Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Nachfrage boomt

Jedes dritte Tier schnellt auf über 2.000.-€

Zur vorletzten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in der Schwabenhalle in Buchloe wurden acht Bullen (1 BS, 2 RB, 5 SB), sechs Mehrkalbskühe (SB), 67 Jungkühe (22 BS, 40 SB, 4 RB, 1 FV) und vier Kälber (2 BS, 2 SB) aufgetrieben. Die Ausfallquote lag bei 46%.

50 Studenten/-innen der Tiermedizin besuchten die Auktion im Rahmen eines Praxistages. Die Zuchtleiter Dr. Franz Birkenmaier und LD Lorenz Leitenbacher vermittelten ihnen einen Überblick über den Auktionsablauf und führten sie in die Thematik der Bullenkörung ein.

Bei ansonsten mittlerem Besuch zeigte sich gleich zu Beginn des Marktes eine besondere Dynamik, die dazu führte, dass 1/3 der Tiere Preise zwischen 2.000.- und 2.500.-€ erhielten.

Zu Beginn konnten zwei Braunvieh- und zwei Holsteinkälber zu einem Durchschnittspreis von 290.-€ bei einer Preisspanne von 240,- bis 360,- flott verkauft werden.

Danach überraschten entschlossene Käufer beim Bullenmarkt und boten flott bis 2.500.-€. Die Nachfrage kam aus Südtirol, Italien und aus dem Bayerischen Wald. Bereits für die Nr.1, einem gut entwickelten, korrekten Vorsprung - Sohn von der Schwayer GbR aus Lauchdorf, boten die Käufer bis 2.000.-€. Mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von 138, bester Mutterleistung (11828-4,29-3,96) und ohne Fehler im Exterieur, kann man diesen Kauf noch als „Schnäppchen" bezeichnen.

Bei den Holsteinbullen erzielte der Best Benz Sohn von Raimund Pröbstl aus Birkland mit einem gRZG von 150 einen Zuschlagspreis von 2.050.-€. Der folgende rotbunte Gywer RDC- Sohn von Norbert Trautwein aus Oberostendorf, mit einem gRZG von 146 und bestem Exterieur, ließ das Preisbarometer schnell auf 2.400.-€ steigen. Aber es gibt immer einen der noch besser ist, und diesmal bot ein Käufer aus Niederbayern per Telefon für seinen auserwählten Bullen, einen korrekten schwarzbunten Gywer RDC– Sohn von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen, doch ein schwäbischer Züchter hielt dagegen und erwarb ihn für 2.500.-€. Dieser milchbetonte Bulle (+1644 kg) kam aus einer exterieurstarken (87 Punkte) und leistungsstarken Mutter (3.La 14376 – 3,90 – 3,41).

Mit knapp 42kg Durchschnittsgemelk faszinierten die rahmigen Zweitkalbskühe und regten die Kaufinteressenten zu heftigen Bieterduellen an. Das Ergebnis zeigte sich in einem Durchschnittspreis von 1.992.-€. Das höchste Gebot von 2.350.- erhielt die LUZ Lorena, eine euterstarke Hoya Tochter mit 42,5 kg Tagesleistung, von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen. Auch eine Spri- Tochter von Martin Lang aus Wielenbach war gleichwertig, aber etwas früher da und erzielte mit 2.250.-€ einen guten Preis.

Einmal mehr zeigte sich die verstärkte Selektion der Käufer nach Strichstellung, da immer mehr automatische Melksysteme im Einsatz sind, sodass robotergeeignete Tiere deutlich höhere Preise erzielen konnten.

Die 67 angebotenen Jungkühe zeigten mit einem Durchschnittsgemelk von 31 kg (20,8 – 41 kg) eine hohe Leistungsbereitschaft. Hier erhielt klar berechtigt Thomas Müller aus Kolbermoor mit einer korrekten rahmigen Taz- Tochter mit 41kg und einer Mutterleistung von über 13.000 kg das höchste Gebot von 2.500.-€. Ein Züchter aus Baden-Württemberg ließ sich diese euterstarke Jungkuh nicht entgehen. Etwas später bot die Puschtravieh aus Südtirol für eine Akem- Tochter mit 34 kg von der Lutzenberger GbR aus Weinhausen bis 2.400.-€. Insgesamt 24 hochwertige Tiere gingen über den Brenner nach Süden, weitere sechs Tiere nach Baden-Württemberg. Erwähnenswert ist noch die teuerste Brown Swiss Jungkuh.  Für 2.100.-€ wechselte die stabile Vasmor- Tochter (32 kg) von der Schwayer GbR aus Lauchdorf zu einem heimischen Züchter.

Zwei Besitzer gaben ihre Tiere nicht ab, da sie ihre Preisvorstellung nicht erhielten und ein Tier fand aufgrund eines erhöhten Zellgehaltes keinen Käufer.

Josef Keller

Nächste Märkte:

31.03.2022, Kempten, Allgäuhalle

21.04.2022, Kempten, Allgäuhalle

 27.04.2022, Buchloe, Schwabenhalle

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