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Marktberichte

Erfolgreicher Frühlingsauftakt in Unterthingau am 19.03.2026

Zur 87. Zuchtviehversteigerung von ProRind in Unterthingau am 19. März 2026 konnten 13 Stiere, 16 Zuchtkälber, 6 Mehrkalbskühe und 169 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Bei geringerem Angebot und beruhigter Nachfrage konnte mit 2.668 EUR im Durchschnitt ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.

Gute Qualität am Zuchtkälbermarkt

Die Qualität der aufgetriebenen Zuchtkälber ist wie bei den vergangenen Märkten derzeit auf sehr gutem Niveau. Die Nachfrage konzentrierte sich an diesem Markt auf einen Kunden aus Baden-Württemberg und einem größeren Kaufauftrag aus Niedersachsen.

Die besten vier Kälber erzielten 700 EUR und mehr und gingen alle an die beiden genannten Kunden. Es handelte sich dabei um eine Calvert-Tochter der Zeller GbR aus Bad Grönenbach, eine Narian-Tochter von Siegfried Höss aus Oberstaufen, eine weitere Narian-Tochter von Leonard Geiger aus Pleß und eine Sueden-Tochter von Hansjörg Batzer aus Günzach.

Stiere zügig vermarktet

Am Deckstiermarkt wurden an diesem Markt sowohl Brown Swiss als auch Holsteinstiere vermarktet. Im Durchschnitt erzielten die 13 aufgetriebenen Stiere hervorragende 2.673 EUR.

An der Spitze platzierte sich ein Verio-Sohn aus der Zucht von Matthias Walcher aus Memmingen, der von Max Klemp aufgezüchtet und vorgestellt wurde. Ein Züchter aus dem heimischen Zuchtgebiet ließ nicht locker und sicherte sich den Zuschlag schließlich bei 3.900 EUR.

Kleineres Angebot am Jungkuhmarkt

Bei den Abgekalbten wurde an diesem Tag ein deutlich kleineres Angebot als zuletzt aufgetrieben. Auch kurzfristig fielen noch einige Tiere aus, so dass am Ende 169 Jungkühe vermarktet werden konnten.

Die Angebotsqualität bewegte sich auf durchschnittlichem Niveau. Insgesamt und speziell bezüglich der Leistungsbereitschaft konnte nicht an das herausragende Angebot des Vormarktes angeknüpft werden, sodass alle Marktteilnehmer mit dem Ergebnis von 2.668 EUR zufrieden die Heimreise antreten konnten.

Die Spitze des Tages erzielt Höchstpreise

Zum ersten Mal als Beschicker bei ProRind in Unterthingau und auf Anhieb den Tageshöchstpreis – dies gelang an diesem Markt Josef Gloning aus Ellwangen mit einer Zany-Tochter. Diese sehr breite, kompakte Jungkuh produziert ganz frisch gekalbt bereits weit über 36 kg Milch aus einem breiten und drüsigen Qualitätseuter und bewegte sich auf glasklarem Fundament. Ein langes Bieterduell entwickelte sich in der Arena und erst bei 4.400 EUR senkte sich der Hammer von Auktionator Josef Hefele zu Gunsten der Firma Puschtravieh aus Südtirol.

Die teuerste Brown Swiss-Jungkuh des Tages stammte von Stammverkäufer Jürgen Käser aus Blaichach. Er stellte eine der zahlreichen hervorragenden New York-Töchter an diesem Tag perfekt vorbereitet im Ring vor und erzielte 4.100 EUR. Die sehr dunkel gezeichnete Jungkuh mit weit über 33 kg Milch wechselt zu einem italienischen Stammkunden.

Ebenfalls 4.100 EUR kostete eine rotbunte Sorelio P-Tochter vom Biobetrieb der Familie Läufle in Betzigau. Sie wird knapp 39 kg Milch zukünftig in Südtirol produzieren. Den Zuschlag sicherte sich Familie Steiner von Puschtravieh. 

Einmal mehr erfolgreich war der Geißberghof Thaddäus und Christine Göhl aus Oberstorf mit einer Barca-Enkelin mit 39 kg Milch. Diese Leistungsgranate verbleibt bei einem Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu.

Eine weitere Biojungkuh wurde von Siegfried Epple aus Unterthingau angeboten. Die Cooper-Tochter mit knapp 35 kg Milch und ausgezeichnetem Euter ließ sich ein Landwirt aus dem Landkreis Lindau bei einem Preis von 3.800 EUR nicht entgehen.

Das Spitzenfeld komplettiert eine weitere Biojungkuh für 3.800 EUR. Hierbei handelt es sich einmal mehr um eine junge, kapitale Amen PP-Tochter mit weit über 38 kg Milch von der Vollmer GbR aus Aichstetten. Auch diese herausragende Zukunftsjungkuh wurde von der Firma Puschtravieh aus Südtirol ersteigert, die an diesem Auktionstag eine herausragende Kollektion mit außergewöhnlicher Qualität für ihre Kunden einkaufen konnte.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann- Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, 09.04.2026 statt.
Für den Markt am 09.04.2026 ist der Anmeldeschluss DIENSTAG, 24.03.2026

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92 880 00.

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern)

Deutsche Brown Swiss Bundesschau 2026 – ein Fest der Braunen Kuh!

15. März 2016 – Unterthingau wird zum Schaufenster der schönsten und besten Brown Swiss-Kühe Deutschlands und begeistert nationales und internationales Publikum nachhaltig.

Nach langjähriger Abstinenz durch die Corona-Pandemie und verschiedenen Tierseuchen konnte die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Deutsches Braunvieh, der Bundesverband Rind und Schwein e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen e.V. am Samstag und Sonntag, den 14. und 15. März 2026, wieder eine Deutsche Brown Swiss-Bundesschau ausrichten. Treffpunkt unzähliger Züchterinnen und Züchter war das Zucht- und Vermarktungszentrum vom Rinderzuchtverband ProRind in Unterthingau.

Nach intensiven Vorbereitungsmaßnahmen, die bereits in den Tagen vor der Schau erledigt wurden, erfolgte der Auftrieb von 115 Schautieren am Samstagnachmittag. Diese Anzahl ergab sich durch den kurzfristigen Ausfall einiger Tiere aus unterschiedlichen Gründen. Das Schaukontingent setzte sich aus 95 bayerischen Tieren (89 Zuchtverband ProRind (PR)), 6 ZV Weilheim (WM)), 19 Tieren aus Baden-Württemberg (Rinderunion Baden-Württemberg (RBW)) und einer Kuh aus Nordrhein-Westfalen (Rinder-Union West (RUW)) zusammen. Das Kontingent teilte sich auf 110 Brown Swiss- und 5 Original Braunvieh-Tiere auf.

Internationaler Brown Swiss-Abend am Samstag

Am Vorabend des Schauwettbewerbs lud die Arbeitsgemeinschaft Deutsches Braunvieh zum „internationalen Brown Swiss-Abend ein. Der ARGE-Vorsitzende Norbert Meggle begrüßte zahlreiche heimische Züchter sowie Gäste aus mehreren europäischen Ländern und der Ukraine.

Frank Stumpenhusen, Geschäftsführer der GGI Spermex GmbH, zeigte in seinem Vortrag die weltweite Bedeutung des Exports von Brown Swiss-Sperma aus Deutschland und erläuterte, dass Vererber, die hierzulande nicht mehr im Mittelpunkt der Zuchtprogramme stehen, aufgrund ihrer funktionellen Eigenschaften in anderen Ländern weiterhin gefragt sein können. Der Export trägt dazu bei, Kosten zu verteilen und die Besamungskosten für Mitglieder der Genossenschaften zu senken.

Die Veranstaltung bot damit eine hervorragende Gelegenheit für internationale Begegnungen, fachlichen Austausch und persönliche Gespräche unter den Teilnehmern.

Der Schautag

Nach einer für viele Beschicker kurzen und arbeitsreichen Nacht begrüßte der fachliche Leiter der ARGE Deutsches Braunvieh, Dr. Franz Birkenmaier, das Publikum bevor der Richtwettbewerb um 9:30 Uhr am Sonntagmorgen begann. Bereits zu dieser frühen Uhrzeit waren die Stallungen und die Schauarena im Kälberstall hervorragend besucht. Bei bestem „Schauwetter“ begegneten sich Züchterinnen, Züchter und Interessierte aus der Region, umliegenden Zuchtgebieten und Brown Swiss-Enthusiasten aus ganz Europa, um sich einen Eindruck von der Qualität und den Stärken der deutschen Brown Swiss-Zucht zu verschaffen. Als Preisrichter war es den Verantwortlichen gelungen, Josef Portmann aus Schüpfheim (Schweiz) zu gewinnen, der das aufmerksame Publikum den ganzen Tag mit seiner hervorragenden Viehkenntnis, klaren und prägnanten Entscheidungen und rhetorisch ausgezeichnet begründeten und nachvollziehbaren Kommentaren überzeugen konnte. Als Ehrendamen fungierten Verena Wagner, die bayerische Milchprinzessin und Lisa-Marie Renz, die baden-württembergische Braunviehkönigin. Das Grußwort hielt der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke aus dem Ostallgäu.

Startschuss mit 5 starken Jungkuhklassen

Der Schauwettbewerb begann mit den Jungkühen, die von Beginn an demonstrierten, dass die gesamte Schau ein phänomenales Qualitätsniveau zu bieten haben wird. In der ersten Klasse präsentierten die Züchter die Jungkühe mit dem längsten Abstand zur Kalbung. Den Sieg und Eutersieg sicherte sich hier die Owen-Tochter FANTA von Stefan Achberger aus Scheidegg (PR). Dahinter reihte der Preisrichter die Portland-Tochter ARIZONA von Daniel Kling aus Rot a.d. Rot (RBW) auf dem 1b-Rang.

In Klasse 2 holte sich die Tank-Tochter ESTONIA aus der bekannten E-Linie von Michael Denz aus Oberstaufen (PR) den 1a-Titel. In dieser sehr engen Klasse platzierte sich die Visor-Tochter GERDA von Richard Schindele aus Unterthingau (PR) auf dem zweiten Platz und sicherte sich gleichzeitig den Eutersieg dieser Klasse.

Die ersten drei Plätze in der dritten Jungkuhklasse sicherten sich allesamt Züchter aus Baden-Württemberg. Über den 1a-Rang konnte sich die Fuchs GbR aus Argenbühl (RBW) mit der Nathan-Tochter TINA freuen. Sie verdrängte die Rocky-Tochter ILANA von der Friedrich und Nikolas Sauter GbR aus Bad Wurzach (RBW) auf den zweiten Platz. Sie konnte sich aber den Eutersieg in dieser Klasse sichern.

In der vierten Klasse des Tages platzierten sich zwei Beschicker auf den ersten beiden Plätzen, die zum ersten Mal überhaupt an einer überregionalen Schau teilgenommen haben. Den 1a-Rang und Eutersieg sicherte sich die New York-Tochter NINA von Tobias Stokklauser aus Stiefenhofen (PR) vor der Vagabund-Tochter AVELINA von Christian Baldauf aus Immenstadt (PR).

Den 1a-Rang und Eutersieg in der fünften und letzten Jungkuhklasse des Tages sicherte sich Christof Bentele aus Grünkraut (RBW) mit der Owen-Tochter JAMAIKA, die die Caviezel-Tochter Tira von Ferdinand Bruckmeir aus Münsing (WM) auf den zweiten Platz verwies. 

Nun standen die ersten Titelentscheidungen auf dem Programm. Zunächst betraten die 5 Eutersiegerinnen den Schauring. In einer engen Entscheidung kürte der Preisrichter die Rocky-Tochter ILANA von der Sauter GbR zum Euterchampion der Jungkühe. Der Reserveeutersieg ging an die Owen-Tochter FANTA von Stefan Achberger aus Scheidegg.

Das erste große Highlight des Tages war nun die Kür der „Nationalsiegerin der Brown Swiss- Jungkühe“. Hierzu wurde vom Preisrichter neben den fünf 1a-platzierten Kühen zusätzlich die Gesamteutersiegerin für die Entscheidung nominiert. Unter rhythmischem Einklatschen des Publikums kürte Josef Portmann die Owen-Tochter FANTA von Stefan Achberger aus Scheidegg zum Bundeschampion, die ihn durch ihren feingliedrigen Körperbau, das exzellente Fundament und das hoch angesetzte Euter überzeugte. Reservechampion wurde die Nathan-Tochter TINA von der Fuchs GbR aus Argenbühl. Als Drittplatzierte und damit Honorable Mention wurde die Owen-Tochter JAMAIKA von Christof Bentele aus Grünkraut ausgezeichnet.

Original Braunvieh 

Die Rasse Original Braunvieh war mit einer kleinen, aber feinen Kollektion von 5 Tieren fester Bestandteil der Schau. Die Vertreterinnen wiesen zwischen einer und zwölf Abkalbungen aus, wobei die Asterix-Tochter DAXI von Fabian Magnus Blank aus Sontheim (PR) mit 12 Kälbern die meisten Abkalbungen aller Schautiere aufweisen konnte. Den Sieger- und Eutersiegertitel der Original Braunviehkühe sicherte sich die Heimo-Tochter DORO von der Johannes und Hans Besler GbR aus Oberstdorf (PR) vor der Rico-Tochter DAVOS von der Haser GbR aus Oberstaufen (PR).

Mittlere Kuhklassen – Herausragende Qualität sorgt für starke Konkurrenz!

In Klasse 7 standen sich Kühe mit 2 Abkalbungen gegenüber. Den 1a-Rang und Klasseneutersieg holte sich die Vaselino-Tochter URMEL aus der bekannten U-Linie von Stefan Finkel aus Ofterschwang (PR) vor der Cadura-Tochter LUISA von Alban Immle aus Obergünzburg (PR).

In der achten Kuhklasse standen wiederum Zweitkalbskühe im Ring. Den 1a-Rang sicherte sich die Optimal-Tochter CHIARA von Thaddäus und Christine Göhl aus Oberstdorf (PR) vor der Bistar-Tochter WALKE von der Ostenried KG aus Leinau (PR), die sich den Eutersieg in dieser Klasse sicherte.

Ebenfalls 2 Abkalbungen wiesen die Kühe der neunten Kuhklasse auf. Hier erzielte die Anibal-Tochter EVY von Michael Denz aus Oberstaufen (PR) den 1a-Platz und gleichzeitig den Klasseneutersieg. Dahinter platzierte sich die Valentino-Tochter OMIRA von Richard Schindele aus Unterthingau (PR).

Den Abschluss bei den Zweitkalbskühen machte nun die Klasse 10. Hier platzierte der Preisrichter die Bormio-Tochter WOLKE von Richard Schindele aus Unterthingau (PR) auf dem 1a-Platz und zeichnete sie des Weiteren mit dem Klasseneutersieg aus. Auf dem zweiten Platz in dieser Klasse rangierte die Bank it-Tochter LOTTISO von Dietmar Stoll aus Oberreute (PR).

Den Start der Drittkalbskühe machte die Klasse 11. Hier sicherte sich die bekannte Pete-Tochter WALD von der Stockingen Dairy GbR aus Halblech (PR) den 1a-Rang und Klasseneutersieg. Den 1b-Rang erreichte die Kuh mit der weitesten Anreise. Mit der ganzen Familie extra aus Marienheide im bergischen Land in Nordrhein-Westfalen angereist, konnte die Bender-Tochter KIT NYALA von der Markus und Yvonne Kollenberg GbR (RUW) diese Platzierung erreichen. 

In Klasse 12 sicherte sich die schauerfahrene Jeff-Tochter BRITNEY von Christian Egger aus Rettenberg (PR) den 1a-Rang und Klasseneutersieg vor der Bank it-Tochter SELINA von der Johannes und Hans Besler GbR aus Oberstdorf (PR). 

Bei der anschließenden Siegerauswahl der mittleren Kuhklassen holte sich Pete WALD von der Stockingen Dairy GbR den Siegertitel. Reserversiegerin wurde Optimal CHIARA von Thaddäus & Christine Göhl. Als Honorable Mention wurde Jeff BRITNEY von Christian Egger ausgezeichnet.

Ältere Kuhklassen – Brown Swiss sorgt für Begeisterung!

Die älteren Kuhklassen starteten mit Viertkalbskühen in Klasse 13. Diese Klasse konnte die Carsten- Tochter CILLA von Thaddäus und Christine Göhl aus Oberstdorf (PR) in einer knappen Entscheidung für sich verbuchen. Sie erhielt auch den Klasseneutersieg. Den 1b-Rang erreichte die bekannte Dynamite-Tochter SERINA von Josef Zwiessler aus Opfenbach (PR).

1a-Rang und Klasseneutersieg in Klasse 14 ergatterte die Levi-Tochter FEVI von der Stockingen Dairy GbR aus Halblech (PR) vor der Vassido-Tochter RITA von Johann Stückl aus Uffing (WM).

In der einzigen Klasse von Fünftkalbskühen sicherte sich die Fanfare- Tochter TJARA von Martin & Ines Sichler aus Gunzesried (PR) den Klassen- und Klasseneutersieg vor der Genox- Boy- Tochter DARINA von Michael Denz aus Oberstaufen (PR).

Die erste Entscheidung der Sechstkalbskühe in Klasse 16 konnte die Genox-Boy-Tochter LEONA von Michael Denz aus Oberstaufen (PR) inclusive des Klasseneutersieges für sich entschieden. Ihr folgte auf dem 1b-Rang die James-Tochter LORE von der Johannes & Hans Besler GbR aus Oberstdorf (PR).

Die zweite Klasse von Kühen mit 6 Abkalbungen konnte die Dynamite-Tochter THEA von Christian Egger aus Rettenberg (PR) für sich verbuchen und gleichzeitig den Klasseneutersieg erzielen. Ihr folgt auf dem 1b-Rang die Dynamite-Tochter FIXI von der Ostenried KG aus Leinau (PR).

In der Klasse 18 traten nun Kühe mit 7 bis 9 Abkalbungen gegeneinander an. Hier fiel die Wahl des Preisrichters bei der 1a-Platzierung und dem Klasseneutersieg auf die Viper-Tochter Breida von der Graf GbR aus Altusried. Den 1b-Rang sicherte sich die Feuerstein-Tochter MAMBA von Christian Sutter aus Stiefenhofen.

Lebensleistungskühe demonstrieren die Stärken der Rasse Brown Swiss

In der letzten Kuhklasse des Tages bot sich jedem Zuschauer ein unglaublich eindrucksvolles Bild. Insgesamt 8 (!) Kühe mit einer Lebensleistung von mehr als 100.000 kg Milch wurden von ihren Züchtern im Ring präsentiert und von allen Zuschauern mit tosendem Applaus gefeiert. Eine solche Qualität und Vitalität von Lebensleistungskühen kann wahrscheinlich nur die Rasse Brown Swiss bieten und das Ringbild mit diesen „Golden Ladies“ wird sich nachdrücklich in den Köpfen des Publikums manifestieren. Auf eine vollständige Reihung dieser Kühe wird traditionell aus Respekt über die erbrachten Leistungen verzichtet. Preisrichter Portmann hatte lediglich die Aufgabe seine Siegerkuh aus dieser Gruppe bekannt zu geben. Hierbei fiel seine Entscheidung auf SBS NIXE, einer Hebron-Tochter von Michael Schmaus aus Rot a.d. Rot (RBW).

In der Entscheidung des Champions der älteren Kuhklassen setzte sich Fanfare TJARA von Martin & Ines Sichler vor Levi FEVI von der Stockingen Dairy GbR und Carsten CILLA von Thaddäus & Christine Göhl durch. 

Genetic Award

Eine Premiere feierte an dieser Schau der neu ins Leben gerufene „Genetic Award“. In jeder Kuhklasse wurde die Kuh mit dem höchsten Gesamtzuchtwert (GZW) ausgezeichnet. Den Genetic Award der Jungkühe erhielt die New York-Tochter NANIKA von der Lindenhof Meyer GbR aus Buchloe (PR), die einen GZW von 134 aufweist. Den Gesamt-Genetic Award sicherte sich mit SBS LAELA eine Dane- Tochter von Michael Schmaus aus Rot a.d. Rot, die bei einer Lebensleistung von über 100.000 kg Milch gleichzeitig noch einen bemerkenswerten GZW von 136 hat.

