Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

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Nachfrageboom führt zu absolutem Preisrekord

ProRind: letzte Auktion in der Schwabenhalle

Starkes Exterieur in Buchloe: Links die Kat Nr. 113 eine Prosperous-Tochter von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen. Rechts die Kat. Nr. 124 eine Canyon-Tochter von der Schwayer GbR aus Lauchdorf, die für 3.400 € den Höchstpreis des Tages erzielte.

Lange lag es in der Zukunft und nun ist es bereits Vergangenheit: der letzte Zuchtviehmarkt in der 1984 neu erbauten Schwabenhalle in Buchloe. Viele ehemalige Zuchtakteure, aktive Züchter und natürlich auch zahlreiche Kaufinteressenten kamen in die Schwabenhalle um dieses Ereignis live zu verfolgen. Und es war in der Tat ein historischer Markt mit einem absoluten Preisrekord nach heftigen Bietduellen. Die Käufer aus Südtirol, Oberbayern, Niederbayern und Franken boten entschlossen und erwarben 61 % des Großviehs. Doch auch die Schwaben hielten gut dagegen, sodass mancher Kaufinteressent leer ausging. Leider war das Angebot etwas geringer als beim letzten Markt: von 136 gemeldeten Tieren wurden 75 aufgetrieben und verkauft. Das leistungsstarke Angebot bestand aus ¼ Brown Swiss, 2/3 Deutsche Holstein und der Rest aus Kreuzungen.

Die 10 angebotenen Kälber aller Rassen wechselten schnell zu angemessenen Preisen die Besitzer.

Die Preisspitze von 340.-€ zeigte sich bei einem Rotbunten Pace Red Kalb und bei einer Schwarzbunten Solomon Tochter. Der Durchschnittspreis lag knapp unter 300.-€.

Von den 2 Braunviehbullen erhielt gleich der erste, ein korrekter Vassri Sohn mit einem GZW von 133

von Johann Ellenrieder aus Kirchheim, das höchste Gebot von 2.400.-€. Mit 2.350.-€ nur knapp darunter lag ein gut entwickelter mischerbig hornloser Schwarzbunter Sam Red P Sohn von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen. Für alle Bullen errechnete sich ein Durchschnittspreis von 1.850.-€ und lag damit auf dem Niveau des letzten Marktes.

Kühe teurer als Jungkühe

Nach diesem gelungenen Start zeigten die 4 angebotenen Zweitkalbskühe mit einem Durchschnittsgemelk von 45 kg ( 40,1 – 50,0 ) wozu sie in der Lage sind. Mittlerweile sind die Käufer von diesen hervorragenden Kühen so begeistert, dass diese einen höheren Durchschnittspreis ( +46.-€ ) erzielten als die Jungkühe. Die Preisspitze lag gleich zweimal bei 2.400.-€. Eine ging nach Südtirol und eine blieb in Schwaben. Beide Kühe stellte der Zuchtbetrieb Martin und Tatjana Lang aus Wielenbach, der ein stetiger Marktbeschicker mit besten Zweitkalbskühen ist.

8 Spitzentiere erhielten Gebote zwischen 2.500.-€ und 3.400.-€

Das gemischtrassige Versteigern ist mittlerweile schon Routine und bringt noch mehr Spannung und Lebendigkeit in den Marktverlauf. Die 52 aufgetriebenen Jungkühe lagen mit 31,4 kg ( 19,0 – 44,1 kg ) Durchschnittsgemelk auf einem höheren Niveau als beim letzten Markt. Bisher waren die Stückzahlen mit Preisen über 2.000.-€ erwähnenswert, doch diesmal haben sich die Verhältnisse geändert: nur 5 Tiere wechselten zu Preisen unter 2.000.-€ den Besitzer. Ansonsten gewöhnten sich die Käufer schnell an das neue Preisniveau und boten locker im Bereich zwischen 2.000.-€ und 2.500.- €. Das führte bei einem Preissprung von +424.-€ zur Märzauktion zu einem Durchschnittspreis von 2.267.-€.

Von den 8 „auserlesenen“ ging die teuerste Biojungkuh (BS), eine leistungsstarke Jero Tochter von Richard Schindele aus Unterthingau, für 2.500.-€ nach Böbing. Eine Gywer Tochter ging nach Südtirol und 4 weitere Deutsche Holsteins ließen sich die schwäbischen Züchter nicht entgehen.

Mit Katalognummer 80, einer rahmigen euterstarken Subzero Tochter von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen, die für ihre 34 kg ein Gebot von 2.850.-€ erhielt, glaubten viele, dass das der Höhepunkt sei. Doch kurz vor Schluß kam die Überraschung mit Katnr. 124, eine sehr gut entwickelte Canyon ( Brown Swiss) Tochter von der Schwayer GbR aus Lauchdorf. Mit einem Erstkalbealter unter 2 Jahren zeigte sie eine hervorragende Entwicklung. Aus ihrem drüsigen Euter kommen jeden Tag 31,5 kg – kurz abgekalbt sahen die Käufer noch ein großes Entwicklungs-potiental. Bei heißem Bietduell ließ sich ein Buchloer Züchter diesen „Leckerbissen“ nicht nach Südtirol entwischen und war froh als er bei 3.400.- den Zuschlag erhielt. Zum Abschluß der Auktion wurde noch der langjährige Marktbeschicker Norbert Leinsle aus Türkheim für seine junge ( EKA 23 Mo ) schicke Gyros Tochter mit 36 kg Tagesleistung mit einem Gebot von 2.850.--€ belohnt.

Nicht nur für Buchloe war dies der letzte Viehmarkt, sondern auch für den langjährigen Auktionator

Josef Keller. Er versucht seine neue Herausforderung – Ruhestand – zu meistern.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt von ProRind findet am 12. Mai in Kempten statt. Für den 2. Juni ist die erste Auktion in Unterthingau geplant. Anmeldungen, Kaufaufträge und Informationen unter www.prorind.de oder Tel. 0831-522 44 0. Für Beratung oder Vermittlung ab Stall stehen ihnen die Aussendienstmitarbeiter stets zur Verfügung:

Werner Schmid, 01511 6772039, Alexander Kuppel 0163 2437196 und Maximilian Meßner 01578 0530951 für Schwaben, Hubert Rupp 0163 8310087 für Nordbayern und Bonaventura Lohner 0163 8310088 für Ober-/ Niederbayern.

Nicht vergessen: 29.Mai Tag der offenen Tür im neuen Vermarktungszentrum in Unterthingau