochen werden.

Stiermarkt weiter im Aufwind – Zuchtkälber gut nachgefragt

Am Stiermarkt wurden 13 Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu deutlich gestiegenen 1.730 € im Durchschnitt konnten neun Stiere gut verkauft werden. Ein Duo setzte sich an diesem Tag deutlich ab: Zum einen präsentierte Thomas Fleschutz aus Günzach einen starken Veles Pp- Sohn, der einmal mehr bewies wie gefragt genetisch hornlose Deckstiere bei passender Qualität aktuell sind. Nach langem, packenden Bieterduell sicherte sich ein Kunde aus dem Ostallgäu den Zuschlag beim Tageshöchstpreis von 2.100 €. Dicht darauf folgte ein sehr gut entwickelter, ausgeglichener Vassido- Sohn von Thomas Egger aus Obergünzburg, der für starke 2.000 € nach Schleswig- Holstein verladen werden konnte. Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal erfreulicherweise wieder größer, die Qualität der aufgetriebenen Kälber konnte überwiegend überzeugen, sodass sich das ohnehin schon hohe Preisniveau nochmals auf starke 405 € erhöhte. An der Spitze stellte Martin Schlecker aus Osterberg ein absolutes Ausnahmekalb zum Verkauf vor, das für den Höchstpreis von 680 € an einen Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu verkauft werden konnte. Überzeugen konnte neben der sicheren Väterfolge Cadence x Anibal, die hervorragende Entwicklung des Kalbes und die guten Mutter- und Großmutterleistungen.

2.022 € im März 2022 – mehr als die Hälfte der Tiere durchbrechen 2.000 €- Schallgrenze

Mehrere einheimische Kunden und wiederum gute überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Südtirol prägten den sehr flotten Marktverlauf bei den Jungkühen, der in einem Allzeitrekorddurchschnittspreis von 2.022 € mündete, der nur aufgrund der hervorragenden Qualität der Tiere in der Breite zustande kommen konnte. Am laufenden Band betraten Jungkühe den Auktionsring, die neben ansprechenden Leistungen von oftmals über 30 kg speziell auch im Typ, Euter und Fundament überzeugen konnten. Hervorzuheben sind hier die vielen Töchter genomischer Jungstiere wie etwa Alpsee, Anis, Brownstar, Casanova, Defender und Vollmilch, die durchweg überzeugen konnten.  In dieser Auktion wurden nur wenige Tiere mit schwächerem Exterieur, geringer Leistung oder sonstigen Mängeln vorgestellt, die dann wiederum nur zu Mindestgeboten gehandelt wurden. Dadurch, dass einige Kunden wiederum nicht bedient werden konnten und die aktuellen Entwicklungen am Milch- und Schlachtviehmarkt positiv sind, sind die Aussichten weiterhin positiv. Eine starke Beschickung der Auktionen ist daher weiterhin wünschenswert und für die Attraktivität des Marktstandortes unerlässlich. 

Spitzenkuh kostet rekordverdächtige 3.750 €

Bereits am Morgen konnte eine Jungkuh besonders herausstechen: An der Spitze des Tages rangierte eine absolute Ausnahmejungkuh: Christian Egger aus Greggenhofen stellte eine enorm rahmige, kapitale Bender- Tochter mit 38 kg Milch und hervorragendem Euter im Ring vor, die ein packendes Bieterduell auslöste, das am Ende ein begeisterter Brown- Swiss- Züchter mit einer Fleckviehherde in Oberbayern für sich entscheiden konnte. Mit etwas Abstand folgten auf dem preislich zweiten Rang für jeweils 2.800 € zum einen eine schwarzbunte Missouri- Tochter von Michael Hager aus Berg, die mit fehlerfreiem Exterieur und einer Einsatzleistung von weit über 36 kg hervorragte und zum anderen die erste Alpsee- Tochter von Albert Waltner aus Bad Hindelang. Geälpt und bereits mit 26 Monaten erstmals ganz frisch abgekalbt, konnte sie neben 31 kg Milch mit einem absoluten Spitzeneuter überzeugen. Sie verbleibt im Oberallgäu. Weitere fünf Jungkühe erreichten Zuschlagspreise jenseits von 2.700 €: In Katalogreihenfolge waren dies eine leistungs- und euterstarke Brownstar- Tochter von Thomas Lang aus Betzigau, die sich ein Stammkunde aus Südtirol sicherte, sowie eine in allen Belangen überzeugende Hidalgo- Tochter der Riedle GbR aus Rosshaupten, die nach Schleswig- Holstein wechselte. Die Zuchtstätte Hierl aus Immenstadt- Bühl war einmal mehr erfolgreich mit einer Jero- Tochter mit über 32 kg Milch und bester Melkbarkeit, die im Zuchtgebiet verbleibt. Die teuerste Biojungkuh reihte sich ebenfalls im Spitzenfeld ein. Sie stammt von Ludwig Kugler aus Görisried und wurde nach Niedersachsen verladen. Den Abschluss der teuersten Tiere des Tages machte Franz Müller aus Burgberg mit einer enorm leistungs- und euterstarken Puck- Tochter, die am Abend für einen langjährigen Stammkunden im Sauerland/ NRW verladen werden konnte. Zu erwähnen ist außerdem die teuerste Mehrkalbskuh des Tages: Thomas Weiler aus Gunzesried, der eine Cadence- Tochter mit 40 kg Milch für über 2.500 € ins nördliche Oberallgäu verkaufen konnte. Das größte Kontingent von fünf Jungkühen verkaufte an diesem Tag einmal mehr Narziss Wenz aus Bolsterlang. Mit jeweils vier hervorragenden Jungkühen und Durchschnittserlösen jenseits von 2.200 € sehr erfolgreich waren außerdem die Zuchtstätten Jürgen Käser, Blaichach, Martin Schlecker, Osterberg und Josef Zwießler, Opfenbach. Viele weitere Tiere und Verkäufer wären an dieser Stelle hervorzuheben, am Ende der Auktion waren ausnahmslos zufriedene Gesichter erkennbar.

Beim anschließenden Fressermarkt konnten 29 weibliche Tiere und zwei Ochsen verkauft werden. Viele Kaufinteressenten waren vor Ort und boten sehr qualitätsbezogen.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 21. April in Kempten statt. Diese wird dann zum letzten Mal in Kempten mit dem traditionellen Jungrindermarkt ergänzt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Marktbericht vom 10.03.2022 in Kempten

Züchter und Verband setzen Zeichen!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 10. März 2022 konnten 13 Stiere, acht Zuchtkälber, sechs Mehrkalbskühe und 154 Jungkühe verkauft werden. Ein Teil des Tageshöchstpreises wird vom Züchter für die Kriegsopfer in der Ukraine gespendet, ProRind verdoppelt diesen Betrag.

