Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Nächster Rekordtag in der Allgäuhalle!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 22. April 2022 konnten elf Stiere, zwölf Zuchtkälber, eine Mehrkalbskuh, 141 Jungkühe und beim anschließenden Jungviehmarkt acht Kalbinnen und 91 Jungrinder verkauft werden. Durch die wiederum hervorragende Qualität am Jungkuhmarkt und große regionale und überregionale Nachfrage wurde der Rekord der vergangenen Auktion nochmals deutlich auf 2.206 € übertroffen. Auch am Jungviehmarkt konnte mit 977 € im Schnitt ein Rekord erzielt werden, der deutlich unter Beweis stellt, wie wenig Zuchtvieh auf dem Markt ist und wie groß die Nachfrage nach hochwertigen Brown Swiss. Zuchttieren national und international ist.

Spitzenpreis für Spitzentier: Für 3.300 € wechselt die hervorragende Calvin- Tochter der Ostenried KG aus Pforzen ins südliche Oberallgäu.

Die Bosephus- Tochter aus renommierter Kuhfamilie von der Zuchtstätte Michael Denz aus Oberstaufen verbleibt für 3.500 € im Oberallgäu.

Ebenfalls von der Familie Denz vorgestellt, wurde diese jugendliche, extrem euterstarke Alino- Tochter mit 25 Monaten Erstkalbealter. Sie wird zum Steigpreis von 2.750 € zukünftig von einem Melkroboter im Oberallgäu gemolken.

Stolzer neuer Besitzer: Zum Tageshöchstpreis von 3.650 € wechselt die kapitale Cadence- Tochter aus der Zuchtstätte Ziegler, Stiefenhofen zu einem Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu.

Die Spitze des Jungviehmarktes: Links eine Optimal- Tochter der Familie Schedel aus Egg und rechts eine Django- Tochter der Zuchtstätte Schmid aus Apfeltrang. Die beiden konnten für jeweils gut 1.500 € an zwei Kunden in Niedersachsen verladen werden.

Spitzenstier überstrahlt das Angebot

Am Stiermarkt wurden elf Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu zufriedenstellenden 1.526 € im Durchschnitt konnten alle Stiere verkauft werden und der Markt somit vollständig geräumt werden. Ein ganz besonderer Kandidat überstrahlte dabei das gesamte Marktgeschehen: Mit Katalognummer 4 betrat an diesem Tag ein junger Piano- Sohn den gut gefüllten Auktionsring. Mit hervorragendem Körper, Becken und besten Fundamenten ausgestattet, fiel er bereits bei der Körung auf und nun zog er alle Blicke auf sich und ließ die Gebote flott in die Höhe schnellen. Nach langem, spannenden Bieterduell senkte sich der Hammer des Auktionators Josef Hefele schließlich bei beeindruckenden 2.950 € zu Gunsten eines langjährigen Stammkunden aus Belgien. Für Züchter Richard Göhl aus Rettenberg ein besonderer Anlass zur Freude. Er hatte den Stier aus der Jukebox- Tochter Katja, die sich mit einer herausragenden Durchschnittsleistung von kanpp 10.000 kg bei gleichzeitig 4,2 % Fett und über 3,8 % Eiweiß aufgezogen. Auch die Großmutterleistung der Huray- Tochter Klarisa mit über 11.000 kg konnte überzeugen. Das komplette Bild rundete das genomische Profil des Stieres ab: Mit guten 127 gGZW, überdurchschnittlicher Milchmenge, neutralen Inhaltsstoffen, fehlerfreien Gesundheits- und Exterieurwerten und den gewünschten Faktoren Kappa Kasein BB und Beta Kasein A2A2 blieben keine Wünsche offen.  Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal wieder kleiner, die Qualität der aufgetriebenen Kälber konnte nicht ganz an das der hervorragenden Vormärkte heranreichen, sodass sich das hohe Preisniveau auf 323 € reduzierte. Alle Kälber verbleiben bei Aufzuchtbetrieben im Zuchtgebiet.

Beste Qualität und hohe Nachfrage führen in neue Preissphäre

Die Vorzeichen dieser Aprilauktion ließen einen rasanten Marktverlauf erwarten, der jedoch alle Erwartungen nochmals übertreffen konnte. Hohe Durchschnittspreise bei Auktionen in Norddeutschland und Österreich sowie weiter steigende Milchpreise und stabile Schlachtpreise geben im aktuellen Marktgeschehen den Ton an. In der Allgäuhalle fanden sich mehrere einheimische Kunden, sowie Großkunden aus Belgien, Norddeutschland und Italien ein, die zügig ihre Gebote abgaben und somit zu einem sensationellen Durchschnittspreis von 2.206 € führten, der wiederum jedoch nur aufgrund der hervorragenden Qualität der Brown- Swiss-, Fleckvieh- und Holsteintiere in der Breite zustande kommen konnte. 101 und damit über 70 % der Tiere kosteten über 2.000 bzw. 3.000 € im Zuschlag. Immer auffallender werden die verbesserte Vorbereitung und Präsentation der Tiere z.B. durch Scheren (speziell der Euter), das sich monetär absolut auszahlt. Für die weitere Preisentwicklung in den kommenden Monaten wird es entscheidend sein, dass das Angebot auch in den nahenden Sommermonaten stabil und möglichst groß bleibt, denn nur ein breites Angebot bietet die nötige Attraktivität für Kaufinteressenten.

