Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktberichte

Stabiler Maimarkt im ZVZ Unterthingau am 16.05.2024

Zur 44. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 16. Mai 2024, konnten 5 Stiere, 24 Zuchtkälber, 11 Mehrkalbskühe und 163 Jungkühe verkauft werden. Die gewohnte Stabilität am Unterthingauer Markt konnte einmal mehr auf höchstem Niveau mit einem Durchschnittspreis der Abgekalbten von 2.111 EUR bestätigt werden. Besonders erfreulich war der wiederum sehr hohe Durchschnittspreis von 423 EUR bei den qualitativ sehr guten Zuchtkälbern.

Kleines Angebot am Stiermarkt

Am Stiermarkt wurden dieses Mal nur 8 Kandidaten angeboten, von denen die 5 qualitativ überzeugenden Stiere zu sehr guten 2.000 EUR im Schnitt verkauft werden konnten. An die Tagesspitze setzte sich dieses Mal ein Volkwein-Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker aus Osterberg, der von Max Klemp aus Bad Grönenbach aufgezogen und vorgestellt wurde. Neben seiner fehlerfreien eigenen Entwicklung begeisterte der Stier vor allem einmal mehr mit sehr hohen Inhaltsstoffen sowohl im eigenen genomischen Profil als auch mit weit über 4,2 % Fett und 4 % Eiweiß bei der Mutter und über 4,4 % Fett und 4,2 % Eiweiß bei der Großmutter. Nach langem Bieterwettstreit senkte sich der Hammer des Auktionators für diesen Ausnahmestier erst bei 2.800 EUR.

Hervorragende Brown Swiss-Kälber erzielen Höchstpreis

Sehr erfreulich sind die aktuellen Entwicklungen am Kälbermarkt: dieses Mal mit einem grandiosen Durchschnittspreis von 423 EUR!!! Dieser Preis ist natürlich in der hervorragenden Entwicklung der Kälber an diesem Tag begründet. An die Spitze setzte sich ein bereits abgesetztes und typisiertes Salvador-Kalb mit 135 gGZW von Willebold Gawaz aus Niederrieden, das für 740 EUR im Zuchtgebiet verbleibt. Etliche weitere bestens entwickelte Kälber mit guten Leistungsinformationen erzielten Steigpreise jenseits von 450 EUR bzw. 550 EUR. Das Fazit des Tages: gute Brown Swiss-Zuchtkälber sind gefragt und erzielen hervorragende Preise – besamen Sie Ihre guten Kühe reinrassig gesext mit den besten Stieren der Rasse!

Belebter Marktverlauf bei den Abgekalbten

Mit 2.111 EUR hat sich der Durchschnittspreis einmal mehr auf höchstem Niveau stabil gehalten. Insgesamt befand sich die Qualität auf ordentlichem Niveau. Die Entwicklungen in den kommenden Monaten werden abhängig von der aufgetriebenen Stückzahl sein. Hier wird es wichtig sein, die Auftriebszahl konstant hochzuhalten und der Auktion möglichst viele qualitativ überzeugende Abgekalbte zuzuführen. An diesem Markt konnten viele Aufträge nicht erfüllt werden, es hätten deutlich mehr Tiere verkauft werden können. Dies gilt speziell auch für den Biosektor.

Überzeugende Hochleistungstiere an der Tagesspitze

An diesem Tag fehlte es an einer klaren herausragenden Spitze. Es bildete sich eine Spitzengruppe, die jeweils 3.000 EUR im Zuschlag erzielen konnte. In Auftriebsreihenfolge: zunächst war Züchter Thomas Bartenschlager aus Biessenhofen mit einer G-Force-Tochter erfolgreich. Diese Jungkuh begeisterte die anwesende Käuferschaft speziell mit einer überragenden Einsatzleistung von 44 kg bei fehlerfreiem Exterieur. Sie konnte in den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verkauft werden. Zur teuersten Biojungkuh des Tages wurde eine hornlose Amiri-Tochter mit 32 kg Milch von Robert Gött aus Oy-Mittelberg. Sie überzeugte mit ihrem kapitalen Rahmen, viel Substanz und besonders viel Breite im gesamten Körper sowie einem absoluten Qualitätseuter. Ein motivierter Züchter aus dem Kreis Lindau sicherte sich diese Spitzenjungkuh für seinen Bestand. Etwas kleiner und feiner präsentierte sich eine Calvino-Tochter mit 31 kg Milch aus der bekannten U-Linie von Stefan Finkel aus Ofterschwang. Sie war mit dem wahrscheinlich besten Euter des Tages ausgestattet, welches in puncto Drüsigkeit, den Übergängen von Vorder- zu Hintereuter sowie der Strichverteilung ihresgleichen suchte. Sie wurde für einen Südtiroler Züchter verladen. Den Abschluss des Spitzenfeldes machte einmal mehr die Schädler GbR aus Leutkirch mit einer jungen, kapitalen, rotbunten Jungkuh. Diese dunkel gefärbte Soko-Tochter überzeugte mit fehlerfreiem Exterieur und speziell mit einer Einsatzleistung von weit über 37 kg Milch. Auch sie trat am Abend die Reise nach Südtirol an.

(Autor und Bilder: Alexander Kuppel; ProRind)

Die nächste Zuchtviehauktion findet am Donnerstag, den 6. Juni statt. Anmeldeschluss ist der 23. Mai 2024.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Sehr gutes Ergebnis bei Großauftrieb in Unterthingau am 25.04.2024

Zur 43. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 25. April 2024, konnten 10 Stiere, 26 Zuchtkälber, 7 Mehrkalbskühe und 223 Jungkühe verkauft werden. Wie gewohnt sicherten ausländische Großkunden, Kaufaufträge des Verbandspersonals und selbst anwesende Landwirte einen flotten Marktverlauf, der mit einem Durchschnittspreis von 2.125 EUR ein sehr gutes Ergebnis ablieferte.

Gewohntes Bild am Stiermarkt

Bereits zum dritten Mal in diesem Frühjahr erzielte die Ostenried KG aus Leinau den Spitzenpreis am Stiermarkt. Zu diesem Markt wurde bereits der dritte Vollbruder aufgetrieben und dieser tat es seinen beiden Brüdern gleich und avancierte zum preislichen Tagessieger. Der Optimal-Sohn aus der ausgezeichneten H-Linie kam bestens entwickelt und hervorragend präsentiert zum Verkauf. Aus einer hoch eingestuften Assay-Mutter mit weit über 15.000 kg Höchstleistung und einer Pronto-Großmutter mit über 12.000 kg Höchstleistung und 80.000 kg Lebensleistung überzeugte der Stier mit hervorragenden genomischen Zuchtwerten mit über 1.500 kg Milch und hohen Fitnesszuchtwerten. Er verbleibt zum Steigpreis von 2.650 EUR bei einem Zuchtbetrieb im Ostallgäu. 2.300 EUR erzielte der teuerste Holsteinstier des Tages von der Boxler GbR aus Ottobeuren. Dieser Rover-Sohn aus der ehemals höchsten Zuchtwertkuh Deutschlands, Casino Elegance, überzeugte mit ausgeglichenen Genomics auf höchstem Niveau und konnte für einen Zuchtbetrieb im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zugeschlagen werden. Insgesamt stieg der Durchschnittspreis bei 10 verkauften Stieren auf über 1.900 EUR an. Stiere mit gravierenden Mängeln erhielten keine Gebote.

Großes Angebot am Kälbermarkt trifft auf sehr gute Nachfrage

Mit 26 verkauften weiblichen Zuchtkälbern zu 391 EUR im Durchschnitt verlief der Kälbermarkt sehr ordentlich. Fast ausschließlich standen Brown Swiss-Kälber im Angebot, die bei guter Entwicklung und aussagekräftigen Abstammungsinformationen sofort Höchstpreise jenseits von 400 EUR erzielten. Hier bleibt der Aufruf leistungs- und inhaltsstoffstarke Kühe gezielt weiblich gesext zu besamen, da überzählige Kälber immer preislich höchstlukrativ abgesetzt werden können. An der Spitze erzielten gleich zwei Kälber überragend mehr als 600 EUR im Zuschlag. Zum einen war dies eine Vidibus-Tochter von Peter Ried aus Unterthingau für 640 EUR und zum anderen eine New York-Tochter von Franz Brugger aus Marktoberdorf für 620 EUR, die beide für Kunden aus Franken und Tschechien ersteigert werden konnten.

Großes Angebot zieht viele Kunden an

Mit 2.125 EUR hat sich der Durchschnittspreis nach dem überhitzten Vormarktniveau wieder auf ein den allgemeinen Marktbedingungen angepasstes Niveau beruhigt. Trotz des aus dem dreiwöchigen Auktionsrhythmus resultierenden größeren Angebotes von über 220 Abgekalbten hätten deutlich mehr Tiere abgesetzt werden können und die Nachfrage konnte bei weitem nicht gedeckt werden. Dies gilt insbesondere auch für den Biosektor. Weiterhin bleibt der Aufruf bestehen, der Auktion zahlreich Tiere zur Vermarktung zuzuführen. Der Durchschnitt von über 2.200 EUR bei den Mehrkalbskühen beweist auch, dass in diesem Segment gute Nachfrage besteht und mehr Tiere gemeldet werden sollten.

Spitzentiere zu Spitzenpreisen

An der Tagesspitze ging die Preisspanne dieses Mal deutlicher auseinander. An die Spitzenposition setzte sich eine absolute Ausnahmejungkuh. Von Spitzenzüchter Rainer Erdle aus Aichen kam eine Hannibal-Tochter zur Auktion, die alle Blicke auf sich zog. Sie brillierte zum einen mit einer Tagesmilchmenge von weit über 48 kg Milch, ihre Benz-Mutter kann bei über 11.000 kg Durchschnittsleistung über 4,6 % Fett und 3,77 % Eiweiß nachweisen und die Jungkuh selbst überzeugte mit grandiosem Exterieur. Im gut mittleren Rahmen war ihre Bewegung auf einem glasklaren Fundament tadellos. Das Glanzstück dieses Tieres war unübertroffen ihr grandioses Euter, welches vorne flach in die Bauchdecke verschmolz und mit einer unglaublichen Breite im Hintereuterbereich überragte. Nach langem Wettstreit wurde sie letztlich bei 3.800 EUR für einen Südtiroler Kunden zugeschlagen. Auf dem preislich zweiten Rang reihte sich eine Dejavu-Tochter von Martin Deubele aus Stiefenhofen ein. Sehr groß gewachsen überzeugte sie mit knapp 35 kg Milch und einem drüsigen Euter. Den Zuschlag sicherte sich bei 3.400 EUR ein Kunde aus dem Kreis Fürstenfeldbruck. Für 3.200 EUR konnte eine kapitale Casanova-Tochter von Andreas Distel aus Kaufbeuren nach Belgien verladen werden, die mit 34 kg Milch höchste Leistungsanforderungen auch im Biobereich erfüllen konnte. Nach Südtirol wechselt eine elegante, harmonische Superstar-Tochter von Siegfried Ziegler aus Stiefenhofen für 3.150 EUR. Kurz vor Ende der Auktion war es dann noch eine sehr junge Bradnick-Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach, die mit 32 kg Milch, bestem Fundament und hervorragendem Euter bei 3.100 EUR für einen Ostallgäuer Landwirt ersteigert werden konnte.

(Autor und Bilder: Alexander Kuppel; ProRind)

Die nächste Zuchtviehauktion findet am Donnerstag, den 16. Mai statt. Anmeldeschluss ist der 2. Mai 2024.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Zügiger Jungrindermarkt am 18.04.2024 mit Betriebskollektion Zwießler als Höhepunkt

Zum 4. Jungrinder- und Fressermarkt des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 18. April 2024, konnten 32 Kalbinnen, 241 Jungrinder und 42 Fresser verkauft werden. Vier Großkunden aus Österreich und Italien bestimmten das flotte Marktgeschehen maßgeblich und prägten den Marktverlauf. Besonderes nationales und internationales Interesse rief die überragende Betriebskollektion von Josef Zwießler aus Opfenbach hervor, die zu Höchstpreisen komplett verkauft werden konnte. Einheimische Aufzüchter und Kaufinteressenten sind aktuell nur in begrenztem Rahmen bereit, ordentliche Preise für gutes Jungvieh anzulegen.

Gute Aufzucht und Genetik lohnen sich

Von Beginn an entwickelte sich bei den Jungrindern ein flotter Markt, an dessen Ende ein zufriedenstellender Durchschnittspreis von 962 EUR zu Buche stand. Sobald die Entwicklung und das Exterieur der angebotenen Tiere passten, gaben viele Interessenten zügig ihre Gebote ab, die Großkunden aus den südlichen Nachbarländern hatten jedoch oft den längsten Atem und erhielten häufig den Zuschlag. Die Preisspanne von 250 EUR bis 1.350 EUR zeigt die Qualitätsunterschiede deutlich.

Kleiner Kalbinnenmarkt

Bei den Kalbinnen waren nur 16 Tiere im regulären Angebot, was auf die sehr gut gelaufenen Exporte im Winterhalbjahr zurückzuführen ist. 16 Kalbinnen aus der Bestandskollektion Zwießler ergänzten das Angebot in dieser Kategorie, die dadurch einen Durchschnittspreis von 1.939 EUR erzielen konnte.

Fresser sehr gefragt

Im Gegensatz zum Zuchtviehmarkt war das Bild am Fressermarkt von einheimischen Kunden geprägt. Das Angebot setzte sich aus 34 weiblichen Tieren und 8 Ochsen zusammen. Sobald Entwicklung, Alter und Gewicht zusammenpassten, entwickelte sich ein zügiger Marktverlauf und der Zuschlag erfolgte jenseits von 700 bis 800 EUR und in der Spitze sogar bei 1.100 EUR.

 

Bestandskollektion Zwießler das absolute Highlight des Tages

Der Höhepunkt des Tages war unumstritten die Bestandskollektion von Familie Zwießler aus Opfenbach. Die Entwicklung und der Zustand der Tiere war absolut brillant und setzt Maßstäbe in Sachen Aufzucht und Haltung. Die intensive Vorbereitung der Tiere in den letzten Wochen trug ebenfalls zu dem hervorragenden Bild bei, das die 26 Tiere am Auktionstag in den Stallungen darstellten. Dies honorierte das anwesende Publikum mit einem Applaus für die Zuchtstätte Zwießler. Nicht verwunderlich also, dass die Tiere der Kollektion die Spitzenpreise in allen Kategorien einnehmen konnten.

Züchterische Perlen erzielen Höchstpreise

Die Kollektion setzte sich aus 10 Holstein- und 16 Brown Swiss-Tieren bzw. 16 Kalbinnen (davon 15 gesext trächtig) und 10 Jungrindern zusammen. Die Pedigrees der Verkaufstiere waren mit internationalen Väterfolgen gespickt und die mütterlichen Kuhfamilien konnten sich bereits mit hohen Verkaufspreisen auf Auktionen und nationalen und internationalen Schauerfolgen auszeichnen. Den Höchstpreis erzielte mit 3.400 EUR eine hochträchtige CR7-Kalbin aus einer Defender-Mutter mit über 10.500 kg Erstlaktation aus der J-Familie. Gut zweijährig konnte dieses Rind mit enormem Rahmen, hervorragender Entwicklung und glasklarem Fundament überzeugen. Sie konnte im Kaufauftrag für einen Kunden aus Oberbayern ersteigert werden. 3.000 EUR konnte eine top entwickelte Holsteinkalbin aus der C-Familie erzielen. Diese Tochter des internationalen Spitzenstieres Chief, die im Oktober von Grinch P gesext abkalben wird, überzeugte darüber hinaus speziell mit Typ und Milchcharakter sowie einer hervorragenden Euteranlage. Sie wechselt ebenfalls nach Oberbayern. Weitere Ausnahmekalbinnen erzielten einen Zuschlag von 2.900 EUR: Zunächst eine Bender x Brookings-Tochter, die Guy gesext trägt, dann eine kapitale, weiße Delta Lambda x Uptown-Tochter, trächtig von Patan gesext, sowie eine schliffige, hell gezeichnete Lover-Tochter, die früh mit Ray gesext belegt wurde, die sich allesamt Züchter aus Baden-Württemberg sicherten. Zu einem Stammkunden und passionierten Züchter aus Südtirol wechselt eine Barca-Tochter aus der A-Familie, die mit weniger als 24 Monaten im Dezember ebenfalls von Ray gesext kalben wird.

Bei den Jungrindern sicherte sich ein renommierter Oberallgäuer Zuchtbetrieb den Zuschlag für ein ganz besonderes Angebot. Vergangenen Sonntag erzielte Dynamite Serina VG89 auf der Brown-Swiss-Europaschau in Imst in einer hochrangig besetzten Gruppe einen hervorragenden 2. Rang. Nur vier Tage später stand nun ihre junge Adee x Elmstar-Enkelin im Angebot. Dieses feine, elegante, milchtypische Jungrind zog bereits in den Stallgassen alle Blicke auf sich und so war es nicht verwunderlich, dass sich der Hammer von Auktionator Josef Hefele erst beim Spitzenpreis in der Kategorie der Jungrinder von 3.000 EUR senkte. Mit 2.000 EUR das teuerste Holsteinjungrind des Tages wurde die halbjährige Pursuit-Tochter direkt aus der Stammkuh der bekannten G-Familie, Grazie VG 89 mit 100.000 kg Lebensleistung. Dieses hervorragend entwickelte Jungrind sicherte sich ein Zuchtbetrieb aus Tirol.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Heidi Hipp und Johannes Immler)

Die nächste reguläre Zuchtviehauktion mit Abgekalbten findet am Donnerstag, den 25. April statt. Der Anmeldeschluss ist vorbei.
Darauf folgt der Großviehmarkt am Donnerstag, den 16. Mai 2024. Anmeldeschluss ist der 2. Mai 2024.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Europa einmal mehr zu Gast in Unterthingau - auf dem Zuchtviehmarkt am 04.04.2024

Zur 42. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 4. April 2024, konnten 11 Stiere, 8t Zuchtkälber, 10 Mehrkalbskühe und 147 Jungkühe verkauft werden. Kunden aus etlichen verschiedenen Ländern Europas waren anwesend und prägten das flotte Marktgeschehen, was sich bei den Abgekalbten in einem Durchschnittspreis von 2.223 EUR äußerte.