Frühlingsgefühle am Stiermarkt – junge Kälber zu besten Preisen verkauft

Am Stiermarkt wurden 14 Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden und erfreulicherweise auch in der Breite qualitativ überzeugen konnten. Das nahende Frühjahr sorgte für eine deutlich gestiegene Nachfrage, sodass auch das größere Angebot zu Preisen auf hohem Niveau fast vollständig geräumt werden konnte. Lediglich ein Stier verblieb im Überstand. Die gute Nachfrage begründet sich zum einen aus einigen regionalen und überregionalen Aufträgen des Verbandspersonals, zum anderen nutzten einige Landwirte persönlich die Möglichkeit einen Stier für die kommende Weidesaison zu ersteigern. Ein Trio formierte sich an der Spitze des Angebotes: Zum Tageshöchstpreis von überragenden 2.120 € verkaufte Aufzüchter Max Klemp den ersten Bloomlord- Sohn aus einer hochleistenden, besonders Eiweißstarken Puck- Mutter mit überzeugendem genomischen Profil aus der Zucht von Alois Hartmann aus Bad Grönenbach. Er wechselt an einen Stammkunden in Rheinland- Pfalz. An preislich zweiter Stelle folgte für genau 2.000 € ein Vaselino- Sohn aus einer Dane- Mutter mit über 12.000 kg Durchschnittsleistung bei gleichzeitig 4 % Eiweiß von der Zuchtstätte Bainger aus Westerheim. Er verbleibt im südlichen Zuchtgebiet. Komplettiert wird das Trio vom ältesten angebotenen Stier: Reichlich Weide- und Deckerfahrung und sichere Trächtigkeiten waren hier neben einer exterieur- und inhaltsstoffstarken Kuhfamilie die Erfolgsgaranten. So konnte der Zuchtbetrieb Briegel aus Scheidegg einen bestens entwickelten Dixiboy- Sohn für 1.840 € an einen Betrieb im nördlichen Oberallgäu verkaufen. Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal sehr überschaubar, die Qualität der acht sehr jungen aufgetriebenen Kälber konnte jedoch überzeugen, was in einem sehr guten Durchschnittspreis von 395 € deutlich wird. Die Zuchtstätten Metzeler, Tannheimer und Schwarz konnten die teuersten Kälber des Tages verkaufen.

Selektives Bieterverhalten – fehlerfreie Tiere kosten ausnahmslos 2.000 € und mehr

Mehrere einheimische Kunden und gute überregionale Nachfrage aus Norddeutschland, Belgien und Italien prägten den flotten Marktverlauf bei den Jungkühen, der in einem sehr zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 1.881 € mündete. Im oberen Qualitätssegment hätten deutlich mehr Tiere aufgetrieben werden können. Einige Tiere mit schwächerem Exterieur, geringer Leistung oder sonstigen Mängeln konnten nur zu Mindestgeboten gehandelt werden. Für leistungsbereite Jungkühe sind Kunden in der derzeitigen Situation jedoch auch weiterhin bereit, deutlich überdurchschnittliche Preise zu zahlen. Die aktuellen Entwicklungen am Milch- und Schlachtviehmarkt sowie die geringen Jungviehbestände lassen auch für die kommenden Monate positive Prognosen zu. Eine starke Beschickung der Auktionen ist daher weiterhin wünschenswert und für die Attraktivität des Marktstandortes unerlässlich.

Breite Marktspitze

An der Spitze des Tages rangierte eine kapitale Glarus- Tochter von Florian Hierl aus Immenstadt. Neben ihrem hervorragenden Exterieur und weit über 33 kg Milch bestach sie besonders auch mit hohen Eiweißwerten von fast 4 % bei Mutter und Großmutter – ein Versprechen für die Zukunft! Nach langem Bieterduell sicherte sich ein langjähriger Stammkunde aus Niedersachsen, der selbst angereist war, den Zuschlag beim Tageshöchstpreis von 2.950 €. Dass starke Jungkühe auch ganz am Ende der Auktion noch äußerst gut bezahlt werden, bewies Christian Kutzer aus Altusried mit der viertletzten Jungkuh des Tages: Genetisch hornlos und mit 36 kg Milch ausgestattet überzeugte die Vetron- Tochter mit hervorragendem Milchcharakter und bestem Euter. Sie wechselt in den Großraum München. An preislich dritter Stelle folgte für weit über 2.600 € eine robotergewohnte Harrison- Tochter von Thomas Steuer aus Kaufbeuren. Besonderes Glanzstück dieser jungen Kuh war mit Sicherheit das lang und flach in die Bauchdecke übergehende, drüsige Euter. Sie verbleibt im Zuchtgebiet.  Zahlreiche weitere Jungkühe konnten für ihre Verkäufer Preise jenseits von 2.400 € erzielen. In Katalogreihenfolge waren dies die folgenden Tiere: Gut zweijährig gekalbt, leistet eine Defender- Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach bereits 35 kg Milch, sie wechselt ebenfalls nach Niedersachsen. Für einen Steigpreis von 2.500 € konnte eine extrem euterstarke Dynamite- Tochter von Thomas Burger aus Alstädten für einen Kunden aus dem Osnabrücker Zuchtgebiet ersteigert werden. Das auch Holsteintiere in Kempten Spitzenpreise erzielen, bewies die Karrer GbR aus Memmingen mit einer rahmigen und leistungsstarken rotbunten Nuntius- Tochter, die im Zuchtgebiet verbleibt. In den Eifelkreis Bitburg- Prüm in Rheinland- Pfalz wechselt eine jugendliche Puck- Tochter von Rupert Kaps, Blaichach, die sich speziell durch ihr drüsiges Euter mit bester Zitzenverteilung auszeichnete. An diesem Tag doppelt im Spitzenfeld vertreten war Florian Hierl. Seine stabile und hoch leistende Hotnews- Tochter wechselt ebenfalls nach Rheinland- Pfalz. Neben fehlerfreiem Exterieur auf höchstem Niveau konnte eine Vollmilch- Tochter von Ulrich Rothmayr aus Alstädten mit einem hohen genomischen Gesamtzuchtwert von gGZW 129 bei einem Käufer aus dem heimischen Zuchtgebiet punkten. Nach Italien wechselt eine besonders euterstarke, elegante Heimo- Tochter von Bernhard Baldauf aus Immenstadt. Den Abschluss der hervorragenden Spitzengruppe macht eine Vermunt- Tochter von Siegfried Epple aus Unterthingau, die knapp 35 kg Milch zukünftig in NRW produzieren wird.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 23. März in Buchloe statt. Die Allgäuhalle in Kempten ist dann wieder am 31. März Standort der nächsten Auktion. Diese wird dann wiederum mit einem Fressermarkt ergänzt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Alexander Kuppel

Spontane Spende für die Ukraine bei der Zuchtviehauktion von ProRind in der Allgäuhalle in Kempten

Zu einer spontanen Spendenaktion für die hilfsbedürftigen Flüchtlinge aus der Ukraine kam es bei der letzten Zuchtviehversteigerung des Zuchtverbandes ProRind (früher Allgäuer Herdebuchgesellschaft) am vergangenen Donnerstag, 10. März in der Allgäuhalle in Kempten. Der Züchter und Verkäufer der erstrangierten Spitzenjungkuh, Florian Hierl aus Immenstadt- Bühl erklärte sich vor der Auktion spontan bereit, den Anteil des Steigerungspreises für sein Tier, der über 2400 Euro hinausgeht, den notleidenden Ukraine-Flüchtlingen zu spenden. So kam ein Spendenbetrag von 550 Euro zusammen. Der Zuchtverband ProRind als Veranstalter unterstützte diese spontane Aktion und legte auf den Spendenbetrag nochmals 500 Euro drauf, so dass sich der Spendenbetrag auf insgesamt 1050 Euro summierte. Die Marktbesucher würdigten diese humanitäre Geste mit anerkennendem Beifall. (Vielleicht findet dieses Beispiel weitere Nachahmer).

Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 23.02.2022 in Buchloe

Gelungene Prämie der gemischten Versteigerung in Buchloe

Zur zweiten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Buchloe am Mittwoch, den 23. Februar 2022 konnten vier Stiere, elf Zuchtkälber, zwölf Mehrkalbskühe und 61 Jungkühe verkauft werden.

Ruhiger Kälber- und Stiermarkt

Wiederum wurden die Zuchtkälber rasseunabhängig nach Alter versteigert. Insgesamt konnte das Angebot qualitativ nicht an den sehr ordentlichen Vormarkt heranreichen, sodass sich der Durchschnittspreis auf 205 € reduzierte. Zwei ältere rotbunte, genetisch hornlose Kälber von Reinhold Hartmann aus Wildpolsried konnten zum Tageshöchstpreis von 300 € vermarktet werden.

Am Stiermarkt wurden vier Kandidaten aufgetrieben, die alle zu mittleren 1.488 € verkauft werden konnten. Es handelte sich dieses Mal ausschließlich um Holstein- Stiere. Zum Tageshöchstpreis von 1.850 € konnte der älteste Stier des Tages der Lutzenberger GbR aus Jengen an einen Käufer aus dem Landkreis Pfaffenhofen zugeschlagen werden. Dieser Jungstier stammt aus einer Spülung der Spri- Tochter LUZ Grandl, die mit einer Erstlaktation von rund 10.000 kg bei knapp 4,7 % Fett und 3,7 % Eiweiß überzeugen kann. Angepaart mit dem Gymnast- Sohn German Boy konnte dieser Kandidat mit einem überragenden genomischen Gesamtzuchtwert von gGZW 151 glänzen, der deutlich über dem Erwartungszuchtwert liegt. Eine hohe Milchmengenvererbung, positive Inhaltsstoffe und hoch positive Gesundheitszuchtwerte rundeten das Gesamtbild dieses Jungstieres ab.  

Guter Absatz auch für Mehrkalbskühe

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage trugen zu einem belebten Marktverlauf bei, der in einem sehr zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 1.829 € bei den Mehrkalbskühen sowie sehr guten 1.894 € bei den Jungkühen mündete. Wie gewohnt wurden leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen schnell zu Preisen jenseits der 2.000 €- Marke gehandelt. Schwächere Tiere mit Mängeln konnten qualitätsentsprechend lediglich zu deutlich geringeren Preisen verkauft werden. Insgesamt konnte das Angebot die Nachfrage über alle Kategorien und Rassen nicht decken. Ein größerer Auftrieb wäre in den kommenden Monaten wünschenswert. Dass auch die Vermarktung von Mehrkalbkühen über den Auktionsweg sehr attraktiv ist, bewiesen zahlreiche Tiere in dieser Kategorie mit Zuschlagspreisen über 2.000 €. An der Spitze konnte eine leistungsstarke, rotbunte Kuh der Karrer GbR aus Memmingen zum Steigpreis von 2.200 € an einen Betrieb im Landkreis Bamberg verkauft werden.

Buntes Jungkuhangebot bestens nachgefragt

Mit 2.500 € Steigpreis die Preissiegerin des Tages wurde mit Katalognummer 163 eine Brown- Swiss x Holstein Jungkuh der Riedle GbR aus Tiefenbruck. Die Harley- Enkelin überzeugte neben einem funktionellen Exterieur mit einer überragenden Einsatzleistung von 38 kg bei bester Melkbarkeit. Nach langem Bieterduell konnte sie ebenfalls in den Kreis Bamberg verkauft werden. Begleitet wird sie von einer weiteren Kreuzungsjungkuh von Alexander Eberle aus Lengenwang, deren knapp 40 kg Einsatzleistung für einen Steigpreis von 2.300 € sorgten. Für über 2.400 € konnten des Weiteren wiederum eine enorm rahmige Tochter des über Jahre hinweg stark eingesetzten Stieres Balu von Norbert Leinsle aus Türkheim, sowie eine Renegade- Tochter von Michael Hutter aus Kaufbeuren zugeschlagen werden. Die erstgenannte verbleibt im heimischen Zuchtgebiet, während die letztere in den Landkreis Altötting wechselt. Zwei hervorragende Brown- Swiss- Jungkühe konnten ebenfallls zu Spitzenpreisen von jeweils 2.250 € verkauft werden. Hierbei handelte es sich zum Einen um eine euterstarke Sinatra- Tochter der Kleinheinz GbR aus Irsee, die in die Oberpfalz verladen werden konnte, sowie eine großrahmige Brownstar- Tochter aus biologischer Haltung von Richard Schindele aus Unterthingau, die in den Kreis Rosenheim verkauft werden konnte.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 10. März in Kempten statt. Am 23. März wir der nächste Markt in der Buchloer Schwabenhalle stattfinden. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951, Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196.

Marktbericht vom 17.02.2022 in Kempten

Spitzenpreise für Spitzentiere

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 17. Februar 2022 konnten zehn Stiere, 32 Zuchtkälber, sechs Mehrkalbskühe und 143 Jungkühe verkauft werden. Überschattet wurde der Markt von einem medizinischen Notfall in der Allgäuhalle. Wir wünschen allen Angehörigen, Freunden und Bekannten für die kommende Zeit viel Kraft und Stärke zur Verarbeitung des Trauerfalls. Die Gedanken des gesamten Personals und der Berufskollegen sind bei Ihnen.

