Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Jahresbericht

Der Markt im Überblick 2021

Die Vermarktung der AHG erholt sich langsam von den Belastungen des vergangenen Jahres. 

In den Hauptsegmenten zeigt sich eine positive Umsatzentwicklung, was sowohl Menge als auch Preis anbelangt. Die massiven Handelsrestriktionen durch BTV 8 konnten ab dem 25. Juni aufgehoben werden.

Die Märkte reagieren sehr sensibel, was bürokratische Beschränkungen und ein reduziertes Angebotsvolumen anbelangt. Durch den Rückgang der Herdbuchtiere in den vergangenen Jahren zeigt sich inzwischen eine deutlich geringere Zahl an Zuchttieren auf den Märkten. Dies spiegelt sich vor allem in der Entwicklung der Jungkuhvermarktung wider. Unserem Vermarktungsteam zu Folge könnten sie gute Tiere oft mehrfach verkaufen. Dies spiegelt auch das höhere Preisniveau im Vergleich zum Vorjahr. Spitzenmärkte die üblicherweise im ersten/zweiten Quartal stattfinden locken hier mit enormen Durchschnittspreisen. Trotz des hohen Preisniveaus wurden sieben Tiere weniger als im Vorjahr angedient, d.h. die Betriebe setzen das Jungvieh für ihre eigene Remontierung ein bzw. nutzen auch ein hohes Schlachtpreisniveau bei Altkühen. Durch die Fusion mit dem SRB und der Zusammenlegung der Märkte erhoffen wir uns hier eine deutliche Angebotsverbesserung.

Ebenso positiv zeigte sich die Entwicklung bei den Exporten. Nachdem die populistische Berichterstattung durch Aufklärungsarbeit gegenüber unseren Mitgliedern ins rechte Licht gerückt werden konnte, wurden über Exporte zahlreichen Kalbinnen und bei Bedarf auch Jungrinder, abgesetzt. Mit einem deutlichen Plus bei den Kalbinnen und Jungrindern war ein zufriedenstellendes Niveau zu erzielen. Leider befinden wir uns im Vergleich mit den sehr guten Exportjahren lediglich auf mittlerem Niveau. Mit den Exportumsätzen wird ein wichtiger Beitrag zu unserem Betriebsergebnis geleistet, da unsere Dienstleistung ergänzt.

Die verhaltene Exporttätigkeit der vergangenen zwei Jahre im Vergleich zu den Vorjahren führt auch zu stark reduzierten Absatzmöglichkeiten bei den Zuchtkälbern. Der Viehzukauf über Zuchtkälber wird bei den Betrieben kaum umgesetzt.

Der Stiermarkt wird über die Jahre betrachtet immer volatiler. Dies hängt zum einen von der jeweiligen Jahreszeit bzw. den Leistungen der Spitzentiere ab. Gute und sehr gute Qualitäten konnten zufriedenstellend vermarktet werden, während gute mittlere Tiere nur schwer einen Absatzweg fanden.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Kälbermärkten an beiden Standorten. Die Festvermarktung in Kempten sowie die Versteigerung in Buchloe konnten Umsatzzuwächse verzeichnen. Nicht nur die Menge, sondern auch der Preis entwickelte sich hier positiv.  Dies ist unter anderem auch der professionellen Kälberaufzucht unserer Mitgliedsbetriebe zu verdanken.

Die Embryonenvermarktung spielt im Gesamtumsatz eine untergeordnete Rolle, repräsentiert dennoch den Bereich der Spitzenzucht. Hier bewegen sich einige sehr interessierte Züchter mit vielversprechenden Produkten.

Detaillierte Ausführungen erfahren Sie in den einzelnen Vermarktungsberichten.