Die großen Finals

Nach der großen Auslosung und Preisübergabe der Jungzüchtertombola durch die Allgäuer Jungzüchter, die die Besucher den ganzen Tag kulinarisch verwöhnten, standen die letzten und größten Entscheidungen des Tages auf dem Programm. Zunächst suchte der Preisrichter seinen Gesamteuterchampion der mittleren und älteren Kuhklassen aus den 12 Klasseneutersiegerinnen aus. Seine Begeisterung über die Qualität der Tiere kam bei der Bekanntgabe seiner Entscheidung mit den Worten „bei diesem Bild an Kühen, denke ich, dass ich in der Schweiz bin“ deutlich zum Ausdruck. Als Bundeseuterchampion kürte er die Bormio-Tochter WOLKE von Richard Schindele. Reserveeuterchampion wurde Pete WALD von der Stockingen Dairy GbR.

Bei der letzten und größten Entscheidung des Tages ging es um den Titel „Brown Swiss Bundessiegerin“. In einer vor Spannung platzenden, atemberaubenden Atmosphäre in der voll besetzten Halle entschied sich Portmann für Pete WALD (Stockingen Dairy GbR) als Grand Champion. Den Reservesieg holte sich Fanfare TJARA von Martin & Ines Sichler und der Honorable Mention- Titel ging an Levi FEVI ebenfalls von der Stockingen Dairy GbR.

Bilanz

Die erste deutsche Brown Swiss- Bundesschau seit einigen Jahren war ein voller Erfolg. Viele verschiedene Betriebe konnten sich mit Klassensiegen und/ oder vorderen Platzierungen in die Siegerlisten eintragen. Einige Betriebe nahmen zum ersten Mal überhaupt an einer Tierschau teil. Der hervorragende Besuch der Veranstaltung zeigt das Interesse an der Rasse Brown Swiss national und über die Grenzen hinaus. Unzählige Jungzüchter präsentierten die Tiere im Ring und zeigten so ihre Motivation für eine erfolgreiche Entwicklung und Zukunft der Rasse Brown Swiss. Durch gemeinsame Arbeit und gezielte Entwicklung der Rasse ist Brown Swiss für die Gegenwart aufgestellt und hat eine erfolgreiche Zukunft vor sich.

Hier geht's zur Ergebnisliste

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Lena Guggemos)

Qualität und Preise machen deutlichen Sprung nach oben!

Zur 86. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 5. März 2026 konnten 3 Stiere, 15 Zuchtkälber, 12 Mehrkalbskühe und 209 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden.

Eine deutliche Verbesserung der angebotenen Qualität führte zu einem erheblichen Preisplus bei den abgekalbten Jungkühen. 

Zuchtkälber zügig vermarktet

Die Qualität der angebotenen Zuchtkälber konnte auch an diesem Tag durchweg gefallen. Verkäufer boten ordentlich entwickelte Zuchtkälber zum Verkauf an. Der Spitzenpreis von 700 EUR wurde gleich zweifach erzielt. Zunächst erreichte eine einmal mehr bestens entwickelte Vollmacht-Tochter von Züchter Max Diebolder aus Markt Rettenbach diesen Preis.

Die Höchstleistung der Mutter von über 12.000 kg Milch sowie die langlebige Großmutter mit 11 Abkalbungen überzeugten einen Kunden aus dem Ostallgäu diesen Preis anzulegen. Ins südliche Zuchtgebiet wechselt eine Vecondios-Tochter von der Milchhof Bebenhaus EGbR aus Ochsenhausen. Dieses sehr wüchsige Kalb konnte mit einer starken Einsatzleistung der Nabucco-Mutter gefallen. 

Kleines Angebot am Stiermarkt

Am Deckstiermarkt konnten nach dem großen Angebot am Vormarkt an diesem Tag nur 3 Stiere vermarktet werden. Durch das kleine Angebot und die große Anzahl an Ausfällen waren nur wenige Kaufinteressenten vor Ort und es konnte sich kein zügiges Marktgeschehen entwickeln.

Herausragende Qualität sorgt für deutlichen Preissprung

Zum ersten Markt im März wurde seitens der Marktbeschicker ein sehr ordentliches Qualitätsniveau angeboten. Allein in Puncto Leistung wusste das Angebot mit einer durchschnittlichen Leistung von über 31 kg Milch und etlichen Tieren mit über 40 kg Tagesgemelk sehr zu gefallen.

Auch die Spitze war breit aufgestellt, sodass verschiedene Käuferwünsche bestens bedient werden konnten. Um sich auf den überregionalen und internationalen Märkten weiter behaupten und etablieren zu können, wäre es dauerhaft wünschenswert, eine solch hervorragende Qualität am Marktstandort Unterthingau anbieten zu können. Das Angebot an diesem Tag war für die zahlreichen internationalen Kunden eine hervorragende Werbung. Der Durchschnittspreis stieg deutlich auf 2.753 EUR an.

Die Spitze des Tages – 10 % kosten 3.500 EUR und mehr

Wie bereits erwähnt konnte an diesem Tag auch die Angebotsqualität in der Spitze Maßstäbe setzen. Selten konnte eine so große Anzahl an Tieren hohe Leistung und fehlerfreies Exterieur auf höchstem Niveau in Einklang bringen. Den Tageshöchstpreis an diesem Tag erzielte eine späte Dynamite-Tochter von Familie Rau aus Bünzwangen. Diese lang gestreckte Jungkuh mit über 35 kg Milch konnte eleganten Milchcharakter und Schärfe mit ausreichender Breite und Tiefe in Brust, Rumpf und Becken kombinieren und damit alle anwesenden Interessenten begeistern.

Den Zuschlag sicherte sich bei 4.100 EUR schließlich ein selbst angereister italienischer Landwirt. Zuschlagspreise zwischen 3.800 EUR und 3.950 EUR konnten gleich 8 Jungkühe erzielen. Nach Oberbayern konnte für 3.950 EUR eine Goldstück-Tochter von Biobetrieb von Michael Zech aus Friesenried verkauft werden, die robotergewohnt und frisch gekalbt mit 38 kg Milch und bester Melkbarkeit gefallen konnte.

Der Block von Tieren mit einem Preis von 3.900 EUR wird in Auftriebsreihenfolge von einer Boris-Tochter von der Herz GbR aus Rettenberg angeführt. Diese rahmige, kapitale Jungkuh produziert weit über 33 kg Milch aus einem fest verwachsenen, drüsigen Euter mit optimal verteilten Strichen zukünftig bei einem Landwirt im Landkreis Erding. Eine der höchsten Leistungen mit 42 kg Milch erbrachte eine Picasso-Tochter von Stefan Achberger aus Scheidegg.

Auch um diese Jungkuh entbrannte ein spannendes Bieterduell, das schließlich ein selbst anwesender Landwirt aus dem benachbarten Baden-Württemberg für sich entscheiden konnte.Mit 41 kg Milch kaum weniger beeindruckend präsentierte sich eine hornlose Bernado-Tochter von Christian Baldauf aus Immenstadt, die sich ebenfalls der bereits erwähnte italienische Landwirt sicherte.

In den Landkreis München wechselt eine Black Rum-Tochter vom Biobetrieb der Vollmer GbR aus Aichstetten, die mit weit über 40 kg Milch brillierte. Eine Chagall-Tochter mit 40 kg Milch von Stefan Achberger aus Scheidegg wechselt nach Italien und zwei weitere Biojungkühe zur Firma Puschtravieh aus Südtirol. Hierbei handelt es sich um eine Boxer P-Tochter mit 30 kg Milch von Richard Schindele und eine junge Vpower-Tochter mit 32 kg Milch von Siegfried Epple jeweils aus Unterthingau.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann- Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, 19.03.2026 statt.
Für den Markt am 09.04.2026 ist der Anmeldeschluss DIENSTAG, 17.03.2026.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92 880 00.

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:
Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern)

Zweiter Februarmarkt in Unterthingau am 19.02.2026 – Spitzenpreise für Spitzenqualität!

Zur 85. Zuchtviehversteigerung von ProRind in Unterthingau am 19. Februar 2026 konnten 13 Stiere, 11 Zuchtkälber, 4 Mehrkalbskühe und 199 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Während die Nachfrage nach bester Qualität mit Spitzenpreisen jenseits von 4.000 EUR deutlich wird, können Tiere, die nicht den allgemeinen Qualitätsansprüchen gerecht werden, nur unter deutlichen Preisabschlägen gehandelt werden. Der stabile Durchschnittspreis von 2.591 EUR hat somit nur bedingte Aussagekraft. Festzuhalten ist: Qualität hat ihren Preis!

Sehr gut entwickelte Zuchtkälber

Die Qualität der angebotenen Zuchtkälber konnte an diesem Tag durchweg sehr gefallen. Verkäufer boten sehr gut entwickelte Zuchtkälber zum Verkauf an. Den Spitzenpreis von 600 EUR erzielten Franz Diebolder aus Lachen mit einer Vanhalen-Tochter, die im Zuchtgebiet verbleibt und Karl Rothärmel aus Günzach mit einer Verbund-Tochter, die ins benachbarte Baden-Württemberg wechselt.

Deutlich vergrößertes Angebot am Stiermarkt

Am Deckstiermarkt konnte nach langer Zeit eine deutlich höhere Zahl an Stieren vermarktet werden. Der Durchschnittspreis betrug bei 13 verkauften Stieren 2.431 EUR. Der Tageshöchstpreis von 2.950 EUR wurde gleich zweimal erreicht. Ein Dacapo- Sohn aus der Zucht von Josef Heckelsmüller aus Ottobeuren, der von Max Klemp, Bad Grönenbach, vorgestellt wurde, wurde einem Landwirt aus dem Ostallgäu zugeschlagen. Ein Valps-Sohn aus der Zucht der Hindelang GbR aus Betzigau wurde von Michael Eberle aus Ruderatshofen im Ring präsentiert. Er wird seinen Deckeinsatz auf einem Weidehof der Alp- und Weidegenossenschaft AHG im kommenden Sommer absolvieren.

30% des Angebotes erzielen 3.000 EUR und mehr

Anlässlich der Faschingsferien nutzten sehr viele Familien den Besuch der Auktion als Ausflug, sodass die Arena einmal mehr restlos gefüllt war. Die Tatsache, dass 30 % der angebotenen Abgekalbten 3.000 EUR und mehr erzielten, zeigt, dass die Nachfrage nach Qualität an diesem Tag sehr gut war und mehr Tiere in diesem Segment gesucht werden. Dass jedoch auch 8 % der angebotenen Tiere kein Gebot erhielten bzw. unter 1.500 EUR zugeschlagen wurden, zeigt, dass die Qualität des Angebots teilweise einer Zuchtviehauktion nicht würdig war. Hier sollten sich Beschicker hinterfragen, ob gewisse Tiere zukünftig noch auf einem Zuchtviehmarkt angeboten werden sollten. Qualitätsmindernde Faktoren waren an diesem Tag speziell mangelnde Entwicklung und schlechter Fütterungs-, Vorbereitungs- und Präsentationszustand, niedrige Milchmengen, schwache Melkbarkeiten, Warzen, Mängel der Eutergesundheit, langer Abstand zur Kalbung und Ansagen bezüglich des Melkverhaltens. Wenn die angebotene Qualität an den nächsten Märkten den allgemeinen Erwartungen entspricht, ist die Auftragslage durchaus positiv. 

Die Spitze des Tages - 7-mal über 3.800 EUR - 3-mal über 4.000 EUR

An der Spitze des Tages konnten 7 Jungkühe den Höchstpreis der letzten Auktion erreichen und sogar toppen. Den unangefochtenen Tageshöchstpreis von 4.250 EUR erzielte eine kapitale Famous-Enkelin von Christian Brutscher aus Bolsterlang. Diese Jungkuh überzeugte in allen Exterieurmerkmalen und speziell mit ihrer überragenden Einsatzleistung von 43 kg Milch. Es entwickelte sich ein phänomenaler Bieterwettstreit, den ein Kunde aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck schließlich unter tosendem Applaus für sich entscheiden konnte. Ein nicht weniger spannender Schlagabtausch entwickelte sich um eine Booster-Tochter von Christian Baldauf aus Immenstadt, die 36 kg Milch produziert und mit ihrem starken Rahmen und ihrer Substanz begeistern konnte. Sie konnte im Kaufauftrag für 4.050 EUR für einen Kunden aus Niederbayern ersteigert werden. Einmal mehr war Stammverkäufer Peter Kirchmann aus Stiefenhofen gleich doppelt erfolgreich. Für 4.000 EUR wurde eine Carsten-Tochter für den vorher genannten Kunden aus Niederbayern verladen, eine Tank-Tochter sicherte sich für 3.950 EUR ein selbst angereister italienischer Stammkunde. In den gleichen Kundenstall wechselt für 3.900 EUR eine hornlose Alex-Tochter mit 32 kg Milch, die wiederum vom Zuchtbetrieb der Familie Baldauf aus Immenstadt stammt. Ebenfalls für diesen Kunden konnten am Abend eine Wizdom-Tochter der Familie Nägele aus Seeg mit 32 kg Milch sowie eine sehr junge Hagrid-Tochter mit 31 kg Milch von Markus Tannheimer aus Buchenberg für jeweils 3.800 EUR verladen werden. Alle genannten Tiere präsentierten sich als jugendliche, dynamische Jungkühe mit tadelloser Bewegung und fest aufgehängtem und drüsigen Euter.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, 05.03.2026 statt.
Für den Markt am 19.03.2026 ist der Anmeldeschluss DIENSTAG, 03.03.2026.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92 880 00.

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:
Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern)

Erster Februarmarkt in Unterthingau am 05.02.2026 – Stiere mit Rekordpreisen – Abgekalbte stabil!

Zur 84. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 5. Februar 2026 konnten 5 Stiere, 20 Zuchtkälber, 11 Mehrkalbskühe und 233 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. In einer ordentlich besetzen Halle entwickelte sich eine eher verhaltene Gebotsabgabe. Das Marktgeschehen wurde fast ausschließlich von zwei Großkunden aus Italien und Bayern sowie durch Kaufaufträge des Verbandspersonals geprägt. Der Durchschnittspreis pendelte sich für 233 verkaufte Jungkühe bei rund 2.600 EUR ein. 

Größeres Angebot am Zuchtkälbermarkt

Am ersten Februarmarkt konnten 20 Kälber zu einem gestiegenen Durchschnittspreis von 385 EUR vermarktet werden. Speziell gut entwickelte Brown Swiss-Kälber waren sehr gefragt und erzielten Höchstpreise. An der Spitze platzierte sich eine Vektol-Tochter von Max Diebolder aus Markt Rettenbach, die sich zum Preis von 760 EUR ein Käufer aus dem nördlichen Oberallgäu sicherte. Für 720 EUR wechselt eine Neymar-Tochter von Peter Schneider aus Markt Rettenbach per Kaufauftrag in die Oberpfalz.

Rekordpreis am Stiermarkt

Am Deckstiermarkt waren wiederum lediglich 5 Kandidaten aufgetrieben, die allesamt sehr flott zu Höchstpreisen versteigert werden konnten. Am Ende erzielten die verkauften Stiere einen Rekorddurchschnittspreis von 3.110 EUR. An der Spitze positionierte sich ein Valps-Sohn aus der bekannten R-Linie der Zuchtstätte Brader aus Memmingen. Dieser ältere Stier überzeugte speziell mit genomischen Zuchtwerten auf Besamungsstierniveau. Mit gGZW 143 bei knapp 1300 kg Milch, Fitness 117, Persistenz 132 und Euter 114 blieben keine Wünsche offen, so dass der Zuschlag im Kaufauftrag für einen Kunden aus Baden-Württemberg erst bei 3.550 EUR fiel. Mit gGZW 137, hoch positiven Inhaltsstoffen, 117 Fitness und 122 Euter stand der zweitplatzierte Dallas-Sohn aus der Zucht von Stefan Hartmann aus Ottobeuren dem erstgenannten nur marginal nach. Die Höchstleistung von über 14.000 kg bei der Mutter und die Großmutter mit 11 Kalbungen, 11.000 kg Durchschnitt und über 100.000 kg Lebensleistung überzeugten alle anwesenden Interessenten. Der Zuschlag erfolgte schließlich bei 3.450 EUR im Kaufauftrag für einen Landwirt aus dem südlichen Oberallgäu. Beide Stiere wurden von Max Klemp aus Bad Grönenbach aufgezogen und angeboten. Zum nächsten Markt ist endlich eine deutlich größere Anzahl an Stieren gemeldet, was die Auswahl für Kaufinteressenten deutlich vergrößern wird.

Nachfrage nach Abgekalbten an diesem Tag gedeckt

Obwohl die Halle in Unterthingau zu Beginn der Auktion sehr gut gefüllt war, waren nur sporadisch selbst angereiste Kaufinteressenten unter den Besuchern, so dass sich die Gebotsabgabe zu großen Teilen auf Großkunden und Verbandsmitarbeiter verteilte. Der Durchschnittspreis senkte sich bei größerer Stückzahl leicht auf 2.598 EUR. Weiterhin bleibt der Aufruf an die Landwirte bestehen, die derzeit sehr hohen Schlachtvieherlöse auszunutzen, um alte oder unwirtschaftliche Kühe abzugeben. Der gleichzeitig finanziell erschwingliche Zukauf von frischen Jungkühen bietet die besondere Gelegenheit, betriebswirtschaftlich großen Nutzen bei der Verbesserung der Bestände zu erzielen. Die Möglichkeit hierzu erhalten die Landwirte bereits beim nächsten Markt am 19. Februar zu dem nochmals mehr Tiere angemeldet sind.

Die Spitze des Tages

An der Spitze konnte sich ein Quartett aus dem insgesamt ordentlichen Angebotsniveau abheben. Den Tageshöchstpreis von 3.800 EUR konnten gleich zwei Jungkühe aus biologisch wirtschaftenden Betrieben erzielen. Von Richard Schindele aus Unterthingau stammte eine kapitale Vanuta-Tochter mit einer Tagesmilchmenge von weit über 35 kg Milch. Diese rahmige Jungkuh stammt aus einer leistungsstarken und langlebigen Kuhfamilie mit 6 bzw. 9 Abkalbungen bei Mutter und Großmutter bei Leistungen jenseits von 10.000 kg Milch. Sie konnte per Kaufauftrag in das nördliche Oberallgäu vermarktet werden. Per Kaufauftrag nach Oberbayern wechselt eine Hells Bells-Tochter von der Vollmer GbR aus Aichstetten. Diese zweijährig gekalbte, brachial entwickelte Jungkuh konnte eine Tagesproduktion von weit über 40 kg aufweisen und ließ auch im Exterieur keine Wünsche offen. Sie wird von einer Huge-Enkelin von Christian Sutter aus Stiefenhofen nach Oberbayern begleitet. Diese Jungkuh bestach mit einem absoluten Traumeuter der Extraklasse. Flach und fest in die Bauchwand verwachsen, enorm drüsig, breit und hoch im Hintereuter mit einem sehr gut ausgeprägten Zentralband und optimal verteilten Strichen konnte dieses Euter jeden Exterieurliebhaber begeistern. Der Zuschlag erfolgte bei 3.700 EUR. Den gleichen Zuschlagspreis erzielte eine Bachelor-Tochter aus der Zucht von Christian Baldauf aus Immenstadt, die von Stefan Achberger aus Scheidegg schaufertig hergerichtet und im Ring präsentiert wurde. Mit 31 kg Milch, fehlerfreiem Körper, Becken, Fundament und einem ebenfalls außergewöhnlich breiten und drüsigen Euter konnte sie im Kaufauftrag für einen Zuchtbetrieb im Ostallgäu ersteigert werden. Angebotene Tiere, die sehr weit von der Kalbung entfernt waren oder grobe Mängel im äußeren Erscheinungsbild aufwiesen, konnten nur unter deutlichen Preisabschlägen vermarktet werden.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, 19.02.2026 statt

Für den Markt am 05.03.2026 ist der Anmeldeschluss DIENSTAG, 17.02.2026.
Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92 880 00.