Gewohntes Bild am Stiermarkt

Wie in den vergangenen Märkten war auch der Ostermarkt bei den Stieren zweigeteilt. Während einige fehlerfreie Kandidaten hoch in der Käufergunst standen und zügig Steigpreise jenseits von 1.700 EUR erzielten, wurden andere Kandidaten zu Mindestpreisen abgegeben oder erhielten kein Gebot. Insgesamt ist das Angebot aktuell zu groß und qualitativ nicht ausreichend, um die Nachfrage adäquat zu bedienen. An der Tagesspitze konnte für einen langjährigen, passionierten Brown Swiss-Züchter aus dem Sauerland in NRW ein Volkwein-Sohn aus der Zucht von Josef Schweinberger aus Haldenwang, der von Hans Reiser aufgezogen und vorgestellt wurde, für 2.300 EUR im Kaufauftrag ersteigert werden. Mutter und Großmutter überzeugten hier mit Höchst- und Durchschnittsleistungen jenseits von 10.000 kg Milch und die Vanpari-Mutter wurde bereits mit 88 Punkten im Exterieur eingestuft.

Kleiner, aber feiner Kälbermarkt

Die Ferien nutzten viele Landwirte und Rentner, um mit ihren Kindern und Enkeln die Auktion zu besuchen, so dass die Arena mal wieder aus allen Nähten platzte. Den Kälbermarkt nutzten sie dann teilweise, um ein Ostergeschenk für die Kinder mit nach Hause zu nehmen. Die angebotenen Kälber waren an diesem Tag etwas älter, was ihnen sehr guttat, denn sie waren hervorragend entwickelt und erzielten entsprechend sehr gute Preise. An diesem Tag wären viel mehr gute Kälber abzusetzen gewesen. Den Spitzenpreis von 640 EUR erzielte eine hervorragend entwickelte Bison-Tochter von Regina Arnold aus Markt Rettenbach. Dieses Kalb sicherte sich ein Brown Swiss-Züchter vom Königssee.

Europäische Kunden prägen den weiblichen Großviehmarkt!

Mit 2.223 EUR im Durchschnitt ging der Durchschnittspreis der Abgekalbten mit über 200 EUR deutlich nach oben. Dies ist allerdings nicht auf eine deutlich bessere durchschnittliche Qualität zurückzuführen, die wie der breiten Preisspanne (950 - 3.450 EUR) und dem geringen Mindestpreis zu entnehmen ist, wechselhaft war, sondern lag an diesem Tag an der Anwesenheit von mehreren Großkunden aus Italien, Spanien, Belgien und Landwirten aus Ober- und Niederbayern. Es hätten deutlich mehr Tiere abgesetzt werden können und die Nachfrage konnte bei weitem nicht gedeckt werden. Für die kommenden Monate bleibt festzuhalten, dass für Verkäuferbetriebe in Süddeutschland kein Weg an der Auktionsvermarktung in Unterthingau vorbeiführt und die Auktionen zahlreich beschickt werden sollten.

Buntes Feld an Spitzentieren

Zahlreiche Tiere konnten an diesem Tag die 3.000 Euro-Marke wieder knacken. An der Spitze konnte sich ein Quintett preislich nochmals etwas abheben. Für den überragenden Tageshöchstpreis von 3.450 EUR konnte eine substanzvolle, schwere, kurz gekalbte Veritas-Tochter der Dengel GbR aus Durach für einen Südtiroler Kunden zugeschlagen werden. Nach Italien wurde eine rahmige, euter- und leistungsstarke Phil-Tochter von Familie Zeller aus Rubi für 3.350 EUR verkauft. Es folgen die drei teuersten Holsteinjungkühe des Tages, die sich zu Zuschlagspreisen von 3.250 EUR bzw. 3.300 EUR allesamt ein selbst anwesender spanischer Landwirt für seinen Betrieb sicherte. Hierzu zählte eine kalibrige, rotbunte Stuntman-Tochter vom Biobetrieb Ralf Arnold aus Scheidegg, eine elegante, sehr edle und euterstarke Barolo-Tochter mit 34 kg Milch von Josef Zwießler aus Opfenbach sowie eine sehr junge, hervorragend präsentierte und mit knapp 40 kg Milch enorm leistungsstarke Lindell-Tochter von Günther Stehle aus Bad Waldsee.

(Autor und Bilder: Alexander Kuppel; ProRind)

Am 18. April findet der Jungrinder-/Fressermarkt mit der Betriebskollektion Zwießler statt.
Es erwartet sie ein Angebot von rund 300 Kalbinnen, Jungrindern und Fressern.
Die nächste reguläre Zuchtviehauktion mit Abgekalbten findet am Donnerstag, den 25. April statt. Anmeldeschluss ist der 11. April 2024.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Zuchtviehauktion am 21.03.2024 in Unterthingau: Gute Qualität sehr gefragt und gut bezahlt

Gute Qualität in Unterthingau sehr gefragt und gut bezahlt

Zur 41. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 21. März 2024, konnten 15 Stiere, 18 Zuchtkälber, 8 Mehrkalbskühe und 172 Jungkühe verkauft werden. Qualitativ hochwertige Abgekalbte konnten beste Preise erzielen, sodass der Durchschnittspreis weiterhin über der 2.000 EUR-Marke verbleibt.

Rekord am Stiermarkt

Ein neuer Rekord wurde an diesem Tag am Stiermarkt aufgestellt. Bei insgesamt flotterem Marktverlauf als zuletzt konnte mit 4.800 EUR im Zuschlag ein neuer Rekord aufgestellt werden. Der Platin-Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker in Osterberg wurde von Max Klemp aufgezogen und vorgestellt. Neben einem genomischen Profil ohne Schwächen, mittlerer Milchmenge, positiven Inhaltsstoffen, fehlerfreien Fitnessmerkmalen, positivem Exterieur, einer Euternote von 116, sowie Kappa Kasein BB und Beta Kasein A2A2 überzeugte der weidegewohnte Stier selbst mit tadelloser Entwicklung und einem fantastischen eigenen Exterieur. Glanzpunkt war zusätzlich dann die hervorragende Mutter- und Großmutterleistung. Die Euronics-Mutter ist mit 89 Punkten eingestuft und erbrachte bisher eine Durchschnittsleistung von rund 10.000 kg Milch bei überragenden 5 % Fett und über 4 % Eiweiß. Diese Glanzpunkte der Brown Swiss-Zucht waren einem einheimischen Züchter nach langem harten Bieterduell letztendlich 4.800 EUR wert. Einmal mehr wurde damit deutlich, dass sich die Züchter auf die Stärken ihrer Rasse Brown Swiss konzentrieren und diese weiterentwickeln sollten, da diese Stärken national und international geschätzt und anerkannt werden. Einen ähnlichen Paukenschlag gab es dann auch bei den schwarzbunten Stieren: auch hier wurde mit einem Steigpreis von 3.000 EUR ein neuer Rekord in dieser Kategorie für den Marktstandort Unterthingau aufgestellt. Erfolgreicher Verkäufer war hier einmal mehr die Lutzenberger GbR aus Jengen. Der Clapton-Sohn konnte neben einem fehlerfreien genomischem Profil mit einer Erstlaktation der Mutter von rund 12.500 kg Milch sowie einer überragenden Großmutter mit über 13.000 kg überzeugen. Der dunkel gefärbte harmonische Stier wird seinen Deckeinsatz bei einem Züchter im Unterallgäu absolvieren.

Wieder flotter Verlauf am Kälbermarkt

Am Kälbermarkt herrschte ein ähnliches Bild wie am Großviehmarkt. Qualitativ hochwertige und gut entwickelte Kälber erzielten Höchstpreise. Der Entwicklungszustand einiger jüngerer Kälber war noch nicht ganz ideal, diese Kandidatinnen hätten 14 Tage später wahrscheinlich höhere Preise erzielen können. An der Spitze dieses Mal ein rotbuntes, genetisch hornloses Zuchtkalb von Gerhard Müller aus Egg, welches sehr gut entwickelt war und für 580 EUR im Zuchtgebiet verbleibt.

Spitzentiere sichern 2.000 EUR Durchschnitt

Mit 2.006 EUR im Durchschnitt ging der Durchschnittspreis der Abgekalbten etwas zurück. Dies ist allerdings auf die breite Qualitätsspanne an diesem Tag zurückzuführen. Sobald fehlerfreie, leistungsstarke Jungkühe den Ring betraten, erzielten sie Zuschlagspreise jenseits von 2.500 EUR. Tiere mit Mängeln im Exterieur, in der Leistung, der Eutergesundheit, der Melkbarkeit oder mit sonstigen Ansagen wurden unter Preisabschlägen zugeschlagen.

Spitzentiere zu Spitzenpreisen

Zahlreiche Tiere erzielten Preise von 2.600 EUR bis 3.000 EUR. An der Tagesspitze konnten sich 3 Tiere nochmals abheben und die 3.000 EUR-Marke durchbrechen. Zunächst war dies eine sehr exterieurstarke Superstar-Tochter von der Zuchtstätte Ziegler in Stiefenhofen. Sie überzeugte besonders mit einem sehr drüsigen Euter und dem gewissen „Show-Style“. Sie konnte im Kaufauftrag für einen Südtiroler Stammkunden ersteigert werden. Weit über 36 kg Milch und ein hervorragendes Qualitätseuter waren einem Kunden aus dem benachbarten Baden-Württemberg 3.000 EUR für eine rotbunte El Toro-Tochter von der Zuchtstätte Fischer aus Waltenhofen wert. Den Tageshöchstpreis von 3.050 EUR erzielte dann eine Bison-Tochter mit weit über 32 kg Milch aus der international bekannten U-Familie von Stefan Finkel aus Ofterschwang. Sie überzeugte speziell mit ihrem hervorragenden Seitenbild mit enormer Rumpftiefe, gerader Oberlinie, optimal gestelltem Fundament und einem Qualitätseuter mit optimal positionierten Zitzen. Die U-Familie hat speziell auch in Südtirol hohes Ansehen, weshalb sich dieses Angebot ein Kunde von der Alpensüdseite nicht entgehen ließ.

(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos; ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 4. April 2024, im ZVZ Unterthingau statt.
Am 18. April findet der Jungrinder-/Fressermarkt mit der Betriebskollektion Zwießler statt. Jungrinder und Kalbinnen können bis zum 4. April angemeldet werden.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Abgekalbte in Unterthingau sehr gefragt auf der Auktion am 7. März

Zur 40. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 7. März 2024, konnten 8 Stiere, 23 Zuchtkälber, 8 Mehrkalbskühe und 222 Jungkühe verkauft werden. Gute Nachfrage aus der heimischen Region, selbst angereiste Großkunden aus Ober- und Niederbayern, Kaufaufträge aus verschiedenen Regionen Mitteldeutschlands sowie italienische Großkunden prägten den flotten Marktverlauf.

Stiermarkt mit Spitzenpreis

Bereits am letzten Markt erzielte die Ostenried KG aus Leinau den Spitzenpreis am Stiermarkt. Zu diesem Markt wurde der Vollbruder aufgetrieben und dieser tat es seinem Bruder gleich und avancierte zum preislichen Tagessieger. Der Optimal-Sohn aus der ausgezeichneten H-Linie kam bestens entwickelt, hell gezeichnet und hervorragend präsentiert zum Verkauf. Aus einer hoch eingestuften Assay-Mutter mit weit über 15.000 kg Höchstleistung und einer Pronto-Großmutter mit über 12.000 kg Höchstleistung und 80.000 kg Lebensleistung überzeugte der Stier mit hervorragenden genomischen Zuchtwerten mit über 1.100 kg Milch und hohen Fitnesszuchtwerten. Zum absoluten Spitzenpreis von 3.000 EUR geht dieser Stier nach langem Bieterduell an einen Züchter im Kreis Günzburg. Für viele Kandidaten wurden keine Gebote abgegeben, ein weiteres Indiz dafür, dass nur für fehlerfreie Tiere gute Nachfrage besteht.

Zügiger Kälbermarkt mit Spitzenpreis

Am Kälbermarkt erzielten 3 Spitzenkälber Preise von über 500 bzw. 600 EUR. An der Spitze brachte eine Salvador-Tochter von Stefan Bainger aus Westerheim überragende 660 EUR. Dieses wüchsige Kalb mit hervorragender Mutter- und Großmutterleistung ließ sich ein motivierter Oberallgäuer Züchter nicht entgehen. Ebenfalls im Zuchtgebiet verbleiben eine weitere Salvador-Tochter aus dem Hause Bainger für 520 EUR sowie ein typstarkes Bender-Kalb von der Dempf GbR aus Immelstetten für 540 EUR. Dass der Durchschnittspreis insgesamt trotz der starken Höchstpreise auf 290 EUR gesunken ist, liegt zum einen an einer größeren Stückzahl Holsteinkälber, die nur zu Mindestpreisen abzusetzen sind und zum anderen an der etwas schwächeren Entwicklung einiger Kälber im Vergleich zum sehr guten Vormarktniveau.

Stabiler Jungkuhmarkt sorgt für Sicherheit bei allen Marktteilnehmern

Mit 2.085 EUR im Durchschnitt stieg der Durchschnittspreis der Abgekalbten leicht an. Häufig erzielten die Spitzentiere 2.500 EUR und mehr. Die Preisspanne von 1.050 EUR - 3.250 EUR beweist auch einmal mehr, dass der Unterthingauer Markt für jeden Kundenwunsch das passende Angebot bereitstellen kann und für Spitzentiere jederzeit auch Spitzenpreise erzielt werden.

Gemischtes Podest

Zahlreiche Tiere erzielten Preise von 2.600 EUR bis 3.000 EUR und viele Tiere durchbrachen die 3.000 EUR-Marke. An der Tagesspitze konnten sich gleich 3 Tiere zum Spitzenpreis von 3.250 EUR nochmals abheben. Für die Rasse Brown Swiss war dies eine sehr körperhafte, fundament- und euterstarke Aldo-Tochter von der Ostenried KG aus Leinau. Mit weit über 34 kg Tagesgemelk, bester Melkbarkeit und einer mit 90 Punkten eingestuften, langlebigen und leistungsstarken Huray-Mutter, erfüllte sie genau die Ansprüche eines langjährigen Südtiroler Stammkunden. Eine dunkel gezeichnete Gerard-Enkelin stellte Rainer Erdle aus Aichen wenig später zum Verkauf vor. Diese ebenfalls sehr rahmige, substanzvolle Jungkuh mit viel Kapazität beeindruckte die Käuferschaft mit über 48 kg Tagesmilch. Hier sicherte sich ein eigens angereister Landwirt ebenfalls aus Südtirol den Zuschlag. Komplettiert wird das Spitzentrio von einem der jüngsten Tiere des Tages. Die Schädler GbR aus Leutkirch präsentierte einmal mehr eine hervorragende rotbunte Jungkuh. Hierbei handelte es sich um eine Freestyle-Tochter mit über 40kg Milch aus einem sehr festen, drüsigen Qualitätseuter.

(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos; ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 21. März, im ZVZ Unterthingau statt. Für die darauffolgende Auktion am 4. April ist Anmeldeschluss am 21. März. Bereits jetzt werden Anmeldungen für den Jungrinder-/Fressermarkt am 18. April entgegengenommen.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Stabiler, gefestigter Markverlauf in Unterthingau am 22.02.2024

Zur 39. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 22. Februar 2024, konnten 11 Stiere, 14 Zuchtkälber, 15 Mehrkalbskühe und 164 Jungkühe verkauft werden. Mit 2.068 EUR im Durchschnitt wurde der Preis der letzten Monate stabil gehalten. Für Käufer und Verkäufer bietet das gefestigte Preisniveau über einen langen Zeitraum ohne große Wellenbewegungen eine große Sicherheit für ihre Betriebe.

Zu großes Angebot am Stiermarkt
Am Stiermarkt waren wieder Kandidaten aller Rassen aufgetrieben. Gerade im Brown-Swiss-Sektor ist das Angebot zu groß. Auch die Qualität kann aktuell nicht vollends überzeugen, was der Anteil an nicht gekörten Stieren beweist. Dass durchaus eine gute Nachfrage besteht, zeigen die Höchstpreise der letzten Monate für die besten Kandidaten. Es ist daher ratsam, für die kommende Saison die Messlatte an Stierkälber, die zur Aufzucht selektiert werden, höher anzusetzen als in der Vergangenheit. An der Spitze des Tages positionierte sich ein absoluter Spitzenstier: von der bekannten Zuchtstätte Ostenried aus Leinau und deren ausgezeichneter H-Linie kam ein bestens entwickelter und hervorragend präsentierter Optimal-Sohn zum Verkauf. Aus einer hoch eingestuften Assay-Mutter mit weit über 15.000 kg Höchstleistung und einer Pronto-Großmutter mit über 12.000 kg Höchstleistung und 80.000 kg Lebensleistung überzeugte der Stier mit hervorragenden genomischen Zuchtwerten mit über 1.100 kg Milch, hohen Fitnesszuchtwerten und einer überragenden Euternote von 119 Punkten. Zum Spitzenpreis von 2.450 EUR geht dieser Stier an die Wald- und Weidengenossenschaft Lindau, wo er im Sommer im Alpgebiet am Hochgrat zum Einsatz kommen wird. Die Mitglieder dürfen sich auf einen fehlerfreien, blutfremden Jungstier freuen. An die zweite Tagesposition setzte sich ein Holsteinstier der Lutzenberger GbR aus Jengen. Der Foreman-Sohn mit 137gGZW aus einer ebenfalls extrem leistungsstarken Mutter mit weit über 15.000 kg Höchstleistung verbleibt für 2.150 EUR im Ostallgäu.

