Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

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Nächster rasanter Marktverlauf in Unterthingau!

Zur 2. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 23. Juni 2022 konnten 13 Stiere, 15 Zuchtkälber, sechs Mehrkalbskühe und 118 Jungkühe verkauft werden. Vor wiederum vollen Rängen zeigte sich erneut die ungebrochen hohe Nachfrage nach weiblichen Zuchttieren, die am Ende des Marktes nicht gedeckt war.

In allen Belangen überzeugend und mit 3.300 € verdiente Preissiegerin des Tages: Die rotbunte Akim- Tochter der Burkart GbR aus Betzigau überzeugte neben 33 kg Tagesgemelk mit bester körperlicher Entwicklung und speziell hervorragendem Euter.

23 Monate Erstkalbealter, weit über 31 kg Milch und beste Melkbarkeit sorgen dafür, dass die Bender- Tochter aus der Zucht von Josef Zwießler aus Opfenbach 2.650 € kostet. Sie wird zukünftig in NRW gemolken.

Über 31 kg Milch auch bei der Vintage- Tochter der Hailand GbR aus Aitrang. Die substanzvolle und fehlerfreie Jungkuh konnte für 2.800 € für einen italienischen Kunden verladen werden.

Großes Angebot am Stiermarkt trifft auf ruhigere Nachfrage

Am Stiermarkt wurden neun Brown- Swiss und vier Holstein- Kandidaten an neue Besitzer verkauft, vier weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis ging nach den hervorragenden Ergebnissen der letzten Monate auf passable 1.573 € zurück. An der Spitze formierte sich ein Quartett bei Zuschlagspreisen von 1.700 € und mehr: Absoluter Preissieger des Tages wurde beim Zuschlagspreis von 1.850 € ein Sohn des französischen Jungstieres Naturel, der von der Bentele GbR in Grünkraut gezüchtet wurde und auf die Familie des international gefragten Besamungsstieres Antonov zurück geht. Aufzüchter Michael Albrecht aus Egg präsentierte diesen formalistisch einwandfreien Jungstier hervorragend im Ring, sodass sich der Bieterwettstreit erst spät zu Gunsten eines Züchters aus dem heimischen Zuchtgebiet senkte. An preislich zweiter Stelle reihte sich ein Cadura- Sohn von Michael Epp aus Lengenwang ein. Neben seiner tadellosen äußerlichen Erscheinung konnte er mit Mutter- und Großmutterleistungen von jeweils knapp 11.000 kg Milch bei höchsten Inhaltsstoffen überzeugen. Er verbleibt im Ostallgäu. Aufzüchter Hans Gross aus Lauben war mit einem von Georg Hummel aus Rosshaupten gezüchteten Django- Sohn aus einer Vanpari- Mutter mit über 4 % Eiweiß genauso erfolgreich wie die Lutzenberger GbR aus Jengen, die mit einem German Boy- Sohn den teuersten Holstein- Stier des Tages vorstellte.

Am Kälbermarkt war das Angebot mit 15 Tieren ordentlich.  Drei Holstein, 2 Fleckvieh und 10 Brown Swiss- Zuchtkälber konnten zu ordentlichen 358 € im Durchschnitt an neue Besitzer vermittelt werden. Die breite Preisspanne von 160 € - 520 € zeigt, dass die Kaufinteressenten ein sehr selektives Bietverhalten an den Tag legten. Während fehlerfreie Kälber mit guten Leistungsinformationen schnell höchste Gebote erhielten, mussten Kälber speziell aus Jungkühen mit schwächerem ersten Probemelken zu Mindestgeboten abgegeben werden.   Den Tageshöchstpreis von 520 € erzielte eine Pisco- Tochter von Reinhard Rauch aus Kraftisried. Dieses bestens entwickelte Kalb verbleibt im Zuchtgebiet.