Züchterisches Highlight krönt hervorragenden Kälbermarkt

Als gegen halb 11 am Vormittag die Katalognummer 8 den gut besuchten Auktionsring unter schallendem Applaus mit einem sensationellen Steigpreis von 2.850 € verließ, wurde allen Anwesenden klar, dass mit Brown- Swiss- Zucht Geld zu verdienen ist. Es handelte sich um die Sagan- Tochter von Willebold Gawaz aus Niederrieden, die am Abend für einen Kunden im Osnabrücker Zuchtgebiet verladen wurde. Durch einen genomischen Gesamtzuchtwert von 140 züchterisch hochinteressant konnte dieses Kalb besonders durch das sehr hohe Gesamtexterieur von 119 Punkten und einer Euternote von 122 glänzen. Abgesichert wird das genomische Profil durch die Väterfolge Seasidebloom x Anibal. Mutter Rihanna zeichnet sich durch ein starkes erstes Probemelken und hervorragendes Exterieur aus. Wiederum sehr erfreulich gestaltete sich der Kälbermarkt an diesem Tag insgesamt. Neben der großen Anzahl von über 30 angebotenen Tieren konnte auch die Qualität sehr gefallen, sodass gut entwickelte Kälber mit ordentlichen Abstammungsinformationen schnell Gebote jenseits von 400 bzw. 500 € erzielten und der durchschnittliche Steigpreis nochmals auf beachtliche 443 € anstieg.  

Belebung am Stiermarkt

Am Stiermarkt wurden zehn Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Der Markt konnte erfreulicherweise zu einem deutlich gestiegenen Durchschnittspreis von 1.626 € komplett geräumt werden, was vor allem an überregionaler Nachfrage aus Luxemburg lag. Die absolute Spitze des Tages wechselt jedoch für über 2.000 € zu einem Heumilchbetrieb ins benachbarte Baden- Württemberg. Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach stellte hier einen Bison- Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker hervorragend im Ring vor. Hervorzuheben bei diesem Stier sind neben der hervorragenden körperlichen Entwicklung, den hohen Vorfahrensleistungen und dem ausgeglichenen genomischen Profil auch die gewünschten Faktoren Kappa Kasein BB und Beta Kasein A2A2. Komplettiert wird das Spitzentrio für über 1.800 € von zwei älteren, deckerfahrenen Stieren. Florian Hierl aus Immenstadt präsentierte zunächst einen Arien- Sohn mit sehr hohen Eiweißgehalten bei Mutter und Großmutter, bevor Markus Epp aus Lengenwang einen sehr korrekten Sidence- Sohn zeigte, der zukünftig in Luxemburg decken wird.

Breites Qualitätsspektrum

Wiederum einige einheimische Kunden, vor allem jedoch überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Italien prägten den Marktverlauf bei den Jungkühen. Im Vergleich zum Vormarkt konnten einige Spitzentiere überragen, die Qualität in der Breite konnte jedoch nicht an das Vorniveau heranreichen, sodass sich der Durchschnittspreis auf hohem Niveau leicht auf 1.832 € reduzierte. Für leistungsstarke und robotergeeignete Jungkühe ohne Mängel konnte die Nachfrage wiederum nicht gedeckt werden, leistungsschwächere, länger gekalbte Tiere mit groben Mängeln im Exterieur oder der Melkbarkeit können weiterhin nur mit deutlichen Preiszugeständnissen verkauft werden.

Phänomenale Spitze

Ein überragendes Quartett, welches qualitätsmäßig neue Maßstäbe setzte, ragte an diesem Tag mit Abstand heraus: Den Beginn machte eine Jungkuh, die ohne weiteres sofort an einer Schau hätte bestehen können. Hierbei handelte es sich um eine Vanpari- Tochter der Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen. Neben einer Einsatzleistung von weit über 30 kg Milch überzeugte dieses Tier besonders mit einem drüsigen und festen Euter, dass lang und flach in die Bauchdecke überging, sowie einem Hintereuter, das in Punkto Breite und Höhe keine Wünsche offenließ und mit einem deutlich sichtbaren Zentralband ausgestattet war. Die gerade Oberlinie, das breite und leicht abfallende Becken, die offene Rippe und die hervorragende Mischung aus Breite und Eleganz rundeten diese Jungkuh perfekt ab. Für den außergewöhnlichen Spitzenpreis von 3.700 € verbleibt dieses Tier im Zuchtgebiet. Begleitet wird sie von zwei weiteren hervorragenden, jugendlichen und züchterisch interessanten Jungkühen: Zum einen stellte der bekannte Aufzüchter Thomas Burger aus Alstädten eine Tochter des sicher geprüften, kanadischen Allrounders Seasidebloom im Auktionsring vor. Wiederum 30 kg Milch, Substanz, Körperbreite und ein exzellentes Euter kennzeichneten dieses Tier und trugen zum Steigpreis von 2.950 € bei. Bei 2.700 € senkte sich der Hammer des Auktionators einmal mehr für eine ausgezeichnete Tochter des französischen, genomischen Jungstieres Namur. Aus der Zuchtstätte Emilius, Pfronten stammend, überzeugte auch sie mit einem fest aufghängten, lebhaften Euter, das speziell in der Hintereuterbreite und -höhe überzeugen konnte. Ein enormer Rahmen mit viel Körpertiefe und einem breiten Becken rundeten die Qualität dieser Jungkuh ab. An einen Stammkunden in Italien konnte die vierte echte Spitzenjungkuh des Tages zum Steigpreis von 2.600 € verkauft werden: Hierbei handelte es sich um eine weitere Vanpari- Tochter der Familie Adelgoss aus Rettenberg. Kurz abgekalbt und bereits weit über 31 kg Milch zeichneten diese sehr milchtypische und äußerst korrekte Jungkuh aus, die zusätzlich mit hohen Vorfahrensleistungen und besten Inhaltsstoffen glänzen konnte. Diese Kollektion konnte in einer hervorragenden Art und Weise Werbung für die milchbetonte Zweitnutzungsrasse Brown- Swiss machen.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 10. März in Kempten statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Marktbericht vom 27.01.2022 in Kempten

Herausragendes Jungkuhangebot in Kempten krönt ersten „ProRind- Monat

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Kempten am Donnerstag, den 27. Januar 2022 konnten sechs Stiere, 17 Zuchtkälber, zwei Mehrkalbskühe und 137 Jungkühe verkauft werden. Mit 500 verkauften Abgekalbten im Januar und drei sehr erfolgreichen Auktionen über alle Rassen hinweg konnte „ProRind“ seine Spitzenstellung in der Zuchtrindervermarktung in Süddeutschland im ersten Monat des Bestehens eindrücklich unter Beweis stellen.