Flotter Kälbermarkt
Auch der Kälbermarkt präsentierte sich an diesem Tag gefestigt und die angebotenen Kälber wurden qualitätsentsprechend zu durchschnittlichen 347 EUR an neue Besitzer vermittelt. An die Spitze setzte sich an diesem Tag ein hervorragend entwickeltes Brownstar-Kalb aus sehr leistungs- und besonders inhaltsstoffstarker Kuhfamilie vom bekannten Zuchtbetrieb von Markus Tannheimer aus Buchenberg. Dieses Spitzenkalb kostete 520 EUR und wird zukünftig im Stall eines Stammkunden aus Niedersachsen für Furore sorgen.

Stabiler Jungkuhmarkt sorgt für Sicherheit bei allen Marktteilnehmern
Mit 2.068 EUR im Schnitt konnte das Preisniveau der letzten Märkte wieder gehalten werden. Die sehr geringen Schwankungen der Märkte in Unterthingau ohne preisliche Ausreißer bieten für Verkäufer und Käufer eine planbare Größe und Planungssicherheit in einer sehr unsicheren Zeit. Die Preisspanne von 1.050 - 3.250 EUR beweist auch einmal mehr, dass der Unterthingauer Markt für jeden Kundenwunsch das passende Angebot bereitstellen kann und für Spitzentiere jederzeit auch Spitzenpreise erzielt werden können. Erfreulicherweise wurden auch wieder mehr Mehrkalbskühe angeboten, was sich auch preislich positiv auswirkte, so dass in der Spitze Rainer Erdle aus Aichen mit einer Embellish-Tochter mit weit über 53 kg Milch 2.750 EUR erzielen konnte.

Intensive Aufzucht und junges Erstkalbealter machen sich bezahlt
An diesem Tag ist einmal mehr festzuhalten, dass sich die Preise mit fortlaufendem Marktverlauf positiv entwickelten und die jüngeren, kompakten und gut entwickelten Jungkühe die höchsten Zuschlagspreise erzielten. So war es nicht verwunderlich, dass die anwesende Käuferschaft lange auf das viertjüngste Tier des Tages wartete. Mit weniger als 23 Monaten abgekalbt, geälpt, enorm entwickelt, bestens vorbereitet und mit 28 kg Einstiegsleistung präsentierte Josef Zwießler aus Opfenbach eine Aldo-Tochter im Ring, die alle Anwesenden begeisterte. Nach langem, lautstarken und harten Bieterduell setze sich schließlich ein italienischer Stammkunde durch und sicherte sich den Zuschlag bei 3.250 EUR für diese Zukunftskuh. Zwei Biojungkühe erlösten ebenfalls über 3.000 EUR im Zuschlag. 3.100 EUR erzielte Hans-Peter Höllisch aus Oy-Mittelberg mit einer kapitalen Erwin-Tochter mit 28 kg Milch, die in die Oberpfalz wechselte. Eine mit 36 kg Milch sehr leistungsstarke junge Austria-Tochter präsentierte Georg Merk aus Aitrang im Ring, die für 3.000 EUR einem Stammkunden aus Baden-Württemberg zugeschlagen werden konnte. Weitere Spitzentiere wurden für 2.800  EUR und mehr zugeschlagen. In Auftriebsreihenfolge: von Familie Baldauf aus Immenstadt kam eine Bison-Tochter mit 34 kg Milch und sehr viel Kaliber, die sich der vorher genannte italienische Stammkunde genauso wie eine Veritas-Tochter mit weit über 35 kg Milch von Siegfried Ziegler aus Stiefenhofen sicherte. Die teuerste Holsteinjungkuh des Tages stellte die Vollmer GbR aus Aichstetten zum Verkauf vor. Die Kingdom-Tochter mit fast 40 kg Milch wechselte nach Südtirol. Last but not least reihte sich das jüngste Angebot der Auktion in der Spitzengruppe ein: aus der sehr guten Betriebskollektion des Zuchtbetriebes Schedel aus Egg konnte eine mit 22 Monaten abgekalbte Voraus-Tochter mit 29 kg Milch ebenfalls für den italienischen Stammkunden verladen werden.
(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Ann- Kathrin Kölbel; ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 7. März im ZVZ Unterthingau statt. Für die darauffolgende Auktion am 21. März ist Anmeldeschluss am 7 März.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Faschingsmarkt in Unterthingau am 08.02.2024

Zur 38. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 8. Februar 2024, konnten 6 Stiere, 14 Zuchtkälber, 4 Mehrkalbskühe und 183 Jungkühe verkauft werden. Von unterhaltsamer Faschingsstimmung geprägt wurden beste Qualitäten gut nachgefragt.

Preisanstieg am Stiermarkt

Wie so häufig folgt auf eine hochpreisige Auktion ein eher gedämpfter Markt. Lediglich 6 aufgetriebene Stiere konnten zu mittleren 1.558 EUR einen neuen Besitzer finden. Hier bleiben die Hauptfaktoren eigene Entwicklung, fehlerfreie genomische Profile, speziell mit leichten Geburten und überdurchschnittlicher Melkbarkeit, sowie Vorfahrensleistungen mit hohen Milchmengen und besten Inhaltsstoffen. Zum nächsten Markt sind bereits zahlreiche hervorragende Stiere gemeldet. Es stehen Kandidaten aller Rassen zur Verfügung und über die Hälfte des Angebotes ist genetisch hornlos, viele sogar reinerbig hornlos. Nutzen Sie am 22. Februar in Unterthingau die Chance auf hervorragende Deckstiere für die kommende Weidesaison.

Blühender Kälbermarkt

Der Kälbermarkt nahm an diesem Tag eine sehr erfreuliche Entwicklung an. Alle 14 angebotenen Kälber wurden zu hervorragenden 381 EUR im Schnitt verkauft. Hier zahlen sich einmal mehr eine gute Entwicklung und Qualität der Kälber, sowie sehr gute Abstammungsinformationen aus. Diese Anforderungen erfüllte besonders die Kollektion des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Zuchtbetriebes von Martin Schlecker aus Weiler. Die 3 bestens entwickelten, bereits gut typisierten und aus hervorragenden, langlebigen und leistungsstarken Müttern abstammenden Töchter von Dallas, Boxer und VPower erzielten allesamt 520 EUR und verbleiben im Zuchtgebiet.

Abgekalbte auf stabilem Niveau

Die Leistungsbereitschaft des Angebotes war auch an diesem Tag wieder erfreulich hoch. Im Exterieur konnte das Angebot jedoch nicht ganz an das gute Vormarktniveau heranreichen. Zusätzlich beeinträchtigten die hohe Ausfallquote und viele sonstige Mängel den Marktverlauf. Am Ende steht mit einem Durchschnitt von 2.072 EUR ein hervorragendes Ergebnis.

Markttag mit Holsteinspitze

An diesem Tag ist festzuhalten, dass in der Spitze die Holsteintiere überzeugten. Folglich sicherte sich an diesem Tag auch eine schwarzbunte Jungkuh den Tageshöchstpreis. Hierbei handelte es sich um eine Roxy-Tochter von Stefan Gumpold aus Ainring. Dieses kapitale, rahmige und tiefe Tier mit hervorragendem Euter und überragenden 40 kg Tagesgemelk sicherte sich zum Zuschlagspreis von 3.300 EUR ein Stammkunde aus Südtirol. Des Weiteren sicherten sich die folgenden Tiere in Auftriebsreihenfolge Preise von 2.800 EUR und mehr: Eine Aristo-Tochter mit über 38 kg Milch von Peter Kuisel aus Füssen wechselt nach Baden-Württemberg, eine Bison-Tochter mit 36 kg Milch von Franz Müller aus Burgberg geht in das Ostallgäu. Eine Purley-Tochter mit 34 kg Milch von Familie Ettensperger aus Sulzberg wechselt ebenfalls in das Ostallgäu, während eine massive Crimson-Tochter mit weit über 41 kg Milch von Rainer Erdle aus Memmenhausen nach Südtirol verladen wurde. Mit zwei der allerjüngsten Verkaufstiere, die ganz am Ende der Auktion den Ring betraten, war dann einmal mehr Josef Zwießler aus Opfenbach erfolgreich. Sowohl eine Lambda-, als auch eine Happen-Tochter konnten am Abend für italienische Kunden verladen werden.
(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos; ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 22. Februar 2024, im ZVZ Unterthingau statt. Für die darauffolgende Auktion am 7. März ist Anmeldeschluss der 22. Februar.
Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Zuwächse in allen Kategorien bei Auktion in Unterthingau

Zur 37. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 25. Januar 2024, konnten 14 Stiere, 13 Zuchtkälber, 8 Mehrkalbskühe und 226 Jungkühe verkauft werden. In einer voll besetzten Arena waren dieses Mal erfreulicherweise wieder verstärkt selbst angereiste Landwirte aus der näheren Umgebung anwesend, die sich aus einem hervorragenden Angebot bedienen konnten. Dazu prägten ausländische Großkunden aus Italien, Spanien und Luxemburg sowie das dezimierte, unermüdlich kämpfende Kaufauftragsteam von ProRind den flotten Marktverlauf, an dessen Ende ein hervorragender Durchschnittspreis von knapp 2.100 EUR zustandekam.

Preisanstieg am Stiermarkt

Mit einem deutlich gestiegenen Durchschnittspreis von 1.879 EUR für 14 verkaufte Deckstiere konnte ein sehr ordentliches Ergebnis erzielt werden. Hierzu trugen vor allem viele einheimische Landwirte und Kunden aus Luxemburg bei. An die Tagesspitze setzte sich mit 2.600 EUR ein Amarula-Sohn aus einer exklusiven Kuhfamilie aus der Zucht von Familie Brader aus Memmingen, der von Max Klemp, Bad Grönenbach aufgezogen und im Ring vorgestellt wurde. Er ist der Vollbruder der beiden frisch im Besamungseinsatz befindlichen AG Ampere und BSG Abraxas und überzeugte neben einem außergewöhnlichen gGZW von 143 mit einer Erstlaktation der Mutter von weit über 10.000 kg Milch bei gleichzeitig knapp 4 % Eiweiß. Großmutter Vanpari Riki ist die Mutter der bekannten Besamungsstiere AG Vassri und AG Venedig. Diesen Ausnahmejungstier sicherte sich ein Mitgliedsbetrieb aus dem Unterallgäu. Im Ostallgäu verbleibt ein Huge-Sohn vom Biobetrieb Richard Schindele aus Unterthingau zum Zuschlagspreis von 2.300 EUR. Leistungsstarke und langlebige Vorfahren im Pedigree sowie speziell ein genomischer Euterzuchtwert von 128 Punkten (!!!) lassen hier auf eine vielversprechende, besonders euterstarke Nachzucht hoffen. Das Spitzentrio komplettiert mit einem Steigpreis von 2.250 EUR der teuerste Holsteinstier des Tages. Hierbei handelt es sich um einen Clapton-Sohn von der Lutzenberger GbR aus Jengen, der in den Landkreis Rosenheim verladen wurde. Er bestach neben einer fehlerfreien eigenen Entwicklung mit einen gRZG von 144, über 2.000 kg Milchmengenvererbung und einer hochleistenden Mutter bzw. Großmutter mit über 13.000 kg in der Spitze.

Überschaubarer Kälbermarkt

Nachdem in der Zeit zwischen September und Dezember außergewöhnlich große Stückzahlen am Kälbermarkt angeboten wurden, war der Auftrieb besonders im Brown-Swiss-Sektor beim zweiten Januarmarkt sehr verhalten. Hier sollten in der kommenden Zeit wieder mehr qualitativ passende Kälber aufgetrieben werden, um die Marktattraktivität zu halten. Der Durchschnittspreis von 323 EUR ist ansprechend und stellt eine monetär interessante Option dar. Den Tageshöchstpreis von starken 500 EUR sicherte sich einmal mehr Max Diebolder aus Markt Rettenbach, der durchweg Kälber bester Qualität zum Verkauf anbietet. Die Västeras-Tochter wechselt in den Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz.

Abgekalbte aus Unterthingau international gefragt

Die Angebotsqualität war an diesem Tag speziell in der Leistungsbereitschaft (Durchschnitt 30 kg) und auch im Exterieur insgesamt ordentlich. Die sehr breite Preisspanne von 1.050 - 4.700 EUR zeigt, dass die Käufer  Qualitätsunterschiede im Angebot preislich sehr stark honorieren. Jungkühe mit fehlerfreier Qualität konnten wie in den vergangenen Monaten zu guten Preisen meist jenseits von 2.300 EUR gehandelt werden. Dies zeigt auch der am Ende gestiegene Durchschnittspreis von 2.096 EUR. Das Käuferspektrum umfasste Landwirte aus Niedersachsen, NRW, Hessen, Luxemburg, Baden-Württemberg, allen Regionen Bayerns, Italien und Spanien.

Ausnahmepreis für Ausnahmejungkuh

Dass der Marktstandort Unterthingau regelmäßig auch ganz spezielle Tiere im Angebot hat, ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt und so wurden Kunden auch im Vorfeld dieses Marktes darüber informiert, dass sich ein echtes Highlight im Kontingent befindet. Dieses Highlight betrat dann mit Katalognummer 212 den Auktionsring. Hierbei handelte es sich um eine Biver-Tochter von Hubert Kleinheinz aus Rettenberg. Kapital in Rahmen und Körper, fein und schliffig im Typ und 38 kg Milch aus einem grandiosen Euter stachen allen Anwesenden ins Auge. Über eine hochleistende Dally-Tochter hat die Jungkuh ihre Wurzeln in Österreich, wo ihre Urgroßmutter bereits 2009 eine Gebietsausstellung in Tirol für sich entscheiden konnte. Ein wildes Bietgeschehen nahm erst bei 4.700 EUR zu Gunsten eines niedersächsischen Holsteinzüchters sein Ende. Aber auch weitere Spitzentiere erzielten herausragende Zuschlagspreise von 3.000 EUR und mehr. In Auftriebsreihenfolge: eine Bison-Tochter von Siegfried Ziegler aus Stiefenhofen sicherte sich für 3.500 EUR ein Kunde aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Von Florian Hierl aus Immenstadt kam eine leistungsstarke Aquin-Tochter mit weit über 33 kg Milch zum Verkauf, die für 3.000 EUR zu einem Zuchtbetrieb ins Unterallgäu wechselt. Eine sehr feine und elegante Cadiz-Tochter mit hervorragendem Euter und 34 kg Milch stellte Stefan Achberger aus Scheidegg im Ring vor. Ein einheimischer Züchter sicherte sich diese Zukunftskuh bei 3.300 EUR. Diese beiden Tiere wurden bereits über die Stallvermittlung von ProRind vermarktet, bei Interesse an Jungvieh nehmen sie gerne Kontakt zu ihren Außendienstmitarbeitern auf. Eine weitere, leistungsstarke Aquin-Tochter stellte Familie Ettensperger aus Sulzberg zum Verkauf vor. Ein selbst anwesender spanischer Kunde sicherte sich den Zuschlag bei 3.050 EUR. Das Spitzenfeld komplettiert eine Sevilla-Tochter von Christian Egger aus Greggenhofen für 3.150 EUR. Bei hoher Melkbarkeit, über 31 kg Milch und bestem Exterieur gaben auch die sehr hohen, eiweißstarken Leistungen und die lange Nutzungsdauer von Mutter und Großmutter den Ausschlag dafür, dass ein Züchter aus dem benachbarten Baden-Württemberg den längsten Atem bewies.
(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos; ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 8. Februar 2024, im ZVZ Unterthingau statt.
Für die darauffolgende Auktion am 22. Februar ist Anmeldeschluss am 8. Februar.

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Gelungener Start ins neue Jahr bei ProRind

Zur 36. Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes ProRind konnten am Donnerstag, den 11. Januar 2024, elf Stiere, zehn Zuchtkälber, zehn Mehrkalbskühe und 224 Jungkühe verkauft werden. Viele Unsicherheiten prägten die Käufer und Verkäufer durch die aktuelle Lage der Politik und deren Entscheidungen bzgl. Agrardiesel und KFZ-Steuer. Denn durch die Teilnahme oder die Organisation von Demonstrationen fanden viele Landwirte keine Zeit, für die Zuchtviehauktion in Unterthingau. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Landwirte hier ihr Wort erheben, und für sich, ihren Berufsstand und auch den gesamten Mittelstand präsent sind. Diese Lücke konnte dank vieler Kaufaufträge durch Verbandsmitarbeiter und mehrere ausländische Großkunden gefüllt und der Markt zügig geräumt werden, wodurch der Durchschnittspreis der Jungkühe 2.034 EUR erzielen konnte.

Gutes Angebot am Stiermarkt

An diesem Tag konnte ein Stammkunde aus Belgien zwei Stiere für einen Höchstpreis von jeweils 2.050 EUR für sich erzielen. Zum einen präsentierte die Osterried KG aus Leinau einen sehr gut entwickelten Optimal-Sohn, dessen Mutter, eine Puck-Tochter mit einer Höchstlaktation von über 13.700 kg Milch, 4,28 % Fett und 3,73 % Eiweiß das Pedigree des Bullen bestärkte. Der zweite Stier im Bunde ist ein Volantis-Sohn von Thomas Unsinn aus Forst mit einem GZW von 132. Die Bullenmutter, eine Seasidebloom-Tochter, wurde in der 1. Laktation mit EX 86 bewertet. Der gesamte Stiermarkt war trotz starker Höchstpreise verhalten und zum Schluss konnten 11 Stiere verkauft werden. Hier pendelte sich der Durchschnittspreis bei 1.541 EUR ein.