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:
Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern)

Gute Nachfrage und flotter Marktverlauf am 22. Januar in Unterthingau

Zur 83. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 22. Januar 2026 konnten 8 Stiere, 8 Zuchtkälber, 16 Mehrkalbskühe und 179 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Bei voll besetzter Halle und hoher regionaler und internationaler Nachfrage entwickelte sich ein flottes Marktgeschehen, das mit einem gestiegenen Durchschnittspreis von 2.671 EUR ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis liefert.

Weiterhin kleines Angebot am Zuchtkälbermarkt

Seitens der Züchter wurde wiederum ein kleines Kontingent von lediglich 8 Zuchtkälbern zum Verkauf angeboten. Der Durchschnittspreis gab leicht auf 348 EUR nach. Der Tageshöchstpreis von 440 EUR wurde von der Brugger GbR aus Ingenried und Stephan Thalmair aus Jengen für eine Valor- und eine Vasary-Tochter erzielt.

Stiere rar und gesucht

Am Deckbullenmarkt herrscht aktuell weiter rege Nachfrage nach gut entwickelten, fehlerfreien Stieren mit hohen Vorfahrensleistungen und kompletten genomischen Profilen. An die Tagesspitze setzte sich an diesem Tag mit Katalognummer 2, ein junger Guy-Sohn aus einer hoch bewerteten und leistungsstarken Dairystar-Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach. Er kostete 3.550 EUR. An die zweite Tagesposition setzte sich ein hervorragend entwickelter Dacapo-Sohn von der Riedle GbR aus Roßhaupten für 3.350 EUR. Beide Stiere werden im Sommer auf Weidehöfen der Alp- und Weidegenossenschaft AHG e.G. zum Einsatz kommen.

Nachfrage breit verteilt

Wie eingangs bereits erwähnt, war die Auktionsarena in Unterthingau einmal mehr voll besetzt. Sowohl zahlreiche Kaufinteressenten aus der heimischen Region und den angrenzenden Gebieten als auch einige italienische Großkunden waren anwesend und sorgten für einen flotten Marktverlauf beim weiblichen Großvieh. Der Durchschnittspreis stieg für 179 verkaufte Jungkühe auf 2.671 EUR an.

Tageshöchstpreis geht an eine Zweitkalbskuh!

Das Angebot zeigte sich an diesem Tag heterogen, was sich in der breiten Preisspanne von 1.150 EUR bis 3.850 EUR gut widerspiegelt. Fehlerfreie, leistungsstarke Produktionstiere mit ansprechendem Exterieur erzielten größtenteils Zuschlagspreise von 3.000 EUR und mehr. An der Spitze positionierte sich ein bunt gemischtes Quartett mit Zuschlagspreisen von über 3.600 EUR. Den Tageshöchstpreis von 3.850 EUR erzielte an diesem Tag ein Zweitkalbskuh. Hierbei handelte es sich um eine hervorragende, fehlerfreie Adorable-Tochter von Stefan Gumpold aus Ainring. Diese jugendliche Kuh produziert frisch gekalbt rund 40 kg Milch aus einem hervorragend aufgehängten, drüsigen und breiten Spitzeneuter, das von einem optimal gestellten Fundament mit glasklaren Sprunggelenken getragen wird. Diese Ausnahmekuh konnte im Kaufauftrag für einen Südtiroler Stammkunden ersteigert werden. Ein selbst angereister Kunde aus dem angrenzenden württembergischen Allgäu sicherte sich für 3.800 EUR eine Boris-Tochter, die Stefan Achberger aus Scheidegg mit über 34 kg Milch anbot. Die Wenz GbR aus Bolsterlang reihte sich mit einer kapitalen Chagall-Tochter für 3.650 EUR im Spitzenfeld ein. Diese produziert frisch gekalbt bereits 35 kg Milch und bringt einen interessanten Hintergrund mit: ihre Mutter stammt aus dem bekannten U-Stamm von Finkel/Ofterschwang und konnte bei der Elite-Sonderkollektion im Zuge der letzten Weihnachtsauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft im Dezember 2021 an die Wenz GbR vermarktet werden. Ihre erste Tochter konnte nun diesen Verkaufserfolg für ihre Züchterfamilie erreichen. Sie wurde per Kaufauftrag für einen Betrieb in Mittelfranken ersteigert. Komplettiert wird die Spitzengruppe von einer Hazienda- Tochter, die einmal mehr vom Biobetrieb von Siegfried Epple aus Unterthingau angeboten wurde. Sie produziert weit über 37 kg Milch zukünftig bei einem Betrieb im Oberallgäu.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, 05.02.2026 statt. Für den Markt am 19.02.2026 ist der Anmeldeschluss DIENSTAG, 03.02.2026.
Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:
Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern)

Zuchtviehauktion am 8. Januar: Gelungener Start ins Auktionsjahr 2026

Zur 82. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 8. Januar 2026 konnten 12 Stiere, 10 Zuchtkälber, 15 Mehrkalbskühe und 208 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Das sehr große Angebot zog auch bei sehr winterlichem Wetter viele Kaufinteressenten von Nah und Fern in die Prorind-Arena nach Unterthingau. Es entwickelte sich zum Jahresauftakt im Laufe der Versteigerung ein durchaus flottes Marktgeschehen mit qualitätsbezogener zufriedenstellender Preisgestaltung.

Kleines Angebot am Zuchtkälbermarkt

Ein kleines, qualitativ durchschnittliches Angebot traf auf eine mittlere Nachfrage aus dem heimischen Zuchtgebiet. Aus Norddeutschland wäre durchaus Nachfrage vorhanden, die aber aufgrund der allgemeinen Witterungsbedingungen auf die nächsten Märkte verschoben werden musste.

Den Tageshöchstpreis von 580 EUR erzielte die Brey GbR aus Heimenkirch mit einer Arona-Tochter, die bei einem Aufzuchtbetrieb im Zuchtgebiet verbleibt. Die New Jersey-Tochter von Martin Rehm aus Ochsenhausen wies eine Großmutterleistung von über 12.000 kg Milch auf und wurde daher als Hauptpreis des großen „Prorind-Instagram-Adventskalenders“ an die glückliche Gewinnerin Stefanie Wolf aus Isny übergeben.

Stiere weiterhin gesucht

Am Deckbullenmarkt herrscht aktuell weiter rege Nachfrage nach gut entwickelten, fehlerfreien Stieren mit hohen Vorfahrensleistungen und kompletten genomischen Profilen. An die Tagesspitze setzte sich an diesem Tag mit Katalognummer 6 ein älterer Platin-Sohn von der Riedle GbR aus Roßhaupten.

Dieser Jungstier konnte genomisch speziell mit einer sehr hohen Milchmengenvererbung von über 1.300 kg punkten und stammt aus einer abgesicherten Dauerleistungskuhfamilie. Die Juleng-Mutter brachte in der Spitze über 12.000 kg Milch bei überragenden Inhaltsstoffen von 4,6 % Fett und 4,1 % Eiweiß. Der Stier bleibt zum Spitzenpreis von 3.100 EUR bei einem Zuchtbetrieb in der Region. Insgesamt konnten die 5 angebotenen Stiere zu einem Durchschnittspreis von 2.730 EUR vermarktet werden.

Qualität wird honoriert

Zum wiederholten Mal waren einige Landwirte aus den weiter entfernten Gebieten Bayerns sowie dem angrenzenden Baden-Württemberg angereist, um aus dem großen Angebot in Unterthingau Tiere für ihre Betriebe zu erwerben. Weiterhin besteht außerdem Nachfrage aus Italien und Teilen Nord- und Mitteldeutschlands, wobei sich hier die preislichen Vorgaben etwas relativiert haben.

Mit dem am Ende erzielten Durchschnittspreis von 2.560 EUR bei 208 verkauften Jungkühen dürfen alle Marktteilnehmer sehr gut leben können. Aktuell kann es sehr lohnenswert sein, die Bestände nach möglichen Schlachtkühen zu sondieren, da hier Tiere dringend benötigt werden, gesucht sind und die Erlöse wirtschaftlich sehr interessant sind. Der Weg zu dynamischen, problemlosen, frisch abgekalbten Jungkühen ist aktuell finanziell wenig risikobehaftet.

Hohe Nachfrage im Biosektor kennzeichnet das Spitzenfeld

An diesem Markttag zeigte sich eine sehr hohe Nachfrage nach abgekalbten Tieren aus Biobetrieben, die sich preislich deutlich abhoben. Infolgedessen konnten sich 4 Biotiere im Spitzenfeld der 7 Tiere mit Zuschlagspreisen von 3.650 EUR und mehr platzieren. Etliche weitere hervorragende Tiere erzielten Zuschlagspreise jenseits von 3.500 EUR. Den Tageshöchstpreis von 3.850 EUR erzielte die Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen mit einer kalibrigen Tank-Tochter mit 37 kg Milch, die sich perfekt vorbereitet im Ring präsentierte und in den Landkreis Fürstenfeldbruck wechselt.

Es folgen 4 Tiere aus Biobetrieben, die allesamt für einen angereisten Kunden aus Baden-Württemberg verladen werden konnten. Für 3.800 EUR war dies eine Amen PP-Tochter der Vollmer GbR aus Aichstetten mit knapp 38 kg Milch. Zum gleichen Zuschlagspreis folgt ihr eine Västeras-Tochter von Markus Hotter aus Görisried, die 31 kg Milch produziert.

Aus dem Betrieb von Siegfried Epple aus Unterthingau platzierten sich eine Vantasie-Tochter mit 32 kg Milch für 3.750 EUR und eine Revolution-Tochter mit 33 kg Milch für 3.650 EUR im Spitzenfeld. Franz Müller aus Burgberg war an diesem Tag einmal mehr mit einer Superstar-Tochter mit überragenden 38 kg Milch erfolgreich, die über Generationen abgesicherte Höchstleistungen von 13.000 kg und mehr aufweisen kann. Sie sicherte sich der oben genannte Käufer aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck für 3.700 EUR.

Vervollständigt wird das Spitzenfeld mit einer kalibrigen, sehr tiefen und korrekten Martini-Tochter von Markus Tannheimer aus Buchenberg. Neben ihrem fehlerfreien, breiten, langen und drüsigen Euter überzeugte sie außerdem mit weit über 32 kg Milch und der Leistung ihrer Dynamite-Mutter von über 12.500 kg Milch. Sie konnte per Kaufauftrag für einen Holsteinzuchtbetrieb im Wittgensteiner Land in Nordrhein-Westfalen für 3.650 EUR ersteigert werden. 

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann- Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, 22.01.26 statt.
Für den Markt am 05.02.26 ist der Anmeldeschluss DIENSTAG, 20.01.26.
 

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:
Werner Schmid 0151-16772039
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Ausklang des Auktionsjahres 2025 am 18. Dezember in Unterthingau

Zur 81. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 18. Dezember 2025 konnten 12 Stiere, 10 Zuchtkälber, 18 Mehrkalbskühe und 190 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Insgesamt war der Besuch in der Halle für die Maßstäbe der traditionell gut besuchten Weihnachtsauktion eher durchschnittlich. Nach verschiedenen Ehrungen und der Übergabe des „Weihnachtskalbes“ durch das Allgäuer Bauernblatt, entwickelte sich ein selektives Marktgeschehen mit etwas zurückhaltenderer Gebotsabgabe als zuletzt.

Flotter Zuchtkälbermarkt

Ein für die Weihnachtsauktion untypisches, sehr kleines Angebot von lediglich 10 Zuchtkälbern wurde seitens der Landwirte angeboten. An der preislichen Tagesspitze positionierten sich Dacapo-Zwillinge von Siegfried Höß aus Oberstaufen, die für jeweils 620 EUR im Kaufauftrag nach Nordbayern bzw. Niedersachsen verkauft werden konnten.

Stiermarkt zu Spitzenpreisen geräumt

Am Deckbullenmarkt herrscht aktuell rege Nachfrage nach gut entwickelten, fehlerfreien Stieren mit hohen Vorfahrensleistungen und kompletten genomischen Profilen. An die Tagesspitze setzte sich an diesem Tag mit Katalognummer 8, ein älterer Barca-Sohn aus der Zucht von Günther Hartwig aus Seeg, der bereits eine Vielzahl sicherer Trächtigkeiten vorweisen konnte und das wird von vielen Kaufinteressenten geschätzt und honoriert, so dass sich der Hammer des Auktionators erst bei 3.500 EUR zu Gunsten eines einheimischen Züchters senkte. Insgesamt konnten 5 der 12 angebotenen Stiere die „3.000 EUR-Marke“ knacken. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 2.642 EUR ein.

Leistung, Exterieur und Robotereignung

Wiederum waren Kunden aus dem gesamten Bundesland Bayern angereist und bereicherten das Marktgeschehen. Hinzu kamen zahlreiche Kaufaufträge des Verbandspersonals aus dem In- und Ausland und italienische Nachfrage. Alle gaben ihre Gebote jedoch etwas zurückhaltender und noch qualitätsbezogener ab als zuletzt. Viele potenzielle Käufer sahen an diesem Tag auch aufgrund der anstehenden Feiertage vom Kauf neuer Tiere ab. Sehr auffallend war an diesem Tag der Einfluss der Eignung für Melkroboter. Tiere, die durch ihre Euterform und/oder Strichausprägung und -stellung als „nicht robotergeeignet“ befunden wurden, mussten Preisabschläge hinnehmen. Einige Landwirte gaben ihre Tiere nicht ab, da Vorstellung und Realität an diesem Tag nicht zueinander passten.

Frische, dynamische und moderne Jungkühe an der Spitze

6 Jungkühe konnten sich gemeinsam im Spitzenfeld mit Geboten von 3.500 EUR und mehr positionieren. Den Tageshöchstpreis von 3.650 EUR konnte sich einmal mehr die Lutzenberger GbR aus Jengen sichern. Diesen Preis erzielte eine junge, kompakte und jugendliche Casino-Tochter mit 38 kg Milch, die sich sehr modern im Ring präsentierte und alle Anforderungen für eine lange Nutzung erfüllt. Sie konnte per Kaufauftrag für einen Kunden aus dem Zillertal ersteigert werden. Mit einem Zuschlag bei 3.600 EUR positionierte sich eine Vajo-Tochter vom Biobetrieb Siegfried Epple aus Unterthingau auf dem preislich folgenden zweiten Rang des Tages. Mit kapitalem Rahmen, fehlerfreiem Fundament und Euter und weit über 33 kg Milch konnte sie die anwesende Käuferschaft überzeugen und wurde schließlich per Kaufauftrag ins Saarland verkauft. Mit über 42 kg Milch lieferte eine späte Dempsey-Tochter von Martin Kriesmair aus Wessobrunn eine der stärksten Leistungen des Tages. Diese bunt gezeichnete, brachiale junge Kuh wurde für 3.550 EUR per Kaufauftrag in die Oberpfalz verkauft. Die Spitzengruppe komplettieren an diesem Tag eine New York-Tochter mit 32 kg Milch von Thomas Burger aus Alstädten, die in den Kreis Lindau wechselt, eine Omalley-Enkelin von Christoph Schönmetzler aus Betzigau mit 35 kg Milch, die zukünftig in Oberbayern gemolken wird und das jüngste Tier des Tages, eine Dynasty-Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach, die sich mit einem extrem festen, drüsigen und breiten Euter in Szene setzen konnte und ebenfalls per Kaufauftrag für den oben genannten Züchter aus dem Zillertal verladen werden konnte.

Ruhige Feiertage und ein gesundes Neues Jahr!

Das gesamte Vermarktungsteam von ProRind bedankt sich bei allen Käufern und Verkäufern für das in diesem Jahr entgegengebrachte Vertrauen und wünscht weiterhin viel Erfolg beim Kauf und Verkauf in Unterthingau. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ruhige und festliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Wir hoffen auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2026!

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die erste Auktion des Jahres findet am Donnerstag, 08.01.2026 statt.
Für den Markt am 22.01.2026 ist der Anmeldeschluss DIENSTAG, 06.01.2026.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Gelungener Start in den „Auktions-Dezember“ am 04.12.2025

Zur 80. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 4. Dezember 2025 konnten 3 Stiere, 25 Zuchtkälber, 10 Mehrkalbskühe und 214 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Viele Kaufinteressenten haben an diesem Tag den Weg in die ProRind-Arena gefunden, so dass sich in allen Kategorien ein zügiges Marktgeschehen entwickelte und die Durchschnittspreise bei gestiegener Stückzahl zulegen konnten.

Zufriedenstellender Verlauf am Zuchtkälbermarkt

Insgesamt konnten 25 Zuchtkälber aller Rassen zu mittleren 414 EUR neue Besitzer finden. An der Preisspitze positionierte sich das älteste Kalb des Tages. Hierbei handelt es sich um eine Aragon-Tochter der Neher GbR aus Markt Rettenbach, die für 820 EUR per Kaufauftrag nach Nordschwaben wechselt.

Kleiner Stiermarkt zu Spitzenpreisen geräumt

Es wurden wiederum lediglich 3 Brown Swiss-Stiere aufgetrieben, die alle zu Höchstpreisen verkauft werden konnten. Für 3.300 EUR wechselt ein hornloser Salitos P-Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker aus Osterberg, aufgezogen von Max Klemp aus Bad Grönenbach, in das benachbarte Baden-Württemberg. Ein Dacapo-Sohn aus der Zucht von Erich Kaudinus aus Kempten, der für 3.200 EUR zugeschlagen werden konnte, wird im kommenden Jahr auf einem Weidehof der AWG zum Einsatz kommen.

Großer Kundenkreis bei den Abgekalbten

Aus dem gesamten Freistaat Bayern waren verschiedene Kunden zur Auktion angereist, um das große Angebot in Unterthingau zu nutzen und Abgekalbte für die Ergänzung ihrer Bestände zu erwerben. Zusätzlich dazu führte die weiterhin ordentliche Nachfrage aus Italien zu einem sehr zügigen Marktverlauf mit einem gestiegenen Durchschnittspreis von 2.778 EUR. Die Qualität des Angebots war an diesem Tag sehr ordentlich. Beim Blick in das Spitzenfeld wird deutlich, dass die Käufer aktuell die Milchmenge mehr denn je honorieren und bei einer Produktion von 35 kg und mehr deutlich höhere Summen anlegen.

Große Spitzengruppe

Zwei Jungkühe konnten sich an diesem Tag mit hervorragender Leistung innerhalb der Spitzengruppe nochmals nach oben absetzen. Den Tageshöchstpreis von 4.050 EUR erzielte Patrick Schuster aus Obermaiselstein mit einer kalibrigen Nathan-Tochter, die überragende 41 kg Milch produziert. Die dunkel gezeichnete Jungkuh präsentierte sich mit einem besonders breiten Euter auf fehlerfreiem, glasklarem Fundament und zog so die Käuferschaft in ihren Bann. Am Ende sicherte sich ein italienischer Stammkunde den Zuschlag. Ebenfalls 41 kg Milch produziert eine sehr rahmige Brownstar-Tochter von Peter Kirchmann aus Stiefenhofen. Auch sie wusste in allen Exterieurmerkmalen zu gefallen und konnte für 3.800 EUR einem Milchviehbetrieb im Landkreis Neu-Ulm zugeschlagen werden. Weitere 9 Tiere konnten Zuschlagspreise zwischen 3.600 EUR und 3.700 EUR erzielen. In Auftriebsreihenfolge: eine zweikalbige Obvious-Tochter von Martin & Tatjana Lang aus Wielenbach wird künftig 45 kg Milch in der Oberpfalz produzieren. Die Wenz GbR aus Bolsterlang war mit einer aus Vorarlberg stammenden Barca-Tochter mit weit über 31 kg Milch erfolgreich. Sie wechselt in das nördliche Oberallgäu. Martin Deubele aus Stiefenhofen präsentierte eine kalibrige Dejavu-Tochter mit knapp 35 kg Milch im Ring, die künftig im Landkreis Neu-Ulm gemolken wird. Armin Kling aus Obermaiselstein konnte sich mit einer Jakarta-Tochter mit knapp 36 kg Milch in vorderster Front einreihen. Sie geht in den Landkreis Mindelheim. Eine weitere hervorragende Nathan-Tochter mit 33 kg Milch stammt aus der Zucht von Jürgen Käser aus Blaichach und wird künftig im nördlichen Oberallgäu gemolken. In den Landkreis Fürstenfeldbruck wechselt eine Soldan P-Tochter mit weit über 35 kg Milch von Siegfried Ziegler aus Stiefenhofen. Wiederum in den Landkreis Neu-Ulm wechselt eine Volker-Tochter von Bernhard Schwarz aus Kirchdorf mit 35 kg Milch. Mit einer Combino-Tochter war an diesem Tag Markus Gerle aus Untrasried erfolgreich. Sie produziert 37 kg Milch künftig im Landkreis Starnberg. Den Abschluss der Spitzengruppe macht eine sehr junge Bradnick-Tochter von Martin Kriesmair aus Wessobrunn. Diese lackschwarze Jungkuh konnte mit weit über 41 kg Milch beeindrucken. Ein Landwirt aus Mittelfranken sicherte sich den Zuschlag.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 04.12.2025 statt. Der darauffolgende Markt ist am 18. Dezember.
Für diesen Markt ist der Anmeldeschluss Dienstag, der 2. Dezember 2025.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Elitesale am 13. Dezember 2025: Neue Location – grandiose Qualität – höchste Preise

Der 4. ProRind-Weihnachtssale am 13. Dezember 2025 setzte neue Maßstäbe und übertraf sämtliche Erwartungen der vergangenen Jahre deutlich. Die europäische Zuchtelite versammelte sich in Unterthingau, während unzählige weitere Interessierte aus 14 Ländern das Geschehen live vor den Bildschirmen zuhause verfolgten.