Zuchtkälbermarkt im Höhenflug – Deckstiere in Norddeutschland gefragt

Der positive Trend der vergangenen Auktionen am Zuchtkälbermarkt setzte sich auch bei der zweiten Januarauktion auf höchstem Niveau erfolgreich fort. Es ist sehr erfreulich, dass gut entwickelte Zuchtkälber mit ordentlichen Abstammungsinformationen enorm gefragt sind, was zu einem nochmals gestiegenen Schnittpreis von 408 € führte, der in dieser Form über Jahre hinweg nicht erreicht werden konnte. Zu wünschen wäre es, dass dies bei den Züchtern zu einem gewissen Umdenken führt und die züchterisch interessanten Tiere wieder vermehrt reinrassig und weiblich gesext besamt werden. Auch dieser Markt hielt mit Katalognummer 5 ein exklusives Spitzenkalb bereit. Aus dem bekannten Züchterstall von Martin Schlecker aus Osterberg hervorragend vorbereitet, glänzte das Kalb neben knapp 12.000 kg bzw. knapp 11.000 kg langjähriger Durchschnittsleistung bei Mutter und Großmutter zusätzlich mit jeweils über 3,8 % Eiweiß. Als besonderes Highlight kommt hinzu, dass dieses Kalb genetisch hornlos vererbt, was auf diesem Niveau sicher einzigartig ist. Nach langem, spannenden Bieterduell konnte die Sagan P- Tochter an einen Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu verkauft werden.

Am Stiermarkt wurden neun Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Schlussendlich konnten sechs Stiere zu mittleren 1.477 € verkauft werden. Den Spitzenpreis des Tages von 1.740 € erzielte der einzige genetisch hornlose Stier im Angebot: Der Piano- Sohn von Thomas Fleschutz aus Günzach war bereits mit sicheren Trächtigkeiten ausgestattet und konnte mit guter Entwicklung und hervorragendem Bewegungsablauf gefallen. Er absolviert seinen Deckeinsatz zukünftig im nördlichen NRW. Ins benachbarte Hessen wechselt der zweitplatzierte Stier des Tages: Ein Vollbruder des an der Weihnachtsauktion verkauften Canyon- Jungrindes aus der Zucht von Georg Schedel aus Egg wurde von Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach hervorragend im Ring präsentiert und erzielte einen Zuschlagspreis von 1.600 €.

Außergewöhnliches Leistungs- und Exterieurniveau am Jungkuhmarkt

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Italien trugen zu einem furiosen Marktverlauf bei, der insbesondere aufgrund der grandiosen Qualität in der Breite des Angebots zu einem deutlichen gestiegenen Durchschnittspreis von 1.897 € bei den Jungkühen führte, wobei die Nachfrage wiederum nicht komplett gedeckt werden konnte. Leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen erzielten 61-mal Zuschlagspreise von 2.000 € und mehr, was mit einem Anteil von 45 % knapp der Hälfte des Gesamtangebotes entsprach. Insbesondere die Milchmenge konnte an diesem Tag sehr überzeugen, was an einer Durchschnittsleistung von 33,5 kg bei den sieben erstklassierten Jungkühen deutlich wurde, die im Schnitt knapp 2.400 € kosteten. Auch der sehr geringe Anteil an leistungsschwachen oder ungenügenden Tieren führte letztendlich zu dem bemerkenswerten Schnittpreis.

Novum in der Allgäuhalle

Das vielfältige Potenzial der Vermarktung über ProRind in jeglichen Sektoren wurde einmal mehr deutlich, als erstmals eine Fleckviehjungkuh Preissiegerin des Tages wurde. Hierbei handelte es sich um eine mit über 35 kg Tagesproduktion ausgestattete Mint- Tochter aus einer leistungsstarken und züchterisch interessanten Kuhfamilie von Thomas Unsinn aus Wessobrunn. Mit einem sehr lebhaften, drüsigen und fest ansitzenden Euter sowie einem glasklaren, feinen Fundament ausgestattet, perfekt vorbereitet und im Ring in Szene gesetzt, hätte dieses Tier sofort an jeglicher Tierschau bestehen können. Nach intensivem Wettstreit mehrerer Kunden senkte sich der Hammer des Auktionators erst beim Tageshöchstpreis von knapp 2.900 € zu Gunsten eines Kunden aus Südtirol. Mit über 2.500 € Steigpreis folgten in Katalogfolge drei hervorragende Brown- Swiss- Jungkühe: Zunächst präsentierte wieder einmal Peter Kirchmann aus Stiefenhofen eine großrahmige Brownstar- Tochter mit hervorragendem Euter aus bester Kuhfamilie. Eine weitere sehr rahmige Brownstar.- Tochter mit bestem Euter und über 36 kg Milch stellte Florian Hierl aus Immenstadt im Auktionsring vor. Komplettiert wird das Trio von einer substanzvollen, breit gebauten Tochter des Altstars Harley mit weit über 33 kg Milch, die der Betrieb Kathrin Beller aus Tiefenbruck im Ring präsentierte. Alle drei Spitzentiere wurden an zwei langjährige Stammkunden aus Südtirol verkauft. 

Weitere frisch gekalbte Tiere, die keine Wünsche an die moderne, funktionelle und leistungsstarke Jungkuh offenließen, wurden mit Steigpreisen von 2.300 € und mehr honoriert: Eine Hidalgo- Tochter des Biobetriebes Bernhard Martin aus Kaufbeuren wechselt nach Oberbayern. Eine weitere Biojungkuh, eine Salomon- Tochter von Richard Schindele aus Unterthingau, wechselt in den Kreis Lindau. Mit zwei leistungsstarken, großrahmigen Vintage- bzw. Salomon- Töchtern war die Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen erfolgreich, die beide zukünftig gemeinsam in einem Holsteinzuchtbetrieb am Niederrhein in NRW gemolken werden. Markus Epp aus Lengenwang präsentierte einmal mehr eine euter- und leistungsstarke Cadence- Tochter, die nach Hessen verladen werden konnte. Nach Niedersachsen wechselt die zweite starke Fleckviehjungkuh des Tages, eine Wendlinger- Tochter von Thomas Unsinn. Den Abschluss der Spitzengruppe machte eine mittelrahmige und euterstarke Puck- Tochter des Zuchtbetriebes Ness aus Fischen, die mit über 35 kg Tagesproduktion am Nachmittag ebenfalls die Reise nach Südtirol antrat.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 17. Februar in Kempten statt. Eine Woche darauf am 23. Februar findet die nächste Auktion in der Buchloer Schwabenhalle statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01516772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.

Marktbericht vom 19.01.2022 in Buchloe

Erfolgreiche erste gemeinsame ProRind- Auktion in Buchloe

Zur ersten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Buchloe am Mittwoch, den 19. Januar 2022 konnten fünf Stiere, elf Zuchtkälber, neun Mehrkalbskühe und 64 Jungkühe verkauft werden.

Ordentlicher Zuchtkälbermarkt – Starke Deckstiere

Zum ersten Mal wurden Zuchtkälber bei dieser Auktion in Buchloe rassenunabhängig versteigert. Für ordentlich entwickelte Kälber mit überdurchschnittlichen Vorfahrensleistungen wurden die Gebote zügig abgegeben und Preise jenseits der 400 € erreicht. Schwächere Kälber mit geringen Muttersleistungen mussten teilweise zu Mindestgeboten abgegeben werden. Drei Kälber stachen besonders hervor: Aus dem Biobetrieb von Johann Schäffler aus Petzenhausen stammten zwei dreimonatige rotbunte Rusford P- Töchter aus leistungsstarken und speziell sehr langlebigen Mutterlinien, die für jeweils 480 € an einen Betrieb im Ostallgäu verkauft werden konnten. Mit Steigpreis 440 € an preislich dritter Stelle folgte das teuerste Brown- Swiss- Kalb des Marktes: Aus einer hochleistenden Vasir- Tochter stammte das von Roman Engstler aus Eggenthal stammende Piano- Kalb, das nun im Kreis Lindau aufgezogen wird.