Schwache Nachfrage nach Zuchtkälbern

Im Moment herrscht verhaltenes Kaufinteresse beim Kälbermarkt, dies ist dem Durchschnittspreis von 232 EUR zu verdanken. Von vielen potenziellen Käufern kam bereits im Vorfeld die Rückmeldung, dass die Ställe voll sind oder die Angst vor einer eventuellen Grippe-Einschleppung besteht. Dennoch erzielte den Höchstpreis die Katalognummer 13, das Hagrid-Kalb vom Betrieb Diebolder Max aus Engetried, bestärkt durch eine Mutterleistung von 9.732 kg Milch mit 4,25 % Fett und 3,82 % Eiweiß. Dieses auch im Exterieur hervorragend entwickeltes Zuchtkalb wechselte für 500 EUR nach Norddeutschland.

Ausländische Kunden und Kaufaufträge der Verbandsmitarbeiter stützen den Markt bei den Abgekalbten

Die Angebotsqualität mit 30 kg Milch im Durchschnitt war an diesem Markttag durchaus gegeben, jedoch zeigt die starke Preisspanne von 1.050 – 3.300 EUR deutlich, dass die Käufer sehr hohen Wert auf die Qualität der Verkaufstiere legen und auch darauf bezogen einkaufen. Außerdem wurden mit zügigen Geboten von jenseits 2.100 EUR fehlerfreie Jungkühe gehandelt. Das spiegelt auch am Ende den Durchschnittspreis von 2.035 EUR wider.

Brown Swiss und Holstein an der Spitze gehen nach Südtirol

Bei dieser Versteigerung konnten sich jeweils eine Brown Swiss- und eine Holstein-Jungkuh deutlich hervorheben. Denn den Tageshöchstpreis von 3.300 EUR erzielte der Betrieb Zeller aus Oberstdorf. Die schon etwas ältere Dynamite-Tochter, überzeugte mit ihrem hervorragenden Exterieur und Euter, mit einem Tagesgemelk von 33 kg Milch wird sie nun von einem Stammkunden in Südtirol gemolken. Zudem konnte kurz vor Schluss der Versteigerung die sehr kräftige und fehlerfreie Holstein-Jungkuh aus dem Roboterbetrieb von Rainer Erdle aus Memmenhausen mit einer Tagesleistung von 40 kg den Höchstpreis der Holsteins von 3.250 EUR für sich gewinnen, auch Sie wurde in den Süden verladen.
(Autor und Bilder: Lena Guggemos)

Die nächste Auktion im Jahr 2024 findet am Donnerstag, den 25. Januar 2024 im ZVZ Unterthingau statt. Darauf folgt die Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 8. Februar 2024, Anmeldeschluss ist der 25. Januar 2024.

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Erfolgreicher Jahresabschluss am 20. Dezember in der ProRind-Arena

Zur 35. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Mittwoch, den 20. Dezember 2023, konnten 10 Stiere, 25 Zuchtkälber, 6 Mehrkalbskühe und 253 Jungkühe verkauft werden. Eine bunte Mischung aus selbst anwesenden Kaufinteressenten, Kaufaufträgen und ausländischen Großkunden sorgten für einen zügigen Marktverlauf. Trotz der Tatsache, dass viele Kaufinteressenten ihre Zukäufe auf das kommende Jahr verschieben wollten, sicherte sich die Kundschaft hochwertige Jungkühe zu einem gestiegenen Durchschnittspreis von 2.054 EUR.

Zu großes Angebot am Stiermarkt

Mit dem Auftrieb von 22 Stieren waren für die Saison und die aktuelle Marktlage an diesem Tag zu viele Stiere im Angebot. Kandidaten, die gut entwickelt waren und mit fehlerfreien Zuchtwerten und passenden Leistungsinformationen vorgestellt wurden, fanden zu ordentlichen Preisen auch Käufer. Vorgestellte Stiere, die die genannten Anforderungen nicht erfüllen konnten, erhielten keine Gebote oder wurden nur zu Mindestpreisen gehandelt. So pendelte sich der Durchschnittspreis über alle Rassen am Ende bei 1.655 EUR ein. Zwei Stiere kosteten über 2.000 EUR. Zum Tageshöchstpreis von 2.200 EUR wurde ein schicker, gut entwickelter, rotbunter Freestyle-Sohn von Michael Albrecht aus Egg an einen Kunden aus dem Kreis Deggendorf verkauft. Neben seiner genannten hervorragenden eigenen Entwicklung bestach der Stier mit einer Erstlaktation der Mutter von knapp 10.000 kg sowie Höchstleistungen bei der Großmutter von knapp 13.000 kg. Mit dem Zuschlag bei 2.050 EUR an zweiter Position platzierte sich ein Optimal-Sohn von der Ostenried KG aus Leinau. Die gute Entwicklung und Aufzucht des Stieres untermauerte das Lebendgewicht von über 540 kg bei einem Alter von gut 12 Monaten. Dazu kommen die mütterliche Höchstleistung von knapp 14.000 kg und die ausgeglichenen genomischen Zuchtwerte. Die alternative Väterfolge mit Optimal x Assay x Pronto war dann der letzte ausschlaggebende Faktor, diesen Stier für den Deckeinsatz an einem Weidehof der Alp- und Weidegenossenschaft (AWG) im Jahr 2024 zu ersteigern. Mitgliedsbetrieben wird mit diesem Stier ein Angebot höchster Qualität unterbreitet.

Spitzenkalb wird Hauptpreis des Weihnachtspreisausschreibens

Am Kälbermarkt zog das Interesse wieder etwas an und so stieg der Durchschnittspreis auf ordentliche 325 EUR. ProRind ist besonders stolz darauf, auch in diesem Jahr wieder den Hauptpreis des jährlichen Weihnachtspreisausschreibens des Allgäuer Bauernblattes sponsern zu dürfen. Noch mehr Freude bereitete uns, dass es in diesem Jahr das beste und teuerste Kalb der Auktion sein konnte: Hierbei handelte es sich um eine Volker-Tochter mit langlebiger und leistungsstarker Kuhfamilie von Martin Schlecker aus Weiler zum Tageshöchstpreis von 500 EUR. Die Himalaya-Mutter weist in sieben Laktationen durchschnittlich 10.100 kg mit 4 % Fett und 3,6 % Eiweiß und die Etvei-Großmutter in sieben Laktationen sogar über 11.000 kg mit 4,7 % Fett und 3,9 % Eiweiß und eine Lebensleistung von über 75.000 kg Milch auf. Mit Volker kommt einer der aktuell besten nachkommengeprüften Brown Swiss-Stiere dazu, sodass die Grundlagen für eine weitere leistungsstarke Generation gelegt sein sollten. Große Freude kam bei der strahlenden, jungen Gewinnerin Marina Waibel auf. Das Kalb bringt nun wieder Farbe in den Holsteinzuchtbetrieb von Manfred Waibel aus Aitrang.

Erfolgreicher Marktverkauf bei den Abgekalbten

Die Angebotsqualität war an diesem Tag speziell in der Leistungsbereitschaft (Durchschnitt 30 kg) und auch im Exterieur insgesamt ordentlich. Die breite Preisspanne von 1.000 - 3.500 EUR zeigt, dass Käufer Jungkühe mit fehlerfreier Qualität mit zügigen Geboten honorierten und wie in den vergangenen Monaten zu guten Preisen meist jenseits von 2.300 EUR gehandelt wurden. Dies zeigt auch der am Ende gestiegene Durchschnittspreis von 2.054 EUR bei deutlich höherer Stückzahl.

Doppelspitze hebt sich ab

An diesem Tag konnten sich zwei Tiere preislich deutlich absetzen. Den Tageshöchstpreis von hervorragenden 3.500 EUR erzielte Michael Denz aus Oberstaufen mit einer sehr jungen Bison-Tochter aus Tequila-Mutter. Sie überzeugte besonders mit ihrer jugendlichen, eleganten Entwicklung und Bewegung sowie einem überzeugenden Qualitätseuter mit hervorragender Textur, Aufhängung und perfekter Strichstellung- und -platzierung. Ein eigens angereister österreichischer Kunde sicherte sich diese Zukunftskuh. Ein Stammkunde aus dem Kreis Fürstenfeldbruck ließ sich vorher eine Arien-Tochter von der Zuchtstätte Ziegler in Stiefenhofen für 3.400 EUR nicht entgehen. Sie überzeugte ebenfalls mit tadellosem Exterieur und speziell mit überragendem Qualitätseuter. Etliche weitere Spitzentiere reihten sich zwischen 2.800 EUR und 2.900 EUR Zuschlagspreis ein, in Auftriebsreihenfolge: eine kompakte Hochgrat- Tochter von der Zuchtstätte Ettensperger aus Sulzberg konnte für einen Stammkunden am Niederrhein in NRW verladen werden, im südlichen Oberallgäu verbleibt eine leistungs- und euterstarke Aquin-Tochter von Thomas Weiler aus Gunzesried. Ebenfalls im Oberallgäu verbleibt eine Bison-Tochter mit 32 kg Milch vom Biobetrieb Konrad Baiz aus Rettenberg. Tagessieger im Biobereich wurde kurz darauf Sebastian Gromer aus Kronburg mit einer Vassri-Tochter mit über 36 kg Milch, die in den Landkreis München wechselt. Einmal mehr erfolgreich war die Hailand GbR aus Aitrang mit einer mittelrahmigen Pathos-Tochter, die ebenfalls für den oben genannten Stammkunden vom Niederrhein verladen werden konnte. Für einen weiteren langjährigen Stammkunden aus Schleswig-Holstein konnte eine Sevilla-Tochter von Martin Schlecker aus Weiler ersteigert werden. Den Abschluss der Spitzengruppe und gleichzeitig teuerste Holsteinjungkuh des Tages wurde eine Simon P-Tochter der Lutzenberger GbR aus Jengen, die in den Kreis Marktoberdorf wechselt.
(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos; ProRind)

Die erste Auktion im Jahr 2024 findet am Donnerstag, den 11. Januar im ZVZ Unterthingau statt. Anmeldeschluss ist Donnerstag, der 28. Dezember 2023.
Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Das Vermarktungsteam von ProRind bedankt sich bei allen Verkäufern und Käufern für das Vertrauen in einem gelungenen Kalenderjahr 2023 und freut sich auf weiterhin gute Geschäftsbeziehungen im Jahr 2024. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ruhige und feierliche Weihnachten. Kommen Sie gut ins Jahr 2024!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Europas Zuchtwelt zu Gast in Unterthingau

Nach der hoch erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr schaute die europäische Rinderzuchtszene am Samstag, den 16. Dezember 2023 gespannt nach Unterthingau, wo der Rinderzuchtverband ProRind den zweiten „Weihnachtssale, DIE Eliteauktion in Süddeutschland“ veranstaltete. Die Messlatte des vergangenen Jahres lag hoch, doch alle Erwartungen konnten in phänomenaler Weise übertroffen werden. Über 1.800 Besucher vor Ort und tausende Zuschauer an den Bildschirmen daheim verfolgten eine Show mit grandiosem Ergebnis.

Unterthingau ist Mittelpunkt der europäischen Rinderzucht

Bereits seit Wochen in sämtlichen Medien national und international angekündigt, fand am Samstag, den 16. Dezember 2023, die zweite Eliteauktion des Zuchtverbandes ProRind, der „2. ProRind- Weihnachts-Sale“ in Unterthingau statt. Schon im Vorfeld kündigten sich etliche Besucher und Interessenten aus allen Regionen Deutschlands und dem europäischen Ausland an und die Arena bebte. Besucher- und Zuschauerzahlen aus dem Vorjahr sowie Durchschnitts- und Höchstpreise wurden pulverisiert. Am Ende wurden Tiere und Embryonen für über 5.100 EUR im Durchschnitt in sieben europäische Länder verkauft. Nach einer intensiven Vorbereitungswoche mit den Verkaufstieren in Unterthingau, die dem hervorragenden Stallteam um „Stallchef“ Michael Ziegler und den ProRind-Mitarbeitern alles abverlangte, waren die Zeichen am Samstagnachmittag durchweg positiv. Alle Vorbereitungen waren pünktlich fertiggestellt und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Um 16:00 Uhr öffneten die Stallungen und viele Interessenten besichtigten die Tiere. Sie wurden von den Allgäuer Jungzüchtern kulinarisch bestens versorgt. Pünktlich um 19:30 Uhr startete dann der weltweite Livestream der Firma Live-Sales und die Arena wurde durch das Technikteam rund um Felix Körper aus Durach in Konzertatmosphäre versetzt. Nach der kurzen Eröffnungshymne ergriff ProRind-Mitarbeiter Alexander Kuppel das Wort auf der Bühne und stellte den Ablauf des Abends, sowie die Protagonisten, Auktionator Nici Nosbisch, sowie seine Assistenten, die Ringmen Matthias Haslach, Christoph Schönmetzler, Rupert Wenger und Simon Sprenzel vor, die den ganzen Abend damit beschäftigt waren, die zahlreichen Gebote im Saal anzunehmen.

Höchste Qualität & Rassevielfalt als Schlüssel zum Erfolg

Kurz darauf betrat das erste Verkaufstier die Bühne und eröffnete den Reigen, bei dem am Ende insgesamt 54 Tiere für herausragende 5.101 EUR (400 Euro mehr als im Vorjahr) und 9 Embryonenpakete für ebenfalls überragende 876 EUR pro Embryo verkauft werden konnten. Unter den Hammer kamen Kälber, Jungrinder, Kalbinnen und Jungkühe der Rassen Brown Swiss, Holstein, Fleckvieh, Jersey, Wagyu, Original Braunvieh und Normanne. Eine Verkaufsquote von wiederum 96 % zeigte erneut, dass sich das Konzept eines Angebotes mit großer Rassevielfalt absolut bewährt hat, da so etliche verschiedene Käuferklischees angesprochen werden konnten. Neben Betrieben aus Bayern nutzten in diesem Jahr erfreulicherweise auch Betriebe aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Vermarktungsmöglichkeit über den ProRind-Sale und bereicherten somit das hervorragende Angebot.

17.000 EUR für Brown Swiss- Jungrind

Schon im Vorfeld erweckten mehrere Angebote großes Interesse bei regionalen und überregionalen Züchtern. Besonders kristallisierte sich dann mit Katalognummer 48 das höchste jemals angebotene hornlose Brown Swiss-Rind heraus. Boxer Santa Maria Pp, eine Boxer-Tochter, die von der Züchtergemeinschaft Rainer Thoenes und Alexander Kuppel aus Kalkar in NRW angeboten wurde, konnte mit einem überragenden Zuchtwert von gGZW 145 mit fehlerfreien Sekundärmerkmalen und einer tadellosen, eigenen Entwicklung begeistern. Nach der Vorstellung des Pedigrees und der Embryonenverträge flogen Kataloge und damit Gebote aus der gesamten Halle. Innerhalb von wenigen Sekunden schnellte der Preis in astronomische Höhe. Nach einer kurzen Atempause nahm sich eine Südtiroler Jungzüchtergemeinschaft ein Herz und setzte den letzten Akzent des Reigens und bot sagenhafte 17.000 EUR!!! Es ist davon auszugehen, dass dieses züchterische Juwel der Hornloszucht auch in den kommenden Jahren noch von sich Reden machen wird. Direkt im Anschluss betrat dann mit MS Dior El Paso ein weiteres genomisches Brown-Swiss-Highlight aus einer bekannten und erfolgreichen Kuhfamilie die Bühne. Von Martin Schlecker aus Weiler gezüchtet, gefielen neben 140 gGZW, die hohen Inhaltsstoffe und die starke Euternote von 121. Viele, besonders einheimische Landwirte duellierten sich hier und bei 11.200 EUR sicherte sich schließlich eine neu formierte Züchtergemeinschaft aus dem Oberallgäu und Lindau diese zukünftige Stiermutter. Auf dem preislich dritten Rang konnte sich das teuerste Holsteinangebot des Tages platzieren. Aus der genialen Kollektion von Zuchtenthusiast Eduard Linder aus Roßhaupten stammt die King Doc-Tochter SDB Shakira, die keine geringere als die aktuell wahrscheinlich beste Kuh der Welt, „Erbacres Snapple Shakira EX 97“, zur Urgroßmutter hat. Auch hier duellierten sich etliche Interessenten und den Zuschlag sicherte sich letztlich ein einheimischer Zuchtbetrieb bei 9.500 EUR. Zum Zuschlagspreis von 9.000 EUR wechselte das höchste Fleckviehlos des Abends in einen Zuchtbetrieb in Franken. Aus der renommierten Zuchtstätte Bruckmeier in Münsing und deren bekannter L-Familie, die sowohl als mehrfache Besamungsbullenlieferant, als auch mit zahlreichen Schauerfolgen in Erscheinung getreten ist, stammt die Win Again-Tochter Layla, die mit gGZW 143, sehr hoher Milchmenge und besten Sekundärmerkmalen alle Anforderungen an die Bullenmutter von Morgen erfüllen konnte.  