Mit rund 3.000 Besuchern vor Ort und rund 700 Online-Bietern und Livestream-Zuschauern konnte sich die Veranstaltung in einer stimmungsvollen neuen Location bestätigen und wird sich auch in Zukunft ihren festen Platz im internationalen Veranstaltungskalender sichern. 

Die Resultate sprechen für sich: ein herausragender Durchschnittspreis von 7.914 EUR bei den 71 lebenden Tieren, beeindruckende 1.261 EU im Embryonenverkauf und vor allem eine Verkaufsquote von 100 % markieren einen Meilenstein. 

Neue Location, einzigartige Atmosphäre: Unterthingau – ein Hotspot der Spitzenzucht 

Pünktlich um 16:00 Uhr öffneten sich am Samstag, den 13. Dezember, nach einer intensiven Vorbereitungswoche die Türen zur neuen Location und den Stallungen in Unterthingau. Verantwortlich für die Organisation im Stall waren Katharina Mock und Martina Hämmerle und ihr engagiertes Team. Besucher aus allen Teilen Deutschlands sowie Teilen Europas nutzten die Gelegenheit, die erstklassigen Tiere sowie die neue Location in Augenschein zu nehmen und sich von dem außergewöhnlichen Schaufenster an Rassevielfalt und hochkarätiger Genetik begeistern zu lassen. Neu in diesem Jahr: das Kalb für den guten Zweck, gesponsert von Guter Viehtransporte, dessen Gesamterlös von 3.100 EUR dem Förderkreis für krebskranke Kinder im Allgäu e.V. überreicht werden konnte. 

Rundum versorgt wurden alle Gäste, Verkäufer und Käufer durch die Allgäuer Jungzüchter. Im Ring führten Pedigree-Leser Alexander Kuppel und Auktionator Nici Nosbisch gemeinsam mit ihren Ringmen Niklas Lernbecher, Mathias Haslach, Christoph Schönmetzler, Rupert Wenger, Simon Sprenzel, Maximilian Meßner und Thomas Wilms durch die Auktion. Zeitgleich sorgte die Firma Live-Sales für eine weltweite Live-Übertragung. Für mitreißende Effekte und emotionale Höhepunkte sorgte das Technikteam von KÖRPER Licht- und Tontechnik aus Durach.

Tiefe Kuhfamilien & Höchste Genomik 

Neben Brown Swiss, Holstein und Red-Holstein präsentierten sich auch Fleckvieh, Jersey und Normannen, die für leuchtende Augen und Begeisterung sorgten. Insgesamt wurden 71 Tiere versteigert, die einen Durchschnittspreis von sagenhaften 7.914 EUR erzielten. Damit liegt die Preissteigerung zum Vorjahresschnitt bei unglaublichen 2.163 EUR. 

Den Besitzer wechselten außerdem 24 Embryonenpakete, die für 1.261 EUR/Embryo unter den Hammer kamen. In der Verkaufsquote von 100 % zeigt sich gleichermaßen das Interesse von Verkäufern und Käufern sowie die außerordentliche Qualität der angebotenen 91 Katalognummern. 

34.500 EUR für Space-Tochter 

Den Tageshöchstpreis erzielte an diesem Abend mit Katalognummer 35 BULA Space Edeltraum PP, ein spülbereites, reinerbig hornloses Rind mit einem überragenden gGZW von 141. Sie kommt von der Züchtergemeinschaft Busch/Lang aus dem Norden Bayerns und stammt aus der aktuell heißesten Fleckviehzuchtfamilie Deutschlands, aus der erst kürzlich ein Besamungsstier für rund 150.000 EUR verkauft werden konnte. Mit horrenden Embryonenverträgen, dem reinerbigen Hornlosgen und dem gigantischen Zuchtwert ausgestattet, schnellten die Gebote rasant in die Höhe. Der Zuschlag erfolgte schlussendlich beim Rekordpreis von 34.500 EUR zu Gunsten eines Züchters aus Nordschwaben.

Die Perle des Allgäu - zweimal 18.000 EUR für die Brown Swiss Spitze

Wieder einmal war der ProRind-Weihnachtssale natürlich DAS Event für die heimische Rasse Brown Swiss. Ergänzt wurde das heimische Angebot in diesem Jahr mit besten Angeboten aus der Schweiz, Österreich und Südtirol, die die Qualität nochmals deutlich heben konnten und die Attraktivität besonders auch für die internationale Kundschaft auf ein neues Niveau heben konnten. Eine besondere Erfolgsgeschichte brachte Katalognummer 20 mit auf die Bühne. Vor 2 Jahren konnte ihre Mutter für den damaligen Rekordpreis von 17.000 EUR auf dem Weihnachtssale nach Südtirol verkauft werden. 2 Jahre später konnte nun die erste Tochter, die Vecondios-Tochter Santa Fee PP, von den S.T.A. Breeders aus Antholz, Südtirol angeboten werden. Sie gehört zu den höchsten und interessantesten reinerbig hornlosen Rindern der Rasse, sowohl im deutschen als auch im italienischen Zuchtwertsystem. Nach langem und intensivem Bieterduell erfolgte der Zuschlag zu Gunsten eines einheimischen Züchters beim Brown Swiss-Höchstpreis von 18.000 EUR Zum gleichen Preis konnte wenig später ein Ausnahmeangebot aus der Schweiz an einen österreichischen Kunden verkauft werden. Es handelt sich dabei um M & M’s Brice Brandy, der ersten frei angebotenen Brice-Tochter der amtierenden Brown Swiss-Europasiegerin Felder’s BS Besco Beluah. Dieses nie dagewesene Angebot von Matthias und Fränzi Suess aus Andwil in der Schweiz aus der höchst ausgezeichneten Schaukuh Europas sorgte bereits im Vorfeld für viel Gesprächsstoff und die Erwartungen konnten mit dem Zuschlagspreis von 18.000 EUR noch übertroffen werden.

Abgekalbte erzielen fast 6.000 EUR im Schnitt - teuerste Embryonen bei 3.000 EUR 

Den Spitzenpreis bei den Abgekalbten erzielte mit Katalognummer 1 gleich das erste Angebot des Abends. Hierbei handelte es sich mit Kriesmair’s Unix Kiwi um eine herausragende Unix-Tochter aus der Familie des World Champions Allen Amyly EX 95. Verkauft wurde diese Ausnahmejungkuh von Züchter Martin Kriesmair aus Wessobrunn. Sie wechselt für 9.000 EUR nach Österreich.

Das teuerste Embryonenpaket sicherte sich ein Landwirt aus dem Ostallgäu. Erst kurz vor der Auktion gespült, bot Reinhard Köpfle einige der ersten Delano-Embryonen aus der international bekannten S-Familie an. Mit einem Erwartungszuchtwert von gGZW 148 sind Besamungsstiere und kommende Listenführer vorprogrammiert. Der Hammer senkte sich beim Rekordpreis von 3.000 EUR/ Embryo.

(Autoren: Alexander Kuppel, Ann-Kathrin Kölbel, Fotos: Vki Singh Bikram)

Preisspiegel des 4. ProRind- Weihnachts-SaleVerkaufMin. PreisMax. PreisDurchschnitt
Tiere gesamt712.500 €34.500 €7.914 €
Jungrinder472.500 €34.500 €8.853 €
Kalbinnen54.600 €9.500 €6.440 €
Jungkühe183.000 €9.000 €5.979 €
Embryonenpakete24850 €3.000 €1.216 €
Verkaufsquote100 %   

Vorbericht ProRind Weihnachts-Sale 2025: Der Auktionshöhepunkt am 13. Dezember

Zum „4. ProRind Weihnachts-Sale – DER Eliteauktion in Süddeutschland“ lädt der Rinderzuchtverband ProRind am 13.12.2025 ins Zucht- und Vermarktungszentrum nach Unterthingau ein. Zum ersten Mal findet die Veranstaltung in der Kälbermarkthalle statt. Dort werden ab 19:00 Uhr gut 90 erlesene Katalognummern versteigert. Bereits ab 16:00 Uhr am Nachmittag öffnen die Stalltore und die Tiere können besichtigt werden. Um das leibliche Wohl kümmern sich am gesamten Tag die Allgäuer Jungzüchter. Den Abschluss macht die legendäre Jungzüchterparty mit Live-DJ im Anschluss an die Auktion.

Die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung geschehen in enger Abstimmung mit Bernd Sommer von der Firma Live-Sales. Auktionator wird an diesem Tag Nici Nosbisch sein, der als Auktionator von Eliteversteigerungen europaweit bekannt ist. Die Auktion wird per Livestream weltweit übertragen und potenzielle Käufer haben sowohl die Möglichkeit live vor Ort ihre Gebote abzugeben als auch über die Plattform „LiveSales“ Online von zuhause aus mitzusteigern. Hierzu muss sich jeder Interessierte im Vorfeld unter https://salesroom.live-sales.com/sale/59 registrieren. Auch der Livestream ist über diese Adresse bequem von daheim abrufbar.

Das Angebot bringt in diesem Jahr nochmals neue Facetten mit sich, da sich Tiere internationaler Spitzenzüchter im Aufgebot befinden. Mit insgesamt über 250 Anmeldungen hat das Interesse an der Veranstaltung auch in diesem Jahr nochmals deutlich zugenommen, so dass ein sehr vielfältiges Spektrum an Angeboten zusammengestellt werden konnte. Wie in den vergangenen Jahren steht eine interessante Mischung von höchsten Genomics, unbeschreiblichen Schautieren und weltbekannten Kuhfamilien im Angebot. Es stehen rund 20 Abgekalbte, 50 Kälber, Jungrinder und Kalbinnen sowie 20 Embryonenpakete der Rassen Brown Swiss, Holstein, Red Holstein, Fleckvieh, Jersey, Original Braunvieh und Normanne im Angebot. Der Platz unter dem Weihnachtsbaum muss also bei Niemandem frei bleiben. 

Die Rasse Brown Swiss zeichnet sich in diesem Jahr durch mehrere Tiere mit gGZW 140 und mehr aus, hier steht u.a. das höchste reinerbig hornlose (PP) Tier der Rasse im Angebot. Aus dem Block der „Exterieurangebote“ ragen einige Tiere speziell heraus: So steht das allererste Angebot der erst kürzlich gekürten deutschen Bundessiegerin Dynamite Esmeralda genauso im Angebot wie die erste Tochter und Enkeltochter der amtierenden Europasiegerin Besco Beluah. Die angebotenen Abgekalbten weisen in diesem Jahr ebenfalls elitäre Vorfahren auf und können mit ihren eigenen Leistungen und Exterieur bestechen. Deutlich erweitert, stellt sich in diesem Jahr das Angebot von US-amerikanischer Genetik dar.

So steht beispielsweise eine Prince-Tochter mit 14 Generationen „EX“ eingestufter Vorfahren im Verkaufskontingent. Das Angebot der Holsteins beeindruckt ebenfalls mit sehr hohen genomischen Zuchtwerten. Hier erreicht das höchste Red Holstein-Angebot, eine Party-Tochter, einen beeindruckenden gRZG von 162, eine schwarzbunte Argentum 159 gRZG und eine rote Sweet 158 gRZG. Außerdem stehen Embryonen der aktuellen deutschen Nummer 1, Veterano, aus der bekannten THI-C-Familie zur Verfügung, die mit einem Erwartungszuchtwert von 162 gRZG begeistern können. Des Weiteren warten Angebote aus den bekanntesten und angesagtesten Kuhfamilien Nordamerikas auf Sie.

Hier gibt es mit einer Salute-Tochter aus dem Stamm von Mystique Extreme Abricot eine Europapremiere. Noch nie wurde aus dieser prägenden Zuchtfamilie ein Tier in Europa angeboten. Aus der erst kürzlich gekürten „Kuh des Jahres 2025“, S-S-I Doc Have Not 8784 steht eine hornlose Hanx im Angebot. Aus der überragenden World Champion-Kuh Oakfield Solom Footlose können wir die Wahl aus 4 sensationellen Anahita-Kälbern anbieten. Auch im Bereich der Abgekalbten stehen neben Einsatzleistungen von bis zu 40 kg herausragendes Exterieur und ansprechender familiärer Background im Vordergrund. Hier erweitern in diesem Jahr eine abgekalbte Fleckvieh- und zwei abgekalbte Jerseys das Angebotsspektrum.

Mit einem sehr breiten und vielfältigen Angebot an Embryonen erhalten Sie außerdem die Möglichkeit, den Besamungsstier, die Schausiegerin oder den Topseller der nächsten Jahre zu Züchten. Hier sind Kühe und Kuhfamilien wie Snickerdoodle, Kedar Rhapsody, Caught Your Eye oder Apple Red bekannte Familienbegründer.

Stellvertretend für das gesamte Angebot im Folgenden einige Highlights:

  • Was eine Gelegenheit: die hornlose Halbschwester der nachzuchtgeprüften Stars Owen und Amir aus Studer’s BS Sirkan Sina EX 92 mit 6 Generationen EX
    im Pedigree! Sehr frühe GESEXTE Olymp/Duncan P-Embryonen aus einer der leistungs- und zuchtwertstärksten Jungkühe im Verbandsgebiet
    und mehrfacher Bullenmutter! 
  • Die Halbschwester des Topsellers von 2024 - eine Salomon-Tochter aus Duss BS Biver HAPPY EX 95
  • Ein nie dagewesenes Angebot der Fleckviehzucht: Reinerbig hornlos, 140 gGZW und spülbereit aus der aktuell heißesten Kuhfamilie
    der deutschen Fleckviehzucht!
  • Eine frühe Navier-Tochter mit 141 gGZW aus der bekannten L-Stiermutterfamilie der Zuchtstätte Brader!
  • Abgekalbte Aiven-Tochter aus Vorarlberger Schaufamilie und Schweizer Wurzeln mit 6 Generationen EXZELLENT!
  • Grandiose Unix-Jungkuh aus World Champion Kuh TOC-Farm Allen Amyly EX 96!
  • Die Weltpremiere: MO und Giovanni-Jungrinder, Rastaroket-Kalbin - Gleich mehrere Angebote aus der überragenden Schweizer
    Kuhfamilie der Gegenwart, den Calunas!
  • Unglaubliches Maximum Red-Schaurind aus Miss Apple Snapple Red EX 96 – außerdem trächtige Tower und Spicy sowie gesexte Maximum-Embryonen
    aus KHW Regiment Apple-Red EX 96!
  • Exklusive Möglichkeit: frisch abgekalbte Tower-Red aus der amerikanischen Legende Highcroft Absolute Lily-Red EX 97!
  • Exzellente abgekalbte Jungkühe von u.a. Avenger, Bank It, Brice, Dynamite, Jeff (BS), Delta Lambda, Energy, Mitchel, Precision und Sound System (HOL)!
  • Vertreterinnen bekannter Kuhfamilien: Glenn Gisin VG 89, Blackrose EX 96, Goldwyn Lisamaree EX 94, Ikaro Grazie EX 90, Egiz Selina EX 90,
    Goldwyn Blexy EX 97, Starbuck Fanfare EX 95, Hanna-Vray EX 96, Subliminal EX 97, Goldwyn Locket EX 94, Even Victoria EX 90, Carter Waltz EX 91 und viele mehr…
  • Ausgezeichnete Jersey-Angebote aus nationalen und internationalen Schausiegerinnen, Normannen-Angebote aus überragender Kuhfamilie
    mit französischen Wurzeln und ein Original Braunvieh-Jungrind aus der wahrscheinlich besten OBV-Familie Deutschlands!

Nach diesem fantastischen Jahr mit horrenden Preisen im Zucht- und Nutzviehbereich bietet der ProRind-Weihnachtssale die einzigartige Möglichkeit, ihren Betrieb mit wertvoller Zuchtgenetik aus den besten Kuhfamilien zu ergänzen. Während die Spanne zwischen kommerziellen Tieren und Elitegenetik früher weit auseinanderging, ist es aktuell möglich, beste Genetik für einen kleinen Aufpreis in den eigenen Stall zu holen. Nutzen Sie diese Chance!

Der gesamte Katalog steht online auf der Website von ProRind bzw. Live Sales zur Verfügung. Bei Interesse senden wir Ihnen auch gerne ein gedrucktes Exemplar zu. Auf den genannten Internetseiten und auf unserer Facebook- und Instagram-Seite werden wir Sie auch mit Updates zu den Verkaufstieren sowie Fotos und Bildern versorgen. Bei Interesse oder Fragen zur Auktion und den Verkaufstieren stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit unter 08377-92880-00 zur Verfügung. Wir freuen uns sehr, Sie am 13. Dezember in Unterthingau begrüßen zu dürfen

(Autor: Alexander Kuppel)

Zügiges Marktgeschehen in Unterthingau am 20.11.2025

Zur 79. Zuchtviehversteigerung von ProRind in Unterthingau am 20. November 2025 konnten 8 Stiere, 16 Zuchtkälber, 13 Mehrkalbskühe und 193 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Eine Mischung aus selbst angereisten Kunden, internationaler Großkundschaft und Kaufaufträgen des Verbandspersonals trugen zu einem sehr flotten Marktverlauf mit gestiegenen Preisen in allen Kategorien bei.

Hervorragende Kälber erzielen Höchstpreise

16 Zuchtkälber konnten vermarktet werden. Der Durchschnittspreis konnte den Vormarkt mit 555 EUR nochmals deutlich überbieten. Hierzu trug vor allem einheimische Nachfrage nach dem qualitativ hochwertigen Angebot an Brown Swiss-Kälbern bei. An der Spitze platzierten sich 4 Kälber mit überragenden Preisen von 900 EUR und mehr. Hier war gleich dreifach die Milchhof eGbR Bebenhaus aus Ochsenhausen erfolgreich. Jeweils 900 EUR erzielten eine New Jersey- und eine Vecondios P-Tochter mit jeweils über 10.000 bzw. 11.000 kg Milch bei Mutter und Großmutter. Eine verbleibt im Zuchtgebiet, die andere wechselt per Kaufauftrag nach NRW. 960 EUR erzielte das leistungsmäßig beste Kalb des Tages. Auch hierbei handelt es sich um eine New Jersey-Tochter, deren Mutter eine Zweitlaktation mit weit über 13.000 kg erreicht hat. Sie wird von einem Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu aufgezogen. Das Spitzenquartett vervollständigt eine junge Barolo-Tochter der Zeller GbR aus Bad Grönenbach mit fast 12.000 kg Höchstleistung. Auch sie wechselt für 920 EUR ins Oberallgäu.

Holstein belebt den Stiermarkt

Während wiederum lediglich 4 Brown Swiss-Stiere aufgetrieben wurden, wobei durchaus eine Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Stieren bestehen würde, fanden 5 ansprechende Holsteinstiere zügig neue Besitzer. An der Spitze platzierte sich ein Powerhouse-Sohn von Christian Spengler aus Bobingen, der für 2.950 EUR einem Kunden aus Südtirol zugeschlagen werden konnte. Mit einem Zuschlagspreis von 2.900 EUR nicht weniger erwähnenswert war ein Robocop-Sohn aus der bekannten G-Linie der Lutzenberger GbR aus Jengen. Hier konnten besonders die sehr hohen Inhaltsstoffe der Mutter von über 5 % Fett und fast 4 % Eiweiß einen belgischen Kunden begeistern.

Nachfrage auf viele Schultern verteilt - Zügiges Bietergeschehen bei den Abgekalbten

Wiederum waren viele Interessenten aus der näheren Umgebung sowie weiter entfernten Gebieten selbst zur Auktion angereist. Dazu gesellten sich einige internationale Großkunden aus Belgien und Italien, die genauso zum flotten Marktverlauft beitrugen wie die Kaufaufträge des Verbandspersonals. Insgesamt ist die Nachfrage nach leistungsstarken und gut entwickelten Abgekalbten ohne Mängel ungebrochen. Hier hätten noch deutlich mehr Tiere zu ordentlichen Preisen verkauft werden können. Tiere mit Mängeln oder ungenügender Leistung werden zu deutlich niedrigeren Preisen gehandelt. Insgesamt konnte der Durchschnittspreis bei 193 verkauften Jungkühen im Vergleich zum Vormarkt nochmals auf 2.749 EUR steigen.

Bunt gemischte Spitzengruppe

Viele hervorragende Jungkühe erzielten Zuschlagspreise von über 3.500 EUR. An der Spitze konnten sich 5 produktive Tiere nochmals abheben und erreichten 3.700 EUR und mehr. Den Tageshöchstpreis von 3.950 EUR erzielte Andreas Martin aus Unterthingau mit einer Bachelor-Tochter mit weit über 35 kg Milch. Diese mittelrahmige Jungkuh entsprach mit ihrer Korrektheit in der Bewegung und ihrem tadellosen Eutersitz allen Anforderungen und konnte per Kaufauftrag für einen Kunden im Landkreis Fürstenfeldbruck verladen werden. An preislich zweiter Stelle platzierte sich einmal mehr Aufzüchter Günther Stehle aus Bad Waldsee mit einer Freetown-Tochter mit 38 kg Milch für 3.850 EUR, die sich ein italienischer Stammkunde sicherte. Ebenfalls erfolgreich war die Grabherr GbR aus Opfenbach mit einer Belluno-Tochter mit 40 kg Milch, die sich ein Kunde aus dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz bei 3.750 EUR sicherte. Das Spitzenfeld komplettierten zwei Brown Swiss-Jungkühe mit einem Zuschlagspreis von jeweils 3.700 EUR. Dies war zunächst eine Sepp-Tochter vom Biobetrieb von Bernhard Herz aus Oy-Mittelberg, die in den Landkreis Landshut wechselt und später eine Vindiesel-Tochter von der Wenz GbR aus Bolsterlang, die im Oberallgäu verbleibt. Die weiteren Spitzentiere waren in Auftriebsreihenfolge eine Zweitkalbs-Noble-Tochter von Martin und Tatjana Lang aus Wielenbach, eine Jakarta-Tochter von Alfred Heckelmiller aus Bad Hindelang, eine Nathan-Tochter von Petra Neß aus Fischen, eine Money P-Tochter von Jochen Ritter aus Mindelheim, eine Biniam-Tochter vom Geißberhof Göhl aus Oberstdorf, eine weitere Biniam-Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach und eine Bonum-Tochter von der Grabherr GbR aus Opfenbach.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 04.12.2025 statt. Der darauffolgende Markt ist am 18. Dezember.
Für diesen Markt ist der Anmeldeschluss Dienstag, der 2. Dezember 2025.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Belebter Ferienmarkt in Unterthingau am 6. November 2025

Zur 78. Zuchtviehversteigerung von ProRind in Unterthingau am 6. November 2025 konnten 4 Stiere, 16 Zuchtkälber, 9 Mehrkalbskühe und 188 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Deutlich mehr selbst angereiste Interessenten und Besucher als zuletzt fanden sich zu Auktionsbeginn in der Arena ein und sorgten bei ebenfalls verbesserter Qualität für einen zügigen Marktverlauf mit gestiegenen Durchschnittspreisen.

Kleiner Kälbermarkt

16 Zuchtkälber konnten vermarktet werden. Der Durchschnittspreis konnte den Vormarkt mit 471 EUR deutlich überbieten. An der Spitze konnten eine Valps-Tochter von Rudolf Mayer aus Altusried und eine Platin-Enkelin von Sebastian Gromer aus Kronburg für je 680 EUR im Zuchtgebiet verkauft werden.

Kleiner Stiermarkt

Am Stiermarkt konnten lediglich 4 Stiere zu durchschnittlich 2.038 EUR vermarktet werden.

Qualität deutlich verbessert- mehr Kaufinteressenten vor Ort

Wie bereits erwähnt, strömten zum ersten Novembermarkt deutlich mehr Besucher in die ProRind-Arena als zwei Wochen zuvor. Die dadurch breit verteilte Nachfrage kam dem Durchschnittspreis zugute, der um über 130 EUR im Vergleich zum Vormarkt anstieg. Neben mehr selbst anwesenden Kaufinteressenten präsentierten sich die angebotenen Abgekalbten in einem deutlich besseren Zustand als zuletzt. Speziell hinsichtlich des Gewichtes, der Entwicklung, des Rahmens und der Milchmenge war das Angebot qualitativ deutlich ansprechender.

Produktive Laufstallkühe an der Spitze

Den Tageshöchstpreis von 3.850 EUR erzielte Thomas Bartenschlager aus Biessenhofen mit einer Freestyle-Tochter, die überragende 39 kg Milch produziert. Sie wusste ebenfalls in allen Exterieurmerkmalen zu gefallen und ließ keinerlei Wünsche an die moderne Holsteinkuh offen. Nach einem langen Bieterduell sicherte sich ein italienischer Stammkunde den Zuschlag.

Den Höchstpreis von 3.700 EUR im Brown Swiss-Lager sicherte sich dieses Mal der passionierte Züchter Albert Waltner aus Bad Hindelang mit einer kapitalen Campari-Tochter mit 35 kg Milch. Diese dunkel gezeichnete, elegante Jungkuh war mit einem hervorragenden Qualitätseuter ausgestattet, das zukünftig von einem automatischen Melksystem im nördlichen Oberallgäu gemolken wird.

Ein Trio vervollständigt die Spitzengruppe mit Zuschlagspreisen von 3.500 EUR und mehr. In Auftriebsreihenfolge war dies eine milchtypische, sehr euterstarke Chagall-Tochter von Franz Müller aus Burgberg, die mit 32 kg Milch und hervorragenden Vorfahrensleistungen von bis zu 13.000 kg Milch bei knapp 4 % Eiweiß punkten konnte und per Kaufauftrag im Zuchtgebiet verbleibt.

Es folgt eine Vindus-Tochter, die von Ralf Arnold, Scheidegg gezüchtet und von Narziß Wenz aus Bolsterlang aufgezogen und hervorragend präsentiert wurde. Diese rahmige Jungkuh mit 35 kg Milch und einer Mutterleistung von knapp 13.000 kg Milch konnte für einen Kunden in Thüringen verladen werden.

Zum ersten Mal in Unterthingau tauchte zu dieser Auktion Thomas Abler aus Scheidegg als Verkäufer im Katalog auf und konnte sich auf Anhieb in die Spitzengruppe der Auktion katapultieren. Dieses Kunststück gelang ihm mit einer hornlosen Senat-Tochter mit 37 kg Milch, die sich ein Landwirt aus dem heimischen Zuchtgebiet sicherte.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 20.11.2025 statt.
Der darauffolgende Markt ist am Donnerstag 04.12.2025, Anmeldeschluss ist am Dienstag, 18.11.2025.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Jungrinder-Herbstmarkt in Unterthingau am 30.10.2025

Zum 6. Jungrinder-und Fressermarkt des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 30. Oktober 2025 konnten 28 Kalbinnen, 221 Jungrinder und 8 Fresser verkauft werden. Neben einzelnen wenigen Tieren, die das Zuchtgebiet in Richtung Norden verließen und einigen Tieren mehr, die nach Italien wechselten, verblieb der Großteil des Angebotes in einheimischen Gefilden. Alle Kaufinteressenten gaben ihre Gebote qualitätsbezogen ab. Am Ende konnten 221 Jungrinder zu durchschnittlich 1.095 EUR verkauft werden.

Gute Aufzucht und professionelle Vorbereitung machen sich bezahlt

Über alle Rassen hinweg wurden die Gebote wie gewohnt qualitätsbezogen abgegeben. Speziell bei den jüngeren Tieren unter einem Jahr wurden einige hervorragend entwickelte und professionell vorbereitete Tiere mit sehr interessanten Abstammungen und Leistungsinformationen angeboten, die folgerichtig auch Höchstpreise jenseits von 1.300 EUR erzielten. Eine Komplettschur der Tiere fiel hier wie am Großviehmarkt positiv auf und wirkte sich merklich auf den Zuschlagspreis aus, da sich die Tiere deutlich gepflegter und korrekter präsentierten. Unterentwickelte und ungepflegte Tiere wurden mit deutlichen Preisabstrichen gehandelt. Insgesamt ergab sich bei 221 verkauften Tieren ein Durchschnittspreis von 1.095 EUR und damit nur minimal weniger als beim sehr gefragten Frühjahrsmarkt. Den Höchstpreis von 1.550 EUR erzielten 5 Zuchtbetriebe: Ulrich Kaiser aus Lachen mit einer jungen Highlight-Tochter und einer älteren Guy-Tochter, die Boxler GbR aus Boos mit einer Volbeat-Tochter, Raphael Dorn aus Altusried mit einer Mercedes- und einer Woozle-Tochter, Josef Mair aus Altusried mit einer Höhenflug-Tochter und die Müller GbR aus Tussenhausen mit einer Sputnik-Tochter. Die Fleckviehjungrinder wechselten überwiegend in Mastbetriebe.

Kleiner Kalbinnenmarkt

28 Kalbinnen konnten zu mittleren 1.709 EUR verkauft werden. Auch hier wurden gut entwickelte Tiere deutlich besser nachgefragt. Den Höchstpreis von 2.000 EUR erzielten in dieser Kategorie eine Campari-Tochter von Norbert Geist aus Wildpoldsried und eine Design-Tochter von der Kuglerhof GbR aus Görisried.

Fresser zügig versteigert

Lediglich 8 Fresser standen im Angebot. Sie wurden qualitätsbezogen nachgefragt und zwischen 380 EUR und 1.040 EUR zugeschlagen.

(Autor: Alexander Kuppel, ProRind, Fotos: ProRind Team).

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 06.11.2025 statt.
Der darauffolgende Markt ist am 20. November.Anmeldeschluss ist am Dienstag, 04.11.2025. Bitte melden Sie verkaufsfähige Abgekalbte zu den Auktionen an.

Darauf folgt der Großviehmarkt am 20. November. Anmeldeschluss ist der 04.11.2025. Bitte melden Sie verkaufsfähige Abgekalbte zu den Auktionen annmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Zur Zuchtviehauktion am 23. Oktober 2025 in Unterthingau: Qualität gefragt!

Zur 76. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 23. Oktober 2025 konnten 14 Stiere, 13 Zuchtkälber, 6 Mehrkalbskühe und 258 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Fehlerfreie, leistungsstarke und funktionelle Tiere sind weiterhin sehr gefragt und erzielen Höchstpreise, während qualitativ schwächere Tiere mit deutlichen Abschlägen gehandelt werden.

Kleiner Kälbermarkt

Insgesamt konnten 13 Kälber zu einem Durchschnittspreis von 354 EUR verkauft werden. Durch den kurzfristigen Ausfall zahlreicher Zuchtkälber konnten einige Kaufinteressenten nicht bedient werden und traten enttäuscht die Heimreise an. Hier sollte die Ausfallquote zukünftig geringer ausfallen.

Gute Preise am Stiermarkt

Der Durchschnittspreis am Stiermarkt betrug 2.357 EUR bei 14 verkauften Tieren. An der Spitze positionierte sich ein Stier mit einem Zuschlagspreis von 4.050 EUR. Hierbei handelt es sich um einen Vanilla-Sohn aus der Zucht von Tobias Königsberger aus Wolfertschwenden, der von Aufzüchter Max Klemp zum Verkauf angeboten wurde. Nach langem Bieterduell senkte sich der Hammer von Auktionator Josef Hefele zugunsten eines angereisten Kunden aus Nordrhein-Westfalen, den besonders die sehr hohen Inhaltsstoffe von 5 % Fett und 4 % Eiweiß im Pedigree des Stieres beeindruckten.

Gute Aufzucht wird belohnt – die Nachfrage nach Qualitätstieren ungebrochen

Weiterhin bleibt es dabei, dass die Kaufinteressenten ihre Gebote qualitätsbezogen platzieren. Sobald eine fehlerfreie, gut entwickelte Jungkuh mit einer ordentlichen Einsatzleitung den Auktionsring betritt, schnellen die Gebote deutlich über die 3.000 EUR-Marke. Sobald die Einsatzleistung niedrig ist oder Mängel im Exterieur, der Eutergesundheit oder Melkbarkeit vorliegen, bleiben Gebote aus. Für diese Tiere besteht aktuell nur begrenzte Nachfrage zu deutlichen Preisabschlägen.

Die Spitze des Tages

Den Tageshöchstpreis von 4.150 EUR erzielte die Zuchtstätte Deubele aus Stiefenhofen mit einer sehr jungen Arrow-Tochter. Diese junge Kuh erfüllte alle Attribute, für die die moderne Brown Swiss-Kuh stehen sollte. Sie präsentierte sich mit mittlerer Größe aber vor allem sehr viel Körperbreite von der Brust bis zum Becken, bewegte sich auf einem stabilen Fundament, das ein drüsiges und breites Euter mit vier optimal ausgeprägten Zitzen trägt und produziert 32,5 kg Milch. Sie konnte im Kaufauftrag für einen hessischen Kunden ersteigert werden.

Für 4.000 EUR wurde zum einen eine Bert-Enkelin von Franz Josef Dodel aus Wolfertschwenden mit 40 kg Milch nach Italien verkauft. Zum anderen präsentierte Christian Egger aus Rettenberg eine helle Mane-Tochter aus der Even Victoria-Familie, die mit knapp 33 kg Milch und den vorher gennannten Attributen begeistern konnte. Sie tritt die Reise zu einem Holsteinzuchtbetrieb im Kreis Heinsberg in NRW an. Zu diesem Betrieb begleitet sie eine ebenfalls hell gezeichnete Caravaggio-Tochter von Stefan Achberger aus Scheidegg für 3.900 EUR. Diese elegante, milchtypische Jungkuh produziert weit über 32 kg Milch. Ebenfalls 3.900 EUR erzielte Rainer Erdle aus Aichen mit einer Crown-Tochter mit weit über 44 kg Milch, die im Zuchtgebiet verbleibt.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 06.11.2025 statt.
AM 30. OKTOBER FINDET DER JUNGRINDERMARKT STATT.
Der darauffolgende Markt ist am 20. November.Anmeldeschluss ist am Dienstag, 04.11.2025.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Oktoberauktion am 09.10.2025 in Unterthingau – der Start ins neue Geschäftsjahr

Zur 75. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau am 9. Oktober 2025 konnten 7 Stiere, 12 Zuchtkälber, 7 Mehrkalbskühe und 222 Jungkühe an neue Besitzer vermittelt werden. Zum Start in den zweiwöchigen Auktionsrhythmus zeigte sich die Qualität des Angebotes sehr heterogen, was zu einem Rückgang des Durchschnittspreises bei den Abgekalbten führte. Fehlerfreie, leistungsstarke und funktionelle Tiere sind weiterhin sehr gefragt und erzielen Preise deutlich über dem Schnitt.

Kleiner Kälbermarkt

Lediglich 12 Zuchtkälber, größtenteils Holstein, wurden seitens der Landwirte vorgestellt. Der Durchschnittspreis sank auf 487 EUR. Den Tageshöchstpreis von 820 EUR erzielte Leonard Daufratshofer aus Markt Rettenbach mit einer sehr gut entwickelten Volcano-Tochter, die per Kaufauftrag in den Landkreis Passau verkauft wurde.

Gute Preise am Stiermarkt

Der Durchschnittspreis am Stiermarkt konnte um über 200 EUR auf 2.650 EUR steigen. An der Spitze konnte sich einmal mehr die Ostenried KG aus Leinau mit gleich zwei hervorragend aufgezogenen und sehr gut entwickelten Stieren platzieren. Zum hervorragenden Höchstpreis von 4.000 EUR konnte ein Vanilla-Sohn aus einer Aldo-Mutter mit über 10.000 kg Erstlaktation bei 5 % Fett und 3,8 % Eiweiß mit einer Einstufung von 88 Punkten an einen Kunden aus Nordrhein-Westfalen verkauft werden.

Für 3.750 EUR folgte ein Doboy-Sohn aus einer bekannten Assay-Tochter, die in der Spitze knapp 14.000 kg Milch produziert hat. Dieser Spitzenstier wird seine Dienste zukünftig im benachbarten Vorarlberg erfüllen.

Nachfrage in Deutschland etwas gebremst – Bedarf in Italien nicht gedeckt

Die Qualität des Angebotes zeigte sich an diesem Tag sehr differenziert. Die Käufer gaben ihre Gebote wie gewohnt sehr qualitätsbezogen ab, so dass sich ein breites Preisspektrum zu den unterschiedlichen Qualitäten entwickelte. Insgesamt gab der Durchschnittspreis auf 2.784 EUR nach, was der angebotenen Qualität aber jederzeit entsprach.

Gerade zu Beginn fielen bei den älteren Tieren viele Mängel auf. Mit fortschreitendem Marktverlauf bis hin zu den jüngsten angebotenen Tieren zogen die Preise kontinuierlich und zum Teil deutlich an.

Die Tagesspitze

Den Spitzenpreis des Tages erzielte eine Valentino-Tochter vom Biobetrieb von Richard Göhl aus Rettenberg. Die dunkel gezeichnete Jungkuh wies ein hervorragendes Euter und eine Tagesmilchproduktion von weit über 31 kg auf. Zusätzlich konnte sie mit einer langlebigen Kuhfamilie mit 6 Kälbern bei der Mutter und 8 Kälbern bei der Großmutter punkten. Nach einem harten Bieterduell sicherte sie sich ein italienischer Stammkunde mit dem Zuschlag von 4.150 EUR.

Der preislich zweite Rang ging an Markus Epp aus Lengenwang für eine Piero-Enkelin mit weit über 32 kg Milch. Ein Landwirt aus dem Kreis Lindau ersteigerte diese kompakte, funktionelle Kuh für 3.950 EUR. In denselben Betrieb wechselt mit Katalognummer 130 eine New York-Tochter von Stefan Achberger aus Scheidegg. Diese extrem lange, milchtypische und elegante Jungkuh mit drüsigem und fest aufgehängtem Euter erzielte 3.850 EUR.

Die teuerste Holsteinjungkuh des Tages präsentierte die Lutzenberger GbR aus Jengen. Ihre dunkel gezeichnete Foreman-Tochter produziert 38 kg Milch aus einem sehr hohen und breiten Euter mit robotergeeigneter Strichstellung. Sie fand ihren neuen Besitzer in einem Landwirt aus dem Landkreis Erding.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Bitte beachten: Ab jetzt 14-tägiger Auktionsrhythmus. 
Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 23.10.2025 statt.

Der darauffolgende Markt ist am 6. November.
Der Anmeldeschluss ist am DIENSTAG, 21.10.2025.