Am Stiermarkt wurden acht Kandidaten aufgetrieben von denen fünf zu mittleren 1.644 € verkauft werden konnten. Die Nachfrage nach Deckstieren bleibt insgesamt eher verhalten. Den Spitzenpreis des Tages von 1.860 € erzielte ein echter Ausnahmestier. Mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von gGZW 140 auf absolutem Besamungsbullenniveau überzeugte der Vassri- Sohn von Johann Ellenrieder aus Kirchheim auf ganzer Linie. Neben dem ausgeglichenen genomischen Profil rundeten fast 4 % Eiweiß bei Mutter und Großmutter das Gesamtbild ab. Dieser Stier wird seinen Deckeinsatz ab dem Frühjahr auf einem Weidehof der Alp- und Weidegenossenschaft AHG e.G. (AWG) absolvieren. An zweiter Stelle rangierte der schwarzbunte Subzero- Sohn von Andreas Schmid aus Jengen. Dieser junge Stier stammt aus der über die Landesgrenzen hinaus bekannten RR Elise- Familie von Reinermann Holsteins aus der bereits etliche Besamungsbullen gezüchtet wurden. Nach langem Bieterduell senkte sich der Hammer des Auktionators Josef Keller erst bei 1.700 € zu Gunsten eines Kunden aus dem eigenen Zuchtgebiet.

Jungkühe gesucht – Nachfrage nicht gedeckt

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage speziell aus Italien trugen zu einem belebten Marktverlauf bei, der in einem sehr zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 1.839 € bei den Mehrkalbskühen sowie 1.812 € bei den Jungkühen mündete. Wie gewohnt wurden leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen schnell zu Preisen jenseits der 2.000 €- Marke gehandelt. Schwache Tiere mit Mängeln konnten qualitätsentsprechend lediglich zu Mindestgeboten verkauft werden. Insgesamt konnte das Angebot die Nachfrage nicht decken. Ein größerer Auftrieb wäre in den kommenden Monaten wünschenswert, da durch die verbesserte Milchpreissituation, die hohen Anteile von Fleischrassebesamungen und die insgesamt zurückgefahrenen Jungviehbestände von einer sehr stabilen Nachfragesituation auszugehen ist.

Spitzentiere erlösen Höchstpreise

Mit 2.500 € Steigpreis die Preissiegerin des Tages wurde mit Katalognummer 130 eine späte Tochter des über Jahre hinweg stark eingesetzten Stieres Balu. Neben einer Tagesproduktion von weit über 36 kg Milch überzeugte dieses Tier mit viel Körpersubstanz und einem breiten und fest aufgehängten Euter. Sie verbleibt nach langem Bieterduell im Zuchtgebiet. Auf dem preislich zweiten Rang folgten zwei Jungkühe zum Steigpreis von 2.450 €, die gemeinsam mit vielen weiteren Spitzentieren die Reise zur Puschtravieh OHG nach Südtirol antritt. Zunächst präsentierte Manfred Waibel aus Aitrang eine sehr korrekte, milchtypische Gymnast- Tochter schaufertig im Ring. Sie bestach besonders mit glasklarem Fundament und drüsigem Euter. Eine typstarke, kapitale Diamondback- Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach zeigte sich mit hervorragendem Euter, bester Melkbarkeit und 35 kg Tagesproduktion ebenfalls auf Topniveau. Für 2.400 € und mit über 38 kg Milch folgte eine harmonische Hotspot P- Tochter von Christian Spengler aus Bobingen, die den vorgenannten in Sachen Fundament und Euter ebenbürtig war und im eigenen Zuchtgebiet verbleibt. Im Brown- Swiss- Sektor sicherte sich Stefan Strobel aus Rosshaupten mit einer mittelrahmigen, fundament- und euterstarken Puck- Tochter den Tageshöchspreis von 2.000 €. Sie wird zukünftig im Landkreis Erding gemolken. Teuerste Bio- Jungkuh des Tages wurde eine Hidalgo- Tochter der Sprenzel GbR aus Lechbruck, die im Kaufauftrag für einen Kunden aus dem Ostallgäu ersteigert werden konnte.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 17. Februar in Kempten statt. Eine Woche darauf am 23. Februar findet der nächste Markt in der Buchloer Schwabenhalle statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit ist eine Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951, Werner Schmid 01516772039, Alexander Kuppel 01632437196.

 

Marktbericht vom 13.01.2022 in Kempten

Erfolgreicher Start von ProRind mit riesiger Zuchtviehauktion in Kempten

 

Zur ersten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Donnerstag, den 13. Januar 2022 in Kempten konnten fünf Stiere, zehn Zuchtkälber, fünf Mehrkalbskühe und 203 Jungkühe verkauft werden.

Interessante Zuchtkälber erlösen Spitzenpreise - kleiner Stiermarkt

Um an den Erfolg der Weihnachtsauktion anzuknüpfen, wurden im Vorfeld der Auktion am 13. Januar einige Zuchtbetriebe motiviert, wiederum auserlesene und züchterisch hochinteressante Zuchtkälber zum Verkauf anzubieten. Dass diese Kälber enorm gesucht sind und Kaufinteressenten dazu bereit sind für solche Kälber deutlich überdurchschnittliche Preise anzulegen, bewiesen die beiden Spitzenkälber des Marktes. Zunächst präsentierte die Ostenried KG aus Pforzen eine bestens entwickelte Tochter des Schweizer Allrounders Noro SG, das zum Spitzenpreis von 700 € ins südliche Oberallgäu wechselt. Die Familie dieses Kalbes überzeugt neben sehr hohen langjährigen Leistungen auch mit nationalen Schauerfolgen, die bis in das Jahr 1991 zurück gehen. Ein ebenfalls sehr interessantes Kalb stellte der Betrieb Schwarz aus Argenbühl zum Verkauf vor. Extrem gut entwickelt, besticht dieses Kalb des amerikanischen Vererbers Solution mit einer langjährigen Mutterleistung von knapp 11.000 kg Milch bei gleichzeitig knapp 4 % Eiweiß. Auch dieses Kalb wechselt zu einem Aufzuchtbetrieb im Oberland.

