Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Erfolgreiche erste gemeinsame ProRind- Auktion in Buchloe

Zur ersten Zuchtviehversteigerung des Rinderzuchtverbandes ProRind, der Nachfolgeorganisation von Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) und dem Zuchtverband Schwarzbunt und Rotbunt Bayern e.V. (SRB), in Buchloe am Mittwoch, den 19. Januar 2022 konnten fünf Stiere, elf Zuchtkälber, neun Mehrkalbskühe und 64 Jungkühe verkauft werden

Ordentlicher Zuchtkälbermarkt – Starke Deckstiere

Zum ersten Mal wurden Zuchtkälber bei dieser Auktion in Buchloe rassenunabhängig versteigert. Für ordentlich entwickelte Kälber mit überdurchschnittlichen Vorfahrensleistungen wurden die Gebote zügig abgegeben und Preise jenseits der 400 € erreicht. Schwächere Kälber mit geringen Muttersleistungen mussten teilweise zu Mindestgeboten abgegeben werden. Drei Kälber stachen besonders hervor: Aus dem Biobetrieb von Johann Schäffler aus Petzenhausen stammten zwei dreimonatige rotbunte Rusford P- Töchter aus leistungsstarken und speziell sehr langlebigen Mutterlinien, die für jeweils 480 € an einen Betrieb im Ostallgäu verkauft werden konnten. Mit Steigpreis 440 € an preislich dritter Stelle folgte das teuerste Brown- Swiss- Kalb des Marktes: Aus einer hochleistenden Vasir- Tochter stammte das von Roman Engstler aus Eggenthal stammende Piano- Kalb, das nun im Kreis Lindau aufgezogen wird.

Am Stiermarkt wurden acht Kandidaten aufgetrieben von denen fünf zu mittleren 1.644 € verkauft werden konnten. Die Nachfrage nach Deckstieren bleibt insgesamt eher verhalten. Den Spitzenpreis des Tages von 1.860 € erzielte ein echter Ausnahmestier. Mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von gGZW 140 auf absolutem Besamungsbullenniveau überzeugte der Vassri- Sohn von Johann Ellenrieder aus Kirchheim auf ganzer Linie. Neben dem ausgeglichenen genomischen Profil rundeten fast 4 % Eiweiß bei Mutter und Großmutter das Gesamtbild ab. Dieser Stier wird seinen Deckeinsatz ab dem Frühjahr auf einem Weidehof der Alp- und Weidegenossenschaft AHG e.G. (AWG) absolvieren. An zweiter Stelle rangierte der schwarzbunte Subzero- Sohn von Andreas Schmid aus Jengen. Dieser junge Stier stammt aus der über die Landesgrenzen hinaus bekannten RR Elise- Familie von Reinermann Holsteins aus der bereits etliche Besamungsbullen gezüchtet wurden. Nach langem Bieterduell senkte sich der Hammer des Auktionators Josef Keller erst bei 1.700 € zu Gunsten eines Kunden aus dem eigenen Zuchtgebiet.

Jungkühe gesucht – Nachfrage nicht gedeckt

Sowohl einheimische Kunden als auch überregionale Nachfrage speziell aus Italien trugen zu einem belebten Marktverlauf bei, der in einem sehr zufriedenstellenden Durchschnittspreis von 1.839 € bei den Mehrkalbskühen sowie 1.812 € bei den Jungkühen mündete. Wie gewohnt wurden leistungsstarke Jungkühe mit fehlerfreiem Exterieur und keinen sonstigen Schwächen schnell zu Preisen jenseits der 2.000 €- Marke gehandelt. Schwache Tiere mit Mängeln konnten qualitätsentsprechend lediglich zu Mindestgeboten verkauft werden. Insgesamt konnte das Angebot die Nachfrage nicht decken. Ein größerer Auftrieb wäre in den kommenden Monaten wünschenswert, da durch die verbesserte Milchpreissituation, die hohen Anteile von Fleischrassebesamungen und die insgesamt zurückgefahrenen Jungviehbestände von einer sehr stabilen Nachfragesituation auszugehen ist.

Spitzentiere erlösen Höchstpreise

Mit 2.500 € Steigpreis die Preissiegerin des Tages wurde mit Katalognummer 130 eine späte Tochter des über Jahre hinweg stark eingesetzten Stieres Balu. Neben einer Tagesproduktion von weit über 36 kg Milch überzeugte dieses Tier mit viel Körpersubstanz und einem breiten und fest aufgehängten Euter. Sie verbleibt nach langem Bieterduell im Zuchtgebiet. Auf dem preislich zweiten Rang folgten zwei Jungkühe zum Steigpreis von 2.450 €, die gemeinsam mit vielen weiteren Spitzentieren die Reise zur Puschtravieh OHG nach Südtirol antritt. Zunächst präsentierte Manfred Waibel aus Aitrang eine sehr korrekte, milchtypische Gymnast- Tochter schaufertig im Ring. Sie bestach besonders mit glasklarem Fundament und drüsigem Euter. Eine typstarke, kapitale Diamondback- Tochter von Josef Zwießler aus Opfenbach zeigte sich mit hervorragendem Euter, bester Melkbarkeit und 35 kg Tagesproduktion ebenfalls auf Topniveau. Für 2.400 € und mit über 38 kg Milch folgte eine harmonische Hotspot P- Tochter von Christian Spengler aus Bobingen, die den vorgenannten in Sachen Fundament und Euter ebenbürtig war und im eigenen Zuchtgebiet verbleibt. Im Brown- Swiss- Sektor sicherte sich Stefan Strobel aus Rosshaupten mit einer mittelrahmigen, fundament- und euterstarken Puck- Tochter den Tageshöchspreis von 2.000 €. Sie wird zukünftig im Landkreis Erding gemolken. Teuerste Bio- Jungkuh des Tages wurde eine Hidalgo- Tochter der Sprenzel GbR aus Lechbruck, die im Kaufauftrag für einen Kunden aus dem Ostallgäu ersteigert werden konnte.

Nächste Auktionen

Der nächste Markt findet am 17. Februar in Kempten statt. Eine Woche darauf am 23. Februar findet der nächste Markt in der Buchloer Schwabenhalle statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie unter www.prorind.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.  Jeder Zeit ist eine Beratung und Vermittlung ab Stall durch die Außendienstmitarbeiter möglich: Josef Keller 01638310086, Hubert Rupp 0163 8310087, Maximilian Messner 015780530951, Werner Schmid 01516772039, Alexander Kuppel 01632437196.