Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Qualitätsjungkühe bestens gefragt!

Zur 6. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 22. September 2022 konnten 12 Stiere, 19 Zuchtkälber, 18 Mehrkalbskühe und 248 Jungkühe verkauft werden. Damit konnte die Stückzahl des rekordverdächtigen ersten Septembermarktes nochmals getoppt werden und der Marktstandort Unterthingau kann seine führende Position in Deutschlands Zuchtviehvermarktung untermauern.

Deutlich früher als erträumt, konnte bei diesem Markt bereits die 1.000 melkende Kuh bzw. Jungkuh verkauft werden. Geschäftsführer Thomas Bechteler und Vorsitzender Norbert Meggle (v.l.) gratulierten dem stolzen Käufer Johannes Schwarz aus Langenaltheim (rechts) zum Kauf der leistungsstarken Hacker- Tochter aus der Zuchtstätte der Familie Achberger aus Scheidegg und überreichten dem Käufer die Gutschrift über 300 €. Sie wird zukünftig in Mittelfranken in einer Fleckviehherde mit 10.000 kg Durchschnitt gemolken. Für Züchter Johannes Schwarz ist sie die perfekte Ergänzung in seiner Herde. Wir wünschen ihm viel Erfolg mit seinem Kauf und gratulieren der Familie Achberger zum Zuchterfolg und guten Verkauf.

Ein Stammkunde aus Niedersachsen nutzte seinen Urlaub zum Kauf der hervorragenden Barca- Tochter von Georg Schedel aus Egg, die sowohl leistungs- als auch exterieurmäßig keine Wünsche offenließ.

Leistungs- und exterieurstark zeigte sich die Minecraft- Tochter von Peter Kirchmann aus Stiefenhofen, die für 2.650 € in den Kreis Landshut wechselt.

Ins Ruhrgebiet wechselt eine exterieurstarke Phil- Tochter der Schwayer Gbr aus Baisweil.

Am Abend nach Italien verladen wurde die substanzvolle Piledriver- Tochter für 2.300 € von Anton Reiber aus Ettringen.

Tageshöchstpreis für Schaukuh: Die überragende Huge- Tochter der Stockingen Dairy GbR aus Halblech präsentierte sich mit überragendem Exterieur und wird zukünftig auf Schauen von sich Reden machen. Sie wechselt für 3.300 € in einen hessischen Züchterstall.

2.000 € Durchschnitt am Stiermarkt! 

Am Stiermarkt wurden neun Brown- Swiss und drei Holstein- Kandidaten an neue Besitzer vermittelt, zwei weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis katapultierte sich auf hervorragende 2.004 € herauf und setzte damit neue Maßstäbe. An die Preisspitze des Tages setzte sich ein hervorragend entwickelter und bestens präsentierter Dejavu- Sohn der Schwayer GbR aus Baisweil. Dieser gerade jährige Stier vereinte einfach alle Anforderungen der anwesenden Kaufinteressenten: Neben kompletten genomischen Zuchtwerten im Leistungs-, Gesundheits- und Exterieursegment überzeugte eine mütterliche Erstlaktation von knapp 10.500 kg Milch bei 4,5% Fett und 3,7% Eiweiß. Es entbrannte eine hitziges Bietergefecht, in welchem ein eigens angereister, luxemburgischer Kunde den längeren Atem behielt und sich diesen Ausnahmebullen letztendlich 2.950 € kosten ließ. Nicht weniger komplett und überzeugend präsentierte Max Klemp aus Bad Grönenbach den zweitplatzierten Kandidaten im Ring: Aus der Zucht von Alban Immle aus Obergünzburg stammend, erzielte der Sevilla- Sohn 2.650 € und wechselt ins Ostallgäu. An preislich dritter Position folgte ein äußerst interessanter rotbunter Holsteinjungstier, der von Michael Haußer aus Jengen gezüchtet und aufgezogen wurde. Der junge Money Pp- Sohn stammt aus der international bekannten ETG- Summer Dynastie, die bereits etliche Besamungsstiere hervorgebracht hat. Mit der Väterfolge Money x Spark x Styx sind die meist eingesetzten Red- Holstein- Stierväter der vergangenen Jahre im Pedigree verankert und so verwundert ein herausragender genomischer Gesamtzuchtwert von gRZG 155 nicht. Auch hier flogen dem Auktionator die Gebote entgegen und sein Hammer senkte sich letztendlich bei 2.600 € zu Gunsten eines Züchters aus dem Kreis Weilheim- Schongau.