Abgekalbte erzielen über 5.000 EUR im Schnitt - teuerste Embryonen bei 1.600 EUR

9 Embryonenpakete konnten zu beachtlichen 876 EUR im Durchschnitt verkauft werden. An der Spitze platzierten sich für 1.600 EUR pro Embryo Vitobi P/Venedig-Embryonen aus dem höchsten genomischen, hornlosen Brown Swiss-Rind des Geburtsjahrgangs 2022, New York Universum aus der bekannten U-Linie von Stefan Finkel aus Ofterschwang. Für nicht weniger starke 1.500 EUR sicherte sich ein einheimischer Züchter Embryonen von Eduard Linder aus der Paarung Godewind XX/Perennial XX aus Errera Darlingo Grey, die kurz zuvor selbst verkauft wurde. Sie stammt aus der höchst eingestuften Holsteinkuh Europas, Wyndford Atwood Grey EX 97. Die abgekalbten Jungkühe egalisierten die Vorjahrespreise ebenfalls deutlich. Die elf vorgestellten Tiere (8 BS, 3 HOL) beeindruckten am Stand besonders mit ihren hervorragenden Eutern, besten Fundamenten und hohen Einsatzleistungen gepaart mit interessanten Väterfolgen und Kuhfamilien. Der Durchschnittspreis belief sich auf grandiose 5.155 EUR. An der Spitze platzierte sich eine Pete-Tochter von der Stockingen Dairy GbR aus Halblech für hervorragende 9.500 EUR. Sie brillierte mit ihrem fehlerfreien Exterieur der Extraklasse und verbleibt im Zuchgebiet.
(Autor: Alexander Kuppel)

Erste Dezemberauktion in Unterthingau

Zur 34. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 7. Dezember 2023 konnten 5 Stiere, 17 Zuchtkälber, 7 Mehrkalbskühe und 170 Jungkühe verkauft werden. Viele selbst anwesende Kaufinteressenten sowie zahlreiche Kaufaufträge, die dem Verbandspersonal vorlagen, sorgten für einen flotten Marktverlauf mit qualitätsgerechter Bezahlung. Der Durchschnittspreis kletterte leicht auf 2.025 EUR. Exterieur- und leistungsstarke Jungkühe ohne Mängel sind und bleiben weiterhin sehr gefragt und werden zu Preisen auf höchstem Niveau gehandelt. Tiere mit Mängeln werden mit deutlichen Preiszugeständnissen vermarktet.

Breite Qualitätsspanne am Stiermarkt

Am Stiermarkt stieg der Durchschnittspreis um über 200 EUR auf 1.870 EUR, wobei lediglich fünf Kandidaten einen Käufer finden konnten. Dies zeigt zum einen die vorhandene Nachfrage nach Deckstieren und die Bereitschaft der Käufer für gute Stiere auch entsprechende Preise zu zahlen, zum anderen zeigt der größere Anteil an Stieren, die kein Angebot erhielten, dass die Kaufinteressenten sehr selektiv handeln und Kandidaten, die den Ansprüchen nicht genügen nicht nachgefragt werden. An der Tagesspitze erzielte mit Katalognummer 9 ein Vindiesel-Sohn von Thomas Fleschutz aus Günzach 2.050 EUR. Dieser Stier gefiel speziell mit einer langlebigen und besonders eiweißstarken Mutterlinie mit knapp 12.500 kg Höchstleistung bei gleichzeitig über 4 % Eiweiß. Der Stier verbleibt bei einem Zuchtbetrieb im Ostallgäu.

Auch am Kälbermarkt wird Qualität bezahlt

Der Kälbermarkt kann aktuell saisonbedingt preislich nicht ganz an das sehr hohe Niveau des Frühjahrs anknüpfen. Während gut entwickelte Zuchtkälber mit ordentlichen Abstammungsinformationen über 400 EUR einbringen, sind speziell schwächere Kälber und hier besonders aus Jungkühen nur zu Mindestpreisen an Käufer zu vermitteln. An der Spitze platzierte sich eine gut entwickelte Vallejo-Tochter von Erwin Lang aus Seeg, die mit einer langlebigen Mutter mit sehr hohen Inhaltsstoffen jenseits von 4 % punkten konnte und für 460 EUR zu einem Aufzüchter ins Oberallgäu wechselte.

Flotter Marktverkauf bei Abgekalbten

Auch am weiblichen Großviehmarkt fielen wiederum einige Tiere von der Milchliste aus. Die Angebotsqualität war an diesem Tag speziell im Eutersektor insgesamt ordentlich. Die breite Preisspanne von 900 - 3.150 EUR zeigt das breite Qualitätsspektrum. Leistungsstarke Tiere ohne Mängel wurden sehr gut nachgefragt und erzielten zufriedenstellende Preise.

Trio an der Spitze

Im breiten Spitzenfeld des Tages durchbrachen drei sehr gute Jungkühe die Schallmauer von 3.000 EUR. Den Tageshöchstpreis von 3.150 EUR erzielte Michael Eberle aus Ruderatshofen. Er präsentierte eine der ersten Töchter des französischen Spitzenstieres O’Malley im Ring. Die Jungkuh bestach mit einem Ausnahmeeuter, welches sehr hoch und fest aufgehangen war und in Sachen Eutertextur ihresgleichen sucht. Ein bekannter, passionierter Züchter und Stammkunde aus dem benachbarten Baden-Württemberg sicherte sich diese Zukunftsjungkuh. Dicht darauf folgte für 3.100 EUR eine sehr elegante, fehlerfreie Pathos-Tochter von der Hailand GbR aus Aitrang mit 32 kg Milch. Auch hier begeisterte besonders das Euter, welches speziell im Voreuterbereich hervorragend in die Bauchdecke eingebunden war. Sie konnte im Kaufauftrag für einen Zuchtbetrieb im Oberallgäu ersteigert werden. Zu einem langjährigen Stammkunden aus der Städteregion Aachen in NRW konnte eine sehr leistungsstarke Bison-Tochter mit weit über 36 kg Einsatzleistung von Narziß Wenz aus Bolsterlang zum Zuschlagspreis von 3.000 EUR verkauft werden.
 (Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos; ProRind)

Zwei Highlights stehen im Jahr 2023 noch an: Zunächst findet am Samstag, den 16. Dezember der 2. ProRind- Weihnachtssale – DIE Eliteauktion in Süddeutschland statt. Hierzu öffnen die Stalltore ab 16:00 Uhr, die Auktion startet um 19:30 Uhr. Die nächste reguläre Zuchtviehauktion mit sehr großem Auftrieb findet dann am MITTWOCH, 20. Dezember in Unterthingau statt!

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 0151-16772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Erfolgreicher Herbstmarkt in Unterthingau

Zur 33. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 23. November 2023 konnten 10 Stiere, 32 Zuchtkälber, 10 Mehrkalbskühe und 187 Jungkühe verkauft werden. Internationale Kundschaft aus Spanien und Italien sowie viele einheimische Landwirte prägten das Marktgeschehen. Der Durchschnittspreis blieb mit 2.017 EUR in etwa auf dem Niveau des letzten Marktes. Exterieur- und leistungsstarke Jungkühe ohne Mängel sind und bleiben weiterhin sehr gefragt und werden zu Preisen auf höchstem Niveau gehandelt.

Stiermarkt mit hoher Ausfallquote

An diesem Markttag wurden von 27 angemeldeten Stieren lediglich 12 aufgetrieben. Diese hohe Ausfallquote ist absolut indiskutabel und sollte so im Sinne aller Beteiligten nicht wieder vorkommen! Viele Käufer hatten im Vorfeld Interesse angemeldet, wurden dann aber enttäuscht, als die selektierten Kandidaten nicht zum Verkauf vorgestellt wurden. An der Spitze rangierte ein Bloomlord-Sohn aus dem Biobetrieb von Richard Göhl aus Rettenberg, der künftig in Sachsen zum Deckeinsatz kommt, sowie einmal mehr ein Fleckviehstier, in diesem Fall ein Wundawuzi-Sohn von Michael Eberle aus Ruderatshofen, der im Ostallgäu verbleibt. Beide Stiere wurden bei 2.300 EUR zugeschlagen.

Aufreger am Kälbermarkt

An diesem Tag wurde am Kälbermarkt ein besonderes Kalb zum Verkauf angeboten. Erst am Dienstag mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von 138 und fehlerfreien Einzelzuchtwerten sowie genetisch hornlos getestet, erzeugte Katalognummer 16, eine Sepp Pp-Tochter von Peter Lerf aus Aitrang bereits im Vorfeld großes Interesse. Es entbrannte ein langes Bieterduell, welches sich erst bei 1.540 EUR im Kaufauftrag zugunsten eines Interessenten aus dem Raum Wertingen entschied. Ansonsten wurden gut entwickelte Zuchtkälber mit hohen Leistungen bei rund 400 EUR gehandelt, während schwächer entwickelte Kälber oder Kälber mit weniger hohen Leistungen sowie Holstein- und Kreuzungskälber teilweise auch unter 200 EUR gehandelt wurden oder kein Gebot erhielten.

Guter Marktverlauf bei weiblichem Großvieh

Auch am weiblichen Großviehmarkt fielen einige Tiere von der Milchliste aus. Auch hier zu viele! Die Angebotsqualität war im Braunviehbereich besser als 14 Tage zuvor, während die Holsteins nicht ganz an vorangehende Märkte anknüpfen konnten. Der sehr ordentliche Durchschnittspreis von 2.017  EUR und die vielen guten Jungkühe, die 2.500 EUR bzw. 3.000 EUR und mehr erzielen konnten, zeigen jedoch, dass eine sehr gute Nachfrage nach funktionellen, leistungsstarken Tieren besteht und die Aussichten somit weiterhin positiv bleiben. Was sich bereits bei den vergangenen Märkten und besonders an diesem Tag preislich sehr negativ auswirkte, waren Tiere, die bereits länger als 8 Wochen von der Kalbung entfernt waren. Außerdem erzielten die Jungkühe mit höherem Erstkalbealter wiederholt nicht die höchsten Zuschlagspreise.

Breite Spitze mit jungen Tieren

Die sieben teuersten Tiere der Auktion waren bei der Kalbung maximal 30 Monate alt, und vier davon unter 25 Monaten Erstkalbealter. Dies zeigt, dass sich eine gute und intensive Jungviehaufzucht finanziell absolut lohnt. So ist es nicht verwunderlich, dass der Tageshöchstpreis von einem der jüngsten Tiere erzielt wurde. Hierbei handelt es sich um eine Suvari-Tochter von der Schertich GbR aus Apfeldorf, die mit grandiosem Exterieur und 37 kg Einsatzleistung alle Anwesenden beeindruckte und schließlich für 3.200 EUR nach Südtirol verkauft werden konnte. Zum Steigpreis von 3.100 EUR folgten eine hervorragende Doctor-Tochter von Manfred Waibel aus Aitrang mit 38 kg Milch, die ebenfalls nach Südtirol verkauft wurde und die jüngste Kuh des Tages, eine Mali P-Tochter vom Betrieb Jürgen Mang aus Bedernau mit weit über 36 kg Milch, die nach Spanien verladen wurde. Beim Zuschlag von 3.050 EUR reihten sich drei Tiere ein: Zunächst wiederum für einen Südtiroler Stammkunden eine kapitale, leistungs- und euterstarke Arien-Tochter von Hans Reiser aus Haldenwang, kurz darauf eine sehr schicke Casanova-Tochter von Thaddäus Göhl aus Oberstdorf nach Spanien, sowie eine Hotgun-Tochter von der Schedel Agrar GbR aus Egg nach Mittelfranken. Den Abschluss des Spitzenfeldes machte eine mittelrahmige Viamont-Tochter von der Hailand GbR aus Aitrang, die bei 3.000 EUR für einen hessischen Stammkunden ersteigert werden konnte.
(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos; ProRind)

Nächste Auktionen im Zucht- und Vermarktungszentrum Unterthingau
- Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 7. Dezember 2023
- Zuchtviehauktion
 am Mittwoch, den 20. Dezember 2023 | Anmeldeschluss: Donnerstag, 7. Dezember

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Internationales Marktgeschehen bei Unterthingauer Zuchtviehauktion

Zur 32. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 9. November 2023 konnten 6 Stiere, 19 Zuchtkälber, 8 Mehrkalbskühe und 207 Jungkühe verkauft werden. Internationale Kundschaft aus Spanien, Belgien und Italien prägen das Marktgeschehen. Der Durchschnittspreis pendelte sich auf weiterhin gutem Niveau bei qualitativ angemessenen 2.010 EUR ein. Exterieur- und leistungsstarke Jungkühe ohne Mängel sind und bleiben weiterhin sehr gefragt und werden zu Preisen auf höchstem Niveau gehandelt.

Kleiner Stiermarkt

An diesem Markttag waren wieder lediglich Brown Swiss-Stiere im Angebot. Von 7 aufgetriebenen Stieren konnten 6 zu guten 1.833 EUR an neue Besitzer vermittelt werden. Der gestiegene Durchschnittspreis ist vor allem auf die verbesserte körperliche Entwicklung der Verkaufskandidaten im Vergleich zu den vorherigen Herbstmärkten zurückzuführen. Das etwas höhere Alter und die damit verbundene bessere Entwicklung und das höhere Gewicht machten sich deutlich positiv bemerkbar. Die Kramer GbR aus Erolzheim erzielte mit einem Portland-Sohn für 2.050 EUR den geteilten Tageshöchstpreis. Dieser Kandidat überzeugte speziell mit überragenden Inhaltsstoffen in der Höchstleistung von knapp 4,9 % Fett und über 4,2 % Eiweiß. Er verbleibt im Zuchtgebiet. Ebenfalls 2.050 EUR kostete ein Dior-Sohn von Max Klemp aus Bad Grönenbach, der speziell mit seinem gGZW von 137 auf voller Linie überzeugte und für einen belgischen Kunden verladen werden konnte.  

Ruhiger Kälbermarkt

Am Kälbermarkt herrscht momentan verhaltenes Kaufinteresse, was dem Durchschnittspreis von 241 EUR zu entnehmen ist. Gut entwickelte Kälber mit guten Abstammungsinformationen erzielen Preise jenseits von 300 EUR. Bei schwächeren Kälbern gibt es oft nur Mindestpreise von rund 200 EUR.

Nachfrage nach funktionellen Abgekalbten bei Weitem nicht gedeckt

Am weiblichen Großviehmarkt war einmal mehr das bekannte Auf und Ab zwischen zwei Märkten zu beobachten. Während sich die Angebotsqualität vor 14 Tagen auf sehr hohem Niveau befand, konnten die aufgetriebenen Tiere an diesem Markttag qualitativ nicht an dieses gute Niveau heranreichen. Der sehr ordentliche Durchschnittspreis von 2.010 EUR bei über 200 verkauften Tieren und die vielen guten Jungkühe, die 2.500 EUR und mehr erzielen konnten, zeigen jedoch, dass sehr gute Nachfrage nach funktionellen, leistungsstarken Tieren besteht. Die Aussichten bleiben somit weiterhin positiv.

Spitzenduo hebt sich ab

Preislich und formalistisch konnten an diesem Tag zwei Tiere besonders auf sich aufmerksam machen. Mit Katalognummer 265 war dies zunächst eine Blüm-Jungkuh von Thomas Burger aus Alstädten. Von Bamos abstammend, bestach diese Jungkuh besonders mit ihrem kapitalen, schweren Körper. Das sehr breite und optimal geneigte Becken sowie das ebenfalls breit und hoch angesetzte Hintereuter gefielen genauso wie die optimale Strichlänge und -positionierung, die das automatische Melken am Roboter leicht ermöglichen. Der Zuschlag durch Auktionator Josef Hefele fiel zugunsten eines belgischen Fleckviehzüchters erst bei 3.350 EUR. Nur wenige Minuten später entzündete sich das nächste hitzige Bieterduell zwischen spanischen, italienischen, deutschen und belgischen Kunden, als die hervorragende Acryl P-Tochter von Siegfried Ziegler aus Stiefenhofen den Ring betrat. Diese sehr feinzellige, harmonische, jugendlich wirkende Kuh bestach neben ihrem fehlerfreien, glasklaren Fundament ganz besonders mit ihrem grandiosen Euter. Dieses war im Hintereuterbereich extrem breit und hoch aufgehängt, überzeugte mit starker Textur und Lebhaftigkeit sowie einer perfekten Strichlänge und -verteilung. Zum Tageshöchstpreis von 3.700 EUR sicherte sich der gleiche, vorhergenannte, belgische Landwirt den Zuschlag für dieses Spitzentier mit großartiger Zukunft.
(Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktionen im Zucht- und Vermarktungszentrum Unterthingau

  • Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 23. November 2023
  • Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 07. Dezember 2023 | Anmeldeschluss: Donnerstag 23. November)

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Rasante Versteigerung in Unterthingau

Zur 31. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 26. Oktober 2023, konnten 13 Stiere, 18 Zuchtkälber, 12 Mehrkalbskühe und 203 Jungkühe verkauft werden. Mit einem überragenden Zugewinn von 146 EUR konnte bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von 2.225 EUR realisiert werden. Diese Steigerung ist u.a. auf die gestiegene Nachfrage aus Italien aufgrund des Blauzungenausbruchs in Nord- und Mitteldeutschland, langfristig positive Aussichten am Milchmarkt und die hohe Durchschnittsleistung des Verkaufskontingentes zurückzuführen.

