Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Historischer Markt in Kempten – Durchschnittspreis über 2.000 €!

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind in Kempten am Donnerstag, den 31. März 2022 konnten neun Stiere, 19 Zuchtkälber, vier Mehrkalbskühe und 144 Jungkühe verkauft werden. Durch die hervorragende Qualität am Jungkuhmarkt konnte ein Allzeitrekord von 2.022 € erreicht werden und somit zum ersten Mal in der Geschichte die Schallgrenze von 2.000 € durchbrochen werden.

Die absolute Marktspitze für begeisterte Brown Swiss Züchter! Zu einem Fleckviehbetrieb in Oberbayern wechselt für 3.750 € die überragende Bender- Tochter von Christian Egger aus Greggenhofen.

Die erste Tochter des genomischen Jungstieres Alpsee! Dieses jugendliche, fehlerfrei Tier mit 31 kg Milch von Albert Waltner aus Bad Hindelang verbleibt für 2.800 € im südlichen Oberallgäu.

Einmal mehr erfolgreich war am heutigen Tag die Zuchtstätte Franz Müller aus Burgberg mit einer hoch produktiven Puch- Tochter. 36 kg Tagesleistung waren einem Käufer aus NRW 2.750 € wert.

Stiermarkt weiter im Aufwind – Zuchtkälber gut nachgefragt

Am Stiermarkt wurden 13 Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Zu deutlich gestiegenen 1.730 € im Durchschnitt konnten neun Stiere gut verkauft werden. Ein Duo setzte sich an diesem Tag deutlich ab: Zum einen präsentierte Thomas Fleschutz aus Günzach einen starken Veles Pp- Sohn, der einmal mehr bewies wie gefragt genetisch hornlose Deckstiere bei passender Qualität aktuell sind. Nach langem, packenden Bieterduell sicherte sich ein Kunde aus dem Ostallgäu den Zuschlag beim Tageshöchstpreis von 2.100 €. Dicht darauf folgte ein sehr gut entwickelter, ausgeglichener Vassido- Sohn von Thomas Egger aus Obergünzburg, der für starke 2.000 € nach Schleswig- Holstein verladen werden konnte. Am Kälbermarkt war das Angebot dieses Mal erfreulicherweise wieder größer, die Qualität der aufgetriebenen Kälber konnte überwiegend überzeugen, sodass sich das ohnehin schon hohe Preisniveau nochmals auf starke 405 € erhöhte. An der Spitze stellte Martin Schlecker aus Osterberg ein absolutes Ausnahmekalb zum Verkauf vor, das für den Höchstpreis von 680 € an einen Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu verkauft werden konnte. Überzeugen konnte neben der sicheren Väterfolge Cadence x Anibal, die hervorragende Entwicklung des Kalbes und die guten Mutter- und Großmutterleistungen.

2.022 € im März 2022 – mehr als die Hälfte der Tiere durchbrechen 2.000 €- Schallgrenze

Mehrere einheimische Kunden und wiederum gute überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Südtirol prägten den sehr flotten Marktverlauf bei den Jungkühen, der in einem Allzeitrekorddurchschnittspreis von 2.022 € mündete, der nur aufgrund der hervorragenden Qualität der Tiere in der Breite zustande kommen konnte. Am laufenden Band betraten Jungkühe den Auktionsring, die neben ansprechenden Leistungen von oftmals über 30 kg speziell auch im Typ, Euter und Fundament überzeugen konnten. Hervorzuheben sind hier die vielen Töchter genomischer Jungstiere wie etwa Alpsee, Anis, Brownstar, Casanova, Defender und Vollmilch, die durchweg überzeugen konnten.  In dieser Auktion wurden nur wenige Tiere mit schwächerem Exterieur, geringer Leistung oder sonstigen Mängeln vorgestellt, die dann wiederum nur zu Mindestgeboten gehandelt wurden. Dadurch, dass einige Kunden wiederum nicht bedient werden konnten und die aktuellen Entwicklungen am Milch- und Schlachtviehmarkt positiv sind, sind die Aussichten weiterhin positiv. Eine starke Beschickung der Auktionen ist daher weiterhin wünschenswert und für die Attraktivität des Marktstandortes unerlässlich. 

Spitzenkuh kostet rekordverdächtige 3.750 €

Bereits am Morgen konnte eine Jungkuh besonders herausstechen: An der Spitze des Tages rangierte eine absolute Ausnahmejungkuh: Christian Egger aus Greggenhofen stellte eine enorm rahmige, kapitale Bender- Tochter mit 38 kg Milch und hervorragendem Euter im Ring vor, die ein packendes Bieterduell auslöste, das am Ende ein begeisterter Brown- Swiss- Züchter mit einer Fleckviehherde in Oberbayern für sich entscheiden konnte. Mit etwas Abstand folgten auf dem preislich zweiten Rang für jeweils 2.800 € zum einen eine schwarzbunte Missouri- Tochter von Michael Hager aus Berg, die mit fehlerfreiem Exterieur und einer Einsatzleistung von weit über 36 kg hervorragte und zum anderen die erste Alpsee- Tochter von Albert Waltner aus Bad Hindelang. Geälpt und bereits mit 26 Monaten erstmals ganz frisch abgekalbt, konnte sie neben 31 kg Milch mit einem absoluten Spitzeneuter überzeugen. Sie verbleibt im Oberallgäu. Weitere fünf Jungkühe erreichten Zuschlagspreise jenseits von 2.700 €: In Katalogreihenfolge waren dies eine leistungs- und euterstarke Brownstar- Tochter von Thomas Lang aus Betzigau, die sich ein Stammkunde aus Südtirol sicherte, sowie eine in allen Belangen überzeugende Hidalgo- Tochter der Riedle GbR aus Rosshaupten, die nach Schleswig- Holstein wechselte. Die Zuchtstätte Hierl aus Immenstadt- Bühl war einmal mehr erfolgreich mit einer Jero- Tochter mit über 32 kg Milch und bester Melkbarkeit, die im Zuchtgebiet verbleibt. Die teuerste Biojungkuh reihte sich ebenfalls im Spitzenfeld ein. Sie stammt von Ludwig Kugler aus Görisried und wurde nach Niedersachsen verladen. Den Abschluss der teuersten Tiere des Tages machte Franz Müller aus Burgberg mit einer enorm leistungs- und euterstarken Puck- Tochter, die am Abend für einen langjährigen Stammkunden im Sauerland/ NRW verladen werden konnte. Zu erwähnen ist außerdem die teuerste Mehrkalbskuh des Tages: Thomas Weiler aus Gunzesried, der eine Cadence- Tochter mit 40 kg Milch für über 2.500 € ins nördliche Oberallgäu verkaufen konnte. Das größte Kontingent von fünf Jungkühen verkaufte an diesem Tag einmal mehr Narziss Wenz aus Bolsterlang. Mit jeweils vier hervorragenden Jungkühen und Durchschnittserlösen jenseits von 2.200 € sehr erfolgreich waren außerdem die Zuchtstätten Jürgen Käser, Blaichach, Martin Schlecker, Osterberg und Josef Zwießler, Opfenbach. Viele weitere Tiere und Verkäufer wären an dieser Stelle hervorzuheben, am Ende der Auktion waren ausnahmslos zufriedene Gesichter erkennbar.

Beim anschließenden Fressermarkt konnten 29 weibliche Tiere und zwei Ochsen verkauft werden. Viele Kaufinteressenten waren vor Ort und boten sehr qualitätsbezogen.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 21. April in Kempten statt. Diese wird dann zum letzten Mal in Kempten mit dem traditionellen Jungrindermarkt ergänzt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.