Am Kälbermarkt wurden 19 Kälber verkauft. Die Interessenten gaben ihre Gebote sehr selektiv ab, was an der breiten Preisspanne von 160- 680 € deutlich wird. Im Durchschnitt konnte mit 309 € nicht ganz an das sehr gute Niveau der vergangenen Märkte angeknüpft werden. In Katalogreihenfolge bildeten die folgenden Tiere das Spitzentrio: Ins Oberallgäu wechselte eine Dave- Tochter von Norbert Fehr aus Weiler- Simmerberg für 520 € sowie eine hornlose Vail- Tochter der Brader GbR aus Memmingen für 580 €. In den Landkreis Neustadt/ Aisch konnte eine Visor- Tochter von Anton Maucher aus Pfaffenhausen für 680 € verkauft werden.

Durchwachsende Qualität am weiblichen Großviehmarkt

Wie allseits bekannt, folgt einer sehr teuren Auktion häufig ein qualitativ schwächer besetzter Markt, da die Verkäufer erwarten auch schwächere Qualitäten gut vermarkten zu können. So war es auch an diesem zweiten Septembermarkt in Unterthingau: Ein enorm großer Anteil von Tieren mit Ansagen oder Mängeln bzw. unzureichender Leistung und/ oder Melkbarkeit wurde dieses Mal zum Verkauf vorgestellt. Der Schnittpreis von 2.095 € ist daher in Anbetracht der Qualität als äußerst hoch anzusehen. Bei Qualitätsjungkühen ohne größere Mängel schnellte der Preis konstant über die Marke von 2.500 €.

Schaujungkuh an der Spitze – Breites Feld folgt kurz darauf

Schon im Vorfeld kündigte sich eine Jungkuh an, die zwar leistungsmäßig im mittleren Niveau eingestiegen ist, aber in Sachen Exterieur in den kommenden Jahren von sich Reden machen wird. Die Stockingen Dairy GbR aus Halblech präsentierte eine der ersten, extrem jungen Huge- Töchter im Ring, die bezüglich Euter und Typ nur schwer zu schlagen sein wird. Interessenten aus allen Regionen boten auf dieses Tier und letztendlich konnte sie im Kaufauftrag für 3.300 € an einen sehr interessierten Zuchtbetrieb in Hessen verkauft werden.

Viele weitere hervorragende Jungkühe erzielten Spitzenpreise jenseits von 2.800 €. In der Auftriebsreihenfolge: Mit 35 kg Einsatzleistung und bestem Exterieur überzeugte eine Harley- Enkelin von Anton Althaus aus Fischen, die für 2.800 € im Oberallgäu verbleibt. Stefan Achberger aus Scheidegg stellte die 1.000 Kuh in Unterthingau zum Verkauf vor: Die Hacker- Tochter mit weit über 30 kg Milch wechselt für 2.900 € in einen Fleckviehzuchtbetrieb in Mittelfranken (s.u.). Teuerste Holsteinjungkuh des Tages wurde für 3.000 € eine Basist- Enkelin von Alexander Eberle aus Lengenwang, die am Abend nach Italien verladen wurde. Nochmals aus der Zuchtstätte Achberger stammte eine substanzvolle, euter- und leistungsstarke Blues- Tochter, die sich ein Stammkunde aus dem Kreis Fürstenfeldbruck für 2.800 € nicht entgehen ließ. Denselben Steigpreis erzielte einmal mehr die Hailand GbR aus Aitrang für eine quellige Harley- Tochter aus langlebiger und eiweißstarker Kuhfamilie, die zukünftig in Ostfriesland gemolken wird. Wiederum 2.800 € kostete eine schwarzbunte Salvatore- Tochter der Boxler GbR aus Ottobeuren, die in den Landkreis Landshut wechselt. Komplettiert wird das Spitzenfeld von einer weiteren schwarzbunten Jungkuh, die Rainer Erdle aus Aichen im Ring präsentierte. Sie sicherte sich zum Steigpreis von 2.850 € ebenfalls ein italienischer Stammkunde.

Wiederum konnte die nochmals höhere Stückzahl vom Vermarktungssystem und den Mitarbeitern bestens aufgefangen werden. Weiterhin bleibt der Appell an die Beschicker, Tiere, die in die Milchliste gemeldet wurden, auch anzuliefern und ihre Tiere möglichst früh in Unterthingau abzugeben. Bei der Transportplanung sind die Außendienstmitarbeiter gerne behilflich. Zur nächsten Auktion wird es beispielweise wieder einen Sammeltransport aus dem Westallgäu/ Kreis Lindau geben. Bei Interesse daran, bitte FRÜHZEITIG melden.

Nächste Auktion

Die nächste reguläre Zuchtviehauktion findet am 13. Oktober statt. Eine Woche darauf, am 20. Oktober findet der erste gemeinsame Jungrinder- und Fressermarkt im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).