Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Rasanter erster Septembermarkt!

Zur 5. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 1. September 2022 konnten 16 Stiere, 16 Zuchtkälber, 23 Mehrkalbskühe und 216 Jungkühe verkauft werden. Damit etabliert sich der Marktstandort Unterthingau aktuell als einer der größten Auktionsplätze in Deutschland bzw. Europa. Dieses riesige Angebot zog etliche regionale und überregionale Interessenten und zahlreiche Zuschauer an, sodass die Arena zu Auktionsbeginn aus allen Nähten platzte. Abgeschlossen werden konnte der Markt mit deutlichen Preissteigerungen und nie dagewesenen Spitzenpreisen in allen Kategorien

Aus extrem langelbiger und leistungsstarker Kuhfamilie stammte einmal mehr eine substanzvolle Cadence- Tochter. Von Markus Epp aus Lengenwang vorgestellt, wird diese zum Steigpreis von 2.350 € zukünftig am Niederrhein in NRW gemolken.

Ebenfalls nach Italien konnte am Abend die hervorragende Crushabull- Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach verladen werden. Sie erlöste 2.700 €.

Mit 33 kg Milch und bestem Exterieur bestach die Subzero- Tochter der Lutzenberger GbR aus Jengen. Zum Top- Preis von 2.950 € verlässt sie das Gebiet in Richtung Italien.

Neben starker Einsatzleistung und Robotereignung überzeugte das überragende Exterieur alle Anwesenden.

Rekordpreis für Carsten- Tochter. Diese Ausnahmejungkuh aus dem Zuchtbetrieb der Familie Kirchmann in Stiefenhofen erzielte unfassbare 4.400 € und verbleibt im Zuchtgebiet.

Doppelspitze am Stiermarkt erzielt Höchstpreise 

Am Stiermarkt wurden zwölf Brown- Swiss und vier Holstein- Kandidaten an neue Besitzer vermittelt, drei weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis verbesserte sich auf hohem Niveau wiederum auf 1.691 €. An der Spitze rangierte ein Duo mit Spitzenpreisen, die lange Zeit nicht erreicht werden konnten. Preissieger des Tages wurde ein Bison- Sohn von Florian Hierl aus Immenstadt. Dieser junge Stier war bereits auf der Weide, konnte Deckerfahrung und sogar Trächtigkeiten nachweisen und überzeugte sowohl durch seine hervorragende körperliche Entwicklung als auch durch die Abstammungsinformationen. Die Hercules- Mutter kann eine Höchstleistung von fast 12.000 kg Milch bei 4,8 % Fett und 3,75 % Eiweiß nachweisen und geht auf eine französische Kuhfamilie zurück, die bereits an einer Europaschau teilgenommen hat. Es entbrannte ein hitziges Bieterduell um diesen Ausnahmestier, das sich schließlich im Kaufauftrag bei 2.650 € zu Gunsten eines langjährigen Stammkunden aus dem Westerwald entschied. An preislich zweiter Stelle folgte mit 2.450 € ein Sevilla- Sohn aus der Zuchtstätte Willebold Gawaz aus Niederrieden. Hier überzeugten die vielen anwesenden Kaufinteressenten neben hohen genomischen Zuchtwerten (gGZW 130), viel Milch (+ 1262 kg), eine hohe Nutzungsdauer (110) und hervorragenden Eutern (117) die hohen Mutter- und Großmutterleistungen insbesondere mit höchsten Inhaltsstoffgehalten. Dieser Stier wechselt in den Landkreis Weilheim- Schongau.

Am Kälbermarkt wurden 16 Kälber angeboten, die alle sehr gut nachgefragt wurden. Der Durchschnittspreis stieg auf 396 € an und einige Kälber erzielten Zuschlagspreise von 500 € und mehr. An die Spitze setzte sich dieses Mal das jüngste Kalb des Tages. Anton Maucher aus Pfaffenhausen präsentierte eine Visor- Tochter, die speziell mit toller Entwicklung und hohen Eiweißgehalten überzeugen konnte.

Mehrkalbskühe sehr gefragt

Im Vergleich zum vergangenen Markt wurden am 1. September wieder deutlich mehr Mehrkalbskühe angeboten, sodass sich in dieser Kategorie ein besserer Markt entwickelte. Am Ende konnten 23 Kühe zu durchschnittlich 2.220 € versteigert werden. An der Tagesspitze konnte sich eine sehr starke Leonardo- Tochter mit 40 kg Milch von Tobias Bartenschlager aus Biessenhofen platzieren, die sich ein Käufer aus dem Landkreis Mühldorf/ Inn für 2.700 € sicherte.