AM 30. OKTOBER FINDET DER JUNGRINDERMARKT STATT.
Anmeldeschluss ist der 14. OKTOBER.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Erfolgreicher Viehscheidmarkt in Unterthingau am 25.09.2025

Traditionell findet der zweite, sehr große Septembermarkt nach den großen Viehscheiden im Allgäu in der letzten Septemberwoche statt. Insgesamt konnten bei der 74. Zuchtviehversteigerung von Prorind in Unterthingau 16 Stiere, 28 Zuchtkälber, 12 Mehrkalbskühe und 279 Jungkühe und somit nochmals mehr Tiere als bei der vorhergehenden Auktion vermarktet werden. Das sehr große, qualitativ ansprechende Angebot traf auf rege Nachfrage von italienischen Großkunden und vielen selbst angereisten Landwirten aus der heimischen Region, so dass sich ein sehr flotter Marktverlauf mit einem sehr guten Ergebnis für Käufer und Verkäufer einstellte.

Großes Angebot und gute Preise am Kälbermarkt

Weiterhin sind gut entwickelte Zuchtkälber am Markt sehr gefragt. Der Auftrieb von 28 Tieren ist sehr ordentlich und bietet gute Auswahlmöglichkeiten für verschiedene Käufer. Der Markt wurde komplett geräumt und der Durchschnittspreis pendelte sich am Ende bei 533 EUR ein. Zwei Kälber an der Spitze erzielten 820 EUR im Zuschlag. Dies war zum einen eine Amorie-Tochter von Franz-Paul Probst aus Ruderatshofen, die in den Landkreis Rosenheim wechselt und zum anderen eine Narian-Tochter von Franz Albert Haas aus Hergatz, die zu einem Fleckviehzuchtbetrieb in den Kreis Ansbach wechselt.

Auch Stiermarkt komplett geräumt

Zu einem zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 2.419 EUR konnte auch der Stiermarkt komplett geräumt werden. Den Spitzenpreis von 3.500 EUR erzielte die Ostenried KG aus Leinau mit einem hervorragend entwickelten Ray-Sohn. Dieser formalistisch einwandfreie Jungstier überzeugte mit seiner eigenen herausragenden Entwicklung, die sich mit einem Gewicht von weit über 580 kg eindrucksvoll widerspiegelt. Zusätzlich konnte er mit ausgeglichenen genomischen Exterieurzuchtwerten vor allem mit Euternote 117 begeistern. Die alternative und sichere Väterfolge mit Muttervater Cadence und Großmuttervater Dally überzeugten genauso wie die jeweiligen Höchstleistungen von über 12.000 kg Milch bei knapp 4 % Eiweiß. Der Stier verbleibt im Kaufauftrag bei einem Zuchtbetrieb im Ostallgäu.

Abgekalbte finden zügig neue Käufer

Die Angebotsqualität befand sich an diesem Tag auf einem insgesamt ordentlichen Niveau. Einzelne wenige Tiere entsprachen nicht der Qualität eines Zuchtviehmarktes, was insbesondere auf eine mangelnde Fundamentqualität und fehlende Klauenpflege zurückzuführen war. Hier bleibt es weiterhin dabei, dass Maßnahmen wie eine rechtzeitige Anfütterung, Scheren und die Klauenpflege wichtig und unabdingbar sind. Diese Arbeiten werden von den Käufern honoriert und machen sich immer bezahlt. Aktuell und zum Ende der Weideperiode hin gilt daher der dringende Aufruf, Kalbinnen frühzeitig in die Kuhherde zu integrieren, Parasitenbehandlungen durchzuführen und mit bestmöglichem Futter auf die anstehende Kalbung vorzubereiten. Um das Angebot etwas zu entzerren und die guten Preise des Sommers mitzunehmen, gilt es, auch aktuell schon Kalbinnen zu besamen und nicht ausschließlich bis zur Einstallung abzuwarten.

Herausragende Tiere an der Spitze

Den „Hattrick“ mit dem Tageshöchstpreis an 3 Auktionen in Folge erzielte nun der Gaißberghof Göhl aus Oberstdorf. An diesem Tag handelte es sich um eine Barca-Enkelin, die mit weit über 38 kg Tagesmilch aufwarten konnte und zukünftig bei einem Holsteinzuchtbetrieb im Saarland gemolken wird. Zusätzlich zur herausragenden Leistung brillierte diese junge Kuh mit einem hervorragenden, drüsigen und breiten Euter, das keinerlei Wünsche an die moderne Brown Swiss-Kuh offenließ. Der Hammer von Auktionator Josef Hefele senkte sich erst beim Spitzenpreis von 4.900 EUR. Zum gleichen Betrieb wird sie von der preislich folgenden Campari-Tochter von Familie Ettensperger aus Sulzberg begleitet, die sich mit kapitalem Rahmen, starker Bemuskelung und hervorragendem Euter im Ring präsentierte. Gute Vorfahrenleistungen und eine eigene Produktion von 34 kg Milch führten schließlich mit 4.400 EUR zum preislich zweiten Tagesrang. Ein selbst angereister Käufer aus der Bodenseeregion sicherte sich die preislich folgende Hill-Tochter von Andreas Martin aus Unterthingau mit weit über 36 kg Milch für 4.350 EUR. Mit einem Zuschlag von 4.300 EUR wechselt eine elegante, milchtypische Brownstar-Tochter von Peter Kirchmann aus Stiefenhofen, die über 30 kg Milch produziert und aus der bekannten F-Famile von Familie Kirchmann stammt, per Kaufauftrag ebenfalls zu dem oben genannten Betrieb ins Saarland. Auch Familie Miederer aus Buchloe erzielte mit einer Super PP-Tochter mit knapp 40 kg Milch, die ins Unterallgäu wechselt, 4.300 EUR. Zu einem Zuchtbetrieb nach Vorarlberg wechselt eine Afinox-Tochter von Thomas Lang aus Betzigau, die sich schaufertig vorbereitet im Ring präsentierte und einen Zuschlagspreis von 4.100 EUR erzielte.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: ProRind)

Bitte beachten: Ab jetzt 14-tägiger Auktionsrhythmus! Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 09.10.2025, statt.
Die darauffolgende Auktion findet am Donnerstag, den 23.10.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 07.10.2025

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00
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Versteigerungsmarathon mit Paukenschlag am Donnerstag, den 04.09.2025 in Unterthingau!

Als Auktionator Josef Hefele um 16:45 Uhr den letzten Zuschlag des Tages erteilte, war allen Beteiligten sofort klar, dass soeben eine historische Zuchtviehversteigerung mit einer Dauer von über 6 Stunden zu Ende gegangen war, an der gut 280 Abgekalbte für durchschnittlich 3.100 EUR verkauft wurden. Der neue Rekordhöchstpreis von 7.150 EUR war darüber hinaus das Ergebnis eines atemberaubenden Bieterwettstreits, der erst nach mehreren Minuten sein Ende fand und noch lange in den Köpfen aller Beteiligter bleiben wird. Insgesamt konnten bei der 73. Zuchtviehversteigerung von ProRind in Unterthingau 9 Stiere, 23 Zuchtkälber, 19 Mehrkalbskühe und 263 Jungkühe vermarktet werden. Ein sehr großes, qualitativ ansprechendes Angebot traf auf rege Nachfrage, sodass die Durchschnittspreise beim Großvieh in allen Kategorien anstiegen und ein sehr erfolgreicher Start in die Herbstsaison gelang.

Flotter Kälbermarkt

Wie gewohnt startete die Versteigerung pünktlich um 10:30 Uhr mit dem Verkauf der Zuchtkälber. Zu diesem Zeitpunkt platzte die Arena einmal mehr aus allen Nähten und Besucher, Kaufinteressenten und Verkäufer standen in mehreren Reihen in der gesamten Halle. Bei den Kälbern zeigte sich ein ordentliches Bild. An diesem Tag legten die Interessenten besonderen Wert auf eine gute Entwicklung und entsprechendes Exterieur der angebotenen Tiere. An der Spitze hoben sich 3 Tiere mit Geboten von 900 EUR und mehr nochmals ab. Hierbei handelte es sich in Versteigerungsreihenfolge um eine Neymar-Tochter von Leonard Daufratshofer aus Markt Rettenbach, die nach Hessen wechselte, eine Ampere-Tochter von Markus Brugger aus Ungerhausen, die sich ein Käufer aus dem Kreis Miesbach sicherte und eine Vanilla- Tochter von Johann Sohler aus Schönau, die ein Interessent aus dem Landkreis Bad Tölz ersteigerte.

Rasanter Stiermarkt mit Höchstpreisen

Mit einem Durchschnittspreis von 2.839 EUR für 9 verkaufte Stiere stieg der Durchschnittspreis auch in dieser Kategorie deutlich an. Den Tageshöchstpreis von 3.600 EUR erzielte Willebold Gawaz aus Niederrieden mit einem Dacapo-Sohn, der sich mit einem gGZW von 138, hoher Milchmenge, positiven Inhaltsstoffen, guten Zuchtwerten für Melkbarkeit und Persistenz sowie einem Euterzuchtwert von 111 empfahl. Den Zuschlag sicherte sich ein Landwirt aus dem Ostallgäu.

Qualität wird honoriert

Der wieder deutlich gestiegene Durchschnittspreis bei den Abgekalbten ist auf eine verbesserte Angebotsqualität zurückzuführen. Hier hat sich in den letzten Monaten insgesamt und an diesem Tag speziell die direkte Auktionsvorbereitung (Anfütterung, Scheren, Klauenpflege) deutlich verbessert. Diese Arbeiten werden von den Käufern honoriert und machen sich immer bezahlt. Aktuell und zum Ende der Weideperiode hin gilt daher der dringende Aufruf, Kalbinnen frühzeitig in die Kuhherde zu integrieren, Parasitenbehandlungen durchzuführen und mit bestmöglichem Futter auf die anstehende Kalbung vorzubereiten. Hervorzuheben ist an diesem Tag auch das sehr gute Angebot an Mehrkalbskühen, die vor allem mit sehr hohen Leistungen zu überzeugen wussten und im Durchschnitt 3.271 EUR kosteten.

7.150 EUR - der Paukenschlag zum neuen Rekordpreis

Bereits im Vorfeld der Auktion kündigte sich ein besonders interessantes Duo an, welches sich schlussendlich mit Abstand auch an der preislichen Tagesspitze positionieren konnte. Hierbei handelte es sich um zwei Halbschwestern von Familie Göhl aus Oberstdorf. Die beiden in der Schweiz geborenen Brice- bzw. Calvin-Töchter stammen aus keiner geringeren als der Schauikone Duss Biver Happy EX 95 ab. Diese Kuh kann etliche Schauerfolge in der Schweiz und sensationelle Einstufungen ihrer Vorfahren nachweisen und besitzt international höchste Anerkennung. Am vergangenen ProRind Weihnachtssale erzielte eine weitere Schwester der genannten Tiere den Höchstpreis von 17.600 EUR. Dass diese exklusiven Angebote viele Züchter auf den Plan rufen würde, war bereits im Vorfeld klar, die Entwicklung in der Arena überstieg aber dann sämtliche Erwartungen. Zunächst konnte die Brice-Tochter mit 32 kg Milch nach minutenlangem Bieterduell einem Kunden aus Rheinland-Pfalz, der per Videotelefonat zugeschaltet war für 5.750 EUR zugeschlagen werden. Kurz darauf folgte die Calvin-Schwester mit 29 kg Milch, die im Exterieur nochmals kleine Vorzüge gegenüber der vorgenannten hatte, zum neuen „Unterthingauer Rekordpreis“ von 7.150 EUR. Auch diesen züchterischen Leckerbissen sicherte sich unter tosendem Applaus der genannte, renommierte Holsteinzuchtbetrieb aus Rheinland-Pfalz am Handy. Das Spitzenpodium komplettierte an diesem Tag eine weitere Jungkuh mit einem Zuschlagspreis jenseits von 5.000 EUR. Hierbei handelte es sich um eine elegante, milchtypische Tank-Tochter mit hervorragendem Euter von der Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen mit über 35kg Milch, die das Geburtstagsgeschenk für einen Landwirt aus dem Kreis Fürstenfeldbruck wurde. Weitere Spitzentiere, die in jedem anderen Marktbericht eine längere Erwähnung erfahren hätten, waren eine kapitale, leistungsstarke Crimson-Tochter mit weit über 41 kg Milch von Rainer Erdle aus Aichen, die sich die Firma Puschtravieh von Familie Steiner aus Südtirol für 4.500 EUR genauso sicherte wie eine sehr junge milchtypische Nathan-Tochter von der Zuchtstätte Göhl aus Oberstdorf, die 35 kg Milch aus einem herausragend beaderten Euter produziert. Den Abschluss der herausragenden Spitzengruppe machte zur sichtlichen Freude des Verkäufers mit Katalognummer 451 eines der jüngsten Tiere des Tages. Hierbei handelt es sich um eine zweijährig abgekalbte Vaskur-Tochter von Martin Rehm aus Ochsenhausen mit weit über 37 kg Milch, die im Kaufauftrag in den Landkreis Roth wechselte. 

Eine besondere Erwähnung sollte an dieser Stelle das Verbandspersonal erfahren. Hier waren an diesem Tag sowohl die Arbeitskräfte im Büro als speziell auch die vielen Aushilfskräfte im Stall extrem gefordert. Durch eine konzentrierte Leistung aller Beteiligten und der Bereitschaft auch die Verladungen am späten Abend zu begleiten, konnte dieser „Auktionsmarathon“ erfolgreich gemeistert werden. Hier gilt dem gesamten Personal ein großer Dank.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Johannes Immler)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 25.09.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 09.09.2025
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Erfolgreicher Augustmarkt am Donnerstag, den 07.08.2025 in Unterthingau!

Zur 72. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau am Donnerstag, den 7. August 2025, konnten 6 Stiere, 34 Zuchtkälber, 16 Mehrkalbskühe und 231 Jungkühe verkauft werden. Nach wochenlangem Regen konnten die Landwirte in dieser Woche ihre Ernte fortsetzen, was den ein oder anderen Interessenten sicherlich vom Besuch der Auktion abgehalten hat, trotzdem war die Arena zu Auktionsbeginn durch viele Zuschauer voll besetzt. In allen Kategorien konnten der allgemeinen Marktlage und der jeweiligen Tierqualität entsprechend zufriedenstellende Preise erzielt werden.

Kälbermarkt: Großes Angebot trifft auf große Nachfrage

Mit dem Verkauf von insgesamt 34 Zuchtkälbern zu einem Durchschnittspreis von 790 EUR konnte am Kälbermarkt ein wiederum ansprechendes Ergebnis erzielt werden. Das große Angebot wurde von einheimischen und überregional angereisten Landwirten sowie von Kaufaufträgen des Verbandspersonals bestens aufgenommen.

Bereits im Vorfeld machten einige züchterisch wertvolle Kälber aus dem Bestand vom Gaißberghof Göhl aus Oberstdorf auf sich aufmerksam, die schlussendlich auch die Tageshöchstpreise erzielten. An der Spitze platzierte sich mit Katalognummer 35 eine sehr junge Pete-Tochter aus einer französischen Kuhfamilie. Die Mutter wurde im vergangenen Jahr von einer französischen Eliteauktion gekauft und am Markttag mit 87 Punkten bewertet. Im weiteren Stammbaum finden sich viele Tiere mit herausragenden Lebensleistungen.

Ein eigens aus dem Schwarzwald angereister Landwirt behielt bei einem hitzigen Bietergefecht den längsten Atem und sicherte sich dieses exklusive Angebot zum Tageshöchstpreis von 2.050 EUR. Nicht weniger interessant war mit Katalognummer 36 eine schliffige Giovanni x Owen-Tochter, die ebenfalls aus dem Bestand Göhl stammte. Sie konnte für 1.900 EUR im Kaufauftrag an eine motivierte Züchterfamilie aus dem Bergischen Land in NRW verkauft werden.

Passende Stiere zu Höchstpreisen verkauft

Mit einem Durchschnittspreis von 2.642 EUR für 6 verkaufte Stiere befindet sich der Preislevel auch in dieser Kategorie auf höchstem Niveau. Den Tageshöchstpreis von 3.550 EUR erzielte Michael Albrecht aus Egg mit einem rotbunten, hornlosen Member P-Sohn, den sich ein Käufer aus dem Ostallgäu sicherte.

An preislich folgender Stelle rangierte ein Vanilla-Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker, Osterberg, der von Max Klemp, Bad Grönenbach aufgezogen und vorgestellt wurde. Für 3.350 EUR absolviert dieser Stier seinen Deckeinsatz zukünftig in Tirol.

Qualität wird honoriert

Wie bei den Vormärkten wurden seitens der Marktbeschicker Abgekalbte mit sehr großen Qualitätsunterschieden angeboten. Die Kaufinteressenten würdigten die Unterschiede finanziell deutlich, so dass die Mindestpreise und der Durchschnittspreis zwar sanken, die Zahl der Spitzentiere mit Preisen jenseits von 4.000 EUR aber exakt gleichblieb.

Auch wirkt sich das aktuell größer werdende Angebot in Nord- und Mitteldeutschland nach dem „BTV- Loch“ auf das Preisgefüge am Markt aus. In Anbetracht aller Umstände konnten daher sowohl Käufer als auch Verkäufer mit dem Endergebnis von 2.881 EUR zufrieden die Heimreise antreten.

Leistung und Exterieur platzieren sich in der Spitze

Der Tageshöchstpreis von 4.500 EUR fiel gleich zweimal. Zunächst erzielte die Schädler GbR aus Leutkirch mit einer kapitalen Augustus P-Red-Tochter mit exzellenten Vorfahrensleistungen und 38 kg Milch zugunsten eines Stammkunden aus dem Kreis Weilheim-Schongau diesen Preis. Kurz darauf folgte eine Arnimo-Tochter mit rund 34 kg Milch von Familie Göhl aus Oberstdorf zum selben Zuschlagspreis. Diese sicherte sich die Firma Puschtravieh aus Südtirol für einen Spitzenzuchtbetrieb in Südtirol. Familie Steiner von der Firma Puschtravieh sicherte sich ebenfalls die preislich folgende Katalognummer 152. Hierbei handelt es sich um eine genetisch hornlose Visor P-Tochter mit 33,5 kg Milch von Züchter Michael Denz aus Oberstaufen, die für 4.250 EUR zugeschlagen wurde.

Ein Stammkunde aus dem Kreis Fürstenfeldbruck ergatterte mit Katalognummer 61 eine kalibrige Superstar-Tochter von der Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen, die 33 kg Milch produziert für 4.200 EUR. Für 4.150 EUR wechselte eine Hirsch-Tochter von Markus Adelgoß aus Rettenberg mit 34,5 kg per Kaufauftrag nach NRW. Für ebenfalls 4.150 EUR wurde für einen Stammkunden aus Luxemburg am Abend eine A1-Tochter mit 36,5 kg Milch verladen. Sie stammt von der Ostenried KG aus Leinau

Das Spitzenfeld rundet die bereits oben erwähnte französische Adee-Tochter aus der überragenden Kollektion vom Gaißberghof Göhl aus Oberstdorf ab. Diese gut zweijährig gekalbte Jungkuh überzeugte speziell mit ihrem sehr hoch und fest aufgehängten, drüsigen Euter und konnte bei 4.100 EUR im Kaufauftrag für einen Stammkunden aus Niedersachsen ersteigert werden.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 04.09.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 19.08.2025
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Alexander Kuppel 01632437196
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Zuchtviehmarkt am Donnerstag, den 17.07.2025: Rasanter Sommermarkt in der ProRind- Arena

Zur 71. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 17. Juli 2025 konnten 4 Stiere, 11 Zuchtkälber, 8 Mehrkalbskühe und 176 Jungkühe verkauft werden. Die Nachfrage nach abgekalbten Qualitätstieren ist weiterhin speziell aus Italien extrem hoch, sodass der Durchschnittspreis bei 176 verkauften Jungkühen auf überragende 3.159 EUR anstieg.

Kälbermarkt: Fulminanter Kälbermarkt mit Rekordpreisen

Mit einem Auftrieb von 11 Brown Swiss-Zuchtkälbern bleibt das Angebot weiterhin überschaubar, die Qualität der Tiere war ordentlich. Die Nachfrage war an diesem Tag so groß, dass der Durchschnittspreis auf über 900 EUR anstieg – absoluter Rekord! An der Spitze durchbrach fast die Hälfte der Kälber die 1.000 EUR-Marke – noch vor wenigen Monaten oder gar Jahren undenkbar. Für ordentliche Brown Swiss-Kälber ist der Bedarf weiterhin hoch – wir bitten um Anmeldungen für die nächsten Märkte.

