Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Gelungener Hochsommermarkt in Unterthingau!

Zur 3. Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind am neuen Marktstandort in Unterthingau, am Donnerstag, den 14. Juli 2022 konnten sieben Stiere, 21 Zuchtkälber, zwölf Mehrkalbskühe und 126 Jungkühe verkauft werden. Bei sommerlichen Temperaturen waren auch bei diesem Markt Kaufinteressenten aus allen Regionen Deutschlands angereist und die Nachfragesituation zeigte sich unverändert auf allerhöchstem Niveau. Der Markt konnte mit teils deutlichen Preissteigerungen in allen Kategorien erfolgreich abgeschlossen werden. Zusätzlich manifestiert sich der Marktstandort Unterthingau als größter Markt für biologisches Zuchtvieh in Deutschland.

Eine Vertreterin der hervorragenden Mehrkalbskühe des Juli- Marktes: Die Edgard- Tochter von Florian Reichenbach aus Ruderatshofen wechselt für 2.200 € ins benachbarte Baden-Württemberg.

Spitzenbiojungkuh! Eine frühe Tochter des genomischen Jungstieres Casanova von Christian Gebler aus Marktoberdorf überzeugte in allen Belangen und würde für einen Käufer in Hessen für 3.250 € verladen.

Der Trend bester Nachfrage nach jung abgekalbten Jungkühen setzt sich fort weiter fort. Hier die substanzvolle und rahmige Sidence- Tochter von Christian Zobel aus Betzigau, die für 3.050 € nach NRW wechselt. (Foto: Baumgartner)

Der Tageshöchstpreis von 3.400 € ebenfalls für eine sehr junge Vertreterin. Die Lindell- Tochter von Markus Gerle aus Untrasried überzeugte die Interessenten gerade mit ihrem sehr jugendlichen Charme. (Foto: Baumgartner)

Ruhiger Sommerstiermarkt  

Am Stiermarkt wurden fünf Brown- Swiss und zwei Holstein- Kandidaten an neue Besitzer verkauft, vier weitere Stiere verblieben nachfragebedingt im Überstand. Der Durchschnittspreis kletterte auf gute 1.643 €. An der Spitze des Tages rangierte ein Vaselino- Sohn aus der Zucht von Martin Schlecker, der von Aufzüchter Max Klemp aus Bad Grönenbach im Ring vorgestellt wurde. Beste genomische Zuchtwerte und hervorragende Vorfahrensleistungen waren es, die einen Käufer aus dem heimischen Zuchtgebiet dazu bewogen, den Spitzenpreis von 1.950 € anzulegen. An preislich zweiter Stelle platzierte sich ein genetisch hornloser Vassri- Sohn aus der Zucht von Stefan Bainger aus Westerheim. Dieser Jungstier wurde gerade am Tag der Auktion ein Jahr alt und konnte wiederum neben genomischen Zuchtwerten auf Besamungsstierniveau mit Vorfahrensleistungen von rund 4 % Eiweiß glänzen. Er wurde im Kaufauftrag für einen treuen Kunden in Hessen ersteigert.

Am Kälbermarkt war das Angebot mit 21 Tieren sehr ordentlich. Das Vermarktungsteam hatte sich im Vorfeld um ein entsprechendes Angebot gekümmert. Anmeldezahlen auf diesem Niveau sind weiterhin wünschenswert. Von überwiegend hervorragenden Brown- Swiss- Kälbern geprägt, setzten sich zwei Kälber mit Geboten von knapp 600 € nochmals ab. Zunächst war dies eine Dejavu- Tochter von Franz Brugger aus Marktoberdorf mit knapp 11.000 kg Mutterleistung, die an einen Käufer aus dem Westallgäu ging und anschließend eine Jakarta- Tochter von Hubert Haller aus Weiler- Simmerberg, die sich eine selbst angereiste Familie aus NRW nicht entgehen ließ.

Starke Mehrkalbskühe erreichen Rekordschnitt

Nach dem vergangenen Markt mit eher schwächerer Qualität im Sektor der Mehrkalbskühe zeigte sich an diesem Tag, wie attraktiv die Vermarktung von älteren Kühen bei entsprechender Qualität ist. Elf der zwölf aufgetriebenen Kühe erreichten Steigpreise jenseits von 2.200 €, was zu einem absoluten Rekorddurchschnittspreis von 2.413 € führte. Jede der Kühe hätte eine Erwähnung verdient, stellvertretend ist die Prosperous- Tochter der Lutzenberger GbR aus Jengen zu nennen, die den Tageshöchstpreis der Kühe von 2.700 € erreichte und zukünftig im Landkreis Weilheim- Schongau gemolken wird. Bei den Jungkühen stieg der Durchschnittspreis auf knapp 2.200 € an, was auf die weiterhin hervorragende Nachfrage und das breite und große Angebot zurückzuführen ist, welches große Kunden aus sämtlichen Regionen anzog.