Am Stiermarkt wurden wiederum lediglich sieben Kandidaten aufgetrieben von denen fünf zu mittleren 1.508 € verkauft werden konnten. Für Deckstiere herrscht weiterhin eine sehr verhaltene Nachfrage. Den Höchstpreis des Tages von 1.900 € erzielte Michael Epp aus Lengenwang mit einem bestens entwickelten Dragon- Sohn, der aus einer langlebigen und leistungsstarken Kuhfamilie mit bis zu elf Abkalbungen stammte. An zweiter Stelle reihte sich Aufzüchter Max Klemp aus Bad Gönenbach mit einem Bison- Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker, Osterberg ein, der für 1.720 € nach NRW verkauft werden konnte.

Großes Jungkuhangebot kann zu besten Preisen verkauft werden

Bereits im Vorfeld erfreute die Tatsache, dass die Zuchtbetriebe über 500 Jungkühe zur Auktion meldeten und damit dem Ruf nach zahlreichen Anmeldungen nachgekommen sind. Wiederum wurde der Markt komplett ohne ausländische Kunden geräumt, wobei rund 80 Jungkühe nach Rheinland- Pfalz, Hessen, NRW, Niedersachsen und Schleswig- Holstein verkauft werden konnten. Der Stellenwert des Kaufauftragsdienstes wurde bei diesem Markt einmal mehr deutlich: 152 Jungkühe und damit rund 75 % des Angebotes wurden durch das Verbandspersonal ersteigert, was deutschlandweit wohl einen einzigartigen Anteil darstellt. 60 Jungkühe durchbrachen die Schallmauer von 2.000 €, der Durchschnittspreis reduzierte sich leicht auf 1.796 €, was aufgrund der zahlreichen Tiere mit niedriger Leistung und/ oder Mängeln, die zu deutlich niedrigeren Preisen gehandelt wurden, ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis darstellt.

Duo an der Spitze

Den Spitzenpreis der Auktion erzielte wiederum Thomas Burger aus Alstädten, der eine großrahmige Hegall- Tochter mit hohen Eiweißwerten der Vorfahren zum Verkauf vorstellte. Mit gut 28 kg Tagesgemelk und sehr guter Melkbarkeit glänzte diese Kuh mit einem bestens aufgehängten Euter, optimal gelagertem Becken und melkrobotergeeigneter Strichplatzierung. Für 2.900 € Zuschlagspreis wird ein Roboter im südlichen Oberallgäu diese Jungkuh zukünftig melken. An preislich zweiter Stelle folgte Florian Hierl aus Immenstadt, der eine kapitale, äußerst stabile und gut bemuskelte Pull -Tochter zum Verkauf vorstellte, die neben 36 kg Tagesmilch auch mit guten Abstammungsinformationen zu überzeugen wusste. Sie konnte für 2.850 € an einen Betrieb im Ostallgäu verkauft werden. Etliche weitere Jungkuhe beeindruckten mit hohen Einsatzleistungen und bestem Exterieur. Die folgenden Tiere konnten in Katalogreihenfolge Gebote von 2.300 € und mehr erreichen:

Eine mittelrahmige, späte Tochter von Vasir aus der Zucht von Christian Egger aus Rettenberg mit über 31 kg wechselt ebenfalls ins Ostallgäu. Robert Gött aus Oy- Mittelberg war mit einer leistungsstarken Daimler- Tochter erfolgreich, die zukünftig in NRW gemolken wird. Bei einem Betrieb im Großraum München werden bald zwei weitere Spitzentiere gemolken: Zum einen sicherte sich der Käufer eine leistungsstarke Partl- Tochter von Franz Müller aus Agathazell und zum anderen eine euterstarke Hidalgo- Tochter der Hailand GbR aus Aitrang. Den Abschluss der teuersten konventionellen Jungkühe machte Stefan Achberger aus Scheidegg, der eine enorm feine Android- Tochter im Ring präsentierte, die speziell mit ihrem lebhaften, drüsigen und fest aufgehängten Euter punkten konnte. Sie wird zukünftig in Niedersachen gemolken. Auch zwei starke Jungkühe aus Biobetrieben reihten sich preislich im vordersten Feld ein. Nach Schleswig- Holstein wurde eine kapitale Bisto- Tochter von Andreas Distel aus Kaufbeuren verkauft. Im eigenen Zuchtgebiet verbleibt eine Purpro- Tochter von Sebastian Gromer aus Kronburg. Die größte Kollektion von sechs Jungkühen verkaufte dieses Mal Stephan Ostheimer aus Oy- Mittelberg erfolgreich im Ring.

Nächste Auktion bereits in 14 Tagen

Der nächste Markt findet am 27. Januar in Kempten statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.

Marktbericht vom 16.12.2021 in Kempten

Berauschende Jahresabschlussauktion in Kempten wird von imposanter Jungrindersonderkollektion gekrönt

Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, den 16. Dezember 2021 in Kempten konnten zwei Stiere, 25 Zuchtkälber, fünf Mehrkalbskühe, 161 Jungkühe und zehn Elite- Jungrinder verkauft werden.

Hervorragendes Zuchtkälberangebot - kleiner Stiermarkt

Zur letzten Weihnachtsauktion der AHG in der Kemptener Allgäuhalle konnten erfreulicherweise 25 beste Zuchtkälber zu sehr erfreulichen durchschnittlichen 399 € verkauft werden. Bereits im Vorfeld fielen die vielen hohen Vorfahrensleistungen auf und auch die körperliche Entwicklung der Kälber konnte an diesem Tag auf ganzer Linie überzeugen. Zwei Betriebe konnten jeweils zwei Kälber für über 500 € verkaufen. In der Reihenfolge des Auftriebes war dies zunächst Max Diebolder aus Markt Rettenbach mit einer Sevilla- und einer Hirsch- Tochter, die ins Oberallgäu und den Kreis Lindau wechselten. Anschließend stellte Martin Schlecker aus Osterberg zwei weitere Spitzenkälber von Sevilla zum Verkauf vor, die mit 520 € und den Tageshöchstpreis von 640 € gemeinsam in einen Aufzuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu wechseln. Hier konnten besonders die enormen durchschnittlichen Mutterleistungen jenseits von 11.500 kg mit über 3,75 % Eiweiß und einer Einstufung von 89 Punkten begeistern. Ein qualitativ vergleichbarer Auftrieb wäre auch für die kommenden Märkte im neuen Jahr wünschenswert.

Am Stiermarkt wurden lediglich sieben Kandidaten aufgetrieben von denen zwei zu mittleren 1.560 € verkauft werden konnten. Den Höchstpreis des Tages von 1.840 € erzielte Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach mit einem bestens entwickelten Arien- Sohn, der aus der Bullenmutter Temtation Granola der Walcher GbR aus Memmingen stammt. Neben langjährigen durchschnittlichen Leistungen von rund 10.000 kg Milch bei enorm hohen Inhaltsstoffen beeindruckte die Tatsache, dass es sich bei diesem Stier um den Halbbruder des stark eingesetzten Besamungsbullen AG Vollmacht handelt. Er wird seinen Deckeinsatz in Hessen absolvieren.