Kleiner Stiermarkt komplett geräumt

Die lediglich vier aufgetriebenen Stiere wurden zügig nachgefragt und konnten alle verkauft werden. An der Spitze sicherte sich ein einheimischer Züchter einen Guy-Sohn von Daniel Weber aus Görisried für 2.950 EUR.

Horrende Nachfrage nach abgekalbten Qualitätstieren

Aktuell werden seitens der Marktbeschicker Abgekalbte mit sehr großen Qualitätsunterschieden angeboten. Kaufinteressenten sind kritisch, aber dazu bereit, für frische, qualitativ hochwertige Tiere ohne Mängel hohe Preise anzulegen, sobald alle Parameter erfüllt sind. An diesem Tag waren auch wieder mehrere einheimische Käufer anwesend, sodass der Markt rasant verlief und sich ein deutlicher Preissprung auf 3.159 EUR ergab.

Hohe Leistungen bringen Spitzenpreise

Insgesamt konnten 9 Jungkühe einen Zuschlagspreis von 4.100 EUR oder mehr erzielen. Im Schnitt produziert diese Spitzengruppe 38 kg Milch. Diese Zahl zeigt eindrücklich, wie die Kaufinteressenten hohe Leistungen honorieren. Den Tageshöchstpreis erzielte aus einer hervorragenden Kollektion von 4 Tieren heraus Familie Müller aus Agathazell mit einer sehr jungen Icecream-Tochter mit 37 kg Milch. Ein Stammkunde aus dem Kreis Weilheim-Schongau sicherte sich den Zuschlag bei 4.400 EUR. Dicht darauf folgte eine ebenfalls sehr junge, genetisch hornlose Senat PP-Tochter von Thomas Lang aus Betzigau mit 42 kg Milch, die sich die Firma Puschtravieh aus Südtirol nicht entgehen ließ. Wiederum einen Glanztag erwischte Züchter Rainer Erdle aus Aichen, der sich gleich mit 3 Jungkühen aus seiner herausragenden Kollektion in der Spitzengruppe platzieren konnte. 4.250 EUR kostete eine kompakte, fehlerfreie, lackschwarze Parfect- Tochter mit weit über 42 kg Milch. Je 4.150 EUR erzielten eine Chief-Tochter mit 37 kg Milch sowie eine DeltaLambda-Tochter mit 45 kg Tagesgemelk, die allesamt die Reise über den Brenner antraten. Ebenfalls nach Italien wechselt für 4.100 EUR eine rotbunte Solucky PP-Tochter mit 39 kg Milch von Familie Hausser aus Jengen. In den Kreis Weilheim- Schongau wechselt für 4.100 EUR eine Present-Tochter aus der Zuchtstätte von Familie Gast aus Fuchstal. Zum gleichen Zuschlagspreis wird zukünftig eine rahmige, euterstarke Avadi-Tochter von Martin Rehm aus Ochsenhausen in Südtirol gemolken. Ebenfalls 4.100 EUR erzielte eine kompakte, milchtypische Pusta-Tochter mit 32 kg Milch vom Biobetrieb von Markus Adelgoss aus Weitnau, die im Kaufauftrag für einen Stammkunden aus dem benachbarten Baden-Württemberg ersteigert werden konnte.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 07.08.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 22.07.2025
Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Zuchtviehmarkt am Donnerstag, den 26.06.2025: Qualitätstiere zu Höchstpreisen versteigert

Zur 70. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 26. Juni 2025, konnten 12 Stiere, 7 Zuchtkälber, 11 Mehrkalbskühe und 199 Jungkühe verkauft werden. Die Nachfrage in allen Kategorien ist nach wie vor hoch, so dass das breite Angebot in allen Kategorien flott versteigert werden konnte.

Kälbermarkt: Klein aber fein

Mit einem sehr überschaubaren Angebot von lediglich 8 Tieren fiel der Zuchtkälbermarkt an diesem Tag sehr klein aus. Entwicklung und Leistungen der Kälber befanden sich aber auf sehr ordentlichem Niveau, so dass der Durchschnittspreis auf knapp 600 EUR anstieg. Den Spitzenpreis von 800 EUR sicherte sich Züchter Markus Gerle aus Untrasried mit einer bestens entwickelten Giovanni-Tochter aus einer Anibal-Mutter mit knapp 11.000 kg Höchstleistung. Sie wechselt in den Landkreis Fürstenfeldbruck.

Sehr gute Nachfrage am Stiermarkt

Belebt zeigte sich an diesem Tag der Stiermarkt, so dass der Durchschnittspreis auf 2.646 EUR anstieg. Das Spitzenduo stellten an diesem Tag zwei Halbbrüder, die aus der Zucht von Familie Lutzenberger aus Jengen stammen. Den Tageshöchstpreis von 3.700 EUR erzielte ein Pessoa-Sohn aus einer Swift-Tochter mit weit über 14.000 kg Milch, der formalistisch in allen Belangen begeistern konnte und seinen Deckeinsatz in Südtirol absolvieren wird. Für 3.550 EUR in den Kreis Lindau wechselt der Picard-Halbbruder, der sich ebenfalls auf fehlerfreiem Fundament bewegte. 144 bzw. 142 gRZG rundeten das perfekte Bild dieser beiden Stiere ab.

Breite Qualitätsspanne bei den Abgekalbten

Die Qualität der aufgetriebenen Tiere konnte an diesem Tag nicht an die Vormärkte heranreichen. Speziell viele Mängel und Ansagen bezüglich Eutergesundheit, Melkverhalten und Warzen sowie niedrige Milchmengen und unterdurchschnittliche Melkbarkeiten wirkten sich häufig negativ auf das Bietverhalten der anwesenden Käuferschaft aus. Zusätzlich war die Nachfrage aus dem heimischen Gebiet etwas verhaltener, was aufgrund der horrenden Schlacht- und Nutzkälberpreise sowie dem ordentlichen Milchpreisniveau nicht vollends nachvollziehbar ist. Selbst angereiste Kunden aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Italien und speziell Südtirol zeigen weiterhin großes Interesse, so dass sich der Durchschnittspreis bei 2.945 EUR einpendelte, wobei fehlerfreie und leistungsstarke Jungkühe die 3.000 EUR-Marke leicht und deutlich durchbrachen.

Doppelspitze vorneweg – breites Top-Feld folgt

Den Höchstpreis des Tages von 4.600 EUR sicherte sich einmal mehr der bekannte Spitzenzüchter Rainer Erdle aus Aichen, der mit einer sehr breiten, tiefen und substanzvollen Summer-Tochter mit über 40 kg Milch erfolgreich war, die sich die Firma Puschtravieh aus Südtirol sicherte. Für einen Betrieb im Landkreis Rosenheim konnte die preislich folgende Capone-Tochter von Züchter Manfred Waibel aus Aitrang für 4.400 EUR ersteigert werden, die sich mit enormem Milchcharakter, glasklarem Fundament und einem robotergeeigneten Spitzeneuter auszeichnete. Mit etwas preislichem Abstand folgte ein Feld mit 10 hervorragenden, leistungs- und exterieurstarken Jungkühen zwischen 3.800 EUR und 4.100 EUR. In Auftriebsreihenfolge zunächst eine späte Bison-Tochter mit 29 kg Milch aus dem Biobetrieb von Richard Göhl aus Rettenberg (Züchter: Sebastian Gromer, Kronburg), die im Oberallgäu verbleibt. Danach war Markus Adelgoß aus Weitnau gleich doppelt erfolgreich mit der Rasse Fleckvieh, ebenfalls aus biologischer Haltung: während eine Majestät-Tochter in den Landkreis Deggendorf wechselt, geht eine Meter-Tochter nach Baden-Württemberg. Franz Müller aus Burgberg war mit einer Chagall-Tochter mit 38 kg Milch erfolgreich, die sich ein selbst anwesender Zuchtbetrieb aus dem Ostallgäu sicherte. Ebenfalls ins Ostallgäu wechselt im Kaufauftrag eine Duster-Tochter aus der Zucht der Hindelang GbR aus Betzigau. Eine Kameraad-Tochter vom Zuchtbetrieb Christian Spengler aus Bobingen sicherte sich ein Kunde aus Baden-Württemberg. Preissiegerin der Rasse Brown Swiss wurde eine Arnimo-Tochter von Züchter Jürgen Käser aus Blaichach. Diese Jungkuh sicherte sich eine Landwirtin aus Südtirol. Eine Bloomberg-Tochter vom Zuchtbetrieb Thomas Lang aus Betzigau mit 36 kg Milch wechselte auch per Kaufauftrag ins Ostallgäu. Eine rotbunte Sorelio-Tochter von Züchter Stefan Schmid aus Baisweil mit 40 kg Milch trat am Abend die Reise nach Schleswig-Holstein an. Abgerundet wird die Spitzengruppe mit einem der jüngsten Tiere der Auktion: eine weitere rotbunte Pace-Red- Tochter vom Zuchtbetrieb Norbert Leinsle aus Türkheim überzeugte mit weit über 34 kg Milch den oben genannten Kunden aus dem Kreis Deggendorf.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: Ann-Kathrin-Kölbel)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 17.07.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 01.07.2025
Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

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Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
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Heiß begehrtes Zuchtvieh in Unterthingau am 5. Juni

Zur 69. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 5. Juni 2025, konnten 8 Stiere, 24 Zuchtkälber, 9 Mehrkalbskühe und 207 Jungkühe verkauft werden. Bei bestem Auktionswetter fanden sich viele Käufer aus der heimischen Region, Norddeutschland und Italien in der Arena ein. Die ordentliche Qualität sorgte gemeinsam mit der horrenden Nachfrage für einen nochmals neuen Rekorddurchschnittspreis von 3.174 EUR für 207 verkaufte Jungkühe.

Flotter Kälbermarkt

Ohne ein Ausnahmekalb wie am Vormarkt pendelte sich der Durchschnittspreis für 24 verkaufte Zuchtkälber bei ordentlichen 514 EUR ein. Interessante Genetik mit sehr guten Vorfahrensleistungen hob sich an diesem Tag nochmals deutlich ab. Für einen Kunden aus dem Schwarzwald konnten alle 3 Spitzenkälber im Kaufauftrag ersteigert werden. Hierbei handelt es sich um eine Vitobi-Tochter von Joseph Angerer aus Wertach für 880 EUR, eine Neymar-Tochter von Hubert Zobl aus Heimhofen für 900 EUR und zum Tageshöchstpreis von 1.000 EUR um eine Abraxas-Tochter von Alfons Schindele aus Böhen, die mit einer überragenden Mutterleistung von über 12.500 kg Milch überzeugen konnte.

Spitzenstiere über 3.000 EUR

Am Stiermarkt war die Qualitätsspanne an diesem Tag groß. Stiere mit Mängeln speziell im Fundament verblieben ohne Gebot oder wurden nur sehr verhalten nachgefragt. An der Preisspitze positionierte sich einmal mehr ein Dacapo-Sohn aus der Zucht der Familie Ostenried in Leinau. Neben einem Gesamtzuchtwert von gGZW 132, Kappa Kasein BB und Beta Kasein A2A2, konnte dieser Stier besonders mit einem genomischen Euterzuchtwert von 121 begeistern. Dass seine Huge-Mutter eine Erstlaktation von knapp 12.000 kg Milch und eine Einstufung von 85 Punkten aufweisen kann, rundeten das Gesamtpaket ab und zügig schnellten die Gebote in die Höhe. Den längsten Atem behielt am Ende ein Zuchtbetrieb aus dem heimischen Zuchtgebiet mit einem Gebot von 3.200 EUR.

Nachfrage nach Abgekalbten horrend – Durchschnitt nun bei 3.174 EUR

Wiederum legte der Markt für Abgekalbte von Beginn an ein enormes Tempo an den Tag, das bis zum letzten Tier durchgezogen wurde. In der Spitze wurde ein breites, hervorragendes Angebot über alle Rassen angeboten, so dass der Durchschnittspreis auf einen neuen Höchstwert von 3.174 EUR kletterte. Dass die Qualität insgesamt jedoch streute, zeigte die breite Preisspanne von 1.650 EUR bis 5.500 EUR. Neben dem großen Kaufinteresse aus Italien besteht eine sehr große Nachfrage aus Mittel- und Norddeutschland, wo viele Landwirte massive Ausfälle durch die Blauzungenkrankheit im vergangenen Sommer ausgleichen müssen. Die Nachfrage konnte insgesamt und speziell auch im Biosektor bei weitem nicht gedeckt werden. Hier bitten wir alle Mitglieder, den nächsten Auktionen zahlreich vermarktungsfähige Abgekalbte zuzuführen. Nur wenn die Auftriebszahlen auf hohem Niveau bleiben, ist der Markt für Großkunden interessant.

Unglaubliche Spitze

Insgesamt erzielten 19 Jungkühe einen Zuschlagspreis von 4.000 EUR und mehr. An der Spitze senkte sich der Hammer des Auktionators Josef Hefele sogar dreimal bei über 5.000 EUR. Den Tageshöchstpreis von 5.500 EUR erzielte eine Ausnahmejungkuh von der Zuchtstätte der Familie Ziegler in Stiefenhofen. Die kalibrige, euterstarke Bison-Tochter überzeugte mit knapp 37 kg Milch und fehlerfreiem Exterieur. Bereits ihre Salomon-Mutter wurde vor rund 2,5 Jahren zum damaligen Tageshöchstpreis an einer Versteigerung in Unterthingau zugeschlagen. Den Zuschlag sicherte sich ein italienischer Brown Swiss-Züchter und langjähriger Stammkunde. Ein Stammkunde aus dem Kreis Weilheim-Schongau sicherte sich eine Erotic Red-Tochter mit 42 kg Milch von Günther Stehle aus Bad Waldsee. Dieses junge, milchtypische Tier bestach durch enorme Ausstrahlung, Milchcharakter und ein fehlerfreies Fundament. Der Zuschlag erfolgte bei 5.000 EUR. Zu exakt diesem Preis wurde auch eine gut zweijährige, späte Lautrust-Tochter mit 39 kg Milch für einen Südtiroler Landwirt zugeschlagen. Diese lackschwarze Jungkuh stammt aus der Zucht von Michael Hutter aus Kaufbeuren, der an diesem Tag eine überragende Kollektion von 5 Tieren im Ring vorstellte, die durchschnittlich über 3.700 EUR erzielte. Ebenfalls erfolgreich waren Tobias Kreidler aus Markdorf mit einer Mark-Tochter mit 37 kg Milch für 4.500 EUR, Familie Haußer aus Jengen mit einer Sorelio P-Tochter mit 35 kg Milch für 4.400 EUR und die Läufle GbR aus Betzigau mit einer Combino-Tochter mit über 36 kg Milch für 4.200 EUR, die allesamt in den Kreis Weilheim-Schongau wechselten. Von Franz Müller aus Agathazell erzielte eine frühe Chagall-Tochter mit 33 kg Milch ebenfalls 4.200 EUR und wechselt zum oben genannten italienischen Zuchtbetrieb.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 26.06.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 10.06.2025
Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
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Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

Furioser Marktverlauf beim Unterthingauer Zuchtviehmarkt am 15. Mai

Furioser Marktverlauf beim Unterthingauer Zuchtviehmarkt am 15. Mai

Zur 68. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 15. Mai 2025, konnten 12 Stiere, 17 Zuchtkälber, 6 Mehrkalbskühe und 229 Jungkühe verkauft werden. Nach optimalem Erntewetter im Vorfeld der Auktion nutzten viele Landwirte den Auktionstag zur Düngung ihrer abgeernteten Flächen. Durch das einfache und unkomplizierte Vermarktungssystem in Unterthingau lieferten viele Verkäufer ihre Tiere ab, so dass dennoch ein deutschlandweit einzigartiger, wichtiger und sehr erfreulicher Auftrieb von über 230 Abgekalbten realisiert werden konnte. In allen Kategorien konnten nochmals Zuwächse und teilweise neue Rekorde erzielt werden. Die Nachfrage konnte bei weitem nicht gedeckt werden.

Ausnahmekalb erzielt 2.500 EUR

Bereits im Vorfeld der Auktion konnte ein Kalb für Gesprächsstoff sorgen. Hierbei handelte es sich um Katalognummer 3 von der bekannten Zuchtstätte der Familie Brader in Memmingen. Die frühe Network-Tochter konnte eine für die Rasse Brown Swiss international wahrscheinlich einzigartige Mutterleistung von über 14.000 kg Milch mit 4,5 % Fett und 4 % Eiweiß aufweisen. Zudem konnten aus dieser Familie schon Besamungsstiere und sehr hohe weibliche Tiere hervorgebracht werden. Es entwickelte sich ein flotter Schlagabtausch zwischen mehreren Interessenten, wobei ein passionierter Züchter und Stammkunde den längsten Atem behielt und sich den Zuschlag bei 2.500 EUR sicherte. Dass sich jede reinrassige bzw. gesexte Brown Swiss-Besamung mit hochwertigen Stieren auf leistungsstarke Rinder und Kühe lohnt, zeigt die Tatsache, dass kein Kalb unter 600 EUR kostete. Die insgesamt hohe Qualität an diesem Tag spiegelte sich außerdem darin wider, dass mehr als die Hälfte des Angebotes die 800 EUR-Marke durchbrach und der Schnittpreis somit auf 828 EUR anstieg.

Stiermarkt wieder auf Höchstniveau

Das Angebot am Stiermarkt konnte an diesem Tag qualitativ wieder deutlich zulegen. Leider wurden wiederholt einige angemeldete Stiere nicht aufgetrieben, so dass die Nachfrage nicht vollständig bedient werden konnte. Den Spitzenpreis von 3.900 EUR erzielte ein hell gezeichneter Picard-Sohn der Lutzenberger GbR aus Weinhausen. Dieser junge Stier überzeugte vor allem mit einer überragenden Erstlaktation der Mutter von über 15.000 kg Milch und einem genomischen Gesamtzuchtwert von gRZG 142. Die Leistungsbereitschaft der Mutter kann bei genomisch über 2.000 kg Milch und einem gRZM von 144 auch von den Nachkommen des Stieres erwartet werden. Er wechselt per Kaufauftrag in den Landkreis Passau. An zweiter Stelle platzierte sich ein New York-Sohn aus der Zucht von Familie Brader, Memmingen, der von Max Klemp aus Bad Grönenbach aufgezogen und vorgestellt wurde. Mit gGZW 141 stammt dieser Stier aus der bekannten Kuhfamilie um Vanpari Riki, der Mutter von Vassri. Auch er konnte für 3.500 EUR im Kaufauftrag für einen langjährigen Stammkunden aus Nordrhein-Westfalen (NRW) ersteigert werden.

Wieder neuer Höchstwert für Abgekalbte! 3.063 EUR ist der neue Rekord

Wiederum legte der Markt für Abgekalbte von Beginn an ein enormes Tempo an den Tag, das bis zum letzten Tier durchgezogen wurde. In der Spitze wurde ein breites, hervorragendes Angebot über alle Rassen angeboten, sodass der Durchschnittspreis auf einen neuen Höchstwert von 3.063 EUR kletterte. Dass die Qualität insgesamt jedoch streute, zeigte die breite Preisspanne von 1.350 EUR bis 5.300 EUR. Neben dem großen Kaufinteresse aus Italien besteht sehr große Nachfrage aus Mittel- und Norddeutschland, wo viele Landwirte massive Ausfälle durch die Blauzungenkrankheit im vergangenen Sommer ausgleichen müssen. Weiterhin sollte hier aber die Aufzucht und Vorbereitung zur Auktion forciert werden, um die Standards eines europaweit beachteten Zuchtviehmarktes zu erfüllen. Die Nachfrage konnte insgesamt und speziell auch im Biosektor bei weitem nicht gedeckt werden. Hier bitten wir alle Mitglieder, den nächsten Auktionen zahlreich vermarktungsfähige Abgekalbte zuzuführen.