Stiermarkt wie „Phönix aus der Asche“

Nach den vergangenen, sehr verhaltenen Stiermärkten profitierten die Verkäufer an diesem Tag von vielen Interessenten aus der näheren Umgebung, die die Möglichkeit nutzten und nach den abgeschlossenen Außenarbeiten die Reise nach Unterthingau antraten, um Deckstiere für die anstehende Wintersaison zu ersteigern. So wurde das Angebot fast vollständig geräumt und der Durchschnittspreis für 7 Brown Swiss-Stiere, 5 Holsteinstiere und 1 Fleckviehstier stieg auf gute 1.815 EUR an. An der klaren Tagesspitze positionierte sich einmal mehr ein genetisch hornloser Jungstier. Der Design PP- Sohn von Elisabeth Herz aus Sontheim konnte mit dem Komplettpaket aus ausgeglichenen genomischen Zuchtwerten, guten Vorfahrensleistungen sowie seiner eigenen hervorragenden Entwicklung bezüglich Rahmen, Fundamentqualität und Bewegung glänzen. Nach langem Bieterwettstreit sicherte sich ein Züchter aus dem benachbarten Vorarlberg in Österreich die Dienste dieses Topstieres für ansprechende 3.100 EUR. Mit deutlichem Abstand den preislich zweiten Tagesrang belegte wieder ein Fleckviehstier! Für 2.300 EUR wechselt dieses Mal ein sehr gut entwickelter Hoeri-Sohn aus der Aufzucht von Michael Eberle aus Ruderatshofen nach Italien. Nach den ersten vielversprechenden Verkäufen werden Fleckviehstiere nun voraussichtlich zu jeder zweiten Auktion gemeinsam mit den Holsteinstieren angeboten, also nächstes Mal zum Markt am 23. November.

Ruhiger Kälbermarkt

Am Kälbermarkt dominierte das bekannte Bild. Während sich die Kaufinteressenten auf einige Ausnahmekälber mit besonderen Vorfahrensleistungen und/ oder speziellen Väterfolgen stürzten, die deutlich überdurchschnittliche Preise erzielten, waren knapper entwickelte Tiere oder Kälber mit ungenügenden Mutterleistungen nur zu Mindestpreisen abzusetzen. Der Schnitt pendelte sich bei 267 EUR ein. Die danach folgenden sehr interessanten und gut entwickelten Kälber erzielten Preise von 400 EUR und mehr. Zunächst war Franz Haug aus Unterjoch mit einer Hagrid-Tochter aus einer langlebigen Kuhfamilie erfolgreich. Diese sicherte sich ein Oberallgäuer Aufzüchter. Zum Tageshöchstpreis von 480 EUR wurden zwei sehr junge Kälber aus der Bestandsaufgabe von Anton Maucher aus Egelhofen verkauft. Hierbei handelte es sich um eine behörnte Boxer Pp-Tochter sowie eine genetisch hornlose Domino P- Tochter, die beide im Zuchtgebiet verbleiben.

Enormer Preisanstieg bei den Abgekalbten

Am weiblichen Großviehmarkt ging es von Beginn an rasant los. Die Vorzeichen durch den neuerlichen Ausbruch der Blauzungenkrankheit in den Niederlanden sowie nun auch in Nordrhein- Westfalen und Niedersachsen und die damit verbundenen Restriktionen bei Zukäufen aus diesen Gebieten sorgten für einen Nachfrageschub für frisch abgekalbte Qualitätstiere aus Unterthingau, der am Ende für einen sehr hohen Durchschnittspreis von 2.225 EUR bei über 200 verkauften Tieren sorgte. Die breite Preisspanne von 1.100 EUR - 4.200 EUR zeigt jedoch auch einmal mehr, dass qualitätsbewusst gesteigert wurde und für jeden Geldbeutel das passende Angebot aufgetrieben wurde. Insgesamt war die Tagesqualität auf ansprechendem Niveau und einige Spitzentiere glänzten mit hervorragender Leistung und Exterieur und stachen preislich nochmals hervor.

Spitzenduo hebt sich ab

Nach längerer Zeit konnten an diesem Tag absolut zu Recht wieder zwei Tiere die 4.000 EUR-Marke knacken. Zunächst wurde zum Tageshöchstpreis von 4.200 EUR einmal mehr eine Tochter des Schweizer Allroundstieres Barca verkauft. Sie stammt aus der Zucht der Berghof Babel GbR aus Wald und wurde von Franz Kögel aus Oberstdorf aufgezogen und hervorragend am Markt präsentiert. Frisch gekalbt und bereits eine Leistung von 30 kg Milch und sehr eiweißstarke Vorfahren, das waren die positiven Vorzeichen auf dem Papier. Die Jungkuh selbst bestach mit einem fehlerfreien eigenen Exterieur. Besonders hervorzuheben sind sicherlich die perfekte Oberlinie, die anständige Substanz und Bemuskelung, das optimal gelagerte Becken, die flüssige Bewegung auf bestem Beinwerk, sowie ein Euter, welches speziell in Sachen Vordereuteranbindung, Eutertextur und besonders optimaler Strichlänge- und -verteilung seinesgleichen sucht. Sie wurde im Kaufauftrag für einen renommierten Holsteinzuchtbetrieb in Rheinland- Pfalz ersteigert. Dicht darauf folgte zum Zuschlag bei 4.000 EUR die nächste Spitzenjungkuh, die sich nur in Nuancen von der vorher Beschriebenen unterschied. Hierbei handelt es sich um eine Norwin-Tochter aus der bekannten Schaulinie um Mutter Anibal Paris von der Zuchtstätte Denz aus Oberstaufen. Sie überzeugte insbesondere mit ihrer jugendlichen Ausstrahlung und ihrem sehr milchtypischen Körperbau bei einer überragenden Milchleistung von weit über 33 kg. Ein eigens aus Italien angereister begeisterter Züchter bewies das längste Durchhaltevermögen und sicherte sich dieses hervorragende Tier für starke 4.000 EUR. Mit etwas preislichem Abstand folgte zum Steigpreis von 3.400 EUR die teuerste Holsteinjungkuh des Tages. Die Archy RDC-Tochter von Christian Spengler aus Bobingen konnte 36 kg Tagesmilch vorweisen und beeindruckte mit ihrem feinen eleganten Körper, viel Milchtyp und einem hoch aufgehängten, robotergeeigneten Qualitätseuter. Sie wurde am Nachmittag für einen Stammkunden aus Südtirol verladen. Für 3.100 EUR wurden in Auftriebsreihenfolge eine Sion-Tochter von Matthias Fink aus Burgberg nach Niedersachsen, eine Fleckviehjungkuh abstammend von Vermeer und vorgestellt von der Hailand GbR aus Aitrang in den Landkreis Erding sowie eine Namur- Enkelin von Thomas Fleschutz aus Günzach in den oberbayerischen Landkreis Altötting zugeschlagen.
(Autor: Alexander Kuppel; Bilder: Lena Guggemos)

Nächste Auktionen im Zucht- und Vermarktungszentrum Unterthingau

  • Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 9. November 2023
  • Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 23. November 2023 | Anmeldeschluss: Donnerstag  9. November

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Dritter gemeinsamer Jungrinder- und Fressermarkt in Unterthingau

Zum 3. Jungrinder- und Fressermarkt des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau am Donnerstag, den 19. Oktober 2023, konnten 15 Kalbinnen, 156 Jungrinder und 33 Fresser verkauft werden.

Interessante Jungrinder erzielen Höchstpreise

Am Jungrindermarkt wurde von Beginn an deutlich, dass altersentsprechend ordentlich entwickelte und gut vorbereitete Tiere gut nachgefragt waren, während leichte, schwächere und unterentwickelte Rinder oder Tiere mit unzureichenden Leistungsinformationen deutliche Preisabschläge hinnehmen mussten, was der breiten Preisspanne von 250 - 2.050 EUR zu entnehmen ist. Auffallend an diesem Markt war, dass viele Biobetriebe Ihre Tiere zum Verkauf angeboten haben, vermutlich wegen der regionalen Futterknappheit. Am Ende pendelte sich der Markt bei qualitativ und jahreszeitlich entsprechend passenden 725 € Durchschnittspreis ein. Sobald zu einer passenden Entwicklung, Vorbereitung und funktionellem Exterieur noch gute Vorfahrensleistungen und als Zusatz interessante internationale Väterfolgen kamen, flogen Auktionator Josef Hefele zahlreiche Gebote entgegen und es kam zu Höchstpreisen.

Teuerstes Jungrind an diesem Tag war die Katalognummer 24, eine Dior-Tochter von der Zuchtstätte Walcher GbR aus Steinheim. Die Mutter eine Vintage-Tochter mit einer abgeschlossenen 1. LA von 8.436 kg Milch-4,24 % Fett-3,82 % Eiweiß. Hinzu kam noch, dass diese Vintage-Tochter mit ihren genomischen Zuchtwerten überzeugen konnte. (GZW 130-MW 121). Ein Oberallgäuer Züchter hatte nach einem längeren Bieterduell den Atem vorn und kann sich zukünftig über dieses sehr gute auch im Exterieur perfekte Rind freuen.

Kalbinnenmarkt eher zurückhaltend

Bei den Kalbinnen entwickelte sich von Beginn an ein eher schleppender Marktverlauf, was sicherlich größtenteils auf die angebotene Qualität der Tiere zurückzuführen ist. Als weitere Faktoren kommen hinzu, dass viele Milchviehbetriebe das Abkalberisiko scheuen und eher melkende Tiere den Kalbinnen vorziehen. Den Tageshöchstpreis erzielte die Katalognummer 205, eine gut entwickelte Galaxis-Tochter vom Zuchtbetrieb Anton Maucher in Egelhofen. Die Mutter, eine Hamburg-Tochter, konnte in der 1.LA eine Leistung von 9.144 kg Milch-4,17 % Fett-3,56 % Eiweiß verbuchen. Diese Kalbin wurde über einen Kaufauftrag nach Italien verkauft. Der anschließende Fressermarkt verlief insgesamt zügig. Kaufinteressenten gaben ihre Gebote sehr qualitätsbezogen ab, was die enorm breite Preisspanne von 320 - 900 EUR deutlich macht. Im Durchschnitt konnten zufriedenstellende 690 EUR erzielt werden.

Neuer Rekordmarkt im ZVZ Unterthingau - 350 Zuchttiere vermarktet

Zur 29. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 12. Oktober 2023 konnten 5 Stiere, 31 Zuchtkälber, 5 Mehrkalbskühe und 307 Jungkühe verkauft werden. Gleichbleibend hohe regionale und überregionale Nachfrage, der große Auftrieb, sowie an diesem Tag insgesamt deutlich verbesserte Qualität sorgten für einen bemerkenswerten Preissprung auf 2.079 EUR für über 310 Abgekalbte – europaweite Spitze.

Stiermarkt sehr zurückhaltend

Nach einem sehr erfreulichem Frühjahr und Sommer mit guter Nachfrage nach Deckstieren festigten sich an diesem Markttag die Vorzeichen der vergangenen Wochen in diesem Sektor. Das zeigt der Verkauf von lediglich 5 Stieren zu mittleren 1.440 EUR.

Selektive Kälberkunden

Wieder deutlich mehr Tiere wurden an diesem Tag am Kälbermarkt angeboten. Insgesamt konnten 31 Kälber zu mittleren 317 EUR verkauft werden. Schwächer entwickelte Tiere und ungenügende Leistungsinformationen sorgten dafür, dass einige Kälber im Überstand verblieben oder nur geringe Preise erzielten. Passende Kälber erzielten schnell 400 EUR und mehr. Zum Tageshöchstpreis von 600 EUR ging ein sehr gut entwickeltes New York- Kalb von Franz Brugger aus Marktoberdorf zu einem Aufzuchtbetrieb ins südliche Oberallgäu.

Schallmauer von 300 Abgekalbten geknackt

Die große Varianz der Zuschlagspreise von 1.050 EUR - 3.350 EUR bei den Jungkühen zeigt die wiederum deutlichen Qualitätsunterschiede im Angebot. Im Vergleich zu den Vormärkten war das Niveau insgesamt aber höher und so stieg der Durchschnittspreis auf 2.079 EUR an. Ein dermaßen großer Auftrieb von über 310 Abgekalbten ist europaweit einzigartig und stellte das Vermarktungs- und Stallteam vor eine große Herausforderung, die alle gemeinsam zufriedenstellend meisterten. 

Breite Preisspitze

Den Tageshöchstpreis von 3.350 EUR sicherte sich an diesem Tag Familie Ziegler aus Stiefenhofen mit einer kapitalen, euter- und leistungsstarken Hochgrat-Tochter. Die Gebote stiegen flott in die Höhe und letztendlich entschied ein Stammkunde aus dem Kreis Fürstenfeldbruck den Reigen zu seinen Gunsten. Dicht darauf folgte ein Duo von der Zuchtstätte Angerer aus Wertach, die an diesem Tag sehr erfolgreich die Heimreise antreten konnte. Zunächst sicherte sich ein Stammkunde aus dem Kreis Weilheim-Schongau für 3.300 EUR eine Bison-Tochter mit über 33 kg Marktgemelk bei knapp 4,3 % Fett und 4,2 % Eiweiß bei der Mutter. Eine zweite Kuh aus demselben Bestand mit Bison als Vater und einer ähnlich hohen Mutterleistung und mit knapp 33 kg Milch überzeugte einen italienischen Kunden, 3.200 EUR anzulegen. Auch 3.200 EUR kosteten eine weitere Bison-Tochter von der Kaudinus GbR aus Kempten mit 30 kg Milch, die nach Italien wechselte, eine F1-Kreuzung von Christian Gebler aus Marktoberdorf, die nach Niedersachsen verladen wurde und eine rotbunte Boeing-Tochter mit 40 kg Milch von der Schädler GbR aus Leutkirch, die sich der oben genannte Kunde aus dem Kreis Weilheim sicherte. (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktionen im Zucht- und Vermarktungszentrum Unterthingau

  • Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 26. Oktober 2023
  • Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 9. November 2023 | Anmeldeschluss: Donnerstag 26. Oktober

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Erfolgreicher Viehscheidmarkt in Unterthingau

Zur 28. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 21. September 2023 konnten 7 Stiere, 15 Zuchtkälber, 8 Mehrkalbskühe und 152 Jungkühe verkauft werden. Geprägt von der traditionellen Viehscheidzeit im Allgäu sowie herrlichem Spätsommerwetter, das zur Ernte von Gras und Mais einlud, zog es viele Urlauber und Zuschauer ins Vermarktungszentrum. Einige Kaufinteressenten aus der Umgebung fehlten. Das Angebot war dieses Mal leider von einer hohen Ausfallquote geprägt. Die aufgetriebenen Tiere wurden in allen Kategorien sehr qualitätsbezogen nachgefragt und verkauft.

Fleckviehstier an der Spitze

Der erste jemals in Unterthingau aufgetriebene Fleckviehdeckstier positionierte sich direkt an die Preisspitze des Tages. Hierbei handelte es sich um einen mischerbig hornlosen Wintertraum-Sohn, der von Michael Eberle aus Ruderatshofen aufgezogen und korrekt im Auktionsring vorgestellt wurde. Ausgewogene genomische Zuchtwerte im Leistungs-, Fitness- und Exterieurbereich rundeten das Gesamtbild ab, so dass dieser Stier für 2.550 EUR nach Baden-Württemberg verkauft werden konnte. An diesem Tag war Michael Eberle gleich doppelt erfolgreich, denn auch der teuerste Brown Swiss-Stier kam aus seiner Aufzucht: der aus der Zuchtstätte Brenner-Gregori stammende Chagall-Sohn glänzte mit beeindruckenden Inhaltsstoffen von rund 4,6 % Fett und 4,3 % Eiweiß bei gleichzeitig knapp 10.000 kg Durchschnittsleistung sowohl bei Mutter als auch Großmutter. Die genomischen Zuchtwerte auf Besamungsstierniveau (gGZW 137) und die Tatsache, dass er aufgrund seiner hervorragenden formalistischen Entwicklung auch Körsieger des Tages wurde, ließen die Gebote in die Höhe schnellen. Entschieden wurde das Duell am Ende bei 2.500 EUR für einen benachbarten Züchter aus Baden-Württemberg. Insgesamt blieb der Durchschnittspreis erfreulich stabil, die geringe Verkaufsquote von lediglich 8 Stieren an diesem Tag zeigte jedoch, dass für Kandidaten, die den Käuferansprüchen nicht genügen können, auch keine Nachfrage bestand.

Kälbermarkt: Käufer auch hier sehr selektiv

Durch den zweiwöchigen Auktionsrhythmus verkleinerte sich das Angebot an Zuchtkälbern deutlich. Der Durchschnittspreis erhöhte sich stark auf 335 EUR. Auch hier verblieben aber einige Kreuzungskälber im Überstand. Hier bleibt der Aufruf, die besten Tiere gezielt gesext weiblich zu besamen und schwächere Tiere sowie Kreuzungen mit Belgiersperma zu belegen. Holstein- und Fleckviehkreuzungen sind nur unter extremen Preiszugeständnissen oder gar nicht zu verkaufen. Dass sich eine gute „Ad-libitum“ Aufzucht zusätzlich immer lohnt zeigten die beiden teuersten Kälber des Tages: Die Volkwein-Tochter aus der Zucht von Franz Adä aus Sontheim, von der Familie Wiedemann aus Germaringen aufgezogen, wechselte für 520 EUR nach Oberbayern. Eine Jakarta-Tochter von der Zuchtstätte Brader aus Memmingen wechselte für 500 EUR nach Baden-Württemberg.

Breite Preisspanne bei breiter Qualität

Bei den Abgekalbten zeigte sich das gewohnte Bild der letzten Monate: fehlerfreie leistungsstarke Kühe, die ordentlich von den Verkäufern vorbereitet wurden, sind sehr gesucht und erzielen regelmäßig Höchstpreise. Tiere, die den Ansprüchen an Exterieur, Leistung, Melkbarkeit und äußerem Erscheinungsbild nicht vollständig genügen können, werden mit preislichen Abstrichen gehandelt.  Insgesamt pendelte sich der Durchschnittspreis in etwa auf Vormarktniveau bei 1.991 EUR ein.