Ausnahmetier an der Spitze - Beste Qualität erzielt beste Preise

Schon vor Auktionsbeginn waren sich Käufer und Besucher einig, dass der Tageshöchstpreis der Auktion nur schwer an einem anwesenden Tier vorbei gehen würde – und so kam es dann auch als Katalognummer 326 am Nachmittag den Auktionsring betrat. Eigens angereiste Kunden aus Italien und Vorarlberg warteten nur auf dieses Tier, um sich die Chance auf Siege in der kommenden Schausaison nicht entgehen zu lassen und so flogen Auktionator Josef Hefele die Gebote aus allen Richtungen entgegen. Sein Zuschlag erfolgte unter tosendem Applaus beim absoluten Rekordpreis von 4.400 € dann schließlich zu Gunsten eines einheimischen Züchters. Nun zum Tier selbst: Es handelte sich bei dieser Ausstellungsjungkuh um eine der ersten Töchter des genomischen Jungstieres Carsten aus der bekannten Zuchtstätte der Familie Kirchmann aus Stiefenhofen. Über 30 kg Einsatzleistung und starke Mutter- und Großmutterleistungen mit speziell hohen Inhaltsstoffen rundeten das Gesamtpaket mit einem atemberaubenden Exterieur ab. Sehr dunkel gezeichnet und fehlerfrei in allen Rahmen-, Becken- und Fundamentmerkmalen war wiederum das Euter mit bester Aufhängung, Beaderung und optimaler Strichlänge- und -platzierung herausstechend und ausschlaggebend für den Höchstpreis.

Auch viele weitere hervorragende Jungkühe erzielten Spitzenpreise jenseits von 3.000 €. In der Auftriebsreihenfolge: Die Hailand GbR aus Aitrang präsentiere eine sehr substanvolle Voran- Tochter mit bestem Euter und 32 kg Tagesgemelk, die sich ein Kunde aus dem Kreis Augsburg für 3.550 € sicherte. Eine weitere Carsten- Tochter, die ebenfalls von Peter Kirchmann angeboten wurde, wechselt für 3.150 € ins Oberallgäu. Doppelt erfolgreich war der langjährige Auktionsbeschicker Franz Müller aus Agathazell. Mit 31 bzw. 36 kg Milch präsentierte er hervorragende Töchter von Vollmilch und Alpsee, die sich zu Zuschlagspreisen von 3.150 € bzw. 3.400 € ein italienischer Stammkunde sicherte. Eine hervorragende, robotergewohnte Benz- Tochter mit weit über 39 kg Einsatzleistung konnte Rainer Erdle aus Aichen zum Verkauf vorstellen. Sie konnte in allen Belangen überzeugen und wechselt zum Zuschlagspreis von 3.150 € nach Südtirol. Kurz vor Ende der Auktion stellte dann Florian Reichenbach aus Ruderatshofen eine gut zweijährig gekalbte, euterstarke Piero- Tochter mit über 30 kg Milch zum Verkauf vor. Auch sie wurde ins südliche Oberallgäu verkauft und kostete 3.000 €. Insgesamt konnten rasseübergreifend viele Töchter genomischer Jungstiere überzeugen.

Die hohe Auftriebszahl konnte vom Vermarktungssystem und den Mitarbeitern bestens aufgefangen werden. Natürlich dauerte die Versteigerung von insgesamt 271 Tieren bis zum Nachmittag, durch die Gegebenheiten in Unterthingau ist jedoch ein zügiger Abtrieb gesichert. Hier bleibt weiter der Appell an die Beschicker ihre Tiere möglichst früh in Unterthingau anzuliefern. Bei der Transportplanung sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Insgesamt ist der Markt von der ersten bis zur letzten Katalognummer rasant verlaufen und so stieg der Durchschnittspreis, auch qualitätsbedingt, auf 2.225 € an. Aufgrund des guten Milchpreises, der stabilen Schlachterlöse und der niedrigen Jungviehbestände sind die Aussichten auch für die kommenden Monate weiterhin positiv.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 22. September im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).