Ein Duo hebt sich ab

Viele hervorragende Tiere erzielten Zuschlagspreise jenseits von 4.000 EUR. An der Spitze konnten sich zwei Jungkühe nochmals ein Stück abheben. Den Spitzenpreis von 5.300 EUR erzielte Ferdinand Bruckmair aus Münsing. Die Sagan-Tochter konnte mit weit über 35 kg Tagesmilch bei bester Melkbarkeit begeistern. Zudem war sie bereits wieder gesext trächtig und könnte ohne Schwierigkeiten umgehend an jeder Schau teilnehmen. Nicht weniger atemberaubend präsentierte sich eine Sevilla-Tochter von Thomas Lang aus Betzigau im Auktionsring. Hier standen sogar 40 kg Tagesmilch zu Buche. Das hervorragend aufgehängte, drüsige, lange und breite Euter ließ keine Wünsche offen. Ihr überdurchschnittlicher Rahmen wurden durch eine straffe Oberlinie und ein breites, leicht abfallendes Becken optimal abgerundet. Beide Spitzentiere konnten im Kaufauftrag für einen Stammkunden aus dem Kreis Fürstenfeldbruck ersteigert werden. Die weiteren Spitzentiere mit Zuschlagspreisen jenseits von 4.000 EUR wurden in folgender Auftriebsreihenfolge vermarktet: Stefan Achberger aus Scheidegg war mit einer Hieronymo-Tochter mit weit über 34 kg Milch erfolgreich, die nach NRW wechselt. Von Peter Kirchmann aus Stiefenhofen konnte eine Visor-Tochter nach Südtirol zugeschlagen werden. Ernst Rau aus Bünzwangen stellte eine euterstarke Dorian-Tochter vor, die ebenfalls für einen Kunden aus NRW verladen werden konnte. Nochmals erfolgreich war Peter Kirchmann mit einer späten Simbaboy-Tochter, die zukünftig im Oberallgäu gemolken wird. Eine Hanans-Tochter mit über 45 kg Milch stellte Rainer Erdle aus Aichen im Ring vor, die sich die Firma Puschtravieh aus Südtirol sicherte. Ein Landwirt aus dem Kreis Weilheim-Schongau sicherte sich eine A2A2-Tochter vom Biobetrieb der Vollmer GbR aus Aichstetten, die knapp 36 kg Milch produziert. Hans-Peter Höllisch aus Oy-Mittelberg konnte mit einer Harvard-Tochter (ebenfalls Bio) begeistern, die zukünftig in Südtirol gemolken wird. Eine frühe New York-Tochter mit über 34 kg Milch stellte Stefan Achberger im Ring vor, die ebenfalls zukünftig in NRW gemolken wird. Den Tageshöchstpreis der Rasse Fleckvieh sicherte sich an diesem Tag eine Wirbelwind-Tochter der Fleck und Black GbR, die mit einigen Stallgefährtinnen den weiten Weg aus Großkarolinenfeld nach Unterthingau auf sich genommen hatte. Ein Landwirt aus dem Kreis Weilheim-Schongau ersteigerte sie für seinen Betrieb. Mit einer gut zweijährigen, extrem entwickelten Nathan-Tochter war Thomas Burger aus Altstädten zum Ende der Auktion erfolgreich. Sie verbleibt im Landkreis Oberallgäu. Den Reigen der Spitzentiere schließt Christian Spengler aus Bobingen mit einer Pegasus-Tochter, die sich ebenfalls Puschtravieh aus Südtirol sicherte.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 05.06.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 20.05.2025
Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
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Historischer 24. April in Unterthingau – erster Zuchtviehmarkt Bayerns mit 3.000 EUR Durchschnittspreis!

Zur 67. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 24. April 2024 konnten 5 Stiere, 21 Zuchtkälber, 10 Mehrkalbskühe und 190 Jungkühe verkauft werden. Viele Familien nutzten die Osterferien für einen Besuch der Auktion und Beschaffung des ein oder anderen nachträglichen Ostergeschenks, sodass die Arena von Beginn an aus allen Nähten platzte. Nachfrage kam aus dem gesamten Bundesgebiet, Italien und Luxemburg. Der erneute Preissprung ist jedoch in erster Linie auf die vielen selbst anwesenden Käufer aus der Region zurückzuführen.

Kälbermarkt weiterhin auf hohem Niveau

Die erfreuliche Hochpreisphase am Kälbermarkt setzt sich weiterhin fort, wobei sich der Durchschnittspreis am Ende bei 21 verkauften Kälbern auf 484 EUR einpendelte. Käufer und Bieter kamen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und Luxemburg, vor allem aber aus der heimischen Region. Den Höchstpreis sicherte sich mit 980 EUR Andrea Leber aus Waal mit einer Santana-Tochter, die in den Kreis Weilheim wechselt.

Stiermarkt kann hohes Qualitätsniveau nicht ganz halten

Das kleine Angebot von 7 Stieren konnte an diesem Tag qualitativ nicht an das sehr hohe Niveau der vergangenen Monate heranreichen, was sich in einem Rückgang des Durchschnittspreises auf 2.230 EUR bemerkbar machte. Bei einem Blick einige Monate oder Jahre zurück ist jedoch auch dieser Durchschnittspreis positiv zu bewerten.

Die Schallmauer von 3.000 EUR ist durchbrochen

Der Markt für Abgekalbte nahm von Beginn an rasant Fahrt auf. Auktionator Josef Hefele flogen aus allen Ecken der Arena die Gebote entgegen und der Marktverlauf blieb bis zum letzten Tier sehr flott und legte keine Pause ein. Der historische Durchschnittspreis von 3.032 EUR ist neben der enormen Nachfrage der vielen selbst anwesenden Kaufinteressenten natürlich auf die ordentliche Angebotsqualität zurückzuführen. Weiterhin sollte hier aber die Aufzucht und Vorbereitung forciert werden, um die Standards eines europaweit beachteten Zuchtviehmarktes zu erfüllen.

Höchste Qualität aus Unterthingau ist überall gefragt

Bei dem Blick an die Tagesspitze fallen 11 Tiere von 11 Betrieben mit 11 verschiedenen Vätern und 9 verschiedenen Käufern auf, die die Vielfalt in der Spitze demonstrieren und zeigen, dass jeder Betrieb die Möglichkeit hat, mit guter Zuchtarbeit, Management und besten Tieren Höchstpreise zu erzielen. Zum ersten Mal als Beschicker von Abgekalbten in Unterthingau und auf Anhieb den Tageshöchstpreis von 4.300 EUR: dies gelang an diesem Tag der Bentele GbR aus Grünkraut mit einer kapitalen, sehr jungen Melville-Tochter mit weit über 40 kg Milch. Diese lackschwarze Jungkuh überzeugte in allen Exterieurmerkmalen und einer Mutterleistung von knapp 14.000 kg Milch.

Den längsten Atem behielt ein selbst anwesender Kunde aus dem Kreis Lindau. Mit 4.200 EUR im Zuschlag folgte eine A2A2-Tochter aus dem Biobetrieb der Vollmer GbR aus Aichstetten. Diese feingliedrige Jungkuh konnte einen Kunden aus dem Landkreis Augsburg mit weit über 38 kg Milch überzeugen. 4.100 EUR erzielten eine Saldin-Tochter von Günther Stehle aus Bad Waldsee, die im Kaufauftrag ins Ostallgäu wechselt und eine Hotgun-Tochter der Lutzenberger GbR aus Jengen, die sich ebenfalls ein Käufer aus dem Ostallgäu sicherte. Für 4.050 EUR wechselt eines der jüngsten Tiere des Tages zu einem Biobetrieb ins Saarland. Hierbei handelt es sich um eine Santos-Tochter der Läufle GbR aus Betzigau, die 4.500 EUR kostete.

Mit einem Zuschlagspreis von 4.000 EUR folgen eine frühe Balu-Tochter von Christian Egger aus Rettenberg, die für einen Stammkunden aus Niedersachsen ersteigert werden konnte und eine Visor P-Tochter von Christoph Schönmetzler aus Betzigau, die ins südliche Oberallgäu wechselt. Für den gleichen Zuchtbetrieb im Oberland konnte per Kaufauftrag eine Hirsch-Tochter mit 35 kg von Erwin Ettensperger aus Sulzberg für 3.950 EUR verladen werden. Ebenfalls 3.950 EUR erzielte der Biobetrieb von Siegfried Epple aus Unterthingau mit einer Doboy-Tochter mit weit über 38 kg Milch und die Zuchtstätte Zwießler aus Opfenbach mit einer jungen Jinxer-Tochter, die per Kaufauftrag nach Luxemburg wechselt. Ein Hochzeitsgeschenk für ein junges Ehepaar aus dem Landkreis Rosenheim wurde eine Jakarta-Tochter von Markus Adelgoß aus Rettenberg, die für 3.900 EUR zukünftig in einem bisher reinen Fleckviehbetrieb für Furore sorgen wird.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: ProRind)

Die nächste Auktion findet am Donnerstag, den 15.05.2025, statt. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 29.04.2025.
 

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
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Jungrindermarkt am Mittwoch, 16.04.2025 in Unterthingau – da macht Aufzucht Spaß!

Zum 6. Jungrinder-und Fressermarkt des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau, am Mittwoch, den 16. April 2025, konnten 30 Kalbinnen, 171 Jungrinder und 23 Fresser verkauft werden. Neben einzelnen wenigen Tieren, die das Zuchtgebiet Richtung Norden verließen und einigen Tieren mehr, die nach Italien wechselten, verblieb der Großteil des Angebotes in einheimischen Gefilden. Die Durchschnittspreise stiegen in allen Kategorien an. Die Nachfrage war extrem hoch und konnte bei weitem nicht gedeckt werden.

Gute Aufzucht und professionelle Vorbereitung machen sich bezahlt

Über alle Rassen hinweg wurden die Gebote wie gewohnt qualitätsbezogen abgegeben. Speziell bei den jüngeren Tieren unter einem Jahr wurden einige hervorragend entwickelte und professionell vorbereitete Tiere mit sehr interessanten Abstammungen und Leistungsinformationen angeboten, die folgerichtig auch Höchstpreise jenseits von 1.500 EUR erzielten. Eine Komplettschur der Tiere fiel hier wie am Großviehmarkt positiv auf und wirkte sich merklich auf den Zuschlagspreis aus, da sich die Tiere deutlich gepflegter und korrekter präsentierten. Unterentwickelte und ungepflegte Tiere wurden mit deutlichen Preisabstrichen gehandelt. Insgesamt ergab sich bei 171 verkauften Tieren ein Durchschnittspreis von 1.125 EUR. Im Brown Swiss-Bereich hätten etliche Tiere mehr zu sehr guten Preisen verkauft werden können. Hier besteht vor allem im heimischen Zuchtgebiet und in Nord- und Mitteldeutschland enorme Nachfrage. Tiere der Rasse Fleckvieh sowie der überwiegende Teil der Kreuzungen wechseln in Mastbetriebe. Hier wirken sich die aktuellen Höchstpreise am Nutzkälbermarkt positiv aus. Für Holsteinjungrinder besteht die größte Nachfrage aus Italien. Die höchste Wertschöpfung ist bei jüngeren Tieren zu erzielen, da die Preise nicht exponentiell zum Alter steigen (können). Herausragend war an diesem Tag die Kollektion der Boxler GbR aus Boos mit 9 Tieren, die ausnahmslos hervorragend entwickelt, perfekt vorbereitet und präsentiert waren und Spitzenpreise erzielten. Folgerichtig kam die Preistagessiegerin auch aus dieser Kollektion. Hierbei handelt es sich um eine Vassos-Tochter für 1.850 EUR, die ins benachbarte Baden-Württemberg wechselt.

Kalbinnenmarkt ebenfalls flott

Die größere Anzahl an Kalbinnen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass alle belegten Tiere als Kalbinnen geführt wurden, was zu diesem Markt geändert wurde. Der Durchschnittspreis der 30 verkauften Kalbinnen lag bei 1.710 EUR. Den Spitzenpreis von 2.300 EUR sicherte sich in dieser Kategorie Familie Lochbihler aus Durach mit einer sehr schweren Mattes-Tochter.

Fresser zügig versteigert

Wie bereits erwähnt, wirken sich die guten Nutzkälberpreise der letzten Monate positiv auf das Marktgeschehen am Mastviehmarkt aus, sodass die 23 angebotenen, weiblichen Fresser flott zu durchschnittlich 1.115 EUR verkauft werden konnten.

(Autor: Alexander Kuppel, ProRind)

Am Donnerstag, den 24.04.2025 findet die nächste Zuchtviehauktion statt.
Anmeldeschluss war Dienstag 08.04.2025
Darauf folgt die Auktion am Donnerstag, den 15.05.2025.
Anmeldeschluss ist Dienstag 29.04.2025
Bitte melden Sie verkaufsfähige Abgekalbte zu den Auktionen an.

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Zuchtviehmarkt am 03.04.2025 in Unterthingau: Start in den April mit Gewinnen in allen Kategorien

Zur 65. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am Marktstandort in Unterthingau am Donnerstag, den 3. April 2024; konnten 13 Stiere, 17 Zuchtkälber, 4 Mehrkalbskühe und 156 Jungkühe verkauft werden. Bei einem qualitativ ansprechenden Angebot konnten die Durchschnittspreise in allen Kategorien nochmals nach oben klettern und neue Bestmarken wurden gesetzt.

Hervorragendes Ergebnis am Kälbermarkt

Das aktuell hervorragende Höchstpreisniveau am Kälbermarkt konnte sich auch bei den Zuchtkälbern an diesem Tag hervorragend bestätigen. Bei ausnahmslos gut entwickelten Kälbern mit ordentlichen Leistungsinformationen stiegen die Preise schnell auf ein Niveau jenseits von 500 EUR und im Schnitt sogar auf sagenhafte 593 EUR

In der Spitze erzielten drei Kälber über 700 EUR und eines über 800 EUR. Dieses Spitzenkalb kam an diesem Tag von Siegfried Höß aus Oberstaufen und kostete letztlich 860 EUR.

Die Molkerei Zott aus Mertingen ersteigerte die bestens entwickelte Dacapo-Tochter genauso wie die preislich zweitplatzierte Vivace-Tochter für 740 EUR von Manfred Scharpf aus Stötten. Leonhard Heilgemeir von der Firma Zott übergab die beiden wertvollen Kälber unter tosendem Applaus anschließend im Auktionsring gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Liefergruppe Allgäuer Bergmilch eG, Armin Kling, an die Gewinner der diesjährigen Verlosung aus der Mengenumfrage, Stefan Finkenzeller aus Eckarts und Albert Schwegler aus Fischen.

Das Spitzentrio vervollständigt für ebenfalls 740 EUR Gerhard Müller aus Egg mit einer hornlosen Boxer-Tochter, die ins Oberallgäu wechselt.

Neuer Rekord am Stiermarkt

Die gute Nachfrage am Stiermarkt und Höchstpreise am Schlachtviehmarkt erhöhen die Bereitschaft der Kaufinteressenten für qualitativ hochwertige Stiere auch Preise von über 3.000 EUR anzulegen.

Im Durchschnitt konnte der bisherige Rekordpreis in Unterthingau aus dem Januar um knapp 100 EUR übertroffen werden und liegt nun bei 2.738 EUR, was jedoch nur aufgrund der guten Qualität der aufgetriebenen Stiere möglich war. An der Spitze hob sich der Körsieger des Tages nochmals ein Stück ab. Hierbei handelt es sich um einen Dacapo-Sohn aus der bekannten Stiermutter Glarus Bacardi.

Diese konnte aktuell ihre zweite Laktation mit astronomischen 14.900 kg Milch bei 4,76 % Fett und 3,73 % Eiweiß abschließen. Diese enorme Milchvererbung hat sie auch an ihren Sohn weitergegeben, der genomisch mit knapp 1.400 kg heraussticht. Dieser gerade einmal zwölf Monate alte Stier konnte ein Gewicht von fast 550 kg realisieren und bereits sichere Trächtigkeiten aufweisen. Außerdem präsentierte er sich enorm korrekt auf einem glasklaren Fundament ohne jegliche Mängel. Zum Höchstpreis von 4.500 EUR konnte er im Kaufauftrag für einen Holsteinbetrieb in NRW ersteigert werden.

An zweiter Stelle platzierte sich mit 3.600 EUR ein Hotshot-Sohn, der aus der Zucht von Thomas Fickler, Böhen, stammt und von der Kaudinus GbR, Kempten, aufgezogen und vorgestellt wurde. Dieser Jungstier stammt mütterlicherseits von der für lange Zeit höchsten Zuchtwertkuh Bayerns, Vassli Ingly VG 86 ab. Die Halbschwester des Stieres konnte an der vergangenen Eliteauktion für 11.000 EUR verkauft werden. Auf dieses züchterische Highlight dürfen sich nun die Mitglieder der Weidegenossenschaft Lindau freuen. Der Stier wird seinen Deckeinsatz in diesem Sommer am Fuße des Hochgrats in Steibis absolvieren.

Abgekalbte auf Höchstniveau

Auch bei den Abgekalbten konnte der Höchstwert für den Standort Unterthingau von der letzten Auktion nochmals leicht nach oben auf 2.867 EUR ansteigen. Dies ist auf die weiterhin gleichbleibend hohe Nachfrage sowie auf die ordentliche Qualität des Angebots zurückzuführen. Hier sollte weiterhin konsequent an der Jungviehaufzucht und Vorbereitung zur Auktion gearbeitet werden.

Breite Spitze mit Höchstpreisen

An diesem Tag lag eine ganze Reihe qualitativ hochwertiger Jungkühe an der Spitze sehr eng zusammen. Die nachfolgend aufgezählten Tiere konnten alle zwischen 3.750 EUR und 3.850 EUR zugeschlagen werden. Den Tageshöchstpreis von 3.850 EUR sicherte sich Günther Stehle aus Bad Waldsee mit einer wie gewohnt jungen, bestens entwickelten Merryguy-Tochter mit knapp 40 kg Milch, die zukünftig ihre Milch in Italien produzieren wird. 3.800 EUR ließ sich ein Landwirt aus dem Ostallgäu eine Gladius-Tochter von Rainer Erdle aus Aichen kosten, die grandiose 46 kg Milch gibt.

Ebenfalls 3.800 EUR kostete eine junge, substanzvolle Valencia-Tochter von Albert Waltner aus Bad Hindelang mit 35 kg Milch, die per Kaufauftrag in den Landkreis Altötting wechselt. Das Trio bei 3.800 EUR vervollständigt eine Suvari-Tochter von Stefan Bainger aus Westerheim mit über 40 kg Tagesgemelk. Sie sicherte sich der oben genannte Ostallgäuer Landwirt.

Mit 3.700 EUR bzw. 3.750 EUR vervollständigen die Spitzengruppe an diesem Tag in Auftriebsreihenfolge Jürgen Mang aus Breitenbrunn mit einer Majestät P-Tochter, die Hailand GbR aus Aitrang mit einer Valerian-Tochter, die Ostenried KG aus Leinau mit einer Optimal-Tochter und die Manfred Boxler GbR aus Ottobeuren mit einer weiteren Gladius-Tochter.

(Autor: Alexander Kuppel; Fotos: ProRind)

Am Mittwoch, den 16.04.2025, findet unser Jungrinder-/Fressermarkt statt.
Darauf folgt die Auktion am Donnerstag, den 24.04.2025. Anmeldeschluss war Dienstag, 08.04.2025

Danach folgt die Auktion am Donnerstag, den 15.05.2025. Anmeldeschluss ist DIENSTAG 29.04.2025

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 08377-92880-00

Jederzeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich:

Werner Schmid 0151-16772039
Alexander Kuppel 01632437196
Maximilian Messner 0157-80530951
Hubert Rupp 0163-8310087 (Nordbayern)
Bonaventura Lohner 0163-8310088 (Ober-/Niederbayern).

 

Von links nachts rechts:

Der ProRind Vorsitzende Norbert Meggle mit einem der glücklichen Gewinner
aus der Verlosung der Mengenumfrage der Molkerei Zott,
Stefan Finkenzeller aus Eckarts, bei der Übergabe
durch Leonhard Heilgemeir, Zott, und 
dem Vorstandsvorsitzenden der Liefergruppe
Allgäuer Bergmilch eG, Armin Kling, Obermaiselstein,
mit den beiden Spitzenkälbern des Marktes,
die von der Firma Zott als wertvolle Siegerpreise ersteigert wurden.