Deutschlands größtes Bioangebot prägt den Jungkuhmarkt!

Mit sechs Jungkühen, die die 3.000 €- Schallmauer durchbrachen, wurden die Vormärkte qualitätsbedingt in der Spitze deutlich übertroffen. Zwei Holstein und vier Brown- Swiss- Tiere reihten sich in dieser Kategorie ein. Dass der Markt in Unterthingau sowohl quantitativ als auch qualitativ führend in der Vermarktung von Biozuchttieren in Deutschland ist, konnte durch zwei Spitzentiere belegt werden, die zukünftig gemeinsam in einem Züchterstall in Hessen gemolken werden. Zunächst war Christian Sutter aus Stiefenhofen mit einer Jucator- Enkelin erfolgreich, die mit knapp 34 kg Tagesgemelk und hervorragendem Exterieur erste Maßstäbe setzen konnte und 3.000 € erlöste. Kurz vor Ende des Marktes schnellten die Gebote der „Biokäufer“ dann noch einmal in die Höhe: Denn einmal mehr stellte Christian Gebler aus Marktoberdorf eine exzellente Jungkuh mit gerade einmal 26 Monaten abgekalbt im Auktionsring vor. Diese Casanova- Tochter ließ im Exterieur keine Wünsche offen und überzeugte ebenfalls mit rund 30 kg Tagesgemelk und konnte für 3.250 € zugeschlagen werden. Gleich zweimal erfolgreich war Züchter Christian Zobel aus Betzigau. Zunächst stellte er eine schwarzbunte Minecraft Pp- Tochter mit 36 kg im Ring vor, die sich ein Kunde aus dem Landkreis Donau -Ries zum Zuschlagspreis von 3.150 € nicht entgehen ließ. Kurz darauf brachte eine sehr junge, leistungsstarke Sidence- Jungkuh, die in allen Belangen überzeugen konnte, 3.050 €. Sie wurde für eine Familie aus NRW verladen, die den Auktionsbesuch in einen Kurzurlaub einband. Zum Tageshöchstpreis von 3.400 € sicherte sich ein Kunde aus dem Ostallgäu die Lindell- Tochter mit 32 kg Tagesgemelk von Markus Gerle aus Untrasried. Diese sehr jung abgekalbte, hell gezeichnete Jungkuh überzeugte besonders mit sehr fester und drüsiger Euteraufhängung. Enorm rahmig und substanzvoll zeigte sich außerdem eine späte Payssli- Tochter der Riedle GbR aus Tiefenbruck, die neben ihrem eigenen überzeugenden Eindruck mit Vorfahrensleistungen von über 12.000 kg und gleichzeitig 4 % Eiweiß überzeugen konnte. Einem Kunden aus Südtirol war diese Ausnahmejungkuh 3.000 € wert.

Kaum noch erwähnenswert ist der Ablauf der Auktion der sich bereits nach den wenigen Märkten bestens eingespielt hat und für zufriedene Gesichter bei allen Verkäufern und Käufern führt, die einfach und unkompliziert Zuchttiere auf fairstem und höchstem Niveau vermarkten können. Die Vermarktung größerer Kollektionen ist in Unterthingau ebenfalls kein Problem mehr. Mit jeweils sieben verkauften Jungkühen stellten zu diesem Markt die Zuchtstätten Stefan Achberger aus Scheidegg und Georg Schedel aus Egg die größten Stückzahlen. Bei Fragen zur Organisation des Verkaufes von größeren Stückzahlen kontaktieren Sie gerne Ihre Außendienstmitarbeiter.

Nächste Auktion

Der nächste Markt findet am 4. August im Vermarktungszentrum in Unterthingau statt.

Bitte beachten: Der Anmeldeschluss für die erste Septemberauktion (1.9.) ist Freitag, der 12. AUGUST 2022!!!

Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit sind Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Werner Schmid 015116772039, Alexander Kuppel 01632437196, Maximilian Messner 015780530951, Hubert Rupp 01638310087 (Nordbayern), Bonaventura Lohner 01638310088 (Ober-/ Niederbayern).