Leistungs- und Exterieurstärke an der Spitze

Den Tageshöchstpreis von 3.200 EUR sicherte sich an diesem Tag Familie Hindelang aus Betzigau mit einer Bison-Tochter mit weit über 32 kg Milch. Sie überzeugte mit Kompaktheit im gesamten Körper, fehlerfreier Bewegung und einem robotergeeigneten Euter, aus dem ihr neuer Besitzer in Niedersachsen sicherlich lange viel Milch melken wird. An preislich zweiter Stelle positionierte sich eine der jüngsten Jungkühe der Auktion. Einmal mehr war es Josef Zwießler aus Opfenbach, der eine zweijährig gekalbte Apple-Tochter aus bekannter Kuhfamilie bestens im Ring präsentierte. Neben ihrem drüsigen Euter überzeugte sie mit über 31 kg Milch und harmonischer Bewegung. Ein italienischer Stammkunde bewies den längsten Atem beim Kampf um diese Zukunftskuh. Drei weitere Spitzentiere knackten die „3.000 EUR- Marke“: In Auftriebsreihenfolge: rahmig, euter- und leistungsstark mit höchsten Inhaltsstoffen im Pedigree erzielte die Blooming-Tochter von Stockingen Dairy aus Halblech diesen Preis und wird zukünftig bei einem langjährigen Stammkunden im Sauerland gemolken. Ebenfalls 3.000 EUR ließ sich der oben genannte italienische Stammkunde die Best Benz-Tochter von Christian Spengler aus Bobingen kosten. Sie überzeugte ebenfalls mit fehlerfreiem Exterieur und weit über 32 kg Milch bei bester Melkbarkeit und wurde so die Preissiegerin der Holsteins. Vervollständigt wird das Spitzenfeld mit einer Brown Swiss x Holstein-Kreuzung der Grabherr GbR aus Opfenbach. Die Purley-Tochter konnte 36 kg Tagesgemelk vorweisen und wird künftig im Bayerischen Wald ihre Milch produzieren. (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktionen im Zucht- und Vermarktungszentrum Unterthingau

  • Zuchtviehauktion amDonnerstag, den 12. Oktober 2023 | Anmeldeschluss: Donnerstag 28. September
  • Jungrinder- und Fressermarkt am Donnerstag, den 19. Oktober 2023 | Anmeldeschluss: Donnerstag, 5. Oktober
  • Zuchtviehauktion am Donnerstag, den 26. Oktober 2023 | Anmeldeschluss: Donnerstag 12. Oktober

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Sehr großer Septembermarkt in Unterthingau

Zur 27. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau am Donnerstag, den 7. September 2023 konnten 12 Stiere, 39 Zuchtkälber, 13 Mehrkalbskühe und 202 Jungkühe verkauft werden. Das Käufergefüge wurde von einigen selbst angereisten Landwirten und großer ausländischer Käuferschaft geprägt. Die aufgetriebene Qualität war saisonbedingt nicht auf dem höchsten Niveau. Die ordentliche Nachfrage sorgte für einen zügigen Marktverlauf mit einem Preisanstieg bei den Abgekalbten.

Gute Stiere sehr gefragt!

An diesem Tag setzte sich ein Duo deutlich vom Rest des Angebotes ab. Zunächst präsentierte die Kramer GbR aus Erolzheim den Körsieger des Tages. Hierbei handelte es sich um den hervorragend entwickelten und in allen Belangen fehlerfreien Chagall-Sohn aus der Zucht von Hermann Miller aus Gutenzell mit einer Jackman-Mutter mit weit über 5 % Fett, knapp 4 % Eiweiß und einer exzellenten Einstufung von 90 Punkten und eigenen genomischen Zuchtwerten auf Besamungsstierniveau. Für 2.600 EUR sicherte sich ein Betrieb aus dem Kreis Lindau die Dienste dieses jungen Ausnahmestiers. Noch einen Tick höher in der Käufergunst stand an diesem Tag mit Katalognummer 11 ein Seattle-Sohn aus der Zucht von Christian Zobel, Betzigau, der von Hans Reiser, Haldenwang, aufgezogen und optimal im Ring präsentiert wurde. Ein sehr ausgewogenes genomisches Profil mit speziell im Exterieurbereich sehr hohen Noten und langlebigen, leistungsstarken Vorfahren mit ebenfalls weit über 5 % Fett und rund 4 % Eiweiß, überzeugte nachdrücklich. Nach langem Duell ließ sich ein Züchter aus dem Kreis Neu-Ulm diesen Stier zum Tageshöchstpreis von 3.100 EUR nicht entgehen. Insgesamt pendelte sich der Durchschnittspreis bei guten 1.806 EUR auf einem erfreulichen Niveau ein.

Kälbermarkt: Der Trend setzt sich fort!

Der ansteigende Trend des Kälberangebotes der letzten Monate setzte sich auch an diesem Tag fort, so dass am Ende 39 Kälber erfolgreich an neue Besitzer vermittelt werden konnten. Der leicht gesunkene Durchschnittspreis ist zum einen auf die insgesamt schwankende Qualität des Angebotes zurückzuführen, sowie auf die Tatsache, dass viele Holsteinkälber nur zu Mindestpreisen gehandelt werden. Die Tagesspitze bildete ein New York-Kalb von Franz Brugger aus Marktoberdorf, das für 480 EUR einem Züchter aus dem Oberallgäu zugeschlagen werden konnte.

Faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Der erste Septembermarkt konnte in der Breite qualitativ noch nicht an die hervorragenden Auktionen in diesem Winter und Frühjahr anknüpfen, was sicherlich zum Teil auch den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen geschuldet ist. Für die Herbstmonate ist hier eine Steigerung wünschenswert und erwartbar. Insgesamt pendelte sich der Durchschnittspreis für über 200 Abgekalbte einmal mehr bei sehr guten 2.000 EUR ein.

Rot an der Tagesspitze

Den Tageshöchstpreis von 3.450 EUR sicherten sich an diesem Tag Martin und Ines Sichler aus Gunzesried mit ihrer schicken Berlin P-Tochter, die neben einer hervorragenden Milchmenge von weit über 34 kg mit einem fest- und hoch aufgehängten drüsigen Euter und einem glasklaren Fundament zu überzeugen wusste. Den längsten Atem bei diesem Bieterwettstreit behielt ein Stammkunde aus Italien. Mit etwas Abstand auf dem preislich zweiten Rang platzierte sich mit der Rigel-Tochter von Rainer Erdle aus Aichen eine Zweitkalbskuh mit 48 kg Tagesgemelk, die im Ostallgäu verbleibt. Zur Spitzengruppe des Tages zählten außerdem eine Extreme-Tochter mit knapp 44 kg Milch von Michael Hager aus Berg und die teuerste Brown Swiss-Jungkuh des Tages, eine Vassri-Tochter von Frank Bodenmüller aus Lauben, die im südlichen Oberallgäu verbleibt. (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktionen

  • Die nächste Zuchtviehauktion findet bereits am Donnerstag, den 21. September 2023 im Zucht- und Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.
  • Entgegen der fehlerhaften Angabe im Jahreskalender ist die darauffolgende Auktion am 12. Oktober (Anmeldeschluss: 28. September).
  • Auch jetzt schon der Hinweis auf den Jungrinder-und Fressermarkt am 19. Oktober, auch hier kann schon angemeldet werden!

Bitte beachten: Alle Tiere, die zur Vermarktung in Unterthingau vorgesehen sind, müssen zum Auktionstag mindestens 30 Tage auf dem Heimatbetrieb gemeldet sein bzw. dort gestanden haben!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Riesiger Sommermarkt in Unterthingau

Zur 26. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 10. August 2023 konnten 16 Stiere, 36 Zuchtkälber, 28 Mehrkalbskühe und 253 Jungkühe verkauft werden. Obwohl viele einheimische Kaufinteressenten die beginnende Schönwetterperiode für Mäharbeiten nutzten, war die Versteigerungshalle extrem gut gefüllt. Mit über 280 verkauften Abgekalbten war der Markt wiederum die größte Auktion Europas.

Flotter Stiermarkt

An die Preisspitze des Tages setzte sich an diesem Tag ein Duo, welches zukünftig bei Zuchtbetrieben im Ostallgäu zum Deckeinsatz kommen wird. Von Franz Rimmel aus Apfeltrach gezüchtet und von der Ostenried KG aus Leinau aufgezogen und bestens im Ring präsentiert, erzielte ein Vomp-Sohn mit genomischen Zuchtwerten aus Besamungsstierniveau 2.500 EUR. Direkt folgend, präsentierte die Kaudinus GbR aus Kempten einen genetisch hornlosen Vialo P-Sohn aus der Zucht der Familie Eberle aus Lengenwang. Neben dem Hornlosgen überzeugte der Stier mit tadelloser formalistischer Entwicklung sowie mütterlichen Leistungen jenseits von 11.000 kg. Er wurde zum Höchstpreis von 2.800 EUR zugeschlagen. An preislich dritter Position setzte sich mit 2.450 EUR der teuerste Holsteinstier des Tages. Der Mooi-Sohn von Norbert Trautwein aus Oberostendorf konnte ebenfalls mit dem Hornlosgen sowie hohen Mutter- und Großmutterleistungen über 12.000 kg gefallen.

Großes Kälberangebot bestens vermittelt

Der Auftrieb von knapp 40 überwiegend Brown Swiss-Zuchtkälbern war speziell für einen Sommermarkt außergewöhnlich, wurde aber von der Nachfrageseite gut aufgenommen, sodass am Ende 36 Zuchtkälber zu mittleren 360 EUR an neue Besitzer zugeschlagen werden konnten. Den Tageshöchstpreis von 660 EUR erzielte das jüngste angebotene Tier. Hierbei handelte es sich zum wiederholten Mal um eine Boxer Pp-Tochter von Anton Maucher aus Pfaffenhausen, die ins benachbarte Baden-Württemberg wechselt.

Für jeden Geldbeutel das passende Angebot

Die Vermarktung von über 280 abgekalbten Kühen und Jungkühen stellte eine enorme Herausforderung für das Verbandspersonal dar, die mit der letzten Verladung am Abend gemeinsam gemeistert werden konnte. Die nochmals größeren Qualitäts- und Leistungsunterschiede im Angebot, die in der Preisspanne von 950 – 3.500 EUR deutlich werden, machen den Durchschnittspreis von 1.921 EUR nur bedingt aussagekräftig. Funktionelle, fehlerfreie Tiere erlösen weiterhin deutlich überdurchschnittliche Preise.

Bunte Gruppe an der Spitze

Den Tageshöchstpreis von 3.500 EUR erzielte an diesem Tag eine rotbunte Redhot-Tochter von Rainer Grieshaber aus Krugzell. Mit weit über 36 kg Milch, kapitalem Körper und fehlerfreiem Fundament und Euter überzeugte diese Jungkuh viele Interessenten und es entwickelte sich ein Schlagabtausch an dessen Ende ein eigens angereister Kunde aus dem benachbarten Baden-Württemberg den längsten Atem bewies. Preislich folgend reihten sich mit 3.050 EUR bzw. 3.000 EUR gleich vier hervorragende Tiere unterschiedlicher Rassen ein. Als teuerste Schwarzbunte wurde eine zweikalbige Python-Tochter von der Zuchtstätte Lang aus Wielenbach gehandelt, die nach Italien verkauft wurde. Der gleiche Kunde sicherte sich mit einer kapitalen Glenwood-Tochter von Michael Eberle aus Ruderatshofen die teuerste Brown Swiss-Jungkuh des Tages. Eine weitere rotbunte Snickers-Tochter aus der starken Kollektion von Andreas Martin aus Unterthingau wechselt nach Oberbayern. Für die Rasse Fleckvieh reihte sich kurz vor Ende der Versteigerung eine junge Zeiger-Tochter von Ferdinand Schäfer aus Pfaffenhofen in das „3.000 EUR-Paket“ ein, die im Auftrag für einen Stammkunden aus dem Kreis Deggendorf ersteigert werden konnte. (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet in 4 Wochen am Donnerstag, den 7. September 2023 im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Erfolgreiche Juli-Auktion in Unterthingau

Zur 25. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 13. Juli 2023 konnten 6 Stiere, 22 Zuchtkälber, 15 Mehrkalbskühe und 182 Jungkühe verkauft werden. Hervorragende Jungkühe wurden mit Höchstpreisen belohnt – Durchschnittspreis bei 2.070 EUR.

Kleiner Stiermarkt

Im Vorfeld der Auktion fielen einige Stiere aus dem Angebot heraus, so dass lediglich 6 Brown Swiss- Stiere verkauft werden konnten. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2.550 EUR ein genomisch sehr kompletter und ausgeglichener Volantis-Sohn aus der Zuchtstätte Brenner-Gregori in Marktoberdorf, der von Aufzüchter Johann Ellenrieder bestens im Ring präsentiert wurde. Neben seiner tadellosen eigenen Form und Entwicklung bestach dieser gerade jährige Jungstier mit Vorfahrensleistungen jenseits der 11.000 kg-Marke bei gleichzeitig knapp 4 % Eiweiß, was als Prunkstück von Brown Swiss hervorzuheben ist und von den Interessenten entsprechend honoriert wurde. Er absolviert seinen Deckeinsatz zukünftig im Kreis Landsberg am Lech.

Brown Swiss-Kälber extrem gefragt

Ein sehr großes Angebot an weiblichen Zuchtkälbern stieß auf rege Nachfrage, so dass der Durchschnittspreis auf sehr gute 421 EUR anstieg. An der Spitze positionierte sich ein Trio bei über 600 EUR im Zuschlag. Zunächst waren dies für je 620 EUR zwei bestens entwickelte Kälber von Max Diebolder aus Markt Rettenbach. Eine Vanuta-Tochter wechselte nach Baden-Württemberg und eine Ares-Tochter sicherte sich ein Kunde aus dem Kreis Rosenheim. Zum Tageshöchstpreis von 680 EUR trat eine Jakarta-Tochter von Hermann Reichart aus Wildpoldsried die Reise in den Rhein-Sieg-Kreis nach Nordrhein-Westfalen an.

Großes Angebot bestens vermittelt

Der Verkauf von 197 abgekalbten Kühen und Jungkühen im Sommermonat Juli an diesem Tag stellt aktuell deutschlandweit den größten Marktstandort dar. Mit einem Durchschnittspreis von 2.070 EUR bewegt sich der Standort Unterthingau ebenfalls auf erfolgreichem Niveau. Die wiederum breite Preisspanne von 1.150 EUR bis 3.700 EUR zeigt, wie qualitätsbewusst die Käuferschaft ihre Gebote abgibt und dass für jeden Kundenwunsch und jedes Budget das passende Angebot am Markt zu finden ist. Faktoren wie ein längerer Abstand zur Kalbung, nicht robotergeeignete Euter oder sonstige Ansagen und Mängel in Exterieur, Melkbarkeit oder Eutergesundheit sind die Hauptfaktoren bei Preisabschlägen.

Hervorragende Brown Swiss-Jungkühe erzielen Höchstpreise

Die Qualität am Jungkuhmarkt setzte speziell im Brown Swiss-Bereich in der Spitze an diesem Tag neue Maßstäbe. Etliche qualitativ herausragende junge Kühe hätten es an dieser Stelle verdient, erwähnt zu werden. Insgesamt zehn Jungkühe durchbrachen die 3.000 EUR-Marke – an diesem Tag ausnahmslos Brown Swiss-Tiere. Den Tageshöchstpreis erzielte an diesem Tag eine Ausnahmejungkuh von Thomas Lang aus Betzigau. Hervorragend vorbereitet und präsentiert, erzielte diese frühe Aquin-Tochter mit 37 kg Einsatzleistung überragende 3.700 EUR. Ein Kunde aus dem Kreis Weilheim-Schongau sicherte sich diese Jungkuh für seinen Bestand. Preislich folgte mit 3.550 EUR eine feine, jugendliche Famous-Tochter mit Qualitätseuter von Markus Tannheimer aus Buchenberg, die bereits am Morgen viele Blicke auf sich zog und von einem begeisterten Züchter aus dem Oberallgäu ersteigert wurde. Für 3.250 EUR konnte im Kaufauftrag eine ausgezeichnete Pathos-Tochter von der Hailand GbR aus Aitrang mit 34 kg Milch aus einer leistungsstarken und langlebigen Kuhfamilie für einen langjährigen Stammkunden aus Südtirol ersteigert werden. Wiederum im südlichen Oberallgäu verbleibt eine kompakte, sehr euterstarke Holdrio-Tochter von Christian Egger aus Greggenhofen. Neben ihrem hervorragenden Exterieur bestachen hier über 4,4 % Eiweiß bei der Mutter. Der Hammer fiel bei 3.150 EUR. Jeweils 3.100 EUR kostete zum einen die teuerste Biojungkuh der Auktion, eine sehr euterstarke Jucator-Tochter von Georg Merk aus Aitrang, die ins Oberallgäu wechselt, sowie zum anderen eine hell gezeichnete, exterieur- und leistungsstarke (33 kg Milch) Alino-Tochter von Edmund Fink aus Thalkirchdorf, die sich ein eigens angereister Landwirt aus Südtirol nicht entgehen ließ. Für 3.050 EUR konnte eine weitere Biojungkuh, eine Seasidebloom-Tochter von Franz Höß aus Oberstaufen für einen Kunden aus Baden-Württemberg sowie für einen Kunden aus dem Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen eine Sinian-Tochter mit 38 kg Milch von der Ostenried KG aus Leinau ersteigert werden. Aus der Kollektion von Narziß Wenz aus Bolsterlang stach eine genetisch hornlose Vipro-Tochter mit über 36 kg Milch heraus, die für 3.000 EUR für einen Südtiroler Züchter gekauft werden konnte. Ebenfalls 3.000 EUR kostete eine Blower-Tochter vom Biobetrieb Siegfried Epple aus Unterthingau, die ins Oberallgäu wechselte. (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktion

Nun geht es in die Sommerpause. Die nächste Zuchtviehauktion findet am Donnerstag, den 10. August 2023 im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Durchschnittspreis stabil – Qualität hat ihren Preis

Zur 24. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 22. Juni 2023, konnten 13 Stiere, 29 Zuchtkälber, neun Mehrkalbskühe und 184 Jungkühe verkauft werden. Der Durchschnittspreis am Jungkuhmarkt pendelte sich bei identischen 2.115 EUR auf dem identischen Vormarktschnitt ein. Ein großer Kälbermarkt mit fast 30 Tieren und knapp 400 EUR Durchschnittspreis und ein ordentliches Angebot an Stieren ließen Käufer und Verkäufer zufrieden die Heimreise antreten.