Imposantes Weihnachtsspecial mit Elite- Jungrindern

Für die AHG war dieser Dezembermarkt aus zweierlei Hinsicht eine besondere Auktion, wie der Vorsitzender Norbert Meggle in seiner Ansprache betonte. Zum einen war es die letzte traditionelle Weihnachtsauktion am Standort Kempten, da der Umzug ins neue Vermarktungszentrum in Unterthingau Mitte 2022 ansteht. Zum Anderem war diese 2.232. Zuchtviehversteigerung die letzte der Allgäuer Herdebuchgesellschaft, da die Versteigerungen ab Januar von der Nachfolgeorganisation Prorind durchgeführt werden. Um diese Anlässe entsprechend zu würdigen, organisierte das Vermarktungsteam der AHG im Vorfeld ein Weihnachtsspecial mit zehn erlesenen Jungrindern aus den besten Familien der deutschen Brown- Swiss- Zucht aus den Bereichen Exterieur, Leistung und Genomics.

Da eine solche Kollektion zum ersten Mal im Rahmen einer monatlichen Zuchtviehauktion angeboten wurde, war die Aufregung und Anspannung vor der Auktion groß, da niemand Prognosen zum Marktverlauf treffen konnte. Die Jungrinder wurden bereits zwei Tage vor der Auktion angeliefert und vom Schauteam Guggemos aus Rückholz schaufertig vorbereitet. Am Vortag wurden von jedem Rind Videos gedreht und über die sozialen Medien verbreitet. Am Morgen vor der Auktion konnten sie am Stand Kunden und Besucher begeistern und Werbung für die Rasse Brown Swiss machen. Gegen 11 Uhr begann die Versteigerung dann direkt mit einem Paukenschlag, als Denz‘ Biver Elaika unter dramatischer Musik förmlich in den Auktionsring schwebte. Zahlreiche Interessenten boten auf dieses hervorragende Jungrind aus Alino Elena EX 90, die bereits etliche Schauerfolge verbuchen konnte und der Hammer des Auktionators Josef Hefele senkte sich unter tosendem Applaus erst beim Spitzenpreis von 4.500 € zu Gunsten eines Züchters aus dem Oberallgäu. Direkt im Anschluss konnte ein genomisch hoch typisiertes Rind von Hubert Epp aus Bad Grönenbach ebenfalls sehr erfolgreich verkauft werden. Mit David Pp als Vater und dadurch mit dem Gen der Hornlosigkeit ausgestattet, überzeugte Elegance Pp ET durch einen eleganten Bewegungsablauf und beste Entwicklung. Für 3.100 € verbleibt auch sie im Landkreis Oberallgäu. Für einen weiteren Spitzenpreis von 3.000 € konnte eine bestens entwickelte, edle und feine Aquin- Tochter von Georg Schedel aus Egg ins Weilheimer Zuchtgebiet verkauft werden, bevor die Stockingen Dairy GbR aus Halblech den absoluten Tageshöchspreis erzielen konnte. Für 4.600 € wechselte die Dynamite- Tochter Lena innerhalb des Ostallgäus an einen bekannten Zuchtbetrieb. Sie stammt aus der hochdekorierten L- Familie von Stockingen Dairy, die mit Mutter Blooming Lee EX 92 oder der bekannten Großmutter Eagle Leonie EX 93 etliche Schaugrößen der vergangenen Jahre im Stammbaum vorweisen kann. Alle zehn angebotenen Rinder konnten zu einem sensationellen Durchschnittspreis von 2.915 € vermarktet werden, der alle Erwartungen übertraf, Werbung für die Rasse und die Vermarktung hochwertiger Zuchttiere machte und die Veranstaltung zu einem echten Erfolg machte.

Jungkuhpreise schnellen in die Höhe

Durch die Vorzeichen der Märkte in Norddeutschland und etliche Kaufaufträge des Verbandspersonals war bereits im Vorfeld klar, dass der Durchschnittspreis für Jungkühe bei passender Qualität erneut ansteigen wird. Beim Auftrieb am Morgen zeigte sich dann ein erfreuliches Bild, sodass dem Auktionator die Gebote bei der anschließenden Versteigerung förmlich entgegenflogen. Insgesamt 63 Jungkühe und damit fast 40 % des gesamten Marktes konnten für über 2.000 € verkauft werden, der Durchschnittpreispreis stieg um 91 € auf beeindruckende 1.852 € an. Zu erwähnen bleibt, dass Tiere mit Mängeln nur zu deutlichen Preisabschlägen gehandelt werden.

Duo an der Spitze für über 3.000 €

Den fulminanten Spitzenpreis von 3.150 € erzielten an diesem Tag gleich zwei Jungkühe, die kaum Wünsche an die moderne, robotergeeignete Brown- Swiss- Kuh offenließen. In Katalogreihenfolge präsentierte Thomas Burger aus Alstädten eine großrahmige, frisch abgekalbte Verdi- Tochter, die mit über 30 kg Milch, guter Melkbarkeit und hervorragendem Exterieur überzeugen konnte. Sie wird zukünftig in Rheinland- Pfalz gemolken. Eine kapitale, sehr großrahmige, aber trotzdem harmonische Jungkuh stellte Alois Zeller aus Rubi im Rind vor. Mit 38 kg Tagesleistung und einem hervorragenden Euter beeindruckte diese Seaman- Tochter alle Anwesenden und es entwickelte sich ein langwieriger Schlagabtausch, bei dem ein langjähriger Stammkunde aus Südtirol im Kaufauftrag den längsten Atem behielt. Des Weiteren konnte Stefan Achberger aus Scheidegg eine mittelrahmige, genetisch hornlose David- Tochter für 2.700 € verkaufen. Neben fehlerfreiem Exterieur überzeugte sie mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von 135 gGZW und wird zukünftig bei einem der erfolgreichsten deutschen Holsteinzüchter der vergangenen Jahre im Landkreis Borken in NRW gespült und gemolken. Ebenfalls sehr erfolgreich war Markus Tannheimer aus Buchenberg mit einer Baxter- Tochter mit bestem Euter und über 35 kg Milch, die für 2.800 € in den Großraum München wechselte. Einmal mehr konnte außerdem eine Jungkuh des Zuchtbetriebes Franz Müller aus Agathazell begeistern. Diese leistungsstarke Vintage- Tochter glänzte mit hervorragendem Fundament, breitem, leicht abfallendem Becken und bestem Euter. Sie konnte zum Steigpreis von 2.850 € im Kaufauftrag für einen Kunden aus dem Rhein- Sieg- Kreis in NRW ersteigert werden. An diesem Tag hervorzuheben war die die größte Kollektion von Christoph Wegmann aus Durach, der fünf starke Jungkühe für durchschnittlich über 2.000 € verkaufen konnte.

Nächste Auktion in vier Wochen

Der nächste Markt findet am 13. Januar in Kempten unter dem neuen Veranstalter Prorind wie gewohnt statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.