Hervorragende Jungkühe an der Spitze kosten mehrfach über 3.000 €

Bereits am Morgen konnten sich mehrere Tiere an der Spitze des Angebotes formieren, die sich mit besten Einsatzleistungen und beeindruckendem Exterieur auszeichneten. Die 3.000 €- Grenze konnten die folgenden fünf Tiere (in Katalogreihenfolge) durchbrechen: Genau 3.000 € erreichte die teuerste Bio- Jungkuh des Tages: Eine Seasidebloom- Tochter von Bernhard Martin aus Kaufbeuren verbleibt im Ostallgäu. Eine Calvin- Tochter, die speziell im Exterieurbereich mit enormem Typ und Kaliber überzeugen konnte, stellte die Ostenried KG aus Pforzen im Auktionsring vor. Einem Käufer aus dem Oberallgäu war diese Kuh 3.300 € wert. Begleitet wird sie von einer Kuh, die neben 31,5 kg Tagesgemelk, bestem Euter und Typ, eine mehrfach ausgezeichnete Kuhfamilie im Hintergrund vorweisen kann. Die Rede ist hierbei von einer Bosephus- Tochter aus der Zucht von Michael Denz aus Oberstaufen, bei der sich der Hammer erst bei 3.500 € Steigpreis senkte. Aus der Zucht von Walter Allgaier stellte Donat Hindelang aus Greggenhofen eine großrahmige Brownstar- Tochter vor. Neben ihrem enormen Kaliber, bester Melkbarkeit und besonders langem Voreuter überzeugten weit über 34 kg Milch einen Käufer aus Belgien 3.100 € anzulegen. Das Quartett wird durch die Kuh zum Tageshöchstpreis vervollständigt: Mit 3.650 € handelt es hierbei um eine ebenfalls enorm rahmige, milchtypische Cadence- Tochter aus der Zuchtstätte Ziegler, Stiefenhofen. Ihr hervorragendes Euter und über 32 kg Milch sorgten dafür, dass sich ein spannendes Bieterduell erst spät zu Gunsten eines Züchters aus dem Oberallgäu entschied.

Auch hervorragende Qualität am Jungviehmarkt wird mit Höchstpreisen honoriert

Zum letzten traditionellen Frühjahresjungrindermarkt in Kempten wurden im Vorfeld mehrere Züchter durch das Vermarktungsteam motiviert, qualitativ hochwertige Tiere anzumelden und zum Verkauf vorzustellen. Mit Erfolg! Viele Aufzuchtbetriebe, vor allem aus dem südlichen Teil des Zuchtgebietes, sowie einige zuchtbegeisterte Kunden aus Norddeutschland und den bereits erwähnten angrenzenden Ländern wollten die Chance nutzen, um ihre Jungviehbestände für die Weidesaison zu ergänzen. Viele Tiere und Züchter hätten es an dieser Stelle verdient, erwähnt zu werden, drei Tiere hoben sich mit Geboten jenseits von 1.500 € jedoch nochmals leicht ab: In Katalogreihenfolge: Eine jährige Django- Tochter von Gerhard Schmid aus Apfeltrang überzeugte mit ihrer Feinheit, Eleganz und hervorragender Euteranlage und konnte für einen Stammkunden aus Niedersachsen ersteigert werden. Doppelt erfolgreich war die Zuchtstätte Schedel aus Egg: Eine leistungsstarke Aquin- Tochter wechselt ins Ostallgäu, eine sowohl im Exterieur als auch in den Vorfahrensleistungen herausstechende Optimal- Tochter konnte am Nachmittag ebenfalls nach Niedersachsen verladen werden. Ein exklusives Angebot hielt mit Katalognummer 375 noch die in allen Belangen überzeugende, stärkste Kalbin des Tages bereit. Mit eindrucksvoller Behornung schritt eine bestens entwickelte Alpsee- Tochter durch den Auktionsring, die für einen Aufzuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu zum Spitzenpreis von 1.760 € gekauft werden konnte. Dieser Markt stellte einmal mehr unter Beweis, dass die Vermarktung über den Rinderzuchtverband ProRind für alle Produkte und in allen Belangen und Kategorien beste Chancen und Möglichkeiten bietet.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 12. Mai in Kempten statt. Bereits jetzt möchten wir außerdem auf den Tag der offenen Tür am 29. Mai im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau hinweisen. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 01638310087, Maximilian Messner 015780530951, Bonaventura Lohner 01638310088.