Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Herausragendes Jungkuhangebot in Kempten krönt ersten „ProRind- Monat

Zur Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Kempten am Donnerstag, den 27. Januar 2022 konnten sechs Stiere, 17 Zuchtkälber, zwei Mehrkalbskühe und 137 Jungkühe verkauft werden. Mit 500 verkauften Abgekalbten im Januar und drei sehr erfolgreichen Auktionen über alle Rassen hinweg konnte „ProRind“ seine Spitzenstellung in der Zuchtrindervermarktung in Süddeutschland im ersten Monat des Bestehens eindrücklich unter Beweis stellen.

Zuchtkälbermarkt im Höhenflug – Deckstiere in Norddeutschland gefragt

Der positive Trend der vergangenen Auktionen am Zuchtkälbermarkt setzte sich auch bei der zweiten Januarauktion auf höchstem Niveau erfolgreich fort. Es ist sehr erfreulich, dass gut entwickelte Zuchtkälber mit ordentlichen Abstammungsinformationen enorm gefragt sind, was zu einem nochmals gestiegenen Schnittpreis von 408 € führte, der in dieser Form über Jahre hinweg nicht erreicht werden konnte. Zu wünschen wäre es, dass dies bei den Züchtern zu einem gewissen Umdenken führt und die züchterisch interessanten Tiere wieder vermehrt reinrassig und weiblich gesext besamt werden. Auch dieser Markt hielt mit Katalognummer 5 ein exklusives Spitzenkalb bereit. Aus dem bekannten Züchterstall von Martin Schlecker aus Osterberg hervorragend vorbereitet, glänzte das Kalb neben knapp 12.000 kg bzw. knapp 11.000 kg langjähriger Durchschnittsleistung bei Mutter und Großmutter zusätzlich mit jeweils über 3,8 % Eiweiß. Als besonderes Highlight kommt hinzu, dass dieses Kalb genetisch hornlos vererbt, was auf diesem Niveau sicher einzigartig ist. Nach langem, spannenden Bieterduell konnte die Sagan P- Tochter an einen Zuchtbetrieb im südlichen Oberallgäu verkauft werden.

Am Stiermarkt wurden neun Kandidaten aufgetrieben, die alle vor der Körkommission bestanden. Schlussendlich konnten sechs Stiere zu mittleren 1.477 € verkauft werden. Den Spitzenpreis des Tages von 1.740 € erzielte der einzige genetisch hornlose Stier im Angebot: Der Piano- Sohn von Thomas Fleschutz aus Günzach war bereits mit sicheren Trächtigkeiten ausgestattet und konnte mit guter Entwicklung und hervorragendem Bewegungsablauf gefallen. Er absolviert seinen Deckeinsatz zukünftig im nördlichen NRW. Ins benachbarte Hessen wechselt der zweitplatzierte Stier des Tages: Ein Vollbruder des an der Weihnachtsauktion verkauften Canyon- Jungrindes aus der Zucht von Georg Schedel aus Egg wurde von Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach hervorragend im Ring präsentiert und erzielte einen Zuschlagspreis von 1.600 €.

Außergewöhnliches Leistungs- und Exterieurniveau am Jungkuhmarkt

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage aus Norddeutschland und Italien trugen zu einem furiosen Marktverlauf bei, der insbesondere aufgrund der grandiosen Qualität in der Breite des Angebots zu einem deutlichen gestiegenen Durchschnittspreis von 1.897 € bei den Jungkühen führte, wobei die Nachfrage wiederum nicht komplett gedeckt werden konnte. Leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen erzielten 61-mal Zuschlagspreise von 2.000 € und mehr, was mit einem Anteil von 45 % knapp der Hälfte des Gesamtangebotes entsprach. Insbesondere die Milchmenge konnte an diesem Tag sehr überzeugen, was an einer Durchschnittsleistung von 33,5 kg bei den sieben erstklassierten Jungkühen deutlich wurde, die im Schnitt knapp 2.400 € kosteten. Auch der sehr geringe Anteil an leistungsschwachen oder ungenügenden Tieren führte letztendlich zu dem bemerkenswerten Schnittpreis.

Novum in der Allgäuhalle

Das vielfältige Potenzial der Vermarktung über ProRind in jeglichen Sektoren wurde einmal mehr deutlich, als erstmals eine Fleckviehjungkuh Preissiegerin des Tages wurde. Hierbei handelte es sich um eine mit über 35 kg Tagesproduktion ausgestattete Mint- Tochter aus einer leistungsstarken und züchterisch interessanten Kuhfamilie von Thomas Unsinn aus Wessobrunn. Mit einem sehr lebhaften, drüsigen und fest ansitzenden Euter sowie einem glasklaren, feinen Fundament ausgestattet, perfekt vorbereitet und im Ring in Szene gesetzt, hätte dieses Tier sofort an jeglicher Tierschau bestehen können. Nach intensivem Wettstreit mehrerer Kunden senkte sich der Hammer des Auktionators erst beim Tageshöchstpreis von knapp 2.900 € zu Gunsten eines Kunden aus Südtirol. Mit über 2.500 € Steigpreis folgten in Katalogfolge drei hervorragende Brown- Swiss- Jungkühe: Zunächst präsentierte wieder einmal Peter Kirchmann aus Stiefenhofen eine großrahmige Brownstar- Tochter mit hervorragendem Euter aus bester Kuhfamilie. Eine weitere sehr rahmige Brownstar.- Tochter mit bestem Euter und über 36 kg Milch stellte Florian Hierl aus Immenstadt im Auktionsring vor. Komplettiert wird das Trio von einer substanzvollen, breit gebauten Tochter des Altstars Harley mit weit über 33 kg Milch, die der Betrieb Kathrin Beller aus Tiefenbruck im Ring präsentierte. Alle drei Spitzentiere wurden an zwei langjährige Stammkunden aus Südtirol verkauft. 

Weitere frisch gekalbte Tiere, die keine Wünsche an die moderne, funktionelle und leistungsstarke Jungkuh offenließen, wurden mit Steigpreisen von 2.300 € und mehr honoriert: Eine Hidalgo- Tochter des Biobetriebes Bernhard Martin aus Kaufbeuren wechselt nach Oberbayern. Eine weitere Biojungkuh, eine Salomon- Tochter von Richard Schindele aus Unterthingau, wechselt in den Kreis Lindau. Mit zwei leistungsstarken, großrahmigen Vintage- bzw. Salomon- Töchtern war die Zuchtstätte Ziegler aus Stiefenhofen erfolgreich, die beide zukünftig gemeinsam in einem Holsteinzuchtbetrieb am Niederrhein in NRW gemolken werden. Markus Epp aus Lengenwang präsentierte einmal mehr eine euter- und leistungsstarke Cadence- Tochter, die nach Hessen verladen werden konnte. Nach Niedersachsen wechselt die zweite starke Fleckviehjungkuh des Tages, eine Wendlinger- Tochter von Thomas Unsinn. Den Abschluss der Spitzengruppe machte eine mittelrahmige und euterstarke Puck- Tochter des Zuchtbetriebes Ness aus Fischen, die mit über 35 kg Tagesproduktion am Nachmittag ebenfalls die Reise nach Südtirol antrat.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 17. Februar in Kempten statt. Eine Woche darauf am 23. Februar findet die nächste Auktion in der Buchloer Schwabenhalle statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 01516772039, Alexander Kuppel 01632437196, Hans Steurer 01719912558, Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951.