Flotter Stiermarkt!

Am Stiermarkt konnten an diesem Tag 13 Holstein- und Brown Swiss-Stiere an neue Besitzer vermittelt werden. Erfreulich war die Entwicklung des Durchschnittspreises, der im Vergleich zum Vormarkt um knapp 100 EUR auf 1.812 EUR anstieg. An der Tagesspitze positionierte sich ein Duo zum Zuschlagspreis von 2.450 EUR, das im Zuchtgebiet verbleibt. Beide Kandidaten vererben genetisch hornlos. Zum einen handelte es sich um einen Viray-Sohn von Michael Epp aus Lengenwang, der mit einer durchschnittlichen Mutterleistung von knapp 4,6 % Fett sowie über 3,8 % Eiweiß die Stärken der Rasse Brown Swiss eindrucksvoll verkörpert. Zum anderen präsentierte die Kaudinus GbR aus Kempten einen Vindus-Sohn aus der Zucht des Allgäuer Heumilchhofes der Familie Fischer aus Waltenhofen, dessen Vasir-Mutter und Jublend-Großmutter bei ebenfalls hoher Milchleistung wiederum vor allem mit enorm hohen Inhaltsstoffen bei den Käufern punkten konnte.

Hervorragender Kälbermarkt

Für einen Sommermarkt war das Angebot mit über 30 Tieren überragend. So konnten Kaufinteressenten aus einem großen Portfolio an Kälbern wählen und für jeden Interessenten war das passende Angebot vorhanden. Der Durchschnittspreis von rund 400 EUR zeigt, wie gefragt vor allem Brown Swiss-Zuchtkälber sind und belegen die ordentliche Qualität an diesem Tag. Wie allseits bekannt, gibt es für Spitzentiere auch wirkliche Höchstpreise. An diesem Tag konnte sich für überragende 700 EUR eine der ersten hornlosen Boxer Pp- Töchter an die Preisspitze setzen. Von der Ragerhof GbR aus Eggenthal vorgestellt, überzeugte dieses junge Kalb mit tadelloser Form und Entwicklung sowie einer Mutterleistung von über 10.000 kg in der Spitze. Nach einem langen Bieterwettstreit hatte ein eigens angereister Kunde aus Baden-Württemberg den längsten Atem und sicherte sich dieses Kalb. In denselben Züchterstall wechselte wenig später eines der jüngsten Kälber, wiederum eine genetisch hornlose Boxer Pp-Tochter, dieses Mal von Franz Brugger aus Marktoberdorf, die 680 EUR kostete.

Qualität hat ihren Preis – Käufer mit selektivem Bietverhalten!

Der weibliche Großviehmarkt wurde wieder eiinmal von einigen italienischen Kunden, sowie vielen selbst angereisten einheimischen Kunden bestimmt. Die Durchschnittspreise von 2.206 EUR bei den Mehrkalbskühen sowie 2.115 EUR bei den Jungkühen sind angesichts fallender Milchpreise und der angebotenen Qualität als hervorragend zu bewerten. Die breite Preisspanne von 1.050 EUR bis 3.850 EUR zeigt außerdem, wie qualitätsbewusst die Käuferschaft ihre Gebote abgibt, dass das Angebot in Unterthingau für jeden Kundenwunsch das passende Angebot bereithält und, dass die Käufer am Markt bereit sind für Spitzentiere auch Höchstpreise zu investieren. Faktoren wie ein längerer Abstand zur Kalbung, nicht robotergeeignete Euter oder sonstige Ansagen und Mängel in Exterieur, Melkbarkeit oder Eutergesundheit führen immer wieder zu Preisabschlägen.

BIO-Tiere sehr gefragt – Barca-Tochter erzielt Tageshöchstpreis!

An die Preisspitze setzte sich an diesem Tag eine der jüngsten angebotenen Jungkühe. Hierbei handelte es sich einmal mehr um eine hervorragende Barca-Tochter von der Ostenried KG aus Leinau, die sich knapp zweijährig abgekalbt mit enormer Entwicklung im Körper, über 30 kg Einsatzleistung, bestem Euter und fehlerfreier Bewegung im Ring präsentierte. Ein begeisterter Züchter aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sicherte sich den Zuschlag bei 3.850 EUR für dieses Zukunftstier.

Mit deutlichem preislichem Abstand folgte die teuerste Biojungkuh des Tages: 3.250 EUR erzielte Christian Gebler aus Marktoberdorf für seine Vassili-Tochter mit knapp 31 kg Milch, die zukünftig im Landkreis Weilheim-Schongau gemolken wird. Dicht darauf folgte für 3.200 EUR eine Canyon-Tochter der Hindelang GbR aus Betzigau, die mit erstklassigem Euter und 35 kg Milch per Kaufauftrag für einen Kunden im Landkreis Miesbach ersteigert werden konnte. Drei weitere Spitzentiere konnten die 3.000 EUR-Grenze an diesem Tag durchbrechen und für jeweils 3.050 EUR zugeschlagen werden: Aus der hervorragenden Kollektion der Schädler GbR aus Leutkirch war dies die teuerste rotbunte Jungkuh des Tages: Aus einer langlebigen und leistungsstarken Kuhfamilie stammend überzeugte die Percey-Tochter mit kapitalem Körper und Typ sowie einem Euter, das höchsten Ansprüchen genügen konnte. Ein Käufer aus dem Landkreis Augsburg sicherte sich diese Ausnahmejungkuh. Auch im Schwarzbuntbereich konnten sehr viele angebotene Jungkühe gefallen. Den höchsten Preis hier konnte eine dunkel gezeichnete Unix-Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach erzielen, die mit 35 kg Milch, bester Melkbarkeit und glasklarem Fundament herausstechen konnte. Sie konnte am Abend für einen italienischen Stammkunden verladen werden. Den Abschluss der Spitzengruppe macht eine weitere Biojungkuh aus der Zucht von Siegfried Epple aus Unterthingau. Diese Alpsee-Tochter konnte frisch gekalbt bereits knapp 30 kg Einsatzleistung vorweisen und verbleibt bei einem Züchter im Ostallgäu. Gerade im Biobereich reihten sich einige weitere Tiere im obersten Preissegment ein und die Nachfrage konnte bei weitem nicht bedient werden. Hier wäre ein größerer Auftrieb von Qualitätstieren für die kommenden Märkte wünschenswert. (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet am Donnerstag, den 13. Juli 2023 im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

5.500 Euro für Spitzenkuh!

Zur 23. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 1. Juni 2023, konnten 14 Stiere, 23 Zuchtkälber, 14 Mehrkalbskühe und 164 Jungkühe verkauft werden. Vor allem internationale Kunden sorgten für einen zügigen Marktverlauf, der von einheimischen Kunden und Kaufaufträgen ergänzt wurde. Zu Beginn der Auktion war die Vermarktung kurz Nebensache, da in einer Gedenkminute an Hans Steurer erinnert wurde, der in der vergangenen Woche verstarb. Hans Steurer prägte die Auktionen im Allgäu in den vergangenen Jahrzehnten und war über die Landesgrenzen hinaus als Viehkenner und Mensch geschätzt. Vorstandschaft, Kollegium und Mitglieder wünschen der Familie, Freunden und Bekannten viel Stärke und Kraft für die Zukunft.

Großes Angebot an Brown Swiss- Stieren!

Das im Vergleich zu den Vorauktionen quantitativ große Angebot von 17 Deckstieren stieß auf ordentliche Nachfrage, so dass am Ende 14 Kandidaten zu durchschnittlich  € 1.718 verkauft werden konnten. An die klare Preisspitze des Tages setzte sich einmal mehr ein genetisch hornloser Stier. Hierbei handelte es sich um einen Sagan-Sohn der Zuchtstätte Ostenried aus Leinau. Dieser formalistisch hervorragende Stier konnte mit einem fehlerfreien genomischen Profil sowie hervorragender Mutter- und Großmutterleistung überzeugen. Zurück geht er auf die bekannte Zuchtkuh Huray Mona, die bereits mehrere Besamungsstiere hervorgebracht hat. Dieser Spitzenstier wechselt für € 2.700 an einen Holsteinzuchtbetrieb in den nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Nicht weniger interessant präsentierte sich der preislich folgende Stier. Mit gut 11 Monaten bereits Körsieger des Tages und ebenfalls genetisch hornlos bestach der Duster P-Sohn von Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach mit Zuchtwerten auf höchstem Niveau, die die Amorie-Mutter bereits an einen Bruder an der Besamungsstation weitergegeben hat. Er konnte für € 1.950 im Kaufauftrag für einen langjährigen Stammkunden aus dem Westerwald ersteigert werden.

Der Kälbermarkt zeigte sich an diesem Tag zweigeteilt: Während ordentliche Brown Swiss-Kälber gut nachgefragt wurden und gute Preise erzielten, wurden die aufgetriebenen Holsteinkälber zu Mindestpreisen abgegeben. Insgesamt belief sich der Durchschnittspreis auf ordentliche € 316. An der Spitze präsentierte Martin Schlecker aus Osterberg ein gut entwickeltes Vagabund-Kalb aus hochleistender Payssli-Mutter für € 500.

Flotter Marktverlauf bei weiblichem Großvieh!

Den weiblichen Großviehmarkt prägte eine große anwesende Käuferschaft aus Italien. Gute Leistungen, ordentliche Melkbarkeit, passendes Exterieur und keine Ansagen waren wie immer die Grundlagen für eine erfolgreiche Preisgestaltung. Angesichts weiter fallender Milchpreise konnte für 164 verkaufte Jungkühe mit durchschnittlich € 2.115 ein sehr guter Durchschnittspreis erzielt werden. Die 14 aufgetriebenen Mehrkalbskühe konnten mit € 2.207 sogar ein noch besseres Ergebnis erzielen. An der Spitze erlöste hier eine Redrock-Tochter von Rainer Erdle aus Aichen mit über 53 kg Milch € 3.000 und verbleibt im Zuchtgebiet.

Neuer Rekord für Spitzenjungkuh!

Mit Katalognummer 183 betrat an diesem Tag eine wirkliche Ausnahmejungkuh den Ring: Die Pete-Tochter aus einer Dynamite-Mutter von der Zuchtstätte Zeller aus Oberstdorf begeisterte in allen Belangen: Mit weit über 37 kg Milch bei ordentlicher Melkbarkeit gehörte sie bereits leistungsmäßig zur absoluten Spitze. Rahmen und Typ im Idealbereich, ein optimal gelagertes Becken sowie ihr fehlerfreies Fundament wurden von einem Euter abgerundet, das in allen Bereichen seines gleichen sucht. Enorm hoch und breit im Hintereuter sowie lang und flach im Voreuter bei bester Eutertextur und idealer Strichlänge- und -platzierung. In der Arena entbrannte ein fesselnder, langwieriger Schlagabtausch mehrerer Interessenten, dessen Schlusspunkt bei € 5.500 ein eigens angereister enthusiastischer Züchter aus Baden-Württemberg setzte. Viel Erfolg und Glück mit diesem Einkauf!

In Auftriebsreihenfolge setzten sich folgende weitere Jungkühe an die Preisspitze: Mit 36 kg Milch überzeugte eine Visconti-Enkelin der Riedle GbR aus Tiefenbruck einen italienischen Kunden, der € 2.800 investierte. In den Kreis Lindau wechselt mit einer Vassido-Tochter von Georg Merk aus Aitrang für € 2.700 die teuerste Biojungkuh des Tages und ebenfalls nach Italien wechselte für € 2.700 eine hell gezeichnete Bison-Tochter mit 35 kg Milch von Christian Zobel aus Betzigau. (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet am Donnerstag, den 22. Juni 2023 im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).

Maiauktion in Unterthingau: Spitzentiere zu Spitzenpreisen

Zur 22. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 11. Mai 2023, konnten 12 Bullen, 18 Zuchtkälber, 15 Mehrkalbskühe und 201 Jungkühe verkauft werden. Internationale Kunden und zahlreiche einheimische Kunden gaben ihre Gebote zügig und qualitätsbezogen ab.

Frühjahr ist Deckstiersaison! 

Insgesamt konnten bei der Maiauktion je 6 Brown Swiss- und Holsteinbullen zu sehr ordentlichen € 1.888 im Durchschnitt an neue Betriebe vermittelt werden. An der Preisspitze positionierte sich diesmal ein Holsteinduo: zunächst sicherte sich Norbert Trautwein aus Oberostendorf mit dem einzigen rotbunten Kandidaten für € 2.450 den Tageshöchstpreis. Dieser gut entwickelte Money P-Sohn überzeugte die anwesende Käuferschaft besonders mit der Tatsache, dass alle seine Nachkommen hornlos geboren werden. Nach einem harten Bieterduell konnte dieser Bulle im Kaufauftrag für einen Zuchtbetrieb im Ostallgäu ersteigert werden. An preislich zweiter Stelle folgte ein ebenfalls reinerbig hornlos vererbender, schwarzbunter Jungbulle von der Lutzenberger GbR aus Jengen für € 2.200. Der Sinan PP-Sohn überzeugte neben seiner einwandfreien eigenen Entwicklung mit sehr guten genomischen Zuchtwerten im Exterieur- und Gesundheitsbereich. Auch dieser Bulle konnte im Kaufauftrag in den Landkreis Rosenheim verkauft werden. Das Spitzenpodest komplettierte für € 2.050 der teuerste Brown Swiss-Bulle des Tages. Hierbei handelte es sich um einen Amun-Sohn aus einer Besamungsbullenfamilie von Andreas Lingenhel aus Oberstaufen. Ein Kunde aus dem benachbarten württembergischen Zuchtgebiet sicherte sich die Dienste dieses Stieres.

Der Kälbermarkt zog preislich nochmals enorm an, was an einer wieder steigenden Nachfrage aus dem heimischen Zuchtgebiet sowie traditionell vorliegenden Kaufaufträgen aus Nord- und Mitteldeutschland liegt. Am Ende kosteten 18 Kälber im Durchschnitt sehr gute € 412. Zwei Spitzenkälber erlösten über € 600: zum einen eine Hugo-Tochter von Josef Pfanner aus Weiler-Simmerberg und zum Tageshöchstpreis von € 640 eine hornlose Daim P-Tochter von der Ragerhof GbR aus Eggenthal. Beide Kälber gehen nach Niedersachsen.

Breites Qualitätsspektrum bei Kühen und Jungkühen!

Den weiblichen Großviehmarkt prägte eine große anwesende Käuferschaft aus Italien sowie einheimische Kunden und Kaufaufträge des Verbandspersonals. Die Qualität war an diesem Tag sehr breit gestreut, was der riesigen Preisspanne zwischen € 1.000 und € 4.650 zu entnehmen ist. Anzumerken bleibt weiterhin, dass Tiere mit großen Exterieurmängeln, Schwächen in Eutergesundheit oder Melkbarkeit, sowie sehr lang abgekalbte Tiere nur unter deutlichen Preiszugeständnissen vermarktbar sind. 

Doppelspitze erzielt Höchstpreise!

An diesem Tag ragten zwei hervorragende Jungkühe besonders heraus. Zum einen war dies eine kapitale, sehr euterstarke Blooming-Tochter mit weit über 36 kg Milch von Monika Zeller aus Rubi für € 4.600 und zum anderen eine sehr elegante und in allen Belangen überzeugende Anibal-Tochter von Christian Brutscher aus Sonderdorf, die den bisherigen „Unterthingauer Rekordpreis“ von € 4.650 einstellte. Beide Tiere haben eine blühende Zukunft in der Milchproduktion sowie perspektivisch auch im Schauring vor sich. Diese ausgezeichneten Zukunftsaussichten sicherte sich ein oberbayerischer Züchter im Kaufauftrag. Mit über € 3.000 im Zuschlag folgten einige weitere Spitzentiere, in Auftriebsreihenfolge: Für € 3.050 € wechselte eine Rapper-Tochter mit 35 kg Milch von Tobias Bartenschlager aus Biessenhofen nach Italien, sowie eine Sumo-Tochter mit weit über 36 kg Milch von Peter Kirchmann aus Stiefenhofen für € 3.100. Im Ostallgäu verbleibt eine Melle PP-Tochter vom Biobetrieb Siegfried Epple aus Unterthingau für € 3.000. € 3.150 erzielte Thorsten Haug aus Eggenthal mit einer Luxury-Tochter, die überragende 43 kg Milch produziert und ebenfalls nach Italien wechselte. Zu einem Stammkunden aus dem Ostallgäu wechselt die teuerste Biojungkuh des Tages, eine Arien-Tochter von Wolfgang Hiemer aus Altusried, für € 3.050. Das Spitzenfeld rundet mit € 3.200 eine Chamonix- Tochter der Schertich GbR aus Apfeldorf ab, die im Zuchtgebiet verbleibt.   (Autor: Alexander Kuppel)

Nächste Auktion

Die nächste Zuchtviehauktion findet am Donnerstag, den 1. Juni 2023 im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-0.  Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch unsere Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01511-6772039, Alexander Kuppel 0163-2437196, Maximilian Meßner 0157-80530951, Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/ Niederbayern).