Nachfrage am weiblichen Großviehmarkt kann nicht gedeckt werden

Nach dem hervorragenden, riesigen ersten Markt reduzierte sich das Angebot deutlich auf 125 frisch abgekalbte Kühe und Jungkühe. Wahrscheinlich auch durch die Hitze der vergangenen Tage kam es kurzfristig zu einigen Ausfällen. Für die nächsten Märkte hofft das Vermarktungsteam wieder auf einen größeren Auftrieb, da die Nachfrage aus allen Richtungen unverändert gut ist. Bei den Mehrkalbskühen resultierte das hervorragende Ergebnis von durchschnittlich 2.092 € aus der sehr ansprechenden Qualität der aufgetriebenen Kollektion, sodass festzuhalten ist, dass auch die Vermarktung von Mehrkalbskühen sehr attraktiv ist. Bei den Jungkühen ging der Durchschnittspreis auf konstant hohem Niveau leicht zurück auf 2.169 €. Dieser leichte Rückgang ist jedoch in erster Linie auf die schwächere Qualität zurückzuführen, die insgesamt nicht an den sehr guten Vormarkt heranreichen konnte.

Spitzentiere zu Spitzenpreisen!

Wie beim Vormarkt war es wiederum je eine Holstein- und eine Brown Swiss- Jungkuh, die die Schallmauer von 3.000 € durchbrachen. An der Spitzen dieses Mal eine rotbunte Vertreterin: Diese Akim- Tochter zog alle Augen auf sich und wurde mit 3.300 € die verdiente Preissiegerin des Tages. Speziell ihr langes, fest aufgehängtes Voreuter und ihr breites, optimal geneigtes Becken waren neben bester Leistung und Melkbarkeit die Glanzpunkte für einen Käufer vom Ammersee. Nicht weniger unverdient reihte sich mit 3.000 € auf dem preislich zweiten Rang eine Seasidebloom- Tochter des Biobetriebes von Christian Gebler aus Marktoberdorf im Spitzenfeld ein. Diese robotergewohnte Jungkuh wird ihre 31 kg Tagesgemelk zukünftig auf einem hessischen Zuchtbetrieb produzieren. Weitere neun Jungkühe erzielten 2.750 € und mehr, in Katalogreihenfolge: Beste Produktion (36 kg) und starkes Exterieur zeichnen die Brekan- Tochter von Narziss Wenz aus Bolsterlang aus, die ins Ostallgäu wechselt. Eine weitere Vollmilch- Tochter präsentierte Erwin Ettensperger aus Sulzberg, die mit ihrem mittleren Rahmen, bestem Fundament und herausragendem Euter alle Anforderungen erfüllte und für einen Holsteinzuchtbetrieb in NRW ersteigert werden konnte. Für einen Südtiroler Stammkunden konnte die Jukola- Tochter von Stefanie Steidle aus Durach verladen werden, die mit weit über 32 kg Milch, guter Melkbarkeit und tadellosem Exterieur ebenfalls keine Wünsche offenließ. Kurz darauf war einmal mehr Züchter Christian Egger aus Greggenhofen mit einer späten Vasir- Tochter im Ring erfolgreich, die sich ein italienischer Großkunde sicherte. Eine der ersten Canyon- Töchter stellte Christoph Hauber aus Altstädten zum Verkauf vor. Bestens entwickelt und mit Qualitätseuter ausgestattet, schnellten auch hier die Gebote in die Höhe und den Zuschlag sicherte sich die Puschtravieh OHG aus Südtirol. Gleich doppelt erfolgreich war diesmal die Hailand GbR aus Aitrang. Zunächst konnte eine leistungsstarke Fleckvieh- Jungkuh von Sehrgut für 2.900 € an einen Weilheimer Zuchtbetrieb verkauft werden, kurz darauf ließ sich der italienische Großkunde die in allen Belangen überzeugende Vintage- Tochter mit über 31 kg Milch nicht entgehen. Komplettiert wird das Spitzenfeld von einer schwarzbunten- und einer Kreuzungsjungkuh: Christian Spengler aus Bobingen präsentierte eine leistungsstarke Zekon- Tochter, die am Abend ebenfalls nach Italien verladen werden konnte, ehe Michael Albrecht aus Egg erneut mit einer substanzvollen Wobbler- Tochter erfolgreich den Ring verließ.

Insgesamt zeigte sich auch am weiblichen Großviehmarkt ein selektives Käuferverhalten. Für jegliche Qualität, Leistung und Rasse zeigte sich jedoch, dass großes Käuferinteresse am Marktstandort Unterthingau vorhanden ist.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 14